Forum: Politik
Verzicht auf zweite Amtszeit: Gaucks fast perfekter Abgang
DPA

Joachim Gauck hat sich richtig entschieden: Eine zweite Amtszeit hätte ihn möglicherweise überfordert. Nun geht er auf dem Höhepunkt seiner Präsidentschaft - allein die Ankündigung kommt ein bisschen zu spät.

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wiwijojo 06.06.2016, 13:03
10. Ich stimme dem Kommentar weitgehend nicht zu.

Ich halte den Moment er Bekanntgabe für zu früh. Es ist doch problematisch, dass über 9 Monate vor Einberufung der Bundesversammlung die Nachfolgediskussion schon entfacht wird. Das wäre im Herbst früh genug gewesen. Warum haben denn die Medien in den letzten Monaten diesen Druck ausgeübt? Wozu war das gut? Es hat niemandem gedient, außer denen, die darüber geschrieben haben. Jetzt haben wir eine viel zu lange Zeit der Nachfolgediskussionen vor uns.

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Spiegelleserin57 06.06.2016, 13:03
11. Schade!

verständlich ist seine Entscheidung und trotzdem schade!
Er hat durch seine Person Ost und West gemeinsam repräsentiert.
Dass er weitgehend neutral blieb ehrt ihn.
Es wäre sinnvoll wenn der Spiegel zum besseren Verständnis der Leser die Aufgaben und die Position des Bundespräsidenten darlegen würde. So wie ich die Beiträge verstanden habe kennnen viele diese nicht genau. Vorab DANKE für eine genaue Erklärung!

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grumpy53 06.06.2016, 13:03
12. bitte keine Neiddebatte

ob und was der oberste Repräsentant eines Staates an Gehalt bekommt, wäre bitte loszulösen von der Debatte um persönliche Bewertung der Leistung. Ja, die einen haben Kaiser, Königinnen oder andere Repräsentanten, also ich denke, es hat gute Gründe, ein solches (repräsentatives) Staatsoberhaupt zu haben, das sich nicht im kleinklein der Tagespolitik zerreiben muss, sondern das Land und seine Werte repräsentiert. Und ob ich mir einzelne Aspekte anderes wünsche oder nicht, der geforderte Volksentscheid ist nun wahrhaftig nicht für alles und jedes geeignetes Mittel. Ich kann mich, wenn auch nicht persönlich, erinnern, dass das deutsche Volk mal ein Staatsoberhaupt gewählt - und danach ermächtigt hat, den zweiten Weltkrieg zu beginnen, von anderen furchtbaren Verbrechen, die das Volk mitgetragen hat, ganz zu schweigen. Soll ein Bundespräsident/Bundespräsidentin diese Aufgabe "umsonst", also ohne Einkünfte machen? Und in einer Zwei-Zimmer-Wohnung wohnen (und Staatsgäste empfangen?). Mit dem Bus zum Flughafen, weil Staatsgäste landen? Herrje. Der Mann hat, übrigens mit 76, egal wo man politisch steht, einen anspruchsvollen und anstrengenden Job gemacht. Ob das Parteien-Geschachere um Nachfolger würdig ist oder nicht, das alleine ist kein Grund, das Amt abzuschaffen und den Amtsinhaber zu diskreditieren. Ich könnte mir auch andere dort vorstellen, aber keinen von denen, die bis jetzt genannt wurden. Ich habe es aber halt auch nicht zu entscheiden. Also warten wir ab. In jedem Fall ist wünschenswert, dass der/die Nachfolger/in sich zu den demokratischen Grundwerten bekennt, mehr Demut als Hochmut, mehr Bescheidenheit als Eitelkeit mitbringt. Sich zur Menschenwürde aller bekennt, Freiheit für unverzichtbar hält, ob nun in der Ausübung der Religion oder der Pressefreiheit. Und der selbst die Freiheit hat, auf Dinge hinzuweisen, die diese Grundrechte einschränken. Das wäre schon mal mein Ansatz. Dann ist mir gleich, ob Mann oder Frau, ob Christ, Muslim oder jüdischen Glaubens. Die Hautfarbe und sexuelle Orientierung, ob mit Ehefrau oder nicht, ist mir eher zweitrangig. Wichtiger ist mir Toleranz, Respekt und Menschlichkeit - allen gegenüber. Und diese Toleranz, dieser Respekt und diese Menschlichkeit fehlt mir in vielen Beiträgen im Forum. Was du nicht willst, was man dir tu' - das füg auch keinem anderen zu!

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johnsnow 06.06.2016, 13:05
13. und in china

fällt ein Reissack um.......! Der Bundespräsi.....ist genauso unwichtig wie die Queen!

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Kritik 06.06.2016, 13:09
14.

Zitat: "Nun geht er auf dem Höhepunkt seiner Präsidentschaft - allein die Ankündigung kommt ein bisschen zu spät."

Was soll denn diese substanzlose Kritik? Hätte er am Tag seiner Wahl (18. März 2012) schon sagen sollen, dass er nur eine Amtszeit machen will???

Dann hätten die Diskussionen um seine Nachfolge bereits am Wahltag (also vor mehr als vier Jahren) begonnen.

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Fly 06.06.2016, 13:12
15. Glücksfall

Gauck war , soviel kann man jetzt schon sagen, für mich persönlich einer der besten Bundespräsidenten seit Gründung der Bundesrepublick. Dafür gebührt Ihm mein Dank ! Ein Präsident der Vernunft, Vertrauen und Menschlichkeit in den Vordergrund seiner Amtszeit stellte. Gleichzeitig gab er uns wichtige Botschaften mit auf dem Weg. Auch für offene, sachliche Kritik stand J. Gauck.

Ich hoffe, dass der nächste Bundespräsident auch wie J.Gauck nicht aus dem Politikbetrieb kommt, damit wir es mit einem unbelasteten Kandidaten zu tun haben; wo die Gefahr insbesondere minimiert wird, dass er zwischen den Parteien zerrieben wird. Bitte keinen Hr. Lammert, Hr. Schäuble oder Frau Hasselfeld und die bereits schon Genannten. Ein neues und unverbrauchtes Gesicht ! Friedrich Schorlemmer, der intellektuelle Bürgerrechtler, fällt mir da ganz spontan ein.

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Hans58 06.06.2016, 13:13
16.

Zitat von shark
Was hat er denn gut gemacht? Ein Bundespräsident ist doch nur ein Faksimile der früheren Kaiser. Soll man doch endlich diese gut bezahlte Position doch endlich abschaffen. Ausser seinem monatlichen Einkünften (schätze mal 15000 €) und seine gesicherte Wohnung/bzw. Eigenheim + Dienstauto und Chauffeur bringt der Bundespräsident doch überhaupt nichts. Ein unnützes Anhängles für die Steuerzahler.
Was hat er denn nicht gut gemacht????

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ackergold 06.06.2016, 13:14
17.

"Perfekt" und vor allem ehrenhaft, wäre sein Abgang genau dann, wenn er nach dem Ende seiner Amtszeit auf den "Ehrensold" zu Lasten des Steuerzahlers verzichten und sich auf seine ohnehin recht hohe Beamtenpension bescheiden würde.

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ackergold 06.06.2016, 13:14
18.

Zitat von Scum
Wählt mich:). Ich spreche bald sechs Sprachen, bin also international parkettfähig. Als VWLer lasse ich mich auch nicht für wirtschaftsliberale Zwecke einspannen, da ich die Schwächen der Ökonomie sehr gut kenne. Erfahrungen im Niedriglohnsektor erlauben mir, auch die Nöte des immer mehr wachsenden Prekariats gut nachvollziehen. Und ich verzichte auf einen erheblichen Anteil meines Gehalts. 2500 Netto pro Monat reichen mir und ich beabsichtige mich, nach Ablauf meiner Amtszeit selbst durchzufüttern. Jetzt muss nur noch der Wahlmodus geändert werden.
Meine Stimme haben Sie!

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Izmir..Übül 06.06.2016, 13:14
19.

Zitat von grumpy53
ob und was der oberste Repräsentant eines Staates an Gehalt bekommt, wäre bitte loszulösen von der Debatte um persönliche Bewertung der Leistung. Ja, die einen haben Kaiser, Königinnen oder andere Repräsentanten, also ich denke, es hat gute Gründe, ein solches (repräsentatives) Staatsoberhaupt zu haben, das sich nicht im kleinklein der Tagespolitik zerreiben muss, sondern das Land und seine Werte repräsentiert. Und ob ich mir einzelne Aspekte anderes wünsche oder nicht, der geforderte Volksentscheid ist nun wahrhaftig nicht für alles und jedes geeignetes Mittel. Ich kann mich, wenn auch nicht persönlich, erinnern, dass das deutsche Volk mal ein Staatsoberhaupt gewählt - und danach ermächtigt hat, den zweiten Weltkrieg zu beginnen, von anderen furchtbaren Verbrechen, die das Volk mitgetragen hat, ganz zu schweigen. Soll ein Bundespräsident/Bundespräsidentin diese Aufgabe "umsonst", also ohne Einkünfte machen? Und in einer Zwei-Zimmer-Wohnung wohnen (und Staatsgäste empfangen?). Mit dem Bus zum Flughafen, weil Staatsgäste landen? Herrje. Der Mann hat, übrigens mit 76, egal wo man politisch steht, einen anspruchsvollen und anstrengenden Job gemacht. Ob das Parteien-Geschachere um Nachfolger würdig ist oder nicht, das alleine ist kein Grund, das Amt abzuschaffen und den Amtsinhaber zu diskreditieren. Ich könnte mir auch andere dort vorstellen, aber keinen von denen, die bis jetzt genannt wurden. Ich habe es aber halt auch nicht zu entscheiden. Also warten wir ab. In jedem Fall ist wünschenswert, dass der/die Nachfolger/in sich zu den demokratischen Grundwerten bekennt, mehr Demut als Hochmut, mehr Bescheidenheit als Eitelkeit mitbringt. Sich zur Menschenwürde aller bekennt, Freiheit für unverzichtbar hält, ob nun in der Ausübung der Religion oder der Pressefreiheit. Und der selbst die Freiheit hat, auf Dinge hinzuweisen, die diese Grundrechte einschränken. Das wäre schon mal mein Ansatz. Dann ist mir gleich, ob Mann oder Frau, ob Christ, Muslim oder jüdischen Glaubens. Die Hautfarbe und sexuelle Orientierung, ob mit Ehefrau oder nicht, ist mir eher zweitrangig. Wichtiger ist mir Toleranz, Respekt und Menschlichkeit - allen gegenüber. Und diese Toleranz, dieser Respekt und diese Menschlichkeit fehlt mir in vielen Beiträgen im Forum. Was du nicht willst, was man dir tu' - das füg auch keinem anderen zu!
Es geht nicht um die Alimentation während der aktiven Amtszeit, sondern darum, dass ein Ex-BP diese in voller Höhe als "Ehrensold" bis an sein Lebensende erhält, incl. Büro, Dienstwagen, Mitarbeiter.

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