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Visagebühren nach Brexit: Briten müssen für EU-Reisen womöglich 60 Euro zahlen
REUTERS

Eigentlich sollen britische Staatsbürger auch nach dem Brexit ohne Visum in die EU reisen können. Doch eine entsprechende Verordnung wird blockiert - weil in ihr Gibraltar als "Kolonie" bezeichnet wird.

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beruli 21.02.2019, 12:08
70.

Zitat von spon_2001209
Am 7.11.2002 stimmten 99 Prozent für einen Verbleib unter britischer Herrschaft. Wenn man beobachtet, wie Spanien mit den Katalanen verfährt, war das wohl eine gute Entscheidung.
Offenbar ist die Mehrheit der Katalanen ebenfalls mit dem Status Quo zufrieden. Also alles in Butter.

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syracusa 21.02.2019, 12:32
71.

Zitat von r_saeckler
Kompliment zurück Herr/Frau/Sonstiges 'syracusa': wie dämlich kann man sich stellen wenn einem logisch stimmige Argumente fehlen? Gesetzt, Sie wären aus Deutschland (also kein Bot) und Helgoland wäre nicht 1890 vom Kaiser den Briten abgetauscht worden: wüden Sie auch argumentieren, dass "dort nur Briten wohnen" und H. nicht zu Deutschland gehört?
Als Spanien vor gut 300 Jahren vertraglich Gibraltar ans UK abgetreten hat, da war der Felsen nur von Affen bewohnt. Spanier haben auf Gibraltar nie gelebt, die Briten haben damals weder Spanier eingebürgert, noch haben sie ein "ethnic cleansing" durchgeführt. Das Referendum der Einwohner von Gibraltar hat auch ein entsprechendes Ergebnis gezeitigt.

Gewöhnen Sie sich bitte daran, dass das Staatsvolk, das dem Völkerrecht zufolge ein Selbstbestimmungsrecht genießt, nur maximal die Bewohner des Staatsgebiets umfassen kann. Will ein Staat ein Gebiet eines anderen Staats beanspruchen - also so wie hier Spanien Hoheitsgebiet des UK beansprucht - dann kann das nur erfolgreich sein, wenn
1. die Bewohner des fraglichen Gebiets einverstanden sind,
2. die beteiligten Staaten einverstanden sind
Beides ist hier nicht gegeben, also ist der Anspruch Spaniens nicht realisierbar. Eine Kolonie ist Gibraltar schon deshalb nicht, weil auf Gibraltar keine Spanier leben.

Ihre absurde, rechtsnationalistische Argumentation geht von völkerrechtswidrigen, grob antidemokratischen Rechtskonstruktionen aus.

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syracusa 21.02.2019, 12:35
72.

Zitat von fjr
Habe ich nie behauptet. Nur "Großbritannien" ist die Bezeichnung der größten der britischen Inseln, nicht die eines Staates. Genauso wie "Iberische Halbinsel" die Bezeichnung für dieses komische Anhängsel im Südwesten von Europa ist. Wer da lebt, ist mir ehrlich gesagt völlig egal. Aber ich erwarte, dass in solchen Diskussionen zwischen geographischen Bezeichnungen und Namen von Staaten unterschieden wird.
Nun, Ihre Sophistereien greifen hier nicht wirklich, weil sich im allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff der "Briten" weder auf ethnische noch geografische Zugehörigkeit bezieht, sondern das Staatsvolk des Vereinigten Königreichs beschreibt. Und genau so wird der Begriff "Großbritannien" so gut wie nie im geografischen Sinn verwendet, sondern als Synonym für das UK.

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syracusa 21.02.2019, 12:40
73.

Zitat von Papazaca
sowie die Briten auch Gibraltar besetzt haben. Bis dahin sorgen wir dafür, das wir Deutsche auf Mallorca die Mehrheit bilden. An wen erinnert mich das? Ja richtig, an Putin. Die Argumente, aus einer Kolonie wie Gibralter ein Teil von GB zu machen sind schon atemberaubend. Schön, wenn man noch Träume und keine anderen Sorgen hat. Aber Humor sucht man fast vergebens, dazu ist das alles dann doch etwas zuviel Schwachsinn.
Gibraltar ist keine Kolonie und war nie eine Kolonie. Und natürlich dürfen die Bewohner Mallorcas ein Referendum über die Zugehörigkeit zu Spanien oder Deutschland durchführen, falls - und nur falls! - Spanien und Deutschland diesem Referendum zustimmen. da weder die spanische noch die deutsche Zustimmung absehbar ist, könnte auch eine deutsche Mehrheitsbevölkerung Mallorca nicht an Deutschland angliedern.

Ihr Vergleich mit Putin hinkt auch an anderer Stelle: die Briten haben Gibraltar nicht besetzt und wiederrechtlich annektiert, vielmehr wurde es durch Spanien an das UK abgetreten. Eine vergleichbare Abtretung der Krim an Russland hat es von der Ukraine nie gegeben. Völkerrechtlich waren die Briten also schon vor 300 Jahren weiter als Russland heute.

Bitte informieren Sie sich erst mal über die völkerrechtlichen Grundlagen, bevor Sie absurde Thesen darüber verbreiten.

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Papazaca 21.02.2019, 13:55
74. Ein unbekannter Herr aus Wanne Eickel weiß Bescheid! Fast!

Zitat von syracusa
Gibraltar ist keine Kolonie und war nie eine Kolonie. Und natürlich dürfen die Bewohner Mallorcas ein Referendum über die Zugehörigkeit zu Spanien oder Deutschland durchführen, falls - und nur falls! - Spanien und Deutschland diesem Referendum zustimmen. da weder die spanische noch die deutsche Zustimmung absehbar ist, könnte auch eine deutsche Mehrheitsbevölkerung Mallorca nicht an Deutschland angliedern. Ihr Vergleich mit Putin hinkt auch an anderer Stelle: die Briten haben Gibraltar nicht besetzt und wiederrechtlich annektiert, vielmehr wurde es durch Spanien an das UK abgetreten. Eine vergleichbare Abtretung der Krim an Russland hat es von der Ukraine nie gegeben. Völkerrechtlich waren die Briten also schon vor 300 Jahren weiter als Russland heute. Bitte informieren Sie sich erst mal über die völkerrechtlichen Grundlagen, bevor Sie absurde Thesen darüber verbreiten.
Ein unbekannter Komikers Wanne Eickels erklärt uns Spanien, Großbritannien und den Rest der Welt. Das ist schön. Die UN und Spanien sehen das merkwürdigerweise alles ganz anders als Sie. Sind sie ein anerkannter Völkerrechtler oder en Komiker? Denn Komiker haben immer recht. Vielleicht sogar aus Wanne Eickel?

Übrigens, als Sie von Abtretung sprachen: Genau so wurden viel Länder zu Kolonien. Häuptlinge, die nicht schreiben konnten, unterschrieben mit drei Kreuzen einen Text, den sie nicht lesen konnten.

Und das die Briten große Anhänger des Völkerrechts waren wissen wir späten seit Elisabeth der Ersten und Ihren Piraten. Aber die Wahrheit ist auch: Ich bin Ihnen nicht böse: Sie glauben wenigstens an was. Und das Sie keine Ahnung haben passiert in den besten Kreisen, selbst Komikern. Sie sind nicht allein, wir lachen mit!

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Vadomar 21.02.2019, 14:46
75. Das eigentliche Problem...

...ist weniger Gibraltar. Über den Status Gibraltars könnte man sich zur Not noch einigen.
Ja, die Bewohner Gibraltar fühlen sich zum überwiegenden Teil als Briten.
Aber genauso haben sie mit überwältigender Mehrheit für den Verbleib in der EU gestimmt. Kommt ein harter Brexit, existiert dort eine EU-Außengrenze, das sollte man nicht vergessen !
Das eigentlich Problem sehe ich aber eher in Nordirland. Würde Großbritannien dieses seit Heinrich II. über viele Jahrhunderte besetzte und unterdrückte Stück Land an Irland zurückgeben, wäre viel gewonnen und das Problem mit dem Backstop gäbe es nicht mehr.
Die paar Kreationisten der DUP können ja, wenn ihnen das besser gefällt nach England übersiedeln.

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mwroer 21.02.2019, 14:46
76.

Zitat von Papazaca
sowie die Briten auch Gibraltar besetzt haben. Bis dahin sorgen wir dafür, das wir Deutsche auf Mallorca die Mehrheit bilden. An wen erinnert mich das? Ja richtig, an Putin. Die Argumente, aus einer Kolonie wie Gibralter ein Teil von GB zu machen sind schon atemberaubend. Schön, wenn man noch Träume und keine anderen Sorgen hat. Aber Humor sucht man fast vergebens, dazu ist das alles dann doch etwas zuviel Schwachsinn.
Gibraltar wurde 1713 offiziell von Spanien an England abgetreten.

Die Bewohner wurden mehrere Male gefragt wo sie hingehören wollen und die Mehrheiten von jeweils weit über 90% - bei 90% Wahlbeteiligung) stimmten für einen Verbleib bei England.

Ich weiß nicht was Sie hier phantasieren aber Gibraltar ist keine Kolonie sondern als Überseeterritorium ein Teil des vereinigsten Königreiches mit eigener Regierung, die die Aufgaben der Selbstverwaltung erfüllt.

Also WO genau lesen Sie da einen Anspruch Spaniens raus?

Nach Ihrer völlig kruden Logik könnte Frankreich auch das Saarland zurückfordern.

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Papazaca 21.02.2019, 14:50
77. Der Brexit, die Visa-Gebühr und die Gibraltar-Frage verdeutlichen,

wie schwach Grossbritannien ist. Statt alte Stärken wiederzugewinnen macht sich May lächerlich, ein wirtschaftliches Disaster droht und die britische Politik blamiert sich intern wie extern jeden Tag mehr. Eigentlich müßten wir Mitgefühl für unsere Nachbarn haben. Aber gerade dieses Mitgefühl fehlte den Brits oft. Als Weltmacht, mit Irland aber auch gegenüber seinen europäischen Nachbarn haben die Briten oft knallhart ihre Interessen durchgedrückt. Viele haben gespaltene Gefühle: Wir lieben unsere Nachbarn aus vielen Gründen, nicht zuletzt wegen des Humors. Aber wir sind auch auf sie sauer, da hat sich so einiges angesammelt. Sicher ist deshalb: Von Schadenfreude spricht niemand, viele empfinden aber so. Das ist die unausgesprochene Wahrheit und gilt selbst für so beiläufige Themen wie Gibraltar oder eine Visa-Gebühr.

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Papazaca 21.02.2019, 15:12
78. Nach Ihrer Logik sind Geschichte und Völkerrecht synonym

Zitat von mwroer
Gibraltar wurde 1713 offiziell von Spanien an England abgetreten. Die Bewohner wurden mehrere Male gefragt wo sie hingehören wollen und die Mehrheiten von jeweils weit über 90% - bei 90% Wahlbeteiligung) stimmten für einen Verbleib bei England. Ich weiß nicht was Sie hier phantasieren aber Gibraltar ist keine Kolonie sondern als Überseeterritorium ein Teil des vereinigsten Königreiches mit eigener Regierung, die die Aufgaben der Selbstverwaltung erfüllt. Also WO genau lesen Sie da einen Anspruch Spaniens raus? Nach Ihrer völlig kruden Logik könnte Frankreich auch das Saarland zurückfordern.
Wenn sie sich mal schlau machen, dann hat Spanien unzählige Male, seit 1704 versucht, Gibraltar zurück zu erobern. Geschichte ist in erster Linie Ausdruck von Macht und Stärke, seine Positionen umzusetzen. Und danach kommt das Völkerrecht. Ich sage das, um zu verdeutlichen, das das Völkerrecht seine Grenzen hat. Spanien hat diese Abtretung nie akzeptiert, war aber in der Vergangenheit zu schwach, um dagegen anzugehen. Weder Sie noch ich wissen detailliert, warum und wie 1704 abgetreten wurde. Wir mutmaßen.
Richtig, nach britischer Sprachregelung ist Gibraltar ein Überseeterritorium. Für Spanien und viele andere ist es defacto eine Kolonie. Es gibt also sehr wohl unterschiedliche Standpunkte.

Das müssen wir einfach mal feststellen. Das sie mir eine krude Logik unterstellen, ist nett. Also Logik. Aber krude. Stimmt wahrscheinlich sogar. Aber anders, als Sie denken. Aber im Guten: Hauen Sie den Menschen nicht irgendwelche negativen Begriffe um die Uhren. Das können andere erstens viel besser. Und glücklicher werden Sie dadurch auch nicht. Oder?

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teacher20 21.02.2019, 15:24
79.

Zitat von robr
Hier sollte Spanien endlich Mal die Welt so akzeptieren wie sie ist. Gibraltar gehört seit über 200 Jahre zum Vereinigten Königreich, die Einwohner wollen mit großer Mehrheit den Status Quo beibehalten. Diesen Wunsch sollte man respektieren. Auch Spanien hat Territorien die nicht direkt am Mutterland angeschlossen sind. Auch hier wollen die Einwohner keine Veränderung. Der Brexit wird noch genug Schwierigkeiten mit sich bringen, da muss man nicht noch komplett andere Themen mit reinpacken
Genau genommen seit dem "Spanischen Erbfolgekrieg" 1707...

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