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Vize-Parteichef zur Personaldebatte: Stegner regt sich über Disziplinlosigkeit der SP
REUTERS

Mit einer Attacke gegen die SPD-Spitze hatte Sigmar Gabriel den Personalstreit seiner Partei befeuert. Jetzt mahnt Vize Stegner zur Ruhe. Gabriel selbst soll die Wucht seiner Aussagen unterschätzt haben.

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Normaler Wutbürger 12.02.2018, 14:45
260.

Zitat von Politikübersetzer
mh ... wer sind die 4? Zuerst Mal Lindner, das ist klar, der hat ja eindeutig bewiesen, dass er unfähig ist. Schulz hat keine Lust mehr, die Zeit von Merkel ist auch abgelaufen. Bei den Grünen weiß man es nicht so genau und bei den Linken geht es Wagenknecht ja nur um Talkshow-Auftritte und Buchtantiemen. Die AfD ist keine Partei, sondern nur widerlich ... wer fehlt da noch? Also ... wer ist der Vierte?
Ganz einfach : CDU (Merkel), CSU (Seehofer), SPD (Schulz), Grüne (Özdemir, kann mir nicht vorstellen dass er nochmal antritt). Mit den Linken wäre sogar eine 5te möglich.
Die FDP würde definitiv wieder mit Lindner antreten. In meinen Augen ist er der grosse Gewinner der letzten Wochen und Monate. Man muss bedenken, mit einer 8-12% Partei, müssen ihn nicht 80% der Bevölkerung gut finden.

Bei der AfD gäbe auch keine Grund etwas zu ändern. Wählwerbung zu ihren Gunsten machen ja sowieso die Altparteien.

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Proggy 12.02.2018, 14:54
261. Wut? Nein, lachen und hoffen

Zitat von WolfThieme
49 Seiten Wut im SPON zu Stegner und der SPD, Hut ab. Und bei der CDU müht sich bei der Jens Spahn mit einer dünnblütigen Diskussion zur Dauerkanzlerin ab, und wenn ich das Interview mit der Merkel höre, dann sinkt mein Kopf...Müdigkeit übermannt mich...die Augenlider...kch-kch-kch-kch...
Aufwachen! Schließlich schickt sich die SPD an, die Kanzlerin für weitere vier Jahre in den Sattel zu heben. Vier weitere Jahre abnicken und und geschlossen für jeden Unsinn stimmen. Da muß doch Freude aufkommen (trotz Stegner!).
Das bringt den vernünftigeren Parteien in der Opposition Luft, Anerkennung und mehr Wähler.

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busytraveller 12.02.2018, 14:56
262.

EIne Partei in Auflösung. Man bedenke die katastrophalen Wahlergebnisse im Bund seit Schröders Abgang. Von knapp 25 Prozent in Etappen auf 20 Prozent runter. Und in den Umfragen jetzt bei 18. Und das bei immer wieder wechselnden Spitzenkandidaten und Vorsitzenden. Es gibt kein Schulz- oder Gabriel Problem, es gibt ein tiefgehendes programmatisches Problem. Die Arbeitnehmer rufen nicht nach unbegrenzter Migration, nach Auflösung von Grenzen, nach Aufgehen Deutschlands in einem europäischen Superstaat. Sie freuen sich nicht auf mehr Einbrüche, Messerattacken und Vergewaltigungen. Auch Volksfeste mit 2000 Polizisten und Merkelpollern finden sie nicht so toll. Sie rufen auch nicht nach Querfinanzierung Südeuropas, nach Entwertung ihrer Ersparnisse. Sie rufen nicht nach immer höheren Steuern trotz grandioser Steuereinkünfte, sie folgen nicht der Erkenntnis, dass man mit einem IG Metall - Durchschnittseinkommen zu den Reichen gehört, die Spitzensteuersatz zahlen sollen. Sie freuen sich nicht auf die steigende Stromrechnung, mit der sie Wind- und Solarparkbetreiber finanzieren. Sie suchen in der SPD ihre Interessenvertretung, finden sie aber nicht. Sie gehen zur Linkspartei, wenn sie denn wirklich dem immerwährenden Ruf nach Verteilung von der arbeitenden Mitte zum den nicht arbeitenden unteren Schichten folgen. Sie gehen zu den Grünen, wenn sie zu den idealistischen Gutverdienern gehören, die das ganze Spiel toll finden. Sie gehen zur CDU, wenn sie eine halbwegs brauchbare Sozialpolitik, verbunden mit einem Rest wirtschaftlichen Realismus wollen. Und immer mehr gehen zur AfD, weil sie sich hier die Entstehung einer neuen Arbeitnehmerpartei erhoffen, die auf die Deutschen Rücksicht nimmt. Das tiefgehende programmatische Problem der SPD ist klar erkennbar, wird von ihren Vertetern nicht wahrgenommen. So was nennt man Ideologie. Und das wird mit Kevin und Co garantiert nicht besser: Denn die Jung - SPDler wollen noch mehr von der Politik, welche die Partei bald überflüssig machen wird. Sie wird dann eine weitere Special Interest Partei, die sich mit Linke und Grüne um ein 20 bis 30 Prozent Wählerpotential streitet.

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birka12 12.02.2018, 14:57
263. Neuanfang?

Mit Andrea Nahles ein Neuanfang, verstehe ich nicht. Mit Nahles kann man doch nicht "neu" anfangen, sie ist ja schon seit ewigen Zeiten dabei! Ungefähr als würde Uwe Seele "neuer" Mittelstürmer in der Nationalmannschaft.

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fischerg1 12.02.2018, 15:01
264.

Zitat von im_ernst_56
Wenn Herr Stegner etwas mehr Mumm hätte (ich meine nicht den Sekt!), dann würde er sich selbst zur Wahl stellen, statt als einer von diversen Vize-Vorsitzenden immer nur aus dem Hinterhalt zu schießen. Jürgen Trittin von den Grünen ist auch nicht gerade ein Sympathieträger, aber der hat es wenigstens probiert.
Das ist genau der Punkt von diesem Herrn
Er wäre gern so wie Onkel Herbert.Deshalb seine Mimik.
Aber nach wie vor gilt: Wehner kapieren nicht kopieren.
Für Stegner hätte Herbert nur den Satz übrig gehabt.
"Ich habe Politiker erlebt,deren Ende war lang und qualvoll.
Ihres ist kurz und schmerzlos"

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gersco 12.02.2018, 15:01
265. @ Proggy # 262. Die Zwangsvereinigung einer Nachkriegs-SPD Ost...

Zitat von Proggy
In der 'DDR' waren es damals auch SPD (und KPD) aus denen man die SED gezimmert hat. Kein gutes Argument!
...mit der Nachkriegs-KPD Ost zur SED kann ja wohl in keiner Weise als demokratisches Argument herhalten.

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aysnvaust 12.02.2018, 15:04
266. Ausgerechnet Gabriel...

...der sicher einer der begabtesten Rhetoriker im deutschen Politzirkus ist, will "..die Wucht seiner Worte unterschätzt" haben. Wer das glaubt, der glaubt auch an den Osterhasen. Gabriel hat ganz genau gewusst, was er da sagt, und wollte einfach mal den Trump geben, der ja auch mit persönlichen Beleidigungen großzügig um sich wirft. Und Stegner, wie schon andere Foristen anmerkten, ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Einzig positiver Aspekt dieses Tohuwabohus scheint mir zu sein, dass der SPD ein wahrhaft reinigendes Gewitter ins Haus steht. Llllet's get ready to rrruuuuumbllllll !!

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Rüdiger321 12.02.2018, 15:09
267. Nahles, Stegner .. wunderbar, die SPD zerlegt sich und die CDU mit

Nein, einem Willi Brandt, Herbert Wehner und Helmut Schmidt möchte ich nicht weiter nachtrauern. Aber genau das ist das Problem der SPD( und nicht nur der SPD!). Es gibt diesen Typus Politiker nicht mehr. Ecken und Kanten, ja, aber auch intellektuell, verbindlich und unterhaltsam. Mann/Frau konnte sich auf ihr Wort und ihre Aussagen verlassen.Die heutigen, wie die zwei obengenannten, aber auch exemplarisch für die CDU, der Herr Spahn und die Frau Klöckner, das sind alles Dampfplauderer, karrieregeil, machtversessen und vergessen alle diejenigen, durch welche sie am Diätentopf königlich am Leben gehalten werden..... die Bürger.
Möge der Zeitgeist sie alle hinwegspülen. Mir fehlt der Glaube das die beiden abgehalterten Volksparteien überhaupt noch "Bürger"-nahe Volksvertreter in ihren eigenen Reihen haben.

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rieberger 12.02.2018, 15:15
268.

Zitat von aysnvaust
...der sicher einer der begabtesten Rhetoriker im deutschen Politzirkus ist, will "..die Wucht seiner Worte unterschätzt" haben. Wer das glaubt, der glaubt auch an den Osterhasen. Gabriel hat ganz genau gewusst, was er da sagt, und wollte einfach mal den Trump geben, der ja auch mit persönlichen Beleidigungen großzügig um sich wirft. Und Stegner, wie schon andere Foristen anmerkten, ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Einzig positiver Aspekt dieses Tohuwabohus scheint mir zu sein, dass der SPD ein wahrhaft reinigendes Gewitter ins Haus steht. Llllet's get ready to rrruuuuumbllllll !!
Nun ja, Gabriel hat sich schon oft als Verbalprolet geoutet. Offensichtlich glaubt er, in sozialdemokratischem Geiste zu parlieren, wenn er zu dieser Wortwahl greift.
Allerdings hat er als Außenminister wieder Pluspunkte gesammelt. Da hat er gezeigt, dass er auch anders kann, wenn er will.

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Abgasaffe 12.02.2018, 15:26
269. Keinerlei Kompetenz vorhanden

Zitat von TheFunk
eine glatte Fehlbedesetzung. Die Wucht seiner Worte nicht einschätzen zu können ist schon sehr unglaubwürdig, wenn nicht dämlich. Das war vielmehr geplant und komplett peinlich. Seine Beliebtheitswerte kommen nur durch das Amt. Wäre er als SPD-Vorsitzender / Wirtschaftsminister den Menschen sympathisch gewesen, hätte er selbst als Kanzlerkandidat antreten können.
Gabriel ist in Wirklichkeit ein abgehalfterter Berufschullehrer mit einem halben Jahr Erfahrung in diesem Job. Er ist der Prototyp des Partei-Karrieristen, der Berufe bzw. Posten ausfüllt, die er unter Qualifikationsvoraussetzungen nie erreichen würde. Z.b. gibt es eine Diplomatenschule in Deutschland, die ist so streng und auslesend ist, dass ein Gabriel dort nicht mal zum Vorstellungsgespräch gelangen würde. Und Wirtschaftsminister war er ja auch so ganz ohne BWL und VWL-Kenntnisse. Dabei hätte der nicht mal in einem Kleinunternehmen die Buchhaltung machen können. Genau das sind die Probleme in Deutschland. Der Führung hat überhaupt keine Ahnung von der Wirklichkeit mehr bzw. besitz originäre Kompetenzen dazu, so dass am Ende nur Mist raus kommt; vgl. Energiewende, Flüchtlingskriese, Abgasskandal and more to come. Den Vogel bei alle dem schießen im Übrigen die Grünen ab. Wer mal Lacken, ggf. auch Heulen will, lese die dortigen Lebensläufe.

Und was nun die Beliebtheitswerte dieser Politiker angeht, da wird vor allem verbreitet, das es so was überhaupt gibt. Gibt es aber gar nicht. Ich kenne niemanden, der sagen würde ich: Mag Merkel, Gabriel oder Schulz oder welchen auch Politiker immer. Tatsächlich würde man eher die Straßenseite wechseln, statt nach einem Handschlag oder Autogramm zu gieren. Das war einmal und ist länger her.

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