Forum: Politik
Vermögensteuer: Rot-Grün will an Reichtum ab zwei Millionen Euro
Corbis

SPD und Grüne drängen auf eine neue Vermögensteuer. Jetzt liegen erste Eckpunkte vor: Reiche sollen ein Prozent abdrücken, wenn ihr Vermögen größer als zwei Millionen Euro beträgt. So sollen 11,5 Milliarden in die öffentlichen Kassen fließen.

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donquichotte2012 08.08.2012, 22:42
250.

Zitat von Teodore
Es mag für für manche ein unerträglicher Gedanke sein, kommt aber in der Realität vor: dass nämlich manche einfach fleissiger, klüger, risikobereiter, zupackender etc. sind, als andere und deshalb auch mehr Einkommen haben, das zu versteuern ist. Und das hat mit der infamen Unterstellung von Diebstahl/Betrug nichts zu tun.
Alles prinzipiell richtig

Sie verkennen-wie die meisten hier die Angst haben etwas zu verlieren folgendes:

Die klügeren fleissigeren und zupackenderen bekommen heute Überproportional mehr

Das stimmt im Einzelfall sicher nicht, nur gesehen auf die Gesamtbevölkerung lässt es sich eben nicht wegdiskutieren das immer Weniger immer Mehr von"Allem" besitzen.

Und wenn man diese Tatsache mit den Worten: "die sind halt fleissiger" abtut und von Neid sprichtdann hat man eben schlicht einen zu begrenzten Horizont und sieht nur sich selber und nicht das System ansich

Kartellämter schreiten heute ein wenn Firmen zu mächtig werden und den Markt manipulieren können.
Das aber 10% der Bevölkerung 90% manipulieren ruft die nicht auf den Plan
Und sobald man daran rüttelt das diese 10% zuviel besitzen haben lustigerweise gleich die ehemalige obere Mittelschicht-jetzt Mittelschicht und die untere Mittelschicht Angst das man ihnen was wegnehmen will, treten fleissig gegen die angeblich Tumbe "malle" Unterschicht und erkennen gar nicht das das Hauptproblem weiter oben sitzt

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schwerpunkt 08.08.2012, 22:45
251.

Zitat von cassandra106
Zeigen Sie mir auch nur einen einzigen Menschen, der nur im Ansatz in der Lage ist, auch nur 100% mehr zu leisten als jemand anderes. Dann können Sie anhand dessen festmachen, dass dieser es auch durchaus verdient, 100% mehr Lohn zu erhalten. Und das dürfen Sie dann gerne so fortsetzen. Und bei den 100% gehen wir mal von den 8,50€ Lohn aus, der ja angeblich irgendwann mal Mindestlohn sein soll. Jemand mit 17€ Lohn wäre dann schon doppelt so leistungsstark, könnte also z.B. statt 100kg schon 200kg stemmen. Und wer eben nicht 1600€ Brutto verdient, sondern 16.000€ Brutto, müsste schon die Tonne wuppen können, bildlich gesprochen. Nur zu, fangen Sie ruhig an dieses achso gerechte System zu rechfertigen, ich warte auf die Beweise. Aber Ihnen würde nur das einfallen: Derjenige bekommt so viel Geld, also wird der das schon wert sein. Was da allein schon Drogenbosse für wertvolle Menschen sein müssen, eieiei.
Sie zeigen hier ein ganz armseliges Menschenbild, bei dem Sie diese als unkreative und tumbe Maschinen betrachten. Unter dieser Prämisse können ihre "Arbeiter" tatsächlich alle in etwa ähnliches vollbringen.
Menschen sind aber keine Maschinen, sondern besitzen Intelligenz, Kreativität und Risikofreue ... in dramatisch unterschiedlichen Maß.
Und dabei "leisten" kreative Menschen durchaus auch mal extrem viel mehr als andere, gehen existentielle Risiken ein um ihre Ideen und ihre vorstellungen wirklichkeit werden zu lassen, während die Risikobereitschaft anderer um NULL pendelt.
DAS verstehe ich als leistung, denn diese Menschen sorgen dafür, dass auch diejenigen, deren Kreativität und Risikobereitschaft nicht so hoch ist, Arbeit haben.
Ja, diese Menschen wert-schätzen sich selbst und dprfen die Früchte ihrer Leistung(!) gerne ernten. Auch wenn es ein Vielfaches von dem ist, was andere bekommen.
Leistung ist dabei wesentlich mehr als Kraft x Hebelarm.

Und diese Leistungsbringer möchten Sie enteignen/berauben!?

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Lapochka 08.08.2012, 22:57
252. Das Grundgesetz

Zitat von Frederik72
Warum nur 1% ? Um dem ausufernden Reichtum weniger Herr zu werden, muss man das Vermögen um viel mehr als 1% kappen.
Weil eine Vermögenssteuer in ihrer Höhe so bemessen sein muss, dass sie aus den Vermögenserträgen bestritten werden kann. Ist das nicht mehr möglich, handelt es sich um eine "entschädigungslose Enteignung", die nach dem Grundgesetz verboten ist.
Da die Vermögenserträge ja auch noch mit Ertragssteuern belastet sind, bleibt da eben für eine Vermögenssteuer nicht mehr viel übrig.

Aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung wäre es daher am besten, man verzichtet - wie bisher - völlig auf eine Vermögenssteuer und erhöht bei Bedarf eher die Ertragssteuern auf das Vermögen!

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dwg 09.08.2012, 23:09
253.

Zitat von elviejo
das ist aber irgendwei noch nicht richtig erklärt ein Unterehmen erwirtschaftet einen Gewinn (nicht Rohertrag) auf diesen Gewinn zahlt die Gesellschaft Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer und Soli (das sind dann so um die 33% und wenn sich dann die Gesellschaftseigentümer den Gewinn nach Steuern oder einen Teil davon auszahlen wollen wird das ganze noch einmal mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuert, das sind dann in der Regel noch mal zwischen 25 und 42% je nach persönlichem Steuersatz. So siehts das Lebe aus
Das ist - mit Verlaub - Kappes. Nach den 33% kommt auf der privaten Seite "nur" noch die 25% Kapitalertragssteuer und der Soli. Früher gab es da das Halbeinkünfteverfahren und danach das Teileinkünfteverfahren. Als Unternehmer am Spitzensteuersatz ist es nahezu egal, ob sie (sich mehr) Gehalt zahlen, oder Ausschütten - die Hälfte ist immer weg.

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kantundco 09.08.2012, 23:18
254. Sie sind der nächste...

Zitat von mr green
"alles selbst erarbeitet...... dem staat so wenig auf der tasche gelegen.....lasse ich mir die vermeintliche person, welche sie nun denken zu sein, verdanken sie zu großen teilen dem staat. wer ist der staat? die gesellschaft! hätten sie nicht das .....
Sie sind der Nächste, dem ich hier als Projektionsfläche armseliger Vorurteile diene. Nun denn, wenn es Ihnen Freude bereitet. Aber was Sie als Gerechtigkeit bezeichnen, bezeichne ich als Gleichmacherei! Es muss jeder die Chance haben, sein Glück zu finden. Aber von alleine kommt es nicht. Und Sie brauchen auch nicht ins Ausland fahren um Elend zu sehen. Ich gebe gern den Gestrauchelten am Bahnhof eine Zigarette ab und Menschen, die nicht einmal "fertig" aussehen, sammeln dort die Pfandflaschen aus dem Müll. Unternehmer sozusagen, vor denen ich einen Riesenrespekt habe, weil ich weiß, dass jeder Fällen kann. aber ich weiß auch, dass man immer wieder aufstehen kann. Wenn Sie Ihrer Familie mal nicht mehr das Brot kaufen können, weil das Geschäft nicht läuft, dann wird es bitter. Sie haben recht, ohne starke Mittelschicht kippt ein System. Aber lassen Sie es nicht zu, dass man den Menschen Ihre Freiheit, ihre Initiative und ihren Stolz nimmt, wie dies ein bemutternder Staat in viel zu vielen Bereichen schon tut. Und vor allem: Veruteilen Sie Menschen nicht, bevor Sie sie kennen.

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crontab54 09.08.2012, 23:21
255. optional

Viele Kommentare strotzen vor Neid. Und von nix Ahnung!

Das fängt damit, dass jeder der reich ist, ein Verbrecher ist, Steuern hinterzieht und eh nicht durch eigene Arbeit zu Geld gekommen ist. Irgendjemanden wird er schon ausgenommen haben. Also sperrt Sie alle ein! Es kann ja nicht sein, dass jemand sich einige Millionen durch Arbeit erarbeitet hat! Wenn er nicht geklaut oder gezockt hat, kann er nur geerbt haben.

Im übrigen gehört das persönliche Einkommen (und Vermögen) ohnehin der Gemeinschaft! Sonst würde eine Steuersenkung nicht als Steuergeschenk und Umverteilung von Unten nach Oben bezeichnet werden! ( Normalerweise heißt Steuersenkung, jemand weniger wegzunehmen. Aber da die Armen ohnehin meinen, ihnen gehört die Geldbörse der Reichen, ist dies natürlich eine Enteignung der Armen).

Ich kam mit 2000 DM in dieses Land. Mit 14 Stunden-Arbeitstagen, Fähigkeiten, aber auch mit Talent und Glück bin ich jetzt "reich". Habe nebenbei 70 Arbeitsplätze geschaffen. Und sehr viel Steuern gezahlt.

Mein Vermögen steckt zu mehr als 2/3 in meinem Unternehmen.
Was werde ich bei einer Vermögenssteuer tun? Ich werde wohl als erstes Firmenanteile an die Holländer oder Chinesen verkaufen, um die Steuern zu begleichen. Das solange, bis diese alles besitzen oder keine Arbeitsplätze mehr da sind. Wenn die Gesellschaft Eigentum nicht wertschätzt, muss es sich ja auch nicht verantwortlich Verhalten. Mein privates Vermögen werde ich dann verfuttern, da ich dann Rentner bin. Hab es mir zwar anders vorgestellt, aber ich komme schon durch.

Bedingungslose Armut für Alle!

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Bob Andrews 09.08.2012, 23:23
256.

Zitat von quotenmann
...sie irritieren die Leute.Was ich ausgebe muss ich einnehmen. Lesen Sie mal das, dann verstehen Sie was der Mittelstand bzw. die Bevölkerung und ihre Besteuerung mit der Staatsquote zu tun haben. (Ungefähr in der Mitte wird es konkret erklärt.)
Jetzt kommt er auch noch mit Theo Waigel. OMG
Und dann auch noch mit einem Artikel von 1996.
Unter keinem Finanzminister ist die Staatsquote so stark angestiegen wie unter ihm! Die Staatsquote hat nichts mit der Besteuerung zu tun, weil sie die Staatsausgaben betrifft, während die Besteuerung die Staatseinnahmen betreffen. Ist Ihnen der Unterschied zwischen Einnahmen und Ausgaben geläufig?

Man kann bei konstanter Staatsquote die Steuerquote theoretisch auf Null absenken, wenn man stattdessen Staatsausgaben rein über Neuverschuldung finanziert.

Falls es Ihnen entgangen ist: Die Staatsquote liegt heute bei weit unter 50%, ganz anders als unter Theo Waigel. Genaugenommen liegt die Deutsche Staatsquote weit unter dem Durchschnitt aller Euro-Länder.

Und die Umsetzung Waigels Konzepte hat Europa an den Rand des Ruins geführt - während sich an der Rekordverschuldung sogar noch gestiegen ist.

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curticurt 09.08.2012, 23:24
257. Und die Kirchen?

wann zahlen diese endlich Steuern auf ihren (zusammengestohlen) Besitz?

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Bob Andrews 09.08.2012, 23:29
258.

Zitat von micha-mille
Sagen Sie mal, wo leben Sie eigentlich, dass Sie so pauschal darüber urteilen, warum ein Mensch vererbt oder erbt?
Über das "Warum" habe ich gar nicht geurteilt. Bitte lesen Sie genauer!
Ich habe nichts gegen das Erben an sich, sondern gegen eine zu niedrige Besteuerung eines Vermögenszugewinns auf grund einer Erbschaft. Wer für sein Geld arbeitet, sollte steuerlich eben nicht schlechter gestellt werden, als jemand, der es erbt oder geschenkt bekommt. Das ist meine Vorstellung von Leistungsgerechtigkeit. Ob die Ihnen persönlich passt, ist mir ehrlichgesagt ziemlich egal.

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Bob Andrews 09.08.2012, 23:31
259.

Zitat von u.loose
Und? Dafür haben 90% der Haushalte nette Urlaubserinnerungen an Malle...
Ach jetzt kommt bei Ihnen schon der argumentative Offenbarungseid?

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