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Vierte Kanzlerkandidatur: Merkel will's wissen
DPA

"Unendlich darüber nachgedacht": Am Rande eines CDU-Spitzentreffens erklärt Angela Merkel ihre erneute Kanzlerkandidatur. Sie ahnt schon, wie heftig dieser Wahlkampf werden wird.

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hummer2311 21.11.2016, 07:20
110. sind wir so verweichlicht?

Ich versuche ja immer alle Seiten zu verstehen ... die ( linke ) und die ( rechte ) es ist nicht einfach immer das richtige zu entscheiden . Fakt ist ... es gibt kein richtig und kein falsch ... aber es gibt Menschen! Die einen wollen friedlich leben und folgen der Kultur und dem Gesetzt des Landes welches sie als Wahlheimat ausgesucht haben. Und es gibt die anderen , die Schmarotzer , die Radikalen und die die sich verstecken wollen ... im System ! Diese Menschen finden wir überall auch in der Politik ! Wenn der Syrer seine Steuern zahlt und dem deutschen Gesetzt , die Kultur Deutschlands akzeptiert und niemanden mit der seinen belästigt , dann soll Deutschland sein Zuhause sein dürfen ! Das gilt egal für welche Herkunft! Sowie wir Deutsche im Ausland akzeptiert werden wenn wir uns an die Regeln des Landes halten. Wer allerdings der Meinung ist seine Kultur in Deutschland durchsetzten zu müssen und seinen eigenen Regeln mitbringen will oder noch schlimmer seine eigenen Gesetze , dem sollten wir die Möglichkeit einräumen das Land auf dem schnellsten Wege verlassen zu können. Denn Deutschland ist Deutschland und nicht Syrien , der Iran oder die Türkei, ebensowenig ist Deutschland die USA oder Russland oder Brasilien. Es ist eben Deutschland mit allem was dazu gehört , wenn irgendwer der Meinung ist seinen Kampf in Deutschland austragen zu müssen, dann sollten wir alles dafür tun das er unser Land wieder verlässt. Bevor jetzt alle meckern , ich lebe im Ausland und halten mich an die Gesetze und die Kultur des Landes in dem ich lebe! Und das verlange ich auch von jedem der nach Deutschland kommen will.

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shanghai96 21.11.2016, 07:25
111. Na

dann steht 4 weiteren Jahren im Ausland ja nichts im Wege. Bleibt zu hoffen, dass Sie die Gefahr von rechts erkennt und man sich nicht wieder mit einer GroKo durchwurstelt bevor auch wir Ende September nicht kopfschuettelnd vor den Bildschirmen sitzen und uns fragen: Wie konnte das passieren.

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schwertas 21.11.2016, 07:34
112. Zwei Amtszeiten als Limit in der Verfassung wären gut

Nicht umsonst verzichtet die USA auf dritte Amtszeiten ihrer Präsidenten. Dies hat folgende Vorteile:
- Die Netwerke werden nicht so festgefahren und damit erhalten neue Spieler Zugang zur Macht (Anti-Filzeffekt)
- Zwei Amtszeiten nagen mehr als genug an den Nerven der amtierenden Personen (Amtsmüdigkeit)
- Die bequeme Lösung "weiter so" geht nicht. Daher muss beizeiten ein Nachfolger aufgebaut werden
- Neue Personen haben meist eine aktuellere Sichtweise auf die Gesellschaft (gegen Betriebsblindheit / Abgehobenheit)
Doch das ist leider schon von der verfassungsgebenden Versammlung (wie war die eigentliche legitimiert?) verpasst worden. Im Nachhinein findet sich dafür natürlich keine Mehrheit mehr. Da wäre höchstens eine Volksabstimmung denkbar, die so etwas durchsetzen könnte.
Aber Moment - die gibt es ja auch nicht auf Bundesebene (ein Schalk wer böses denkt)

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schwertas 21.11.2016, 07:37
113. Zwei Amtszeiten als Limit in der Verfassung wären gut

Nicht umsonst verzichtet die USA auf dritte Amtszeiten ihrer Präsidenten. Dies hat folgende Vorteile:
- Die Netwerke werden nicht so festgefahren und damit erhalten neue Spieler Zugang zur Macht (Anti-Filzeffekt)
- Zwei Amtszeiten nagen mehr als genug an den Nerven der amtierenden Personen (Amtsmüdigkeit)
- Die bequeme Lösung "weiter so" geht nicht. Daher muss beizeiten ein Nachfolger aufgebaut werden
- Neue Personen haben meist eine aktuellere Sichtweise auf die Gesellschaft (gegen Betriebsblindheit / Abgehobenheit)
Doch das ist leider schon von der verfassungsgebenden Versammlung (wie war die eigentliche legitimiert?) verpasst worden. Im Nachhinein findet sich dafür natürlich keine Mehrheit mehr. Da wäre höchstens eine Volksabstimmung denkbar, die so etwas durchsetzen könnte.
Aber Moment - die gibt es ja auch nicht auf Bundesebene (ein Schalk wer böses denkt)

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Dengar 21.11.2016, 07:41
114. Ach was

Zitat von paulchen08
Gerade jetzt brauchen wir die dringend notwendige Stabilität, die uns nur diese Frau gewährleisten kann. Ich bin oft genug nicht einverstanden gewesen mit Ihren Entscheidungen, mit Ihrer Art, mit Ihren Statements, kann mir aber absolut keinen anderen Politiker vorstellen, der uns und unser Land derzeit besser vertreten könnte. Zumal Deutschland in vielen Bereichen nie besser da stand als heute. Dazu ist es wichtig nicht nur auf sich selbst, sondern auf die Gesellschaft allgemein zu blicken. Ich hoffe, dass dies viele viele andere auch können.
Das kommt Ihnen nur so vor. Selbst nach 16 Jahren Kohl konnten manche sich keinen anderen Kanzler mehr vorstellen, trotzdem wurde ein anderer gewählt, und schlechter war er auch nicht. Im Gegenteil, muss man aus heutiger Sicht doch eher seine Abwahl 2005 bereuen.

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Dengar 21.11.2016, 08:04
115. So ist es

Zitat von seriphos02
... ist symptomatisch für das selbstverständnis merkels und der regierenden parteien. jegliche kritik an unbegrenzten legislaturperioden, personenkult, leeren worthülsen etc. wird als provokation von wutbürgern verstanden. herr maaz versucht erfolglos das phänomen der unantastbarkeit merkels zu durchleuchten und hat gleich vier leute gegen sich. wieder ein baustein in einer endlosen abfolge von vermeidbarer förderung einer polarisierung im lande.
Nicht die Bürger sind im postfaktischen Zeitalter angekommen, wie es die Politiker so gerne insinuieren, sondern eben diese Politiker selbst.

"Solche Fragen, die den Kern von Politik ausmachen, werden seit geraumer Zeit nicht nur von der Bundeskanzlerin nicht mehr beantwortet, sondern auch nicht von ihrem Noch-Koalitionspartner SPD und auch nicht von den Grünen, die Opposition im Bund, in den Ländern aber längst mächtige Regierungspartei sind. Durch die Bank hören wir nur von "Werten", die es zu verteidigen gelte, sie werden auch gerne aufgezählt – Freiheit, Offenheit, Vielfalt, Teilhabe, Toleranz, Akzeptanz, Inklusion –, aber niemals konkret und offensiv ausformuliert und buchstabiert, wenn es um den Einzelfall geht. Es ist von "Sorgen und Nöten" der Menschen die Rede, nicht aber davon, dass dies kein pathologisches Phänomen ist, das man durch gutes Zureden und Handauflegen heilen kann, sondern das reale Ursachen hat, die das Leben der Menschen bestimmen, die jeden Tag abgleichen können was ist und was die Politik ihnen dazu einredet beziehungsweise nicht wahrhaben will." aus:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-anne-will-zum-thema-merkels-entscheidung-das-richtige-signal-in-unsicheren-zeiten-14537358.html

Wenn Armin Laschet sich dann auch noch hinstellt und behauptet, Merkel sei DIE Politikerin, die Deutschland einen und zusammenhalten könne, dann spricht aus diesen Worten der reinste Hohn.

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Willi S. 21.11.2016, 08:05
116. Von wegen

Nachgedacht hat Merkel allenfalls darüber, welche Risiken sie hat, ihr Gesicht zu verlieren, falls sie die Wahl nicht gewinnt. Ansonsten treibt sie Ehrgeiz und Geltungssucht, mindestens Kohl bzgl. Amtszeit zu übertreffen (ggf. auch Adenauer), ggf. auch mit 5. Amtszeit. Sie möchte die Aura einer Queen Elizabeth von Deutschland haben und kandidiert daher aus ganz niederen Gründen. Eine Katastrophe für die Union und für Deutschland, aber alle Alternativen wären noch wesentlich schlimmer. Oder will Deutschland einen dieser feisten SPD-Funktionäre als Kanzler, die es sich auf dem Rücken der Arbeitnehmer gut gehen lassen.

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GinaBe 21.11.2016, 08:19
117. Weiter so?

WENN schon psychologisiert werden soll, muss auch das Feindbild erwähnt werden. In unserer Kultur ist die Polarisierung von Körper und Seele oder Geist, einst von Descartes
erdacht, trotz intensivster Hirnforschung und Studien über Psychosomatik seit Friedrich Schiller nicht widerlegt.
WER weigert sich eigentlich, das Individuum in seiner so unverwechselbaren Ausstattung anzuerkennen?
Aber. ich schweife ab! Mag die gesellschaftliche Polarisierung durch -sagen wir doch Solidaritäten - zu verfallen, bleiben Richtlinien, die innere Grenzen markieren und das Verständnis füreinander deutlich erschweren. Mit Wahrung von Anstand, Sitte und den menschenrechtlich aufgewerteten Zielsetzungen von Gleichheit und Gerechtigkeit fällt es vielen doch schwer, sich empathisch in die Lebenswirklichkeit anderer hineinzuversetzen und Verständnis für die Nöte anderer aufzubringen.
WENN jedoch scheinbar oder offensichtlich diese menschliche Eigenschaft zugunsten einer professionalisierten Betreuungskampagne wegrationalisiert zu werden scheint, dem Kunden auf der Arge nur mehr kalt lächelnd der Bescheid zur Sanktionierung der Grundsicherung entgegengestreckt wird, mit dem Hinweis, dagegen auch klagen zu können, werden eben diese Spaltungsprozesse manifestiert und Feindbilder hergestellt, die unüberwindliche Hürden aufbauen , indem der arme Bezieher von Transfergeldern für den Lebensunterhalt nur mehr neu gedemütigt nach hause schleicht.
WAS soll er neben anderen, die trotz Arbeit an diesem Existenzminimum entlangleben und nie auf diesen sogenannten grünen Zweig kommen, anderes denken als dieses, er wäre ausgestoßen aus der Gesellschaft und nur mehr als Fußabtreter für jene zu benutzen, die auf manche hinabsehen wollen, um sich gut fühlen zu können?
WAS ist der Sinn von all dem, was sich in unserer Gesellschaft abspielt als dieses, genau dieses zu produzieren?
Nein, ich kann leider kaum mehr die zivilisierte, kulturbeflissene und optimistische Weltordnung in unserer Realität erkennen, die einst vorherrschte.

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espet3 21.11.2016, 08:22
118.

Wenn Merkel alles, was sie bisher verbockt hat, in den nächsten vier Jahren wieder gutmachen könnte, würde ich sie wählen.
Sie hat aber keine Chance, auch nur einen Bruchteil davon wahr zu machen, weil sie sich unentwirrbar verheddert hat und wird elend vor die Hunde gehen, zumal alle denkbaren Koalitionäre ihr die Zwangsjacke anlegen werden.
Die erstarkenden Rechten werden ihr Möglichstes auch noch dazu tun.

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Wigers7 21.11.2016, 08:40
119. Ob die Macht sie verändert hat....

Möglicherweise ist sie ja auch einfach auch nur 16 Jahre älter geworden. Scheint mir viel reininterpretiert zu sein in die "Bildreihe".

Grundsätzlich ist ihre erneute Kandidatur ja zu erwarten gewesen. Sie ist kein Populist und scheut keinen Konflikt, ist manchmal vielleicht auch sehr vorsichtig, aber sie lässt sich zumindest von dem ganzen populistischem Quatsch nicht beeinflussen. Das würdige ich.

Leider übernehmen die Bauernfängerei dann andere Parteien wie die AfD oder Linke. Aber auf den Zug kann man nicht aufspringen, "Globalisierungsverlierer" wird es immer geben (Begriff der an der Sache vorbei geht und stark populistisch gefärbt ist), es wird immer Leute geben die meinen "Die da oben sind schuld", und zu glauben Deutschland ginge es besser wenn die Populisten uns regieren würden, ist auch ein naiver Kurzschluss. Glücklicherweise darf man jetzt an anderen Staaten sehen, wie diese radikalen Parteien scheitern, dann müssen wir dafür nicht Probe stehen.

"Früher war es immer besser", da gibt's im Spiegel einen schönen psychiatrisch-analytischen Artikel, den man sich durchlesen sollte.

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