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Verkehrspolitik: Bußgelder für Radfahrer sollen steigen
DPA

Radfahrer müssen künftig bei Verkehrsverstößen mit höheren Strafen rechnen. Die Bußgelder sollen laut einem Zeitungsbericht generell um fünf bis zehn Euro angehoben werden. Schon am Freitag sollen die neuen Regeln den Bundesrat passieren.

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dale_gribble 30.01.2013, 10:09
140.

Zitat von aquarelle
Wer hier gegen Bußgelder wettert, wird genau so einen Stil fahren und hat es dann nicht anders verdient.
Nein. Ich fahre ganz normal Fahrrad. Und dazu gehoert, ab und an mal eine Ampel zu ignorieren, die letzten paar Meter zum Laden auf dem Fussweg in der falschen Richtung "auszurollen", zwischen Strasse, Fahrrad- und Fussweg zu pendeln und mit dynamolosen LED-Lampen unterwegs zu sein.
Wenn jetzt die Bussgelder erhoeht werden sollten koennen Sie absolut Gift drauf nehmen das die Polizei nur die "ganz normalen" Fahrradfahrer wie mich abzockt, die nachts um 1 mal eine mutterseelenalleine rumstehende Ampel ignorieren.
Und deswegen wettere ich ganz extrem gegen Bussgeldwahn fuer Fahrradfahrer.
Wenn es naemlich die ganzen inoffiziellen "Privilegien" fuer Fahrradfahrer nicht mehr gibt kann ich gleich mit Moped oder Auto fahren.
Da ist dann naemlich kein Unterschied mehr.
Ich fahre naemlich ganz bestimmt nicht wegen Geldersparnis und Umweltschutz sehr viel Fahrrad sondern weil es einfach verdammt praktisch ist.
Wenn ich jetzt auf dem Radl genauso gegaengelt und abgezockt werde wie im Auto dann kann ich doch gleich "das Original" nehmen.

Wie waers denn mit Parkgebuehren fuer Fahrraeder?
Waere doch nur konsequent!

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raumbefeuchter 30.01.2013, 10:09
141. Wahlkampfthema ?

Die umweltfreundlichereren, gesünderen, stauvermeidenden und schwächeren Verkehrsmitglieder sollen bestraft werden. Top Man der Ramsauer von der Union.

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a.weishaupt 30.01.2013, 10:10
142.

Zitat von rennflosse
Eine stark befahrene Straße IST eine besondere Gefahrenlage. Ich werde nie verstehen, warum sich manche Radler in einen Pulk mit riesigen Bussen und Lastwagen begeben wollen.
Wer mal mit einem schnellen Rad gefahren ist und bei Tempo 35 Action-Slalom fahren durfte, verabschiedet sich schnell von der Idee dieser albernen Sonderwege. Ist ja auch nicht einzusehen, wieso ein Mofa auf der Straße fahren _muss_, man selbst es aber nicht dürfen soll - obwohl man schneller ist. Da die meisten Radfahrer hier mit billigen Baumarkrädern im Joggertempo umhertorkeln und sich im Endeffekt wie Fußgänger anstatt wie Fahrzeugführer verhalten, fällt ihnen sowas halt nicht auf. Gerade im Berufsverkehr habe ich übrigens fast immer den gesamten Pulk an der nächsten Ampel wieder eingeholt.

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redwed11 30.01.2013, 10:11
143. Fußgänger wehrt euch

Zitat von gog-magog
Genau! Führerscheinentzug dann bitte auch für Fußgänger, die meinen dass Ampeln für sie keine Bedeutung haben, die auf Radwegen laufen und Straßen fahrlässig überqueren. Wenn Sie das wollen, bitte. Wenn niemand gefährdet wird, ist aus meiner Sicht dagegen nichts einzuwenden. Das Grundproblem ist der Egozentrismus auf der Straße. Wenn man alles bestraft, was gang und gäbe ist, dann bewegen wir uns direkt in Richtung Denunziantenstaat. Wir hatten gehofft, dass der vor 68 Jahren abgeschafft wurde, aber dieses Gehabe stirbt wohl nie aus.
Fahren auf Gehwegen ist verboten ohne wenn und aber. Da Sie gegen Denunziation aussprechen, kann ich allen Fußgängern nur raten, wenn einer dieser Kampfradler den Gehweg befährt, nicht zur Seite gehen und sich anfahren lassen. Zum Ersten ist man als Fußgänger im Recht und der Radfahrer muss für eventuelle Kosten bei Verletzungen aufkommen. Zum Zweiten sollte sich jeder Fußgänger bewusst sein, gegenüber Radfahrern ist er der Stärkere da der Radfahrer schneller das Gleichgewicht verliert und im schlimmsten Fall zu Fall kommt.
Das zum Thema Notwehr gegen Kampfradler, die sich völlig Rücksichtslos gegenüber Fußgängern verhalten und der Fußgänger ist auf dem Gehweg i m m e r im Recht.

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Robert_Rostock 30.01.2013, 10:12
144.

Zitat von Sharoun
Was sollen solche Kommentare? Sollen wir Radfahrer uns jetzt auch alle ins Auto setzen und damit rumgurken? Ist es das, was Sie wollen? ...
Nöö. Einfach an die Regeln halten, die Rücksichtnahme, die sie von anderen (stärkeren) Verkehrsteilnehmern zurecht einfordern, auch selber gegenüber schächeren Verkehrsteilnehmern an den Tag legen und nicht ständig die Realität verleugnen (Kampfradler? - Gibts nicht!).

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saschad 30.01.2013, 10:12
145.

Zitat von rennflosse
Eine stark befahrene Straße IST eine besondere Gefahrenlage.
Das ist so pauschal nicht richtig. Aktuelles Beispiel: Aufhebung der Benutzungspflicht in der Fuhlsbüttler Straße in Hamburg.
Endlich freie Fahrt auf der »Fuhle«!

Zitat von rennflosse
Ich werde nie verstehen, warum sich manche Radler in einen Pulk mit riesigen Bussen und Lastwagen begeben wollen.
Weil diese Radler keine Lust haben, sich auf dem Radweg über den Haufen fahren zu lassen? Sicherlich zu naheliegend...

Zitat von rennflosse
Was daran sicherer sein soll, erschließt sich dem normal denkenden Menschen nicht.
Sichtbarkeit = Sicherheit. Das ist wirklich nicht zu schwer zu verstehen.

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auweia 30.01.2013, 10:14
146. Ääh...

Zitat von georgy13
Das angebliche Rowdytum rührt doch auch daher, dass der motorisierte Individualverkehr vor allem innerhalb der Gemeinden immer noch einseitig gegenüber Radlern und Fußgängern bevorzugt wird. Vorrang gehört denen, die umweltfreundlich und gesundheitsbewußt unterwegs sind.
das ist, vermute ich, Ihr privates Utopia.
Von Vorrang für "Umweltfreundliche" und "Gesundheitsbewußte" Verhaltensweisen oder Fahrzeuge steht nichts in der STVO.
Wie sollte das auch umgesetzt werden?
BTW: Kann man den Fahrstil vieler Fahrradfahrer noch als "gesundheitsbewußt" einordnen? Die Chance umzukommen oder Verletzungen davonzutragen ist doch auf zwei Rädern deutlich höher als im Auto.

Und, sollte langfristige Fitness gemeint sein: Damit verhindert man nur das sozialverträgliche Frühableben, ;-).

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gog-magog 30.01.2013, 10:15
147.

Zitat von Hajojunge
Fast alle schweren oder tödlichen Verletzungen betreffen den Kopf. Aber gerade die Kampfradler sind strikt dagegen. Wahrscheinlich ist da eh wenig Schützenswertes in der Birne. Wer keine Verantwortung für seine eigene Gesundheit übernimmt, dem ist die anderer Verkehrsteilnehmer auch egal.
Was spricht dann gegen eine Helmpflicht für Autofahrer?

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MathiasF 30.01.2013, 10:17
148.

Zitat von jonny_68
Das war mal.... in vielen Städten gibt es Ampelschaltungen für Radfahrer (die meist aber denoch nicht beachtet werden), Vorfahrts- und Schnell-Radwege etc. Bei uns werden systematisch Radfaher bevorzugt und Fußgänger abgedrängt!
Ehrlich? Wo? Dort würde ich gerne hinziehen - hier in Hamburg sind Radfahrer bestenfalls eine geduldete Randexistenz. Und außer in traditionellen Fahrradstädten wie Münster oder Freiburg kenne ich es auch nicht anders, völlig egal ob Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf - die Städte, die ich schon ausprobiert habe...

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themistokles 30.01.2013, 10:18
149.

Zitat von dale_gribble
...wie mich abzockt, die nachts um 1 mal eine mutterseelenalleine rumstehende Ampel ignorieren.
Machen Sie das auch als Autofahrer? Und wenn nein, warum?
Und warum sollten diese Privilegien alleine für Radfahrer gelten?

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