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Visagebühren nach Brexit: Briten müssen für EU-Reisen womöglich 60 Euro zahlen
REUTERS

Eigentlich sollen britische Staatsbürger auch nach dem Brexit ohne Visum in die EU reisen können. Doch eine entsprechende Verordnung wird blockiert - weil in ihr Gibraltar als "Kolonie" bezeichnet wird.

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hassoa 21.02.2019, 02:41
10. Ja, 60 Euro Zwangsumtausch...

... sowas hatten wir doch schonmal.
Es ist unglaublich was sich die Brexit-Verhinderer und Eigene-Süppchen-Kocher so alles einfallen lassen. Gerade die Spanier haben doch viele Briten als Stammgäste - warum die vergraulen?

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quark2@mailinator.com 21.02.2019, 03:21
11.

Ohhh, ich könnte einen Salto schlagen, daß die .... Spanier nicht einfach die Füße stillhalten können. Gibraltar gehört nun einmal zu Großbritannien und jegliche Gebietsforderungen in Europa sind ausgeschlossen. Das war doch der Deal, oder ? Es ist ja nun nicht gerade so, als würde UK Unsummen Geld mit dem Felsen verdienen. Ja, es ist eine strategische Position, aber die betrifft nur alle anderen Länder und nicht Spanien, da G natürlich nicht zu halten wäre, wenn es zu einem Konflikt zwischen Spanien und Großbritannien käme.

Nochmal: Jegliche Gebietsforderungen in Europa sind ausgeschlossen und somit hat Spanien zu akzeptieren, daß es Gibraltar eben nicht kontrolliert. Alles derartigen Versuche sind Gift für die europäische Idee und auch wenn UK die EU verläßt, ist es dennoch weiter Teil von (West)europa. Also was soll der Mist ?

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Mach999 21.02.2019, 05:15
12.

Wenn Spanien über die Kolonie Gibraltar reden will, müssen wir konsequenterweise auch über die Kolonien Ceuta, Melilla und Kanaren reden. Es wird Zeit, dass sich Spanien aus diesen Gebieten zurückzieht. Und bei der Gelegenheit können sie auch gleich noch Katalonien verlassen.

Ich halte die britische Brexit-Politik ja für unprofessionell und stümperhaft. Aber ein Kolonialstaat wie Spanien sollte sich beim Thema Kolonien ein bisschen zurückhalten. Sonst kommt noch jemand auf die Idee, Spaniens Maßstäbe in Bezug auf die "Kolonien" anderer Staaten auf Spaniens Kolonialismus selbst anzuwenden, und dann bleibt von Spanien nicht mehr viel übrig.

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Barlino 21.02.2019, 05:35
13. Mal vor der eigenen Haustüre kehren

Gibraltar als britische Kolonie zu bezeichnen, kann man machen, ist jedoch in diesem Zusammenhang reichlich deplatziert. Vor allem aber sollte die spanische Regierung, bevor sie sich weiterhin international lächerlich machen will, erst einmal die eigenen Kolonien zurückgeben: nämlich Ceuta und Melilla auf der anderen Seite der Straße von Gibraltar an Marokko. Die Marokanner sind in dieser Frage leider selbst kein unbeschriebenes Blatt und halten nach wie vor den größten Teil der Westsahara völkerrechtswidrig besetzt. In der Region gäbe es also einiges zu tun... Im Übrigen wäre es vorteilhaft, wenn bestimmte Köpfe in der spanischen Politik ihren kolonialen Duktus der eigenen Bevölkerung gegenüber, z.B. in Katalonien oder dem Baskenland, zurückschrauben würden. Also erst einmal vor der eigenen Haustüre kehren!

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MagittaW 21.02.2019, 05:44
14. langsam wird es lächerlich

nach USA, Japan, Australien, Neuseeland und dutzenden anderen Ländern können wir und die Briten also ohne Visum, aber unser direkter Nachbar, treuester Verbündeter und Wirtschaftspartner soll gedemütigt werden?
Das ist doch lächerlich! Werden die Franz., Spanischen oder Amerikanischen Überseegebiete als Kolonien bezeichnet? Nein? Warum dann die Britischen?
Sind solche Kleinlichkeiten alles, was die EU, bzw. Spanien auf Lager haben? Vielleicht sollte dann das UK Kataloniens Unabhängigkeit anerkennen, mal sehen wie das in Spanien ankommt.
Hier geht die EU ja auch ziemlich selektiv vor: Mazedonien wird von Griechenland verhindert, aber das Kosovo wird anerkannt und dafür ziehen wir sogar in den Krieg.
Die Abspaltung der Ukraine wird als Okkupation verurteilt, aber Montenegro darf ein Staat werden.
Kommt schon, das ganze EU Projekt wird immer mehr zur Farce!

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Naturrecht 21.02.2019, 06:18
15. Unklar

Nach dem Lesen des Artikels ist mir nicht klar geworden, wieso die Formulierung - Gibraltar ist eine britische Kolonie - für eine Visagebühr von 60 € ausschlaggebend ist.

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m.w.r. 21.02.2019, 06:33
16. Wo ist das Problem?

Wo ist das Problem, der Eintritt in einen Vergnügungspark ist oft auch nicht preiswerter. (Serengetipark z.B.: Tageskarte Erwachsene 34,50 Euro). Können die Briten doch ohne weiteres wieder reinholen. Z.B.: Queenwache kucken und photograpieren 1 Pfund

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Seneca 21.02.2019, 06:58
17. Ein neues Haus

Warum machen die anderen EU-Ländern den Briten den Austritt so schwer? Wenn sie dann selbst mal aus der EU austreten wollen, haben sie die Hürden dafür sehr hoch gesetzt.
Irgendwann werden Länder aus dem EU-Haus ausziehen. Zu baufällig ist es geworden und einige Mieter sind zu laut. Ein besseres werden sie bauen und nur noch einlassen, wer die Hausordnung befolgt.

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thor.z1367 21.02.2019, 07:11
18. Die Engländer müssen auf die harte Tour lernen

Das es soweit ..Das geht auf das Konto der UK Regierung . Wir Europäer haben alles gemacht was möglich war...Nun ist es Zeit das UK geht.Und die Engländer sollten jetzt die ganze Härte ihrer Entscheidung spüren, vielleicht kann dann später eine neue Generation. Die Tür nach Europa wieder öffnen.

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Realistin im Quadrat 21.02.2019, 07:33
19. Das kommt davon, wenn man hoch komplexe Sachverhalte dem Pöbel ...

überlässt. Es war allen Weitsichtigen klar, dass ein Brexit nur funktionieren kann, wenn GB das besetzte Nordirland und Gibraltar aufgibt. Mann kann nur hoffen, dass Spanien und die katholischen Nordiren die Gunst der Stunde nutzen und nicht aufgeben. So wie man dem Pöbel nicht die Entscheidung über die Todesstrafe überlässt, schon gar nicht nachdem etwa kleine Mädchen brutal getötet wurden, gibt man dem Pöbel nicht das Steuerrad einer ganzen Nation in die Hand. Das ist so als würde man die Mitfahrer in einem Bus auffordern, alle gemeinsam das Lenkrad und die Pedalen zu bedienen. Wir leben in Expertokratien, wer das nicht wahrhaben möchte und an die Schwarmintelligenz des Pöbels glaubt, der soll sich lieber gleich von der Demokratie verabschieden. Denn Demokratie heißt nichts anderes als Arbeitsteilung: Das Volk wählt Experten, die die Details wie z.B. die internationalen Verträge regelt so wie die langfristige Entscheidung zur EU zu gehören. Das Volk hätte erst eine Partei mit parlamentarischer Mehrheit (wenn nicht sogar 2/3-Mehrheit) wählen müssen, die einen Brexit befürwortet und vor allem auch verantwortet. Die gibt es aber nicht. Daher ist der Brexit politisches Harakiri - selbst wenn die Folgen nur der Verlust der letzten Kolonien wäre. Dann hätten die Briten noch mal Glück gehabt.

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