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Verteidigungsbündnis Nato: US-Denkfabrik kritisiert Merkels Außenpolitik
DPA

Die Bundesrepublik ist Europas Zugpferd in der Euro-Krise. Doch was ist mit seiner strategischen Rolle in der Welt? Vor dem Nato-Gipfel in Chicago geißelt eine prominente US-Denkfabrik die Deutschen als schwach und sieht darin eine Gefahr für das ganze Bündnis.

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henkel_hh 17.05.2012, 19:33
50. Feindstaatenklausel..

Sollten die USA tatsächlich an einem stärkeren Engagement Deutschlands und nicht nur an seinem Geld interessiert sein, sollten sie über die Abschaffung der Feindstaatenklausel in der Charta der Vereinten Nationen nachdenken. Auch spräche nichts dagegen, die Zusammensetzung des Sicherheitsrates zu überdenken.
Nur glaube ich nicht, dass die Vetomächte wirklich Interesse an einem poltisch gleichrangigen Deutschland haben! Und auch mit der NATO hatte Deutschland nicht wirklich Schutz zu erwarten, es war Schlachtfeld zweier bis an die Zähne bewaffneter Blöcke. Also, Austritt aus der NATO, sofort und Abzug aller fremden Truppen.

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andynm 17.05.2012, 19:35
51.

Zitat von Montanabear
Ja, Deutschland ist wirtschaftlich beneidenswert stark, aber militaerisch ist es nicht stark genug, sich selbst verteidigen zu koennen. Putin hatte bereits angekuendigt, dass er sein Waffenarsenal vergroessern wolle wie nie zuvor. Meinen Sie, das richte sich nur gegen China ? Geographisch ist es das Schicksal Deutschlands, sehr verwundbar zu sein. Seine Sicherheit ist am besten durch Allianzen garantiert. Demnach geht es vielleicht eher darum, nicht ob sondern nach wessen Pfeife es tanzen muss.
So ein Nonsens. Warum sollte Russland den Deutschland oder den Rest der EU angreifen? Wenn schon ein Bündnis, dann sollten Frankreich oder Polen eine weit wichtigere Rolle spielen, als die USA, die immer nur aus Eigennutz gehandelt haben.

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Lichtgestalt1503 17.05.2012, 19:38
52. Na

Zitat von gruenerfg
Wie kann man eine US-Denkfabrik (schon diese Bezeichnung!) auch nur ansatzweise ernst nehmen, wenn sie Staaten beurteilen soll, die eindeutig besser wirtschaften als die USA?
das is ja mal Quatsch. Wieso soll man denn eine "Denkfabrik" die sich offensichtlich mit startegischen/außenpolitischen Fragen beschäftigt nicht ernst nehmen weil die USA nicht so gut wirtschaften? Wirtschaftspolitik und Außenpolitik kann man durchaus getrennt beurteilen.

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riese 17.05.2012, 19:38
53. Machtsicherung der USA

Was will diese taumelnde, ex-Weltmacht denn erreichen. Vermutlich die Macht sichern, wie das Römische Reich in seiner Endphase, mit Hilfe von Vassallenstaaten. Diese tragen dann die Lasten, sowohl personell als auch finanziell, die die USA selbst nicht mehr aufbringen können. Damit läßt sich ihr Niedergang vielleicht abbremsen, aber nicht aufhalten. Nein D muss einen anderen Weg gehen: Die EU weiter voranbringen mit einheitlicher Außen-, Verteidigungs- und Wirtschaftspolitik. Dazu sollte Geld in die Hand genommen werden, denn dieses ist hier besser angelegt, als damit den taumelnden Riesen USA bei seinen Kriegsabenteuern zu unterstützen.

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sfb 17.05.2012, 19:40
54.

Zitat von celino
Sollte Deutschland wirklich eine Führungsrolle in der NATO einfordern,
???
Wer redet denn davon?
Es geht um ein der wirtschaftlichen Größe entsprechendes Engagement.
Stattdessen pflegt man hierzulande, militärische Impotenz als Keuschheit zu verkaufen.

Zitat von celino
Den Amerikanern schwebt wohl nach britischem Vorbild ein zweiter Pudel in Europa vor. Statt einer "Special Relationship" winkt uns als Dank dann eine "Very Special Relationship", sofern Dtl. sich kritiklos und zahlungswillig den strategischen Interessen der USA unterordnet.
Die wollen Verbündete, auf die sie sich verlassen können, und nicht immer allein die Drecksarbeit machen.
Und was die Größenverhältnisse angeht: Der Hund wedelt mit dem Schwanz, nicht umgekehrt.

Zitat von celino
Bald werden uns unsere Freunde - ganz diplomatisch versteht sich - daran erinnern, dass Deutschland weiterhin ein besiegter Feindstaat ist.
Nein, die werden sich eine eventuelle Hilfe entsprechend teuer bezahlen lassen. Z.B. beim Erobern von Ölquellen.
Ach, ich vergaß: Deutschland ist ja Gottseidank schon unabhängig vom Öl.

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doofundick 17.05.2012, 19:44
55.

Zitat von tatraholger
Deutschland hat es nicht noetig nach der Pfeife der USA zu tanzen! Ganz und gar nicht! Und wieviel D fuer seine Armee ausgibt, ist die Angelegenheit von der Regierung in D und nicht der USA! Am besten waere es sowieso, wenn D aus der Nato austritt! Die brauchen wir nicht mehr! Und wenn die USA den Weltpolizisten spielen wollen, dann bitte aber ALLEINE! Und die Nichtteilnahme an der Bombardierung von Lybien war nicht nur 100% richtig, sondern 1000%% richtig!
Das ist Unsinn. Deutschland ist mittlerweile so weit entwickelt, dass es Verantwortung für den Rest der Welt übernehmen muss. Es will ja auch einen dauerhaften Sitz im Sicherheitsrat der UNO. Und der beste Partner hierfür ist eben die USA: Eine engere Zusammenarbeit mit denen ist mehr als erstrebenswert. Und die Enthaltung beim Libyeneinsatz war Mist. Sind ihnen die Menschen in Libyen egal oder wie soll ich das verstehen? In einer globalisierten Welt muss man global denken und sich nicht isolieren. Deutschland hat ein Interesse an einer freien Welt, moralisch, politisch, wirtschaftlich. Mit der Enthaltung beim Libyeneinsatz hat man sich nur unbeliebt haben. Vielmehr sollte Deutschland sich mehr beteiligen und vorangehen, gemeinsam mit den USA, GB und Frankreich.

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batmanmk 17.05.2012, 19:44
56. Grund ist

Zitat von andynm
So ein Nonsens. Warum sollte Russland den Deutschland oder den Rest der EU angreifen?
Weil allein schon die Vorstellung daran, den Sabber aus den Mündern der Verteter der US-Rüstungsindustrie fließen lässt. Wo es keinen wirklichen Feind gibt, muss einer geschaffen werden. Notfalls durch systematische Einmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten, wie es die Geschichte der letzten Jahre zeigt. Was da so am Ende bei rausrommt (Mujahedeen --> Taliban) steht auf einem ganz anderen Blatt.

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hubertrudnick1 17.05.2012, 19:45
57. Denkfabrik?

Zitat von c++
Diese "Denkfabriken" sind dubiose Organisationen, bei denen man immer sehr vorsichtig danach fragen sollte, wer finanziert die, wessen Interessen vertreten die? Es sind Lobbyisten, auf deren Analysen wir gerne verzichten sollten. Das passt nicht zur politischen Kultur in diesem Lande. Über die Außenpolitik Deutschlands sollten die deutschen Bürger entscheiden und unsere Politiker sollten stärker auf die eigenen Bürger hören. Ich denke, da ist die Bereitschaft zu internationalem Interventionismus eher gering
Man sollte sich mal die Frage stellen, was ist das für eine Denkfabrik, es sind nicht viel mehr als Leute, die die Welt für ihre Interssen nutzen wollen.
Und dazu möchte man auch Deutschland mit einspannen, aber nur als Handlanger, denn die Chefs sitzen in den USA und nur sie werden die Grundrichtung bestimmen.
Der Natogeneralsekretär vertritt dabei nicht die Interssen von Europa, sondern nur die der USA, wobei er aber Europäer ist.
HR

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Luna-lucia 17.05.2012, 19:47
58. Ami-Denker ... Denkfabrik

Zitat von gruenerfg
Wie kann man eine US-Denkfabrik (schon diese Bezeichnung!) auch nur ansatzweise ernst nehmen, wenn sie Staaten beurteilen soll, die eindeutig besser wirtschaften als die USA?
ohja, die wird dringendst gebraucht - zum Nachdenken, wer möglicherweise noch die nächste Rakete bezahlen könnte ...

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beutzemann 17.05.2012, 19:47
59. .

Zitat von celino
Sollte Deutschland wirklich eine Führungsrolle in der NATO einfordern, wir könnten nicht bis drei zählen, bis wir von unseren Verbündeten auf den Platz am Katzentisch zurückverwiesen würden. Den Amerikanern schwebt wohl nach britischem Vorbild ein zweiter Pudel in Europa vor. Statt einer "Special Relationship" winkt uns als Dank dann eine "Very Special Relationship", sofern Dtl. sich kritiklos und zahlungswillig den strategischen Interessen der USA unterordnet. Die USA vermuten, m.E. nicht unberechtigt, ein langsames Abdriften Deutschlands in Richtung Osteuropa und eine de facto-Lockerung der Einbindung in EU, Euro und Nato. Die wirtschaftlich globale Aufstellung Deutschlands eröffnet hier Spielräume - eine Entwicklung, die so einige angelsächsische Think Tanks mit Argwohn betrachten. Bald werden uns unsere Freunde - ganz diplomatisch versteht sich - daran erinnern, dass Deutschland weiterhin ein besiegter Feindstaat ist.
Nie vergessen: Merkel b[]IST[/b] DDR!

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