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Vier Jahre Krieg in Syrien: Es begann mit einem Kinderstreich
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Mehr als 220.000 Tote, vier Millionen Flüchtlinge, Zehntausende ausländische Kämpfer: Vor vier Jahren begann der Krieg in Syrien. Wie kam es dazu? Warum gelingt keine Befriedung des Landes? Der Überblick.

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dschungelmann 16.03.2015, 12:31
50. Ihr macht mir Angst.

Zitat von linkereuropäischerpatriot
Besser hätte ein Kommentar nicht geschrieben werden können! Jeder normal denkende Bürger, mit noch ein wenig eigener Fähigkeit der Reflexion von Informationen hatte bei dem arabischen Frühling ein ungutes Gefühl. Kritische Stimmen wie die eines Peter Soll-Latour wurden zensiert, möchte ich es nennen. Berichte, die auf einem z.B. Tahrir Platz in Ägypten mehr Vergewaltiger als Demokraten bescheinigte mussten in Nebenredaktionen wie Monalisa ausweichen. Und das gingnicht nur in der Berichterstattung über den Arabischen Fühling in dieser Form weiter! Was ist los mit den deutschen Medien? Was ist los mit der ehemals kritisch, pazifistischen Befölkerung Deutschlands?! Welche Themen sind in diesem Land noch politisch und medial gesteuert?! Ihr macht mir Angst!
Ja , so gehts mir auch. Wenn ich aus Asien lesen muss was man euch fuer einen Dreck serviert und wie damit umgegangen wird. Ich fasse es oft nicht.

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egoneiermann 16.03.2015, 12:41
51.

Ist teilweise hier schon recht gruselig was an Argumentetion herhalten muss. Für die einen ist grundsätzlich die USA Schuld, weil sie böse ist. Warum aber die USA Syrien destabiliseren sollte wird nicht erklärt. Nur weil die Assads mal Verbündetet der UdSSr waren? Nein, der amerikanische Imperilalismus zielt immer nur darauf ab, dass amerikanisch Firmen in aller Welt präsent sein können. Und das konnten sie in Syrien die letzten Jahre ohne Probleme. Glaubt wirklich einer die USA würde mehr Handel treiben mit dem Irak als vor dem Krieg, und das wäre ein Grund für diesen gewesen?
Dann gibt es die eher rechte Argumentation, ein Land können nur dann stabil sein, wenn mehrere Religionen oder Volkgruppen gibt. Da bit es zwar viele Gegenbeispiele, aber das ist denen egal. Natürlich haben sie insowei Recht, dass eine Gesellschaft nicht stabil ist, wenn verschiedene Gruppen in ihr unterschiedlich partizipiert sind. Sowas hat immer Sprengstoff so auch in Syrien. Mit Religion muss das gar nichts zu tun haben, da gibt es auch Beispiele (Ruanda, Burundi) wo alles "brave" Christen sind und sich doch gegenseitig abschlachten.

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Christ 32 16.03.2015, 13:39
52.

Zitat von egoneiermann
Ist teilweise hier schon recht gruselig was an Argumentetion herhalten muss. Für die einen ist grundsätzlich die USA Schuld, weil sie böse ist. Warum aber die USA Syrien destabiliseren sollte wird nicht erklärt. Nur weil die Assads mal Verbündetet der UdSSr waren?
nein, es gibt den Atomkonflikt mit dem Iran und Syrien ist Irans Verbündeter. Den Iran konnte man mittels Proteste nicht destabilisieren, in Syrien dagegen hat es geklappt.

Iran/ Syrien war eine mächtige Achse, ist Syrien geschwächt, schwächt man auch den Iran. Die Taktik hat funktioniert, Iran war wieder zu Verhandlungen und auch Zugeständnissen bereit.

Das sollte ein hinreichend plausible Erklärung sein. Jedenfalls weit plausibler als die Mär von den bösen bösen Fassbomben. Assad hat weit modernere und tödliche Waffensysteme zur Verfügung, da wird man kaum auf solche aufwändigen, unpräziesen und iimprovisierte Waffen und zurück greifen.

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Richtigstellung. 16.03.2015, 14:02
53. Es gab NIE eine friedliche Revolution in Syrien

Zitat des Jesuitenpaters Frans van der Lugt, der bis zu seiner Ermordung durch die "Rebellen" der Al-Nusra-Front (Al-Quaida) 38 Jahren in Homs lebte (der angeblichen Wiege der Revolution): “From the start the protest movements were not purely peaceful. From the start I saw armed demonstrators marching along in the protests, who began to shoot at the police first. Very often the violence of the security forces has been a reaction to the brutal violence of the armed rebels.”

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leser3210 16.03.2015, 14:09
54. Analyse über den Bürgerkriegsbeginn

von GlobalResearch:
http://www.globalresearch.ca/syria-who-is-behind-the-protest-movement-fabricating-a-pretext-for-a-us-nato-humanitarian-intervention/24591

Israelische und libanesische Zeitungen berichteten, daß in Daraa am 17.-18.3.2011 während Demonstrationen 7 Polizisten und 4 Demonstarnten von unbekannten Scharfschützen von Dächern aus erschossen wurden. Außerdem wurde ein Gerichtsgebäude und das Hauptquartier der regierenden Baath-Partei niedergerbrannt.

Deshalb schickte Assad die Armee, und nicht wegen "friedlichen Demonstranten", wie sie in Westmedien beschrieben wurden.

Wer Ähnlichkeiten zu Vorgängen und Berichterstattung zum Maidna im Februar 2014 findet, darf darüber nachdem, wer die unbekannten Scharfschützen in beiden Fällen beauftragt hat.

Dazu noch ein aktuelles Interview von Assad mit Tödenhofer:
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20874
und eine älteres mit der FAZ:
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/syriens-machthaber-assad-im-f-a-z-gespraech-europa-wird-den-preis-fuer-waffenlieferungen-zahlen-12224899.html

Und hier über den Giftgas Angriff auf Ghouta, der vom Westen Assad angelastet wurde, aber laut entkommenen italienischen Geiseln von den Aufständischen verübt wurde, um dem Westen einen Kriegsgrund zu geben:
http://alles-schallundrauch.blogspot.co.at/2013/09/befreite-geisel-terroristen-hinter.html

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reuanmuc 16.03.2015, 14:31
55.

Zitat von Christ 32
Das sollte ein hinreichend plausible Erklärung sein. Jedenfalls weit plausibler als die Mär von den bösen bösen Fassbomben. Assad hat weit modernere und tödliche Waffensysteme zur Verfügung, da wird man kaum auf solche aufwändigen, unpräziesen und iimprovisierte Waffen und zurück greifen.
Ich weiß, es wird Sie nicht überzeugen, aber trotzdem, schauen Sie mal hier: http://www.channel4.com/news/assad-syria-interview-bbc-barrel-bombs-facts-video

Tausende Menschen sind dadurch lebendig verbrannt, genau so wie bei Napalmbomben.

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clint east wood 22.03.2015, 11:13
56. An alle wg Irak = Kunstprodukt ==> Krieg ....

... Das ist es nicht. Nach diesem Kriterien ist auch Deutschland ein "Kunstprodukt" Friesen haben mit Bayern auch nicht sooo viel gemein. Und die Sachsen erst ... in letzter Zeit ... also ehrlich ! Gut,auch wir haben uns geschätzte 500 Jahre praktisch ununterbrochen bekriegt - starkes Argument - aber wir haben zumindest in den letzten 65 Jahren Jahren die Kurve gekriegt. Unsere "Erfolgsmethode" - erst 70/71 einen Krieg gewinnen, dann 2 verlieren und Sieger haben, die uns für den nächsten Krieg fit machen wollten - die will ich nicht wirklich empfehlen...ABER: 1. Die "Aufteilung" nach Konfessionen, Stämmen uäm ist nicht möglich - das würde ein noch üblerer Flickenteppich als bei uns. Uns selbst wenn ..., dann 2. würden entweder dieselben "Konflikte" zwischen diesen dann neuen Staaten zu Kriegen führen, oder 3. Innerhalb der Staaten neue Konflikte zwischen Gruppen aufgemacht. Denn mit den tribalistischen Herrschaftsstrukturen, die vorherschen, brauchen die Regierenden die jeweils "bösen, feindlichen" Gegner, um an der Macht zu bleiben. Egal wen: Schiiten, Sunniten, Jesiden, Juden, der Westen, die Amerikaner, die Linken, die Ungläubigen. Der Irak hat es nach dem Abzug der Amis vorgeführt: Es gab keine Kultur des "für alle Regierens" - sondern nur für den eigenen Klan.

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clint east wood 22.03.2015, 12:04
57. Irak, Syrien, Ukraine & andere Kriegsschauplätze:

Mal ein etwas anderer Gedanke, als wer nun gerade als "Ursache" für diesen oder jenen Konflikt zusammengebastelt wird (wobei vieles dazu Geschriebene sicher stimmt): Es gibt seit vielen Jahrzehnten die mehr oder weniger missachtete These, das Kapitalismus (insbesondere der "reine", insbesondere der neoliberale) in unregelmässigen Abständen Krieg braucht, um wieder neue Märkte zu schaffen und alte Produkte zu "beseitigen". Wir in Europa sind seit 50, 60 Jahren "fein" raus: Die Kriege sind anderswo, allenfalls liefern wir Waffen oder die Industrieanlagen zur Waffenproduktion. Nicht schön - aber irgendwo wollen die Eliten, die vom "System" profitieren ja auch einigermassen sicher leben. Nur: Je mehr "Entwicklungs-"länder allmählich aus dem Gröbsten raus kommen, desto schwieriger wirds, die in Kriege zu treiben. Und wer etwa die Hälfte aller Militärausgaben der Welt im Staatshaushalt hat (ja, ja, ... die USA..) der kriegt Probleme mit dem Weltfrieden... Ob IS, Irak, Ukraine in die Kategorie "erwünschte" Kriege fallen - ich weiss es nicht. Aber mir fällt auf, dass die Gräben der Konflikte auch in Europa tiefer ausgeschachtet werden: Griechenland ist ... pleite und die es können, werden sich nach Mitteleuropa aufmachen. Spanien, Portugel sehen ebenfalls, wie ihre Fachkräfte verschwinden - nach Deutschland oder auch Angola... Italien wackelt. GB kämpft gegen aufkommenden Rechtspopulismus. Frankreich steht vor einem Siegeszug der Le Pen. Wir Deutschen spielen zwar Pegida - aber gegen die braune Dummheit sind wir noch ne Weile immun.
Bastelt da irgend jemand an europäischen Konflikten, in denen nicht mehr politisch gestritten, sondern gehasst wird? Meinjanur....

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clint east wood 22.03.2015, 12:15
58. Ob Schweiz als friedlicher Vielvölkerstaat taugt ...

Zitat von Darwins Affe
Schon komisch. Bei uns in der Schweiz wohnen vier verschiedene Völker, .... Trotzdem schlägt man sich nicht den Schädel ein. ....
... ich zweifel da - nur n kleines bisschen! Die Schweiz ist relativ .... wohlhabend. Wenn es Streit darüber gibt, ob diese oder jene Volksgruppe hier oder da benachteiligt oder bevorteilt ist, dann haben alle genug zu Überleben um ne Weile kultiviert darüber zu streiten und am Ende einen Deal zu machen.
Wenn es in einem solchen Streit um die Ressourcen zum ÜBERLEBEN einer Gruppe geht - wie bei den Sunniten im Irak unter Maliki - dann kann sich meist zumindest eine partei den Zeit"verlust" durch (Schein-)Verhandlungen nicht leisten. Denn es sterben Menschen. Sei es durch Zerstörung der Wirtschaftsstrukturen oder durch simplen Wassermangel. Wenn nicht nur die kurzfristigen sondern die langfristigen Folgen z.B. des Schließens von 40% aller Krankenhäuser in Griechenland durchschlagen - dann bin ich nicht sicher, ob der Streit über den Weg aus der Krise friedlich bleibt...
Wenn Menschen die Felder nicht bestellen können, weil sie bei er Arbeit abgeschossen werden - dann gibts wenig Zeit für kultivierte Konfliktlösungen wie wir sie kennen....

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