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Verhandlungspoker: NRW-SPD stemmt sich gegen Große Koalition
DPA

Junior-Partner in einer Regierung unter Kanzlerin Merkel? Dann lieber Opposition: Die mächtige SPD von Nordrhein-Westfalen wehrt sich massiv gegen eine Große Koalition. Die Genossen seien nicht als Mehrheitsbeschaffer für die Union angetreten.

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Kurt2.1 25.09.2013, 09:59
640. #595

Zitat von garfield
Nein, Kurt, ich hab's auch nicht verstanden. Andreas hat vollkommen recht mit dem, was er Ihnen vorhält.
Nein, hat er nicht. Er hat mich wie gewohnt lediglich dumm angequatscht.

Zitat von garfield
Ich bin auch etwas erstaunt, dass Sie jetzt nach der Wahl so gegen die GroKo sind. Rot-Rot-Grün wollten Sie doch um keinen Preis. Und Andreas und ich waren nun wirklich nicht die Einzigen, die versucht haben, Ihnen die Rot-Grünen Rosinen aus dem Kopf zu bringen. Was darf's also jetzt sein? Träumen Sie immer noch von Rot-Grün?
Entweder Rot/Grün oder Opposition. Ich bin dafür, dass die SPD in die Opposition geht. Warum ist das so schwer zu verstehen? Es ist ein völlig legitime, demokratische Entscheidung.

Zitat von garfield
Ich lache über die FDP und über die sPD. Die eine hat sich bereits überflüssig gemacht, die andere hat's immer noch nicht kapiert, dass sie bald ebenso überflüssig ist, wenn Sie weiter mit dem Kopf gegen die Wand rennt und so wie die FDP "Steuersenkungen" das Mantra von Rot-Grün betet. Nicht nur im Bund, genauso der TSG in Hessen, der wieder mal voll in die Ypsilanti-Falle getappt ist und Bouffier lacht sich einen Ast.
Dass Sie alles so witzig finden, überrascht mich nicht. Ich hatte Ihnen schon einmal bescheinigt, ein politischer Kleingeist zu sein. Ich gehe davon aus, dass die FDP sich neu aufstellen wird und zu ihren liberalen Wurzeln zurückkehrt.

Die SPD wird sich ebenso neu formieren müssen. Mit Sicherheit wird sie sich nicht von der Agenda 2010 verabschieden. Freibier für Alle wird es nicht geben.

Was in Hessen geschieht, bleibt abzuwarten. TSG hatte im Vorfeld gar nichts ausgeschlossen.
Das versucht Bouffier den Bürgern einzureden. Einen Ast lacht er sich sicher nicht. Eine Ypsilanti-Falle gibt es nur in Ihren Gedanken.

Zitat von garfield
Ein letztes Mal: Sie bekommen die LINKE nicht weg, weder mit miesen Vorwürfen noch mit Totschweigen, noch mit Beten. Entweder Ihre Truppe schickt die Seeheimer und Agenda-Typen bald zum Teufel und findet wieder zu sozialdemokratischen Positionen zurück und entwickelt sich damit zum ernstzunehmenden Partner für die LINKE (ja, genau SO rum formuliere ich das), oder Ihr dürft auf absehbare Zeit bei Merkel um die Kellner-Rolle anklopfen.
Wie sich die SPD entscheidet, wird man der SPD überlassen müssen. Ratschläge, ausgerechnet von der „Linkspartei“ sind eher kontraproduktiv, hängt ihnen doch selbst ihre eigene Vergangenheit wie ein Mühlstein am Hals. Sie hat also mit sich selbst genug zu tun.
Bei der Gelegenheit kann die „Partei“ auch gleich die Schweinereien um die Ex-Eheleute Wagenknecht aufarbeiten.
Ihr Kellner-Gerede ist ebenso dummes Zeug. Was denken Sie, welche Position die „Linkspartei“ in einer Koalition mit der SPD hätte? Glauben Sie, es wäre die „Linkspartei“, die den Takt schlägt? Sie sollten lieber davon ausgehen, dass Koalitionen Partnerschaften auf Zeit sind.

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sonntagskind87 25.09.2013, 10:00
641. ll

Zitat von ichbinsjetzt
Die Regierungen Brandt und Schmidt haben die Schuldenkurve angefangen. Bis dahin war die BRD quasi Schuldenfrei. Dazu den Aufbau der Bürokratie.
Der Bundesrepublik Deutschland wurde 1953 im Londoner Schuldenabkommen rund die Hälfte aller Schulden nebst Zinsen erlassen (ua von Griechenland) und die Rückzahlungen des Restes über Jahrzehnte gestreckt, schon 1956 mit dem Aufbau der Bundeswehr begann die Staatsverschuldung.
Mit der Ölkrise 1974 und der Aufgabe von festen Wechselkurse zum Dollar (Bretton-Wood) begann ab 1975 eine höhere Verschuldung, und 25% aller Staatsschulden von 2 Billionen € wurden in den letzten Jahren unter Bundeskanzlerin Merkel aufgenommen.
Datei:Staatsverschuldung5.png

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sonntagskind87 25.09.2013, 10:28
642. Noch ein Versuch ...

Jeder falsche Unsinn wird veröffentlicht, Richtigstellungen aber nicht?
Was für eine "Meinungsbildung" durch Moderation ...?
Zitat von ichbinsjetzt
Die Regierungen Brandt und Schmidt haben die Schuldenkurve angefangen. Bis dahin war die BRD quasi Schuldenfrei. Dazu den Aufbau der Bürokratie.
Der Bundesrepublik Deutschland wurde 1953 im Londoner Schuldenabkommen rund die Hälfte aller Schulden nebst Zinsen erlassen (ua von Griechenland) und die Rückzahlungen über Jahrzehnte gestreckt, schon 1956 mit dem Aufbau der Bundeswehr begann die Staatsverschuldung.
Mit der Ölkrise 1974 und der Aufgabe von festen Wechselkurse zum Dollar (Bretton-Wood) begann ab 1975 eine höhere Verschuldung, und 25% aller Staatsschulden von 2 Billionen € wurden in den letzten Jahren unter Bundeskanzlerin Merkel aufgenommen.
Datei:Staatsverschuldung5.png

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sonntagskind87 25.09.2013, 11:07
643.

Zitat von ichbinsjetzt
Die Regierungen Brandt und Schmidt haben die Schuldenkurve angefangen. Bis dahin war die BRD quasi Schuldenfrei. Dazu den Aufbau der Bürokratie.
Der Bundesrepublik Deutschland wurde 1953 im Londoner Schuldenabkommen rund die Hälfte aller Schulden nebst Zinsen erlassen (ua von Griechenland) und die Rückzahlungen der Restschulden über Jahrzehnte gestreckt, schon 1956 mit dem Aufbau der Bundeswehr begann die Staatsverschuldung.
Mit der Ölkrise 1974 und der Aufgabe von festen Wechselkursen zum Dollar (Bretton-Wood) begann ab 1975 eine höhere Verschuldung, und 25% aller Staatsschulden von 2 Billionen € wurden in den letzten Jahren unter Bundeskanzlerin Merkel aufgenommen.
Datei:Staatsverschuldung5.png

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garfield 25.09.2013, 12:49
644. 1)

Zitat von Kurt2.1
Entweder Rot/Grün oder Opposition. Ich bin dafür, dass die SPD in die Opposition geht. Warum ist das so schwer zu verstehen? Es ist ein völlig legitime, demokratische Entscheidung.
Jetzt bin ich schon wieder erstaunt. Die sPD ist doch eine Partei der "Mitte", richtig? Und grenzt sich konsequent nach links ab, richtig? Und demokratische Parteien, gerade, wenn sie so eng beieinander in der Mitte stehen, müssen doch genug Gemeinsamkeiten für eine Koalition finden, richtig?
Wo ist jetzt das Problem, mit Merkels Union ins Bett zu hüpfen?
Ich werd es Ihnen sagen: Es ist der gleiche Grund, warum man einen Mitgliederentscheid fürchtet. Vermutlich ist der sPD doch noch nicht komplett das Gespür dafür abhanden gekommen, dass die Mehrheit der Wähler und Mitglieder von ihr erwartet, eine LINKE Partei zu sein und auch so zu handeln. Oder wir alle müssten den Kanzlerkandidaten sehr falsch verstanden zu haben.
Dann hat die sPD aber ein Riesenproblem, zu erklären, warum sie die linken Mehrheiten nicht nutzt. Nachdem Lafontaine praktisch weg ist, hilft nun auch der Verweis auf NATO-Austrittsforderungen nicht, das zu erklären. Würde die LINKE diese Forderung abschwächen, wäre es vermutlich die Farbe von Gysis Schlips, der einer Zusammenarbeit im Wege steht.
Aber meinetwegen. Vermutlich ist Opposition tatsächlich besser geeignet, bei der sPD den Neufindungsprozess zu befördern, als wenn sie mit Regierungspöstchen wieder ruhig gestellt werden und noch mal 4 Jahre Agenda predigen können.
Und nicht nur ich habe hier der Partei nun endlich das längst überfällige mächtige Feuer unterm Dach prophezeiht, wenn sie durch ihre Ausschließeritis wieder 4 Jahre "Opposition-ist-Mist" spielen darf. Das Überdenken des Verhältnisses zur LINKEn beginnt ja jetzt schon.
Zitat von Kurt2.1
Dass Sie alles so witzig finden, überrascht mich nicht. Ich hatte Ihnen schon einmal bescheinigt, ein politischer Kleingeist zu sein. Ich gehe davon aus, dass die FDP sich neu aufstellen wird und zu ihren liberalen Wurzeln zurückkehrt.
Ich weiß zwar nicht, was das Eine mit dem anderen zu tun hat, aber Ihr "politischer Kleingeist" lässt mich nur erneut schmunzeln. War das alles an Pulver, was Sie auf der Pfanne haben?
Bzgl. der FDP stimme ich Ihnen zu. Wie bei der sPD wird die (hier außerparlamentarische) Opposition hoffentlich Wunder wirken. Wir brauchen tatsächlich eine liberale Partei, aber wozu brauchen wir die FDP im aktuellen Zustand?
Zitat von Kurt2.1
Die SPD wird sich ebenso neu formieren müssen. Mit Sicherheit wird sie sich nicht von der Agenda 2010 verabschieden.
Ich wette dagegen!

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Sharoun 25.09.2013, 12:50
645. Ähemm

Zitat von ichbinsjetzt
Die Regierungen Brandt und Schmidt haben die Schuldenkurve angefangen. Bis dahin war die BRD quasi Schuldenfrei. Dazu den Aufbau der Bürokratie.
..vielleicht etwas spät für eine Erwiderung, aber die BRD stand in den 50ern direkt vor dem Staatsbankrott!

Dier ehemaligen Kriegsgegener haben zusammengelegt für die Wirtschaftsblüte auf Pump; nur so glaubte man dem Osten den Spiegel des Wohlstandskapitalismus weiter vorhalten zu können.

Ihre Auffassung ist Ausdruck der gern gefressenen PR-Strategie, die Bundesrepublik praktisch unfehlbar und makellos erscheinen zu lassen; da wundert einen solch generelle Wir-waren-schon-immer-die-Besten-Denke auch nicht mehr.

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garfield 25.09.2013, 12:50
646. 2)

Zitat von Kurt2.1
Was in Hessen geschieht, bleibt abzuwarten. TSG hatte im Vorfeld gar nichts ausgeschlossen. Das versucht Bouffier den Bürgern einzureden. Einen Ast lacht er sich sicher nicht. Eine Ypsilanti-Falle gibt es nur in Ihren Gedanken.
Na, wer hat hier das Wunschdenken? Wie beurteilen Sie folgende Aussage: "Mit den LINKEn geht politisch gar nichts"? Originalton TSG. Eine Koalition ist doch eine politische Verbindung, richtig? Eine Tolerierung ist doch auch eine politische Zusammenarbeit, richtig?
Tja, Kurt, nun hat die sPD auch in Hessen ein Problem, und das heißt Ypsilanti-Falle. Auch wenn ich ihn wahrlich nicht gern grinsen sehe. Bouffier hat hier recht. Aber bisher war die sPD nur darin gut, in einem einmal gemachten Fehler immer und immer wieder hinein zu stolpern.
Zitat von Kurt2.1
Wie sich die SPD entscheidet, wird man der SPD überlassen müssen. Ratschläge, ausgerechnet von der „Linkspartei“ sind eher kontraproduktiv, hängt ihnen doch selbst ihre eigene Vergangenheit wie ein Mühlstein am Hals. Sie hat also mit sich selbst genug zu tun.
Ach Gott, wie ärmlich. War das jetzt ein Versuch, die Roten-Socken hervor zu kramen?
Zitat von Kurt2.1
Bei der Gelegenheit kann die „Partei“ auch gleich die Schweinereien um die Ex-Eheleute Wagenknecht aufarbeiten.
Welche Schweinereien? Nicht mal die konservativen Medien haben darin viel Honig entdeckt und dankbar abgewunken. Wollen Sie das jetzt hier versuchen?
Zitat von Kurt2.1
Ihr Kellner-Gerede ist ebenso dummes Zeug. Was denken Sie, welche Position die „Linkspartei“ in einer Koalition mit der SPD hätte?
Auch den Kellner. Nur zum Unterschied zur sPD hat die LINKE nie was anderes propagiert und verachtet diese Rolle nicht.
Zitat von Kurt2.1
Glauben Sie, es wäre die „Linkspartei“, die den Takt schlägt? Sie sollten lieber davon ausgehen, dass Koalitionen Partnerschaften auf Zeit sind.
Völlig richtig. Die LINKE kann damit leben. Kann es die sPD auch?

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k.-f._boerne 25.09.2013, 13:36
647.

Zitat von TachAuch
Ich weiß auch nicht warum auf die SPD eingedroschen wird, obwohl noch gar nichts passiert ist. Merkel muss schließlich den ersten Schritt machen und die SPD zu Gesprächen einladen.
Weil die SPD Pipi macht, bevor sie auf dem Klo sitzt.

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Wollilein 25.09.2013, 14:03
648.

Zitat von Bob Andrews
Schliesslich hat Steinbrück vor der Wahl auch eine große Koalition ausgeschlossen...
Wann soll das denn gewesen sein? Nach meiner Wahrnehmung hat er lediglich seine persönliche Teilnahme als Minister unter Merkel ausgeschlossen.

Wäre ja auch schon blöd gewesen einen GroKo auszuschließen und sich nur auf Rot-Grün festzulegen.

Hat er aber auch nicht.

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Bob Andrews 25.09.2013, 14:08
649.

Zitat von ChaosXL
Eine große Koalition wurde eben nicht ausgeschlossen.
Doch: SPD: Steinbrück schließt Große Koalition unter Merkels Führung aus - SPIEGEL ONLINE

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