Forum: Politik
Volksbefragung: Zwei Millionen Katalanen stimmen für Unabhängigkeit
AFP

Ein offizielles Referendum hatte Spaniens Regierung den Katalanen verboten, trotzdem haben zwei Millionen Menschen am Sonntag für ihre Unabhängigkeit gestimmt. Der katalanische Regierungschef bittet nun die Weltgemeinschaft um Hilfe.

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FeddaHeiko 10.11.2014, 08:18
50. Wahlbeteiligung

Schade, dass die Wahlbeteiligung im Artikel nicht explizit erwähnt wird. Mit den Zahlen aus dem Artikel komme ich auf 41,67%. Das ist immerhin vergleichbar mit der letzten EU-Parlamentswahl (42,54%).

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helmut.alt 10.11.2014, 08:21
51.

Was für eine engstirnige, eigenbrötlerische, rückwärtsgewandte Verhaltensweise wenn es um europäisches Denken geht. Egal ob das Schottland, Katalanien u. a. Bezirke betrifft. Armes Europa!

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Trixi 10.11.2014, 08:22
52. 3,5 Millionen haben nicht abgestimmt....

Genau so ist es - wie im Posting 1 gesagt.
Stimmberechtigt bei dieser symbolischen und rechtlich nicht bindenden Abstimmung waren 5,4 Millionen Katalanen. Abgestimmt haben letztlich rund 2 Millionen, also nicht einmal 40 % Stimmbeteiligung.

Und von diesen 5,4 Millionen sind also 3,4 Millionen gar nicht zur Abstimmung gegangen und 1,6 Millionen haben für die Unabhängigkeit gestimmt.

Meine Familie ist gar nicht zur Abstimmung gegangen - wir hätten aber mit NEIN gestimmt....
1. Waren sehr lange Schlangen, bis zu 1-2 Stunden Wartezeit
2. Hat es geregnet.
3. War es keine offizielle Wahl / Abstimmung.
4. Wurde diese Abstimmung von den Befürwortern durchgeführt.

All diese Gründe waren ausschlaggebend dafür, dass wir überhaupt nicht teilgenommen haben und so geht es vermutlich Millionen stillen Gegnern der Unabhängigkeit.

Bei einer offiziellen Wahl / Abstimmung / Referendum könnte es gar zu einem schottischem Resultat kommen, weil die Gegner auf einmal fleissig zu den Urnen rennen.

Also: Diese Abstimmung als Riesenerfolg zu verkaufen ist eine Volksverarsche.

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mrmink 10.11.2014, 08:23
53. Sehr schade

Es haben 2,25 Millionen von 7,5 Millionen abgestimmt! Man kann davon ausgehen, das alle die für die Unabhängigkeit sind auch zur Wahl gegangen sind. Dann sind das keine 20 % der Bevölkerung. Bei einem richtigen Referendum würde die Mehrheit die Unabhängigkeit ablehnen und deswegen ist es schade das Madrid dies ablehnt, denn dann wäre der Spuk endlich vorbei und die Nationalisten gäben Ruhe.

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reggi 10.11.2014, 08:24
54.

Zitat von jm.mayer
Zwei Millionen haben für die Abspaltung gestimmt. Von 5,4 Millionen. Das ist keine Mehrheit. Offenbar ist weit mehr als 3,2 Millionen Menschen in Katalonien die Abspaltung nicht wichtig genug, um überhaupt zur Wahl zu gehen. Regionallisten sind dumm, wenn sie in unserer heutigen Zeit noch eine zusätzliche Grenze ziehen wollen.
Nach ihrer Logik hätten wir keine KANZLERIN...Es ist vielen einfach nicht mehr wichtig, von wem sie belogen werden.

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maxuli 10.11.2014, 08:27
55. Krim?

Zitat von genau_so_isses
Das Strickmuster ist doch ganz einfach ! Man erklärt die Katalanen zu Terroristen, bittet die internationale "Freiheitsgemeinschaft" um Hilfe, lässt die Amis ein paar Tonnen Bomben abwerfen, Drohneneinsätze - und fertig istv die Kiste. Die Medien helfen mit, indem sie entsprechend Stimmungmache betreiben - und schon hat man den Katalanen gezeigt, wass Freiheit ist. "Selbstbestimmungsrecht der Völker" - wo kämen wir denn da hin ? Volksabstimmungen sind undemokratisch, das war auf der Krim auch schon so. Ausser, es kommt etwas dabei raus, was dem Westen gefällt, dann geht es natürlich in Ordnung!
Sie wissen hoffentlich wohl, dass der Vergleich Katalonien – Krim Quatsch ist. Wenn nicht, könne sie mich – oder auch andere – gerne fragen. Und bitte keine Polemik, die hier überhaupt nicht hingehört, sondern nur den gutmeinenden Leuten in der Ukraine, der Krim und Russland schadet.

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GrinderFX 10.11.2014, 08:29
56.

Zu einer Abspaltung gehören aber immer 2 Parteien.
Es wäre also mehr als nötig, dass auch der restliche Teil von Spanien bei der Abstimmung mitmachen würde.
Somit würde ganz Spanien über die Abspaltung abstimmen und dann würde es aus demokratischer Sicht keine Abspaltung geben.
So ist die Demokratie. Wenn man natürlich nur die Personen fragt, die dafür sind, dann kriegt man natürlich immer nur ein positives Ergebnis raus, nur hat das mit einer echten Wahl nichts zutun!

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GSYBE 10.11.2014, 08:33
57. Unfug

Zitat von FeddaHeiko
Schade, dass die Wahlbeteiligung im Artikel nicht explizit erwähnt wird. Mit den Zahlen aus dem Artikel komme ich auf 41,67%. Das ist immerhin vergleichbar mit der letzten EU-Parlamentswahl (42,54%).
Völliger Unfug, lesen/rechnen Sie mal richtig (und berücksichtigen Se, dass auch Minderjährige `wählen´ sollten):

Resultados parciales con el 88,44% del recuento:
Sí-sí: 80,72% - 1.649.239 participantes
Sí-no: 10,11% - 206.599 personas
Sí blanco: 0,98% - 19.969 personas
No: 4,55% - 92.939 personas
En blanco: 11.443 votos
Otras opciones: 663.037

Leer más: Un 80,72% de los catalanes que han participado en el 9N han votado por el doble sí - EcoDiario.es http://ecodiario.eleconomista.es/politica/noticias/6230227/11/14/Un-8072-de-los-catalanes-que-han-participado-en-el-9N-han-votado-por-el-doble-si.html#Kku8DuVYjXtx61Sd

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hubertrudnick1 10.11.2014, 08:37
58. Schritt für Schritt...

können wir nun erleben, wie sich Nationalstaaten auflösen, eine Veränderung ist doch das, was uns Menschen seit je her begleitet hat, nie ist etwas festgeschrieben, auch Diktauren kommen und gehen.
In Europa brodelt es gewaltig, all das kommt doch sicherlich auch mit zu stande, weil wir viele Regionen und die Belange der Menschen nicht genügend Aufmerksamkeit entgegenbringen, aber auch etliche Populisten können so ein widerliches Spiel treiben und wir haben dem nichts entgegenzusetzen.

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JoRo 10.11.2014, 08:40
59. Äpfel und Birnen

Um meinen "Vorrednern" zu antworten: Katalonien ist nicht zu vergleichen mit einem Land oder einer Ethnie, welche unterdrückt ist. Es ist im Gegensatz zum Kosovo kein blutiger Konflikt, der zu Lasten der mehrheitlichen, ethnischen Bevölkerung geht und wo es sinnvoll ist, die Region zu verselbständigen. Bitte versteigen Sie sich nicht in einen ethnischen Kampf, der so nur von extremen katalanischen Nationalisten geführt wird. Ich möchte nur daran erinnern, dass schon vor über zwanzig Jahren, vieles nur in Catala in Barcelona geschrieben war und von den anderen Spaniern nur leicht abfällig als "Immigrantes" gesprochen wurde. Menschen, die auch am Reichtum Kataloniens mitgearbeitet haben. Ist da eine leichte Überheblichkeit zu erkennen? Es wäre wünschenswert, wenn ein demokratischer Staat alle Bürger wählen ließe, dass eine ganze staatliche Einheit und seine Bürgerinnen und Bürger abstimmen sollten. Demokratie besteht nicht nur dann, wenn ich sie partiell für mich reklamiere. Eine letzte Anmerkung, Arturo Mas ( und ich nehme Mariano Rajoi da nicht aus) hätte auch diplomatischer bzgl. seiner fiskalischen Forderungen vorgehen können. Denn sich als ethnisch als unterdrücktes Volk zu gerieren, ist in der Realtität Kataloniens und Spaniens sehr zweifelhaft. Ich wünsche mir, dass man sich wieder an einen Verhandlungstisch setzt und gemeinsame Lösungen findet. Sowohl "Visca Catalunya" als auch "Eviva Espana" können in Eintracht möglich sein, wichtiger ist, dass Spanien föderale Strukturen bekommt. Und Herr Mas sollte sich da mit seinen Kolleginnen und Kollegen zusammensetzen. Kommunikation ist eins der Grundgebote eines gemeinsamen Fortkomens.

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