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Vermittlerin in der Ukraine-Krise: Merkel zwischen den Fronten
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Es ist ein Balanceakt für Angela Merkel. In der Ukraine-Krise umwirbt sie Kiew und Moskau, wieder zu verhandeln. Sie muss aber auch Forderungen der USA nach Waffenlieferungen abfedern: Militärisch, mahnt sie, ist der Konflikt nicht zu gewinnen.

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Hilfskraft 07.02.2015, 14:55
1. jetzt merkt sie endlich ...

... wo sie und Steinmeier uns hinein taktiert haben.

"Sie muss aber auch Forderungen der USA nach Waffenlieferungen abfedern"

Was für Freunde, diese Amis!
Die muß man sich doch besser vom Hals halten.

Ich hoffe nur eines: dass wir alle heil aus dieser Sache rauskommen.
Ich möchte nicht gerne recht behalten mit meinem jahrelangen Orakel, dass uns diese Frau in die Hölle reitet.

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metbaer 07.02.2015, 15:04
2.

Ich mag Frau Merkel eigentlich nicht, aber ich habe hohen Respekt, dass sie zusammen mit Herrn Hollande Diplomatie betreibt, die dringend notwendig ist und nicht auf die populistische Kriegstrommel haut. Die Rufe nach Krieg werden erschreckend laut - besonders von denen, die keine Konsequenzen zu fürchten haben, denn wenn sie ihren Willen bekommen sollten, ist am Ende keiner mehr da um sie anzuklagen.

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spon-facebook-10000082513 07.02.2015, 15:11
3. Merkel verspielt gerade ihren guten Ruf...

...wenn es so weiter geht, werden Menschen im Ausland Merkel vorallem als die schwache Anführerin erleben, die vor Russland den Buckel machte, und dafür ein freies, friedliebendes Land einer nationalistischen Diktatur zum Fraß vorwarf.

Ich hoffe, die Amerikaner lassen sich von diesem Unfug nicht aufhalten. Merkel und die EU hatten monatelang Zeit, mit Verhandlungen etwas zu erreichen. Russland ist daran extrem offensichtlich nicht interessiert.
Zeit, daraus Konsequenzen zu ziehen.
Die Ukrainer müssen von uns in die Lage gebracht werden, ihre terretoriale Integrität vollständig wiederherzustellen. Punkt.
Alles andere eröffent das Tor zu einer Welt voller Eroberungskriege.

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GetOver 07.02.2015, 15:13
4. Standhaft bleiben

So wie Schröder seinerzeit den Souverän kurz vor der Wahl beachten musste, muss Merkel auch endlich für unsere Interessen entschieden gegen die US Aggressoren antreten.

Wir können schließlich nichts dafür das die Amis sich in der Ukraine verzockt haben. Wenn die einen Krieg starten wollen, dann bitteschön auf ihrem eigenen Kontinent!

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derbadener 07.02.2015, 15:14
5.

Militärische kann man nur "Gewinnen" , wenn man die zu erobernden Städte einebnet. Also Modell Pyrrhus. Weder die UA Armee noch ihre Gegner sind in der Lage Städte zu "erobern". Auch mehr Waffen würde diese Armee nicht zu mehr befähigen. Am besten die fragwürdigen Gebiete abspalten und Moskau überlassen. Vor einem Jahr hätte man das anders regeln können. Jetzt leiden nur die Zivilisten und verlieren ihr Leben.

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protzmanski 07.02.2015, 15:15
6. Unglaublich! Sie muss Waffenlieferungen abfedern?!

Ist sie Vertreterin der Nato oder Vertreterin Putins?
Es kann ja wohl nicht sein, dass sich die ganze Welt der Einschätzung von Frau Merkel anschließen muss, oder? Ein Jahr lang hat der Westen deeskaliert und Putin ungerührt eskaliert. Wenn wir es jetzt nicht mal mit Eindämmung versuchen, können wir gleich kapitulieren und uns auf die Mitgliedschaft in einem autoritären Eurasischen Reich freuen. Es gibt noch viele Möglichkeiten, den Preis für Putin in unerschwingliche Höhen zu treiben. Wir könnten es ja auch mal mit hybrider Kriegsführung versuchen. Nicht nur mit zumindest defensiver Aufrüstung der Ukraine. Auch mit dem Kontern seines Propagandakrieges und vor allem mit der Ausschöpfung wirklich aller ökonomischer Druckmittel, bis hin zur völligen Kappung aller wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen. Zuallererst aber mit der Abkopplung Russlands von Swift.

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Baikal 07.02.2015, 15:16
7. Erst anzetteln und dann die Friedenstaube

spielen: Oder meint Merkel, es sei noch nicht vergessen, wie die Konrad-Adenauer-Stiftung zusammen mit ihren ameeikanischen Schwesterorganisationen fünf Milliarden Dollar in die Menge streute um den Maidan zu erzwingen? Nicht vergessen, wie Timoschenko und Klitschko aufgebaut und hochgelobt wurden? Nicht vergessen, wie der "Yats" Jazenjuk zum Scharfmacher gewählt worden ist, alles mit Unterstützung der Friedenstaube, die jetzt wohl so almählich selbst Angst bekommt und schnell noch den erfolglosen Hollande mit in den Abgrund ziehen will? Diese Frau ist des Landes Verderben, außen- und auch innenpolitisch.

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LeonLanis 07.02.2015, 15:17
8. Damit

Zitat von Hilfskraft
... wo sie und Steinmeier uns hinein taktiert haben.
haben Sie wohl recht. Die jetzige Situation ist das Ergebnis der westlichen Ukraine-Politik. Diese Politik ist, gemessen an ihren erklärten Zielen, gescheitert. Merkels Reise nach Moskau bestätigt das. Sie ist nicht gereist, um Putin diplomatisch "den Rest" zu geben, sondern weil die Kiew-Ukraine wirtschaftlich und militärisch vor dem Zusammenbruch steht und jetzt dringend einen Waffenstillstand braucht. Und weil Frau Merkel wohl endlich begriffen hat, daß die von den USA betriebene ständige Eskalation zu einem großen Krieg mit Rußland führen könnte.

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fatfrank 07.02.2015, 15:18
9. Frau Merkel, der historische Vergleich...

...hinkt aber mal gewaltig: Die Amerikaner wussten genau, dass sie bei einem militärischen Eingreifen während des Mauerbaus den dritten Weltkrieg riskieren würden. Vermutlich wäre dann sogar halb Westeuropa an die Russen gefallen, mussten sich die Amis doch beeilen, nach Berlin nicht zu spät zu kommen.

Anders in der Ost-Ukraine: Hier sollte es Putin sein, der den dritten Weltkrieg fürchtet. Militärischer Druck muss also aufrecht erhalten werden, damit der Kerl überhaupt verhandlungsbereit ist.

Ich fürchte, Frau Merkel, Sie lassen sich an der Nase herumführen (und merken es nicht einmal). Putin spielt auf Zeit - und lässt jedes mühsam gefundene Abkommen am Ende doch wieder platzen. Inzwischen zieht die Russische Armee, pardon, natürlich die "Separatisten" (haha, wer's glaubt, wird selig), die Grenze immer weiter nach Westen.

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