Forum: Politik
Verzicht auf zweite Amtszeit: Gaucks fast perfekter Abgang
DPA

Joachim Gauck hat sich richtig entschieden: Eine zweite Amtszeit hätte ihn möglicherweise überfordert. Nun geht er auf dem Höhepunkt seiner Präsidentschaft - allein die Ankündigung kommt ein bisschen zu spät.

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bruno_67 07.06.2016, 09:06
120.

Zitat von Eliza
Böswillige Verleumdung. Er war als Pfarrer alles andere als linientreu, hielt zB lange vor der Wende in der eigenen Wohnung Konfirmandenunterricht ab, was verboten war, da es die Teilnehmer dem Auge der "Beobaachter" entzog und musste es infolge seiner Aufmüpfigkeit hinnehmen, dass seine Kinder in der DDR nicht zum Studium zugelassen wurden. Sie mussten dazu die DDR verlassen---damals ein tragischer Schritt, da keiner wusste, wann man solche Kinder je wiedersehen würde.....
Gaucks Söhnen konnten in der DDR kein Abitur machen, um die Stuidienzulassung ging es nicht.

Abiturplätze waren in der DDR so knapp, dass das sehr vielen passierte, unabhängig von ihrer Einstellung zum System. Vielleicht hat einfach nicht gereicht.

Ein Indiz dafür wäre, dass Gaucks ausgereiste Kinder ihn schon kurz nach der Ausreise wieder in der DDR besuchen durften, ein absolut unübliches Vorgehen der DDR-Behörden. Andere durften jahrelang oder gar nicht mehr in die DDR einreisen.

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urbanism 07.06.2016, 09:08
121. 70% der Deutschen?

ich frag mich immer wieder, auf was für Erhebungen die Medien diese Erkenntnisse stützen?
War Herr Gauck wirklich so gut? Augenscheinlich werden in Deutschland schnell die politischen Verfehlungen unter den Teppich gekehrt. Wie oft hat er sich als Ersatzkanzler gesehen und mit Mahnungen an Frau Merkel für Verwirrungen gesorgt.
Auch was das Thema Integration hat er lange gescheut. Unvergessen, dass er die Aussage seines Amtsvorgängers Wulff "Der Islam gehört zu Deutschland" relativiert hat oder die populistische Aussagen von Herr Sarazin als Mutig testierte.
Oder seine Rede in Danzig zum Gedenken des zweiten Weltkriegs die er nutzte um Russlands Vorgehen gegen die Ukraine zu verurteilen.
Herr Gauck hat grds ein ganz persönliches Verständnis vom Bundespräsidentenamt gehabt wodurch er regelmäßig seine politischen Kompetenzen überschritten hat.

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bruno_67 07.06.2016, 09:18
122.

"So wird Joachim Gauck als ein großer Bundespräsident in Erinnerung bleiben. Einer, der dem Amt nach der rätselhaften Demission Horst Köhlers und dem quälenden Rücktrittsprozess von Christian Wulff seine Würde zurückgegeben hat."

Dieser Satz ist ein Schlag ins Gesicht seiner Vorgänger.

Wie schon gesagt, Köhlers Rücktritt war rätselhaft. die Gründe kennt niemand. Vielleicht gab es auch nur ein unüberbrückbares Zerwürfnis mit dem bundeskanzleramt....Das er deswegen seinem Amzt die würde genommen hat ist ein böswillige Unterstellung.
Und bei der Causa Wulffs sollte man in Erinnerung behalten, was von der ganzen Vorwürfen letztendlich übrig geblieben ist.

Auch wenn sich der Kommentator offensichtlich vor Gaucks Füßen niederwerfen will (das bleibt ihm unbenommen), sollte er nicht so respektlos mit dessen Vorgängern umgehen.

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twister13 07.06.2016, 09:47
123. Freiheit

Freiheit, nach eigenen Aussagen das Thema das den Bundespräsidenten am meisten umtreibt.
Er hat sich auch die Freiheit genommen zum NSA Komplex rein gar nichts zu sagen.
Das wäre der Moment gewesen die Freiheit der Bürger mit einer flammenden Rede zu verteidigen und einzufordern. Im grösstmöglichen Gegensatz zum Kanzleramt. DIE Chance vertan die ihn zu einem würdigen Präsidenten hätte werden lassen. Statt dessen Eitelkeit von der überviel vorhanden ist, in Auftreten und Rede. Für mich ist Gauck ein aufgeblasener Luftballon, es hat nur keiner den Mut die Nadel zu zücken. Und jetzt vor seinem Abtreten wird auch keiner mehr den Mut finden.

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bruno_67 07.06.2016, 09:52
124.

Zitat von Eliza
Das ist leider Unsinn. Und was Tschiche betrifft: Auch Päpste und Konzilien können irren
Und wer entscheidet letztendlich, wer irrt und wer nicht ?

Tschiche war zumindest Beteiligter und demnach Zeitzeuge. Worauf stützt sich Ihre mit "Unsinn" überschriebene Expertise ?

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Hans58 07.06.2016, 13:04
125.

Zitat von thorsten35037
Ein Bundespräsident sollte direkt vom Volke gewählt, oder das Amt abgeschafft werden. Einen hochbezahlten Grüßaugust brauchen wir nicht.
Ihre Argumentation ist in sich ein Widerspruch:
Sie plädieren für die Abschaffung des Amtes. Gleichzeitig plädieren Sie dafür, dass ein BPr vom Volk gewählt werden sollte.

Wenn außer am Wahlverfahren im GG keine Änderung vorgenommen werden, ist demnach auch ein von Volk gewählter BPr ein "hoch bezahlter Grußaugust"

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Hans58 07.06.2016, 13:20
126.

Zitat von Izmir..Übül
Und Sie können erkennbar nicht richtig lesen: Anrechnen bedeutet, dass die Gesamtsumme gleich bleibt. Hätte Gauck z.B. einen Pensionsanspruch von 10.000 Euro aus einem anderen Amt, würde sein Ehrensold von 217.000 Euro auf 207.000 Euro gekürzt, in der Summe bliebe das Ruhegehalt aber immer noch 217.000 Euro. Es trifft zwar zu, dass der Ehrensold eines Ex-BP nicht den Einkommensentwicklungen im ÖD unterliegt, er wird jedoch automatisch mit der Alimentation des aktuell aktiven synchronisiert. http://www.welt.de/politik/deutschland/article108705996/Ehrensold-fuer-Christian-Wulff-steigt-um-18-000-Euro.html
Ich habe nie bestritten, dass die Summe aus Ehrensold und Versorgungsbezüge zu keinem Zeitpunkt höher ist als der Betrag des Ehrensoldes.

Mein Argument bezog sich auf eine Darstellung im Forum wonach ein ehemaliger BPr den vollen Ehrensold neben seinen Versorgungsbezügen aus früheren Beschäftigungen im ÖD erhält.

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Adlatus 07.06.2016, 14:47
127.

Zitat von Korf
Joachim Gauck war ein guter Bundespräsident? Nein. Gauck war einer, der den Eliten nach dem Munde geredet und stets die Linie offizieller westlicher Politik vertreten hat. Er hat kritisiert, aber nie in Richtung derer, die die Leitlinie in Politik und Wirtschaft vorgaben und -geben. Fatal war, dass er den Freiheits- vom Gerechtigkeitsbegriff entkoppelt hat. Den allmächtigen .....
Sie Witzbold, welche Linie soll er denn sonst vetreten?
Schon vergessen?
Mitglied der EU
Mitglied der Nato
Mitglied der OECD
usw.usw.
Soll er die Meinung von Kim vertreten?
Und was Gerechtigkeit im Sozialismus bedeutet erleben Sie gerade in Venezuela.

Immerhin hat er die Kanzlerin daran erinnert, dass wir nicht unendlich Flüchtlinge aufnehmen können.

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