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Vizekanzler in Teilzeit: Gabriel will Nachmittage mit Tochter verbringen
DPA

Karriere und Zeit für die Familie: SPD-Chef Gabriel will beweisen, dass beides funktioniert. Auch als Vizekanzler verbringe er einen Nachmittag pro Woche mit seiner Tochter, sagt er in einem Interview. "Mittwochs bin ich mit dem Abholen aus der Kita dran."

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christina.aumann 04.01.2014, 10:34
30. Verlogene Debatte

Die ersten Beiträge sind in zweierlei Hinsicht verlogen! Erstens:diejenigen, die sich beklagen, dass Herr Gabriel privilegiert sei, sorgen mit ihrer Meinung dafür, dass es noch lange dauern wird bis alle Arbeitgeber, zeit für die Familie akzeptieren!Zweitens: einer Frau würden sie diesen Vorwurf nicht machen, Frau von der Leyen ist in ihren Augen wahrscheinlich eine Rabenmutter. Als Führungskraft in Teilzeit kann ich nur sagen, es ist anstrengend, seine Arbeitszeit an den Abenden nachzuholen,aber es lohnt sich. Unsere Gesellschaft braucht viel mehr Vorbilder, die zeigen, dass viele Jobs flexibel sein können - auch in der Politik. danke Herr Gabriel!

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Huquan 04.01.2014, 10:35
31. Falsche Überschrift

Richtig wäre:
"Gabriel will einmal pro Woche seine Tochter von der Kita abholen."
Ihn damit als "tollen Familienvater" hinzustellen, der Beruf und Familie verbinden kann ist absolut lächerlich und ein Schlag ins Gesicht aller Väter, die wirklich viel Zeit mit ihren Kindern verbringen und nebenbei arbeiten...

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tiger56 04.01.2014, 10:44
32. Das Selbstverständliche

erhält Aufmerksamkeit u. regt zur Neiddebatte an.. Die Väter die sich hier aufregen scheinen ihm den Status zu neiden - die Mütter neiden wahrscheinlich die finanziellen Möglichkeiten - die es erlauben das "Aufräum- Drecksarbeiten" im Alltag wie frühere in der Bourgeoisie - üblich an Hilfskräfte delegiert werden. Das Gabriel ein Workaholic ist - steht außer Frage. Also können wir ihm u. seiner Tochter die wenigen Momente des Zusammenseins. Qualität nicht Quantität bestimmt das Beziehungsgeschehen. Ein tyrannischer Vater -sollte 24Std arbeiten:0)) - also etwas differenzierter Bitte.

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stgt_0711 04.01.2014, 10:45
33. gibts doch nicht

egal welcher Artikel, 80% schreien erstmal rum das alles den Bach runter geht, der kleine Mann der Idiot ist usw._______ Bei vielen Postings hat man das Gefühl das nur die Überschrift gelesen wurde (sammeln sich hier etwa viele Bild-Leser? Die können ja nicht anders!)______ Ich finde den Ansatz von Herrn Gabriel gut! (dabei mag ich ihn eigentlich nicht wirklich). Und er wird auch weiterhin deutlich mehr als 8-10-12 Stunden pro Tag im Schnitt arbeiten. Meinen Respekt hat er jedenfalls dafür.

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kast3005 04.01.2014, 10:45
34. Warum immer alles schlechtreden?

Erst kürzlich wurde in vielen Foren verlangt dass unsere Politiker bei der Vereinbarkeit von Arbeit und Beruf selbst aktiver werden müssten und diese Rolle auch selbst leben sollen, um eben auch ein Bewusstsein in unserer Gesellschaft dafür zu schaffen. Nun gehen einige Politiker diesen Weg, das ist für die meisten nun aber auch nicht richtig! Wie hätten wir's denn gerne?

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Ulrich Vissering 04.01.2014, 10:47
35. Überschrift übertreibt, Reaktionen auch

Zitat von ymmd
Der Herr Gabriel macht auf Familie. Wie toll... Solche Freiheiten sind aber nur dem 'Popminister' und wenigen anderen gegönnt, der durschnittliche Arbeitnehmer kann sich solche Ausnahmen natürlich nicht erlauben.
Der normale Arbeitnehmer hat dafür auch im Wesentlichen geregelte Arbeitszeiten und kann daher durchaus ebenfalls sein Familienleben planen und für die Familie da sein, ein Minister wie Gabriel wird hingegen weder einen 8 Stunden Tag haben noch regelmäßig freie Wochenenden und wenn er sich auf diese Weise einen kleinen Freiraum schafft, die Zeit wird er garantiert an anderer Stelle dranhängen müssen, dann ist das sowohl als Signal in Ordnung als auch für einen Mann mit kleiner Tochter die er im Politikbetrieb nicht völlig aus den Augen verlieren will und ein Stück weit Normalität mit ihr teilen möchte.

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karteileiche007 04.01.2014, 10:48
36. Wenn seine Frau es ihm gleichtut...

dann wurde die Tochter maximal 6 Monate von den Eltern selbst betreut, ist seitdem in Fremdbetreuung, und hat jetzt genau 2 Nachmittage pro Woche mit den Eltern.

Schön für Familie Gabriel, dass sie sich wenigstens eine gute Fremdbetreuung leisten könnten. Auf Otto-Normal-Kinder übertragen bedeutet dies aber, dass Kinder die Tage in riesigen Kita-Gruppen mit unterirdischem Personalschlüssel (neben hoher Personalfluktuation) zu verbringen. Frühkindliche Bildung ist anders, wenn kaum den physiologischen Bedürfnissen nachgekommen werden kann. Aber wie gesagt, sowas steht dem Gabriel-Kind ja glücklicherweise nicht bevor.

Von Vorbild kann hier aber deswegen lange keine Rede sein.

Zitat von Zitatbot
Mitunter wird Herr Gabriel die übrige Zeit effektiver arbeiten als sein ausgebrannten Kollegen.
Das könnte man von jeder Mutter, die Teilzeit arbeitet um für ihre Kinder da zu sein, auch behaupten. Tut nur niemand.

Stattdessen gibt es seit Jahren Forderungen nach mehr Vollzeitstellen für Frauen, nach mehr Kitaplätzen (am besten 24/7 und gleich ab Geburt) und nach Ganztagschulen. Gerade von der SPD.

Nach dem Motto: Kinder wegorganisieren, dann klappt es schon mit dem Berufsleben der Frauen. Gleichzeitig wird genau im Bereich der Bildung das Geld immer wieder gekürzt und/oder in Unsinnigkeiten wie Kita-Massenaufbewahrungsanstalten und Inklusion verschwendet (die in der Praxis umgesetzt auch nur eine versteckte Sparmaßnahme auf Kosten der Kinder ist).

Nichts gegen Kitas und Ganztagsschulen, aber wenn man - so wie jetzt - die Qualität zugunsten der Quoten über Bord wirft, wird sich das später bitter rächen.

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MartinS. 04.01.2014, 10:50
37. ...

Zitat von mottasvizzera
Man muss sich absolut dem Betrieb unterordnen und wenn man einen entsprechenden Beruf hat, bekommt man den Urlaub immer ausserhalb den Schulferien... Trotzdem gönne ich ihm dieses Privileg.
das ist ebenso das wirkliche Leben, wie ihre Situation (WENN sie sich denn überhaupt schon mal die Mühe gemacht haben, entsprechendes anzufragen, und nicht nur vorschnell ihre persönlichen Annahmen rausplappern)

Man kann so einiges mit dem Arbeitgeber vereinbaren... zumindest, wenn man sich die Mühe macht, das ganze auch angemessen zu vermitteln und sich entsprechend vorzubereiten.

Ungewöhnlich ist das nicht. Ich kenne eine ganze Menge Menschen, die aufgrund der Familie in die Teilzeit gewechselt sind.
Einzelfälle in meinen Bekanntenkreis haben mittlerweile auch Übereinkommen zu einem Sabbatical mit ihrem Arbeitgeber getroffen (anteiliger Gehaltsverzicht für drei Jahre, anschließend mehrmonatige bezahlte Freistellung)
Ich selbst bin Mittwochs auch immer nur bis zum Mittag an der Arbeit.
Durch ein berufsbegleitendes Studium sitze ich halt jeweils Mittwochnachmittags und Samstags den ganzen Tag in Vorlesungen. Auf meine Stunden komme ich trotzdem noch problemlos - also, wo ist das Problem?

So what - einiges ist machbar... wenn man vernünftig miteinander redet (WENN...)
Das funktioniert mit Sicherheit nicht bei jedem. Aber absolut unwahrscheinliche Ausnahmefälle sind das nun wirklich nicht.

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Nox Harrington 04.01.2014, 10:54
38.

Ich bin wahrlich kein großer Fan von Mr. G, dennoch ist dieses Signal einfach wichtig - als argumentative Bezugsgröße gegen "die Wirtschaft". Nur zur Erinnerung: Die pervertierten Anforderungen werden dort gestellt. Eltern, die Zeit für ihr Kind fordern, zeigen damit gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein. In den Eltern-Kind-Beziehungen entsteht die Stärke einer zukunftsfähigen Gesellschaft. Die Wirtschaft muss endlich wieder zum nachrangigen Diener der Gesellschaft degradiert werden.

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mbwakali 04.01.2014, 10:54
39. Niemand

zwingt Gabriel, diesen Ministerjob zu tun, der sicherlich mehr Einsatz verlangt als ihn die meisten Berufstätigen bringen müssen. Aber wenn er es tut: Dann doch wohl als Vollzeitminister. Ich kenne eine Reihe von Leuten, die täglich 12 bis 14 Stunden ernsthaft arbeiten müssen und die sich freuen würden, wenn sie ähnliche Privilegien genössen, wie man sie sich wohl in bestimmten Positionen des öffentlichen Dienstes selbst genehmigen kann. Erst wird der Bundeskanzler zu schlecht bezahlt, jetzt muss der Minister zu viel arbeiten - dann weint doch nicht, sondern macht was anderes!

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