Forum: Politik
Volksabstimmung über Kampfjet Gripen: Das umstrittenste Flugzeug der Schweiz
Saab

Am Sonntag stimmen die Schweizer über den Kauf neuer Kampfjets ab. Kritiker laufen Sturm: Braucht die Armee des neutralen kleinen Landes milliardenschwere Flugzeuge?

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Jasro 17.05.2014, 14:42
30. "Gripen"- als Kampfjet nur eine vermeintliche "Budget"-Lösung

Zitat von sysop
Am Sonntag stimmen die Schweizer über den Kauf neuer Kampfjets ab. Kritiker laufen Sturm: Braucht die Armee des neutralen kleinen Landes milliardenschwere Flugzeuge?
Sogar das Drittweltland Indien hat ja anscheinend Abstand davon genommen, den "Gripen" zu kaufen, sondern zieht den wesentlich teueren "Dassault Rafale" aus Frankreich vor.

Im Schweizer "Tagesanzeiger" liest man:

(...)

Kommt hinzu, dass der Kauf des Gripen besonders risikobehaftet ist und dass der Jet fliegerische Mängel aufweist. Dies sind nicht Behauptungen linker Kampfjetgegner, sondern Feststellungen einer Parlamentskommission und der Luftwaffe selber. Die Risiken hängen auch damit zusammen, dass Gripen-Hersteller Saab (SAAB B 20.929 -1.96%) ein vergleichsweise kleiner Produzent ist. Niemand weiss, ob die Schweden in 40 Jahren noch Jets weiterentwickeln. Mit einem Flugzeugkauf bindet man sich aber für eine solche Zeitspanne an einen Anbieter. Bei einem internationalen Luftfahrtkonzern wie dem Eurofighter-Hersteller EADS wäre dieses Risiko bedeutend kleiner. Unbekannt sind zudem die Bedingungen und die Höhe der Konventionalstrafe, welche die Schweden bei Nichterfüllung des Vertrags bezahlen müssen. Das Parlament gab sich damit zufrieden, dass ein Beamter Teile des Vertrags gesehen und für gut befunden hat – bei einem 3-Milliarden-Geschäft.

(...)


http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/...story/23612105

Ich denke, das trifft es ganz gut.

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Leser1000 17.05.2014, 14:42
31. Behaltet die Kosten im Griff

Am lustigsten finde ich noch die Meldung, dass die Luftwaffe der Schweiz in der Zeit von 8 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr verfügbar ist. Der "Krieg" findet also zu den übliche Bürozeiten statt. Das nenne ich echte Abrüstung -:).Ansonsten ist es allein Sache der Schweiz, wie man sich aufstellt. Persönlich meine ich, dass eine Armee, die ernst genommen werden will, schon in etwa auf der Höhe der Zeit sein muss. Aber passt auf, dass Euch im Zustimmungsfall die Kosten nicht aus den Ruder laufen, gerade wenn noch nicht alles zu Ende entwickkelt wurde. Beim großen Kanton im Norden Eures freundlichen Landes gibt es einige "abschreckende" Beispiele zu besichtigen, nicht nur den EuroHawk.

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Markenbox 17.05.2014, 14:43
32. In 15 Jahren

Zitat von stalkingwolf
Kurz nach dem abheben haben die Dinger doch die Grenzen erreicht. Wer sollte denn die Schweiz angreifen? Deutschland? Italien oder Österreich?
Die EU entwickelt sich immer mehr zum T-Rex. Man sieht in der Ukraine was passiert, wenn die EU auf Länderfang geht. Die Schweizer sollten schon zeigen, das sie nicht für umsonst zu haben sind.

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stammtischhistoriker 17.05.2014, 14:48
33. als in der Schweiz lebender Deutscher

bin ich völlig für dieses Projekt. Ohne eine moderne, schlagkräftige Armee ist die Schweiz ein Treppenwitz. Es geht ja nicht darum, einen Krieg führen zu können, es reicht völlig, bei einem Angriff auf der Schweiz beim Angreifer mehr Kosten zu verursachen, als dieser durch einen Sieg wieder gutmachen könnte. Ganz einfach, und dazu gehört auch eine zeitgemässe Luftwaffe. Auch wenn diese durch tagsüber an Werktagen einsatzbereit ist, das wird schon angepasst, wenn sich die Bedrohungslage ändert. Es geht hier schliesslich um Planung in Jahrzehnten, wer weiss was in 20 Jahren in den Grenzgebieten los ist, was Russland mit Osteuropa angestellt hat bis dahin, u.s.w.

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BlakesWort 17.05.2014, 14:49
34.

Ein kleines Gebirgsland braucht keine Luftwaffe. Aber die Schweiz hat schließlich ebenfalls eine Marine.

Der beste Schutz der Schweiz war jeher ihre Neutralität und die Finanzmacht.

Solche Gelder wären eine Verschwendung und vermutlich sehen das die meisten Schweizer ähnlich.

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n01 17.05.2014, 14:52
35.

Zitat von sikasuu
. Eine Gruppe Natomaschinen verletzten versehntlich den Schweizer Luftraum. . Luftüberwachung Schweiz:" Sie befinden sich im Schweizer Luftraum. Verlassen sie den umgehend, sonst steigen unsere Abfangjäger auf!"
Bevor die Abfangjäger aufsteigen, haben die "feindlichen" Flugzeuge schon wieder den Schweizer Luftraum verlassen, bei der Größe des Landes. ;-)

Ich weiß auch nicht, ob die Schweizer eine solch aufwendige Luftverteidigung benötigen. Es wäre billigher, den Luftraum mit Luftabwehrraketen zu verteidigen. Man könnte es dann eher so sehen, das die Schweizer ev. feindliche Angreifer mit Ihren Jägern auch schon außerhalb des Schweizer Luftraums in Empfang nehmen. Aber wenn der Feind schon so weit vorgedrungen wäre, nützt dies dann auch nicht mehr viel.

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ohminus 17.05.2014, 14:53
36.

Zitat von bayrisch
müßen wir uns ständig in die Angelegenheiten eines anderen Landes einmischen? Das ist alleine die Sache der Schweizer, die zum Glück nicht zur EU gehören und so allein entscheiden können. Es wäre so schön, hätten wir auch die Möglichkeit über Volksabstimmungen zu entscheiden!
Ja sicher, weil dann die Ahnunglosen, die selbst nichts zum Wohlstand beitragen, den Standort endgültig herabwirtschaften können. So wie in der Schweiz die ländlichen Kantonen den Industriestandorten vorschreiben wollen, wo sie ihre Arbeitskräfte herbekommen sollen.

Aber offensichtlich haben Sie den Artikel nicht gelesen, denn die französische Luftwaffe musste bereits für die Schweizer einspringen. Die Frage, ob wir uns einmischen "müssen" ist also ganz einfach zu beantworten - ja, weil die Schweiz darauf angewiesen ist.

Aber ich bin sicher, Sie würden auch noch dann applaudieren, wenn die französische Luftwaffe für eine Eskorte von ein paar hundert Metern in den Schweizer Luftraum hinein für ihre Piloten erstmal eine Arbeitserlaubnis für die Schweiz beantragen müsste, damit diese überhaupt befugt sind, auf Schweizer Gebiet zu arbeiten. Selbstverständlich wird diese natürlich nur während der üblichen Bürozeiten erteilt...mit einer Bearbeitungszeit von zwei Wochen.

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quark@mailinator.com 17.05.2014, 14:57
37. Europa

Auf diese Weise bleibt vielleicht eine Technologie erhalten, die in einem wirklich friedliebenden Land produziert wird. Es ist nicht gut, wenn man Kampfflugzeuge aus den USA kaufen muß ... und die Alternativen aus Westeuropa - Eurofighter bzw. Frankreichs Rafale - kommen auch von den großen Rüstungsschmieden, mit denen man nicht unbedingt was zu tun haben will. Ich finde es gut, wenn kleinere Länder (nicht das Selbe wie unbedeutender Länder) ein Netzwerk bilden um von den großen unabhängig zu bleiben und ein Gegengewicht zu bieten.

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graylion 17.05.2014, 14:57
38. optional

Die sollen die F/A18 mit ausmustern und alles mit den 22 Gripen ersetzen. Das bringt deutliche Einsparungen in den laufenden Kosten.

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NochNeMeinung 17.05.2014, 14:57
39. Braucht man die Polizei?

Die Polizei schafft man auch nicht ab, nur weil es lange Zeit keine Kriminalität mehr gegeben hat. Über welche Fähigkeiten die Polizei dann noch verfügen muss, kann man diskutieren. Und so verhält es sich auch mit der Armee. Wenn ein Land neutral sein will, muss es in der Lage sein, das Territorium ohne die Hilfe anderer Staaten zu verteidigen. Die baltischen Staaten können auf eine Luftwaffe verzichten, weil die Luftraumkontrolle u. a. von den Deutschen miterledigt wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schweizer das auch so möchten.

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