Forum: Politik
Volksentscheid zum Tempelhofer Feld: Wowereit vor der Bruchlandung
DPA

Mit der Teilbebauung des Tempelhofer Felds will Klaus Wowereit die Wohnungsnot in der Hauptstadt bekämpfen. Doch viele Berliner trauen dem Regierenden nicht mehr - sie wollen den Volksentscheid nutzen, um ihm einen Denkzettel zu verpassen.

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Overseasreader 23.05.2014, 17:55
1. Wie ist es denn moeglich

dass die Berliner Herrn Wowereit erst jetzt mistrauen. Haben sie den neuen Flughafen verschlafen mit ihm an der Spitze? War denn in den vergangenen Jahren alles in Ordnung? Mich wundert nur, dass Herr Wowereit sich so lange an der Spitze seiner Partei halten konnte und immer noch kann. Das ist doch schon erstaunlich. Hoffentlich hat der Volksentscheid die richtige Antwort fuer ihn.

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slava grof 23.05.2014, 17:58
2. wohnraum schaffen, oder lieber verkaufen?

gerade eben hat die stadt berlin wieder mehr kommunale wohnungen an private investoren VERKAUFT, als auf dem tempelhofer feld entstehen würden. wer denen noch glaubt, dem ist echt nicht zu helfen

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zikky 23.05.2014, 17:59
3. Ich spreche,

auch klar gegen eine Bebauung aus, zumal dort Wohnraum entstehen soll den sich sowieso nur Besserverdiener leisten können. Was uns hier fehlt ist bezahlbarer Sozialwohnungsbau, keine Luxuskaschemmen, davon haben wir genug. Und Wowereit kann doch seine Landesbibliothek auf dem seinem Flughafen unterbringen. Bis der fertig ist sind die Bücher eh verrottet.

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DerRuferimWald 23.05.2014, 18:01
4. Wenn Wowereit baut...

...weiss man ja, was dabei rauskommt.

Und wenn Politiker bauen wollen und sagen, für bezahlbaren Wohnraum und Freizeitraum für die Bürger, wird es Industrie und teuerer Oberklassenwohnraum.

Und wenn einer wie Wowereit guten Morgen sagt, schaut man am besten erst mal zum Fenster raus - um ihn rum ist meist ziemlich dunkel.

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retterdernation 23.05.2014, 18:05
5. 230 Hektar Freifläche reichen voll...

in Berlin herrscht mittlerweile Wohnungsnot. Und wenn ein Teil der Wohnungen dort "gesetzlich preisgedeckelt" und gleichzeitig die Freifläche auch geschützt wird, wäre das ein guter Kompromiss. Denn Berlin will und wird weiter wachsen. Mittlerweile verhält sich die Bildungsschicht, die diesen Bebauungsplan ablehnt, aber genauso, wie Atomkraftgegner, die gegen neue und benötigte Stromleitungen klagen.

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cmann 23.05.2014, 18:17
6. Schon eigenartig,

Dieser "Teflon Mann" traut sich wirklich was. Es ist schon ein Wunder dass man ihn nicht längst "vom Hof" gejagt hat. Was den Volksentscheid betrifft kann man gespannt sein ob er diesmal endlich den verdienten Tritt in den Allerwertesten bekommt. Allerdings bei Wowi und den Berlinern weiß man nie was "raus kommt".

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reihensechser 23.05.2014, 18:27
7. Dummerweise...

...kann man nicht gegen die Landesbibliothek alleine stimmen, sodass es viele Stimmen für die Initiative geben wird, obwohl gegen eine Randbebauung kaum einer was hat. Das Gelände ist so riesig und die nutzbaren Flächen so klein, dass eigentlich nur Gentrifizierungsangsthasen etwas gegen eine Bebauung haben können.

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sbi 23.05.2014, 18:34
8. Die landeseigenen...

Berliner Wohnungsbaugesellschaften haben in den letzten Jahren mehr Wohnungen verkauft, als in Tempelhof entstehen sollen. Die ?6-8/qm sind glatt gelogen, denn niemand kann momentan so billig bauen, und die Preisbindung gilt auch nur für ein Jahrzehnt. (Dann sind sie Kinder, die dort einziehen, noch in der Grundschule.) Die ganze Gegend würde teurer werden und damit den Verdrängungsdruck nur noch erhöhen. Nein, der soziale Wohnungsbau dient in Berlin schon seit Jahrzehnten nur der Bereicherung weniger auf Kosten des Landes (und derer, die wenig haben) und auch dieses Vorhaben reiht sich dort lückenlos ein.

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dirk.hansen001 23.05.2014, 18:34
9. Gentrifizierung

schön und gut, aber ich habe noch nie verstanden, warum sich ein Hartz4 Empfänger in bester Wohnwagen breitmachen muss. Eine Neuverteilung an besser verdienende Nachmieter geht in der Regel auch mit entsprechenden Renovierungen einher und der ganze Kiez wird aufgewertet. Es gibt ja einen Grund warum man lieber in Kreuzköln als in Hellersdorf wohnt... Die Randbebauung wäre ja nicht das Problem, wenn es tatsächlich dem Mittelstand zu Gute käme; aber ein absolut inkompetentem Oberbürgermeister wie dem Aktuellen ist so ein Projekt absolut nicht zu zutrauen. Es wäre eh mal Zeit für einen etwas konservativeren Richtungswechsel in Berlin. In New York hat das ja vor 10 Jahren auch ganz gut geklappt.

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