Forum: Politik
Vietnam-Trauma: Nachts, wenn die Toten zurückkommen

In seinem Kopf hört der Krieg nie auf: Vietnam-Veteran Barry Romo sieht fast jede Nacht gefallene Kameraden und getötete Vietcong, hört Schreie und Schüsse aus dem Dschungel. Viele ehemalige US-Soldaten haben im Kampf gegen ihre Albträume kapituliert: Bereits 60.000 nahmen sich das Leben - mehr, als im Krieg gefallen sind.

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timewalk 05.04.2010, 16:22
1. Agent Orange

Agent Orange Victims Sue Monsanto
http://www.corpwatch.org/article.php?id=11638

Agent orange babies
http://www.flickr.com/photos/juliedermansky/268702478/

Veterans Return to Vietnam to Study Agent Orange
http://www.commondreams.org/newswire/2010/03/30-1

Military Update: New Agent Orange rule to allow retroactive claims
http://www.svherald.com/content/news...oactive-claims

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Marie Laveau 05.04.2010, 16:23
2. Agent Orange

Wie wäre es, wenn auch die eigentlichen Kriegsopfer erwähnt werden, die drei Millionen toten Vietnamesen?

http://www.vanityfair.com/politics/f...hitchens200608

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stesoell 05.04.2010, 16:38
3. Antwort

@timewalk @Marie Laveau

Barry Romo ist EIN OPFER eines Krieges. Er ist es nicht weniger als alle anderen Opfer jenen Krieges. Welche Absicht wollen Sie mir vermitteln?

WW1, WW2, Korea, Vietnam, Irak, Afghanistan ....... Krieg bleibt Krieg und ist zu verabscheuen.

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gloriaD 05.04.2010, 16:53
4. Nichts ist dem Militarismus so gefährlich, wie die Wirklichkeit des Krieges

Zitat von Marie Laveau
Wie wäre es, wenn auch die eigentlichen Kriegsopfer erwähnt werden, die drei Millionen toten Vietnamesen?
Es gehört zu den festen Ritualen des Rückfalls in die Barbarei des Krieges, dass stets nur die eigenen Opfer gezeigt werden, um den Haß gegen den Gegner aufzustacheln und sich für die eigenen Brbarei zu rechtfertigen und sie zu verdrängen.

Würden solche Bilder,

http://www.youtube.com/watch?v=x3VoyjUP8hg

also die Wirklichkeit des Krieges, täglich in der Öffentlichkeit, in Schulen, in Parlamentssälen, in denen über Krieg abgestimmt wird, in Kaserenen und Universitäten, in Betrieben und überall dort gezeigt, wo diejenigen leben, die über Krieg abstimmen oder in deren Namen gebombt und gemordet wird und eben solche Opfer erzeugt werden, dann würde sich die Diskussion schlagartig ändern.

Nichts ist dem Militarismus so gefährlich, wie die Wirklichkeit des Krieges - und das sind auch die Opfer, die zu Soldaten ausgebildet wurden und Krieg dann nicht ertragen konnten. Die werden versteckt, alleine gelassen und verdrängt.

Man sollte den Zivilisationsgrad einer Gesellschaft daran messen, in welchem Maße sie sich mit dieser Kriegswirklichkeit befaßt oder sie verleugnet.

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Hubert Rudnick 05.04.2010, 17:24
5. Trauma der Krieger

Zitat von sysop
In seinem Kopf hört der Krieg nie auf: Vietnam-Veteran Barry Romo sieht fast jede Nacht gefallene Kameraden und getötete Vietcong, hört Schreie und Schüsse aus dem Dschungel. Viele ehemalige US-Soldaten haben im Kampf gegen ihre Albträume kapituliert: Bereits 60.000 nahmen sich das Leben - mehr, als im Krieg gefallen sind.
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So ein Trauma kennen doch viele der Soldaten, sie haben in den Kriegen immer viel selbst durchmachen müssen, aber daran denken die jungen Burschen von heute natürlich nicht, wenn sie für eine handvoll Dollars in die Kriege ziehen.

Aus Deutschland braucht nicht eine Soldat freiwillig in den Krieg ziehen, denn keiner wurde gezwungen den Kriegsberuf auf sich zu nehmen.

Abenteurlust, oder was treibt immer wieder junge Menschen dazu sich so etwas auszusetzen?

Der Frieden wird nicht irgendwo am anderen Ende der Welt für Deuschland verteidigt, es sind nur die strategischen Ziele derr USA.

Wenn man auf das Gerede der jeweiligen Politiker hereinfällt und sich selbst so kaum seine Gedanken macht, dann ist das jedem seine Schuld.

Der ausgeschiedene Politiker Peter Struck hatte es neulich erst wieder sehr deutlich gesagt, sein Gerade von der Verteidigung des Frieden am Hindukusch war nur eine ganz dumme Bemerkung, die er aber selbst nie wirklich ernst gemeint hatte.

Wenn solche Politiker in ihrer Amtszeit was sagen, dann darf man es also auch nie als etwas wahres ansehen,wer das trotzdem macht, der ist derjenige, der später mit seinem Leben nichts mehr anfangen kann.
HR

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franziskus 05.04.2010, 17:42
6. ...sten

Zitat von sysop
In seinem Kopf hört der Krieg nie auf: Vietnam-Veteran Barry Romo sieht fast jede Nacht gefallene Kameraden und getötete Vietcong, hört Schreie und Schüsse aus dem Dschungel. Viele ehemalige US-Soldaten haben im Kampf gegen ihre Albträume kapituliert: Bereits 60.000 nahmen sich das Leben - mehr, als im Krieg gefallen sind.
Es gibt immer das Böse zu besiegen. Es sind immer ..isten. Nationalsozialisten, Kommunisten, Terroristen, Islamisten, Monarchisten. Alle hehren Ziele, mit denen Kriege gerechtfertigt werden, sind gelogen. Es gibt keine gerechten Kriege, jeder Krieg ist verbrecherisch. Die dafür Verantwortlichen wissen es.

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Neurovore 05.04.2010, 17:54
7. ...

Zitat von stesoell
@timewalk @Marie Laveau Barry Romo ist EIN OPFER eines Krieges. Er ist es nicht weniger als alle anderen Opfer jenen Krieges...
Quatsch! Barry Romo IST EIN TÄTER; er wurde nicht mit vorgehaltener Waffe an die Front gezwungen, sondern hat sich freiwillig zum Krieg gemeldet. Um Menschen zu töten.

Er ist EIN OPFER SEINER REGIERUNG, die ihn auf die unglaubliche Brutalität und Grausamkeit nicht vorbereitet hat und ihn auch nach dem Krieg im Stich ließ. Glücklicherweise zerbrechen viele Soldaten an der Unmenschlichkeit des Krieges, denn nur deren Erfahrungen und Berichte haben überhaupt Einfluß auf die öffentliche Meinung der USA und damit wiederum auf die Kriegspolitik der Regierung. Bleibt zu hoffen, daß auch möglichst viele Afghanistan-Veteranen an PTSD leiden, deren Zahl so ansteigt, daß sie nicht mehr von der Bevölkerung ignoriert werden können, die US-Aussen-Abenteuer ein bißchen mehr überdacht werden und damit wirkliche Kriegsopfer verhindert werden.

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gloriaD 05.04.2010, 18:36
8. Wo liegt der Unterschied zu Militaristen?

Zitat von Neurovore
Quatsch! Barry Romo IST EIN TÄTER; er wurde nicht mit vorgehaltener Waffe an die Front gezwungen, sondern hat sich freiwillig zum Krieg gemeldet. Um Menschen zu töten. die US-Aussen-Abenteuer ein bißchen mehr überdacht werden und damit wirkliche Kriegsopfer verhindert werden.
Darf ich mal fragen:
Wie unterscheiden Sie sich von denen, die für politische Strategien im Krieg Menschenleben - eigene geanau so wie fremde - opfern und die man deswegen Militaristen nennt?

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Gertrud Stamm-Holz 05.04.2010, 18:44
9. titel

Zitat von Neurovore
Quatsch! Barry Romo IST EIN TÄTER; er wurde nicht mit vorgehaltener Waffe an die Front gezwungen, sondern hat sich freiwillig zum Krieg gemeldet. Um Menschen zu töten.
Machen Sie es sich nicht zu leicht?
Viele der damaligen Soldaten waren noch nicht volljährig. Lässt man seinen minderjährigen Sohn tatsächlich zur Armee? Weil der was von Patriotismus blubbert? Und den Blödsinn auch noch selber glaubt?
In dem Alter dürfen die jungen Leute noch nichtmal Alkohol trinken. Blindwütig in einen barbarischen Krieg schicken ist aber durchaus tolerabel?
Solche Burschen sind von der gesamten Gesellschaft für dumm verkauft worden und damit für mich Opfer einer ekelerregenden gesellschaftlichen Struktur. Sie haben alle nichts von der kriegerischen Realität gewusst. Und diese jugendliche Dummheit können Sie nicht ihnen alleine in die Schuhe schieben.

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