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Vize-Verteidigungsminister: Anschläge in Sri Lanka offenbar Vergeltung für Christchur
Carl Court/ Getty Images

Die Anschläge in Sri Lanka waren nach ersten Erkenntnissen der Regierung eine Vergeltung für den Anschlag auf Moscheen im neuseeländischen Christchurch. Das sagte der Vize-Verteidigungsminister Wijewardene.

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mwroer 23.04.2019, 14:03
140.

Zitat von schulz.dennis.84
Auch wenn Sie es so im Islamunterricht gelernt haben und es ihnen da so eingetrichtert worden ist, ist und bleibt diese Behauptung falsch. Richtig ist dass Jerusalem eine christlich jüdische Stadt war bis sie von Moslems erobert worden ist. Die Kreuzzüge waren also nur eine Reaktion auf die moslemische Aggression und auf die Eroberung der christlichen wichtigsten Stadt durch Moslems.
Islamunterricht? Moslem? Ich habe herzlich gelacht, Danke :)

Richtig ist allerdings das Jerusalem im Ursprung eine jüdische Stadt war, dann babylonisch (also von der sumerischen Religion geprägt), dann kamen die Juden wieder zurück, dann die Römer (also bis dahin alles keine Christen), dann fiel Jerusalem beim Zusammenbruch des römischen an das ost-römische Reich und war das erste Mal halb christlich. Dann kamen die Sassaniden (hauptsächlich Zoroastrismus aber sehr tolerant) und Jerusalem fiel, mit Hilfe der jüdischen Bevölkerung, an die. Angeblich wurden dann von den Juden zig tausend Christen ermordet.

Byzanz hat das dann zurückerobert, wieder christlich, war aber durch die Kriege mit den Persern und dem typischen Fehler dieser Zeit (zu langgestreckte Versorgungslinien) nicht in der Lage das zu halten - dann kamen die Araber und haben sich im Zuge der Rückeroberung von ihnen genommener Gebiete auch gleich Jerusalem gegriffen.

Also alles in allem war Jerusalem zu grob geschätzt 10% seiner Geschichte wirklich christlich. Weitaus länger jüdisch, sumerisch und weiß der Geier noch was. (Reihenfolge der Bewohner und Eroberer ohne Gewähr ... zu lange her).

Sowas hat man man übrigens in einer ganz normalen öffentlichen Schule in den Niederlanden gelernt, so 1980 rum. Eine Religionsschule habe ich bisher noch nie von innen gesehen - ich war einmal beim Tag der offenen Tür in der türkischen Moschee und mein Nachbar ist Iman in der marokkanischen Moschee ... wenn Ihnen das irgendwie hilft Ihre Vorurteile aufrecht zu erhalten.

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Heitgitsche 23.04.2019, 14:04
141. Jihad

Zitat von mwroer
Byzanz oder das ost-römische Reich hat bereits seit 476 bis 550 ein aggressive Expansionspolitik verfolgt und war rund 630 durch inneren Streit und die Perser so geschwächt dass sich die Araber einfach gebiete zurückholen konnten. Das war aber im Gegensatz zu den Kreuzzügen kein Religionskrieg von daher habe ich das nicht gezählt :) Dafür spricht auch folgender Absatz aus Wikipedia: Nach damaliger Auslegung des islamischen Gesetzes waren die muslimischen Herrscher dazu verpflichtet, die Gegenwart anderer Buchreligionen - also Christen, Juden und in Persien auch die mit den im Koran in Sure 22:17 erwähnten Sabäern identifizierten Zoroastrier - zu tolerieren, anders als Polytheisten. Sie durften ihren Glauben behalten, in kleinen Gemeinschaften ausleben und nicht dazu gezwungen werden, diesen aufzugeben.[69] "Die christlichen Kirchen in Ägypten, Syrien und Mesopotamien behielten noch längere Zeit ihre Bedeutung und die Mehrheit der Bevölkerung unter arabischer Herrschaft blieb noch lange christlich. Einige Christen arbeiteten zunächst weiterhin in der Verwaltung des Kalifenreichs, andere waren am Kalifenhof als Gelehrte tätig, wie z. B. Mitte des 8. Jahrhunderts Theophilos von Edessa. Die arabische Herrschaft stieß nach Abschluss der Eroberung zunächst anscheinend auf keinen nennenswerten Widerstand, zumal die Araber die alte Verwaltungsordnung nutzten und sich so gesehen zunächst relativ wenig änderte." Ich sehe die Zeit 630 ff in der Tat als Landnahme und Rückeroberung, weniger als Religionskrieg. Wogegen ich den ersten Kreuzzug, von Europa nach Jerusalem, eindeutig als Religionskrieg bezeichnen würde. Letztlich haben die Kreuzzüge dafür gesorgt dass der Islam, in der Bevölkerung, als 'Rettung' vor den europäischen Christen gesehen wurde und die Kirche soviel Macht bekam. Das schlägt bis heute durch - in Europa haben die Kreuzzüge, vor allem die späteren, die Kirche eher geschwächt und den Boden dafür bereitet dass der Adel unter Billigung der Bevölkerung die Kirchen nach und nach entmachtet hat. Aber grundsätzlich war mein Beitrag ironisch gemeint und sollte eigentlich nur der dummen Beweisführung: Sri Lanka > Christchurch > Paris > etc etc vorbeugen die kompletter Unfug ist. Es sind verblendete Idioten auf beiden Seiten, hauptsächlich aktiv beim Islam, und können aus keinem einzigen Grund der mir einfallen würde toleriert werden.
Die Byzantiner waren christlich, ebenso wie die Spanier und die Südosteuropäer. Sie wurden von Muslimen EROBERT - JIHAD. Spaniern und Südosteuropäern gelang es nach Jahrhunderten, sich zu befreien. In Griechenland bekamen die aufständischen Griechen Unterstützung aus ganz Europa (u.a. Lord Byron, engl. Dichter). Sie übernehmen die Sicht fundamentalistischer Moslems. Jeder kennt den Wahrheitsgehalt in Wikipedia - besonders in Geschichte. Fragen Sie Menschen in den betroffenen Ländern.

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Föniks 23.04.2019, 14:04
142.

Zitat von cobaea
Ähemm, doch steht durchaus drin. Die Bibel ist nicht friedfertiger als der Koran. Das Alte Testament diente ja schliesslich auch nicht nur dem Judentum und dem Christentum als Grundlagesondern spielt auch im Islam eine grosse Rolle. Die Bibel weist im Alten und Neuen Testament genügend Stellen auf, in denen zum Mord an Ungläubigren aufgerufen wird. Beispiele: Im 3. Mose wird u.a. befohlen, Ungläubige zu steinigen und jene, die den Unglauben zuliessen gleich mit zu töten. Im 5. Mose wird diese Anweisung erneut gegeben und ein paar Kapitel weiter kündigt Gott an, sein Schwert werde sich in das Fleisch seiner Feinde fressen und ihre Köpfe spalten. Im neuen Testament verlangt Jesus (Lukas 19) seine Feinde "die nicht wollen, dass ich König werde" vor ihn zu bringen und vor seinen Augen zu töten. In Matthäus 13 gibt es den Ratschlag Ungläubige zu verbrennen und in der Offenbarung sollen Ungläubige "wie Tonkrüge zerschmettert" werden. Das Christentum ist einfach ein paar Jahrhunderte älter als der Islam und hat seine grösste Grausamkeit entfaltet, als es etwa so alt war, wie der Islam heute. Wir neigen einfach dazu, die Errungenschaften der Aufklärung dem Christentum zuzuschreiben. Weshalb wir meinen, es sei so überaus friedlich und tolerant - das wurde es erst, als ihm die Gläubigen davonliefen und durch Strafandrohungen nicht mehr zu halten waren.
Ähem, das ist grotesker Blödsinn.
Das Alte Testament spielt im Islam überhaupt keine Rolle; nur insofern, dass sich der Koran ausdrücklich als direkter Gegenentwurf zu allen Schriften der Juden und Christen versteht.

Ihre Verweise auf Passagen des Neue Testamentes - auf das sich die Christen berufen - sind auch nicht aufrichtig. Lassen Sie sich das ggf. noch mal vorlesen.
Jesus zitiert einen König in wörtlicher Rede und redet in Gleichnissen. Das ist sehr wohl etwas völlig anderes als die zahllosen, direkten Aufrufe zum Töten aller Ungläubigen im Koran.

(Lukas 19)
26 "Aber der König erwiderte:
'Ich sage euch, wer viel hat, soll noch mehr bekommen. Wer aber wenig hat, dem wird auch noch das Letzte weggenommen werden.
27 Nun aber zu meinen Feinden, die mich nicht als König haben wollten! Bringt sie her und macht sie vor meinen Augen nieder!'«

(Matthäus 13)
34 "Das alles redete Jesus in Gleichnissen zu dem Volk, und ohne Gleichnisse redete er nichts zu ihnen, …"
49 "So wird es auch am Ende der Welt gehen: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden
50 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappern.“

Die Offenbarung des Johannes ist, für jeden klar ersichtlich, eine apokalyptische Vision und keine Aufforderung zum Handeln.

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pauli96 23.04.2019, 14:05
143. Hä?

Zitat von freekmason
na exakt soviel, wie muslime und christen mit sri lanka und christchurch. haben Sie das wirklich nicht begriffen oder wollen Sie nur sippenhaft für andere?
Sippenhaft? sie Haben meinen Beitrag gar nicht gelesen, oder?
Noch mal. Die Vermutung, dass Attentäter wie Breivik den Islam kritisch sehen, ist nicht unwahrscheinlich. Der Umkehrschluss, dass ich jetzt den Islam nicht kritisch sehen darf, um nicht mit rechtsradikalen Verrückten in einen Topf geworfen zu werden, ist politisch gerade sehr opportun, interessiert mich aber nicht.

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mursol 23.04.2019, 14:09
144. Mich wundert es

Sowieso warum es nicht noch mehr zu solchen anschlägen kommt .
Wir der Westen reiten andauernd in islamische Länder ein und behaupten wir müssen ihnen Demokratie einbomben und ihr Öl liberalisieren .

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Newspeak 23.04.2019, 14:11
145. ...

Ich halte es fuer falsch, von "Vergeltung" zu sprechen. Erstens uebernimmt man damit die Argumentation der Terroristen, und macht sich im Grunde mit deren Ideologie gemein. Zweitens ist es auch auf der Sachebene falsch. Denn es gab wohl westliche Opfer, auch viele Christen, aber der Anschlag an sich traf ein Land in Asien und nicht im Westen, in dem die Christen nur eine Minderheit der Bevoelkerung stellen.

Nein, "Vergeltung" wertet diesen Irrsinn nur auf, da koennte man nachher noch meinen, dieser Terror folge einer Logik. Er ist aber nur Terror aus Lust am Morden. Es gibt schlichtweg keine politische Botschaft dahinter, ausser, dass man Macht ausueben will.

Leider passt die Verwendung solcher Begriffe durch die Medien aber zu meiner allgemeinen Wahrnehmung, dass viele Journalisten sich heute kaum noch durch Sprachgefuehl auszeichen, oder kritisches Hinterfragen.

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mwroer 23.04.2019, 14:13
146.

Zitat von mac4me
Man braucht aber nur die Zahl der Anschläge und der Opfer zu vergleichen, dann weiß man genau, wer an der Eskalationsspirale dreht. Die Zahl und Schwere der islamistischen Anschläge hat eine erdrückende Übermacht. Und es gibt nur eine einzige Religion, die sich von einem Bild in einer Zeitung beleidigt fühlte und für ein kritisches Buch („Satanische Verse“) eine bis heute bestehende Fatwa aussprach. So etwas gab es im Christentum zuletzt im Mittelalter.
Mein Beitrag war eigentlich eine ironische Aufforderung an alle genau dieses sinnlose aufrechnen zu unterlassen weil .... sinnlos.

Das der Islam 600 Jahre hinterherhinkt ist keine Frage, genau so wenig ist es eine Frage dass Terror im Namen irgendeiner Religion keinerlei Akzeptanz finden darf und Glaube keine Rechtfertigung darstellt - egal wer vielleicht mal angefangen hat.

Genau so unstrittig ist dass in Sri Lanka UND Frankreich die Übergriffe und Sachbeschädigungen auf christliche Kirchen massiv zugenommen haben und dass der Islam eine, zumindest in diesem Jahrhundert, extrem aggressive Anhängerschaft hat.

Auch unstrittig dass der restliche Islam dagegen zu wenig angeht - und ich rede nicht von Facebook 'Tut uns leid' Beiträgen sondern von konkreten Arschtritten der Hüter des Glaubens gegen Terroristen bis hin zur Exkommunikation!

Für mich ist auch sehr klar das der Islam nicht zu Europa gehört - zumindest nicht zu den Niederlanden. Ihr könnt in Deutschland machen was Ihr wollt.

Alles was ich wollte war diese Aufrechnung gleich zu Beginn lächerlich machen und bremsen. Offensichtlich ist der Versuch misslückt :(

Weil ... darüber gerät nämlich die einzig wirklich interessante Frage wieder mal unter die Räder:

Wer steckt dahinter?

Und wer mir jetzt erzählt es sei diese Mini-Gruppe von Spinnern die bis jetzt hauptsächlich durch das umschubsen von Buddha-Statuen aufgefallen ist, der kann das bitte lassen. An die Kausalkette 'Wer falsch parkt überfällt auch Banken' glaube ich nicht mehr seit ich 5 bin.

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freekmason 23.04.2019, 14:19
147.

Zitat von pauli96
Sippenhaft? sie Haben meinen Beitrag gar nicht gelesen, oder? Noch mal. Die Vermutung, dass Attentäter wie Breivik den Islam kritisch sehen, ist nicht unwahrscheinlich. Der Umkehrschluss, dass ich jetzt den Islam nicht kritisch sehen darf, um nicht mit rechtsradikalen Verrückten in einen Topf geworfen zu werden, ist politisch gerade sehr opportun, interessiert mich aber nicht.
doch, habe ich und ja, breivik und co. werden den islam wohl "kritisch gesehen" haben. ich glaube aber, genau diesen umkehrschluss hat der forist nicht gemacht. wenn ich mich irre, verzeihung. vielleicht kann das mostly ja aufklären.
wie dem auch sei, ich bleibe dabei, man hat als moslem, christ, atheist nichts mit terroristen, die aus der religion oder weltanschauung eine terroristische ideologie machen, in der regel nichts zu tun, denn das wäre sippenhaft. und im forum gibt es nicht wenige, die gerne den islam/die muslime für jeden anschlag verantwortlich machen wollen. quasi auf jeder seite einer.

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löwenzahn3 23.04.2019, 14:23
148. Zu kurz

Der Anschlag von Christchurch war doch erst vor einen Monat. Diese Gewaltakt mit mindestens 8 Tatorten soll in dieser Zeit geplant worden sein? Kaum glaubwürdig.

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mwroer 23.04.2019, 14:25
149.

Zitat von woiza
Sonst können Sie mir ja sicher ein Gegenbeispiel nennen. Irgendein mehrheitlich muslimisches Land, das tolerant gegenüber anderen Religion ist, oder besser noch laizistisch.
Aserbaidschan z.B. hat den Laizismus sogar in der Verfassung, Albanien ... das sind die beiden die mir jetzt auf Anhieb einfallen wo keine, mir bekannte, systemische oder flächendeckende Unterdrückung anderer Religionen stattfindet.

Kann mir natürlich entgangen sein aber vielleicht kommen ja noch mehr Beispiele zusammen.

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