Forum: Politik
Verstorbener US-Senator: Darum darf Trump nicht zu McCains Beerdigung
AP

Noch zu Lebzeiten hat John McCain verboten, dass US-Präsident Trump zu seiner Bestattung kommt. Das Verhältnis der beiden war von tiefer Verachtung geprägt - und vom Streit über einen uramerikanischen Wert.

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nach-mir-die-springflut 26.08.2018, 22:33
70. Das Leben des Galilei

Zitat von felisconcolor
wie die ganzen Anti Imperialisten lieber Gift und Galle spucken als einzusehen wer der wahre Feind der demokratischen Welt ist. Aber diese Einsicht war dieser Klientel schon immer fremd. Ideologie macht blind, egal welche.
Und wenn's Ihre eigene Ideologie ist, die Sie blind macht, nennt man das Dunning-Kruger-Effekt, DKE. Schon beim Begriff Demokratie, der zum Totschlagargument geworden ist, muss man im Mindesten dahingehend differenzieren, dass es für sie keine Blaupause gibt, noch je gab, noch je geben wird. In Kriegszeiten wurden im alten Griechenland Diktatoren ernannt. Und mitunter lebten die Leute besser und lieber mit ihren Diktatoren. Sozialismus meint immer die Diktatur, diese Ein-Parteien-Diktatur kommt aus der Wirtschaft, der Planwirtschaft. Vielvölkerstaat und Demokratie schließen sich hier genau so aus wie Sozialstaat und Einwanderungsland. Russland wird nie eine Demokratie nach Schweizer Vorbild werden, so auch nicht die oligarchisch strukturierten 9,8 Mio. km² großen USA mit ihren de iure unabhängigen Bundesstaaten. Und wenn heute die Parteien mit unterschiedlichem Namen zu einem Einheitsbrei verschmolzen sind, so hat das auch ökonomische Gründe, nämlich wenn Finanzen, Politik, Energierohstoffe und Militär systemisch bedingt immer näher zusammen rücken, so dass Entscheidungen im Hinterzimmer gefällt werden, die dann dem Volk nach vorne nur schauspielerisch bestmöglich aufgearbeitet verkauft werden. Der Mensch nimmt Fassade und Form gern für Inhalt wahr und nimmt vom Inhalt das an, was auf dem Etikett steht. Obama als guter Schauspieler war beliebt, Trump als trotziges Kind, der dem Schauspiel eine Weihe nicht zu geben versteht, wird als Projektionsfläche gehasst.

Zum Schluss noch was Brecht:
"Unglücklich das Land, das keine Helden hat." - "Unglücklich das Land, das Helden nötig hat."

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lab61 26.08.2018, 22:40
71.

Zitat von bauklotzstauner
Und er hat ja nicht nur gefordert, er war hinter den Kulissen überaus aktiv. Bis zuletzt. So gibt es Bilder, die ihn beim Treffen mit Führern des "Islamischen Staates" zeigen.
Wen es diese Bilder gibt, wären etliche Foristen Ihnen sicher verbunden, wen sie diese Bilder mal verlinken würden, damit man sich sein eigenes Bild machen kann.

Besten Dank im Voraus.

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kajoter 26.08.2018, 22:45
72. @ #57

Zitat von iasi
Sie wollten jemanden wie Trump, der sagt, was er denkt und will. Sie hatten genug von Leuten wie McCain, die die unglaubwürdigen Politikerreden kultivieren wollen. McCain versuchte gleich 2 mal das zu werden, was Trump schon beim ersten Anlauf wurde. Ansonsten war McCain Teil des Politestablishements - nachdem er wie Papa und Opa seine Zeit beim Militär verbracht hatte. Also ein Berufspolitiker bis zu seinem Tod.
Das haben Sie brav auswendig gelernt: Anti-Establishment, Deep State, Anti-Elite und den ganzen PR-Müll der Ultrarechten.
Nur wenn man das politische Establishment gegen dasjenige der Immobilienhaie austauscht, wenn man die geistige Elite gegen absolute Ignoranz austauscht und wenn man "unglaubwürdige Politikerreden" gegen über 4000 nachgewiesene Lügen austauscht, dann bekommt man eben einen Trump. Gratulation!

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nach-mir-die-springflut 26.08.2018, 22:46
73. Der Werdegang

Zitat von vaikl
Es ist geradezu erstaunlich, dass Niemand von euch in all den Verschwörungstheorien und peinlichen Vulgärzoten, die ihr wie auf Befehl nach McCains Tod hier absondert, mit "einem Gläschen" auf dessen Ableben anstoßen will. Hat Vladi P. noch keinen Krimsekt für euch geordert?
Vladi P. hat Benehmen und hat seine Funtionärstrolle gut getrimmt. Oder meinen Sie, Hinz und Kunz können bei Vladi P. in der Troll-Kader aufsteigen und so einfach öffentlich in Online-Magazinen Kommentare absondern? Die Rekruten werden erst einmal nach YouTube geschickt, von da nach Twitter, und wenn sie von dort dekoriert zurückkommen, DANN erst dürfen sie woanders. Und dort wissen sie dann, wann zu schweigen ist, wann die Stalinorgeln heulen müssen.

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capote 26.08.2018, 22:55
74. Kriege gegen Europa

Zitat von bauklotzstauner
Und er hat ja nicht nur gefordert, er war hinter den Kulissen überaus aktiv. Bis zuletzt. So gibt es Bilder, die ihn beim Treffen mit Führern des "Islamischen Staates" zeigen. Wie man DEN außerhalb des US-Militärs, und gerade hier in Europa zu einem "Helden" hochstilisieren kann, ist mir unbegreiflich! Es sei denn, man WILL Kriege! Eben jene Kriege, die McCain im Hintergrund mit organisierte. Nur dann ergäbe das Sinn. Aber dann bitte offen und ehrlich!
McCain hat vor allem Kriege gegen Europa eingefädelt. Die Europäer sollen US-Flüssiggas kaufen und keine Pipelines aus dem Nahen Osten bauen, dafür der Irak-Krieg, dafür der IS und die Verwüstung Syriens mit 300'000 Toten, dafür die verwüstung Libyens.

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Egon von Trollingen 27.08.2018, 23:05
75. Sehe ich genau so

Zitat von viceman
vor dem Kriegsdienst gedrückt, das taten andere ( Präsidenten ) auch. es ist aber unfassbar, einen Menschen, der vom Flieger aus Bomben auf Schulen, Staudämme usw abwirft als " Helden" zu bezeichnen. die Amerikaner massakrierten mehrere Millionen vietnamesische Zivilisten, das sind keine Heldentaten! MC Cain brach sich übrigens beide Arme beim Absturz. der Vietcong rettete sein Leben, daher bin ich hinsichtlich der Schauermärchen zum " Hanoi Hilton" skeptisch...
Der Mann, ein Hardliner bis zuletzt.
Ich bin froh, dass er nicht am Atomknopf spielen konnte.
Seine Heldentaten hat er als "Kampfpilot" erzielt, sonst nirgens.
Was für ein toller Typ.
Bedauerlich, dass die Medien immer noch solche Typen adeln, nur weil es gerade in das Programm (Trump) passt.

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spon-facebook-1035483455 27.08.2018, 23:06
76. Laecherlich

Zitat von chillervonnatur
Er wäre wohl auch ein großer Präsident gewesen, vor allem beherrschte er die Kunst (das ist es mittlerweile leider ja) der Selbstreflexion. Der Unterschied zwischen "Es war ein Fehler Palin als Running-Mate zu wählen", insbesondere im größeren Zusammenhang, und "Ohne Palin hätte ich es geschafft" wie es schwächere Charaktere wohl formuliert hätten ist so groß wie der zwischen Trump und McCain als Personen.
Auch ohne Sarah Palin haette es McCain nicht geschafft. Bei der Praesidentschaftswahl 2008 haette keiner der Kandidaten der GOP irgend eine Chance gehabt, Praesident der Vereinigsten Staaten zu werden, und zwar Dank der Praesidentschaft von George W. Bush. Es ging nur darum, Hillary Clinton als Praesidentin zu verhindern. Und dafuer sorgten dann fuehrende Mitglieder der Demokratischen Partei, die einen Neuling im US Senat, Barack Obama, unterstuetzten.

Donald Trump war es uebrigens, der McCain bei der Praesidentschaftswahl 2008 unterstuetzte (http://politicalticker.blogs.cnn.com/2008/09/18/trump-endorses-mccain/). CNN schrieb dazu:
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(CNN) – Real estate mogul Donald Trump is endorsing Sen. John McCain: “I’ve known him. I like him. I respect him. He’s a smart guy and I think he’s going to be a great president,” Trump said Wednesday night on CNN’s Larry King Live. “I endorse him.”
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Damals war Donald Trump noch Mitglied der Demokratischen Partei.

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majidovnuri 27.08.2018, 23:07
77. John Sidney McCain III-War ein guter Mann

Im frühen 20. Jahrhundert war Woodrow Wilson Präsident der Vereinigten Staaten. Wenn es nicht für Wilson wäre, aber einen Mann wie John Sidney McCain III Präsident der Vereinigten Staate. Dann
wäre wahrscheinlich der Erste Weltkrieg nicht passiert. Wenn es keinen ersten Weltkrieg gab, war der Zweite Weltkrieg nicht. (1:07 27.08.2018-Baku)

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spon-facebook-1035483455 27.08.2018, 23:14
78. Woran leiden Sie?

Zitat von vaikl
...vielleicht einen Tag nach dem Tod McCains nicht auf ein wenig Pietät einigen? Ich vermute angesichts der platten Anti-Imp-Pöbeleien leider nein...
Dass, was ich schrieb, ist ein Fakt. Das hat mit Poebeleien oder sonstiges nicht zu tun. Im Gegensatz zu Ihnen bin ich Amerikaner und habe an der Praesidentschaftswahl 2008 teilgenommen, wobei ich fuer McCain/Palin gestimmt habe.

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Koda 27.08.2018, 23:16
79. McCain ein Kriegsverbrecher?

Wieso?
Weil er Befehle befolgte?
Weil er - im Gegensatz zu Trump - in einem nicht erklärten Krieg seinem Land diente?
Nur einmal zur Erinnerung: der Bombenpilot sucht sich seine Befehle nicht selbst aus, er erhält sie vorgeschrieben - und diese lauten nicht: "Bombardieren Sie eine Schule"!

Trump dagegen befehligte den Einsatz einer MOAB vom Kuchenteller eines Empfangs aus.
Und: Trump als Absolvent einer Militärakademie hatte plötzlich einen kaputten Fuß als er dienent sollte - und kooperierte dann im Übermaß mit der NewYorker Mafia im Baugewerbe.

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