Forum: Politik
Volksmudschahidin in Iran: Amerikas neue Freunde
AFP

Trumps Sicherheitsberater John Bolton spricht aus, was die USA in Iran wollen: einen Sturz des Regimes. Die Amerikaner setzen offensichtlich auf die Volksmudschahidin.

Seite 7 von 16
M. Vikings 11.05.2018, 10:46
60. Schön das Ernst und Komik manchmal so nah beieinander liegen.

Trump setzt also auf die MEK.
Das ist wirklich mal ein echter Knaller mit hohem Belustigungsfaktor.

Die Volksmudschahidin gelten als neostalinistische Organisation.
Die im albanischen Exil lebenden Mitglieder sind stärker
wie deren Basis im Iran.

Das ist mal eine echte Alternative.
Setzen die auch auf Trump?
Und wenn ja, wie lange?

Viel Spass beim lesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Volksmodschahedin

Beitrag melden
garabala 11.05.2018, 10:46
61. Unglaublich

Es ist wahrhaft unglaublich. Die Volksmujaheddin verbünden sich mit USA - und umgekehrt! Sie haben mit Chomeini gegen den Schah in der Islamischen Revolution gekämpft und wurden anschließend von der Islamischen Regierung bekämpft, da sie Marxisten sind. Was um alles in der Welt haben die beiden gemeinsam? Nur den Hass gegen das Regime in Teheran. Die Menschen im Iran ganz bestimmt nicht. Die haben nur Angst, dass ihnen das gleiche blüht wie dem Irak. Die derzeitige Politik der USA ist unverantwortlich gegenüber der gesamten Region und menschenverachtend gegenüber den Menschen im Iran. Ich hätte nie gedacht, dass ich das eines Tages über die USA sagen muss.

Beitrag melden
mps58 11.05.2018, 10:46
62. Jämmerlich

Was für ein Haufen jämmerlicher Feiglinge sind wir Europäer doch geworden. Wir machen die Augen zu, wenn ein Terrorregime sich vor unserer Haustüre ausbreitet, Israel mit Vernichtung bedroht -obwohl der Schutz Israels angeblich deutsche Staatsräson ist- und jahrein jahraus Rekordzahlen von politischen Gegnern an Baukränen aufknüpft. Kein Mensch scheint sich darüber aufzuregen, wenn wir in die Reichweite iranischer Raketen gelangen, und dem wegen unserem selbstzerstörerischen Harmoniefetischismus nichts entgegensetzen wollen und können.

Beitrag melden
rromijn 11.05.2018, 10:50
63. erfolgreiches Konzept

ein sehr erfolgreiches Konzept, welches sich im Irak in der Ukraine und in Syrien bewährt hat.
Ich würde den Iran in diese Erfolgsgeschichte einfügen wollen, weil wir ja spätestens bei den Flüchtlingsströmen profitieren werden. Eine WinWinWin-Situation. Man weiß nicht, ob man heulen oder lachen soll, wahrscheinlich macht mein beides und das zugleich.

Beitrag melden
Farhad 11.05.2018, 10:53
64. Den USA geht es um die Kontrolle zwischen dem Osten und Europa.

Die USA und deren Verbündeten, die Saudis und Israel, unterstützen schätzungsweise bis 50 persischsprachige Fernsehnenkanäle und unzählige Webseiten sowie soziale Kanäle. Die Unterstützung von Mudschahidin ist nur eine kleine Teilmenge von dem großen Spektrum der "Regime Change"-Agenda von den USA. Die Infizierung der Ethnien, die Unterstützung der trojanischen Pferde unter den Politikern Iran, Sabotage bei den Handelsaktivitäten, Isolierung vom Iran bei der technischen Entwicklung und bei der Erwerbung vom Know-How, Isolierung vom Iran von Bankgeschäften und Geldströmungen und viel mehr werden umfangreich geplant und strukturiert umgesetzt. Die Kreation von dem sogenannten islamischen Staat und der Eroberungsversuch von Syrien und Irak gehört zum selben Programm. Die stetige Manipulation der westlichen Öffentlichkeit mit Propaganda und Verbreitung der USA-Agenda bei der Darstellung des Irans als "Böse" durch den Medien-Mainstream wird ebenfalls kontinuierlich umgesetzt. Der psychologische Manipulationsversuch der iranischen Bevölkerung bei der Gestaltung und Aktivierung der symbolischen Bewegungen wie Aufhebung von Hijab, Frauenbewegung wie dem freien Zugang der Frauen zu Sportstadien, Freiheit der verbotenen missionierenden Sekten und Religionen usw. wird kräftig durchgeführt. Den USA und deren Verbündeten geht es gar nicht um Menschen- und Frauenrechte z.B. Besuch der Sportstadien durch Frauen und Aufhebung von Hijab, was an sich sinnvoll und notwendig ist und die Gesellschaft sich während eines friedlichen Lernprozesses mit solchen Themen entwickeln muss. Den USA geht es ausschließlich um die Transformation solcher sozialen Entwicklungen in sozialen Unruhen, Gewalt, Rebellion und schließlich "Regime-Change". Auf der anderen Seite im Iran ist die Gewaltbereitschaft der Streitkräfte so gut wie uneingeschränkt und vergleichbar mit China z.B. beim Tian’anmen-Massaker im 1989, um solche Bewegungen im Keim zu ersticken. Das Problem der USA mit dem Iran hat nur wenig mit dem Iran selbst zu tun. Das ist eine geopolitische und geostrategische Machtausübung, um die Energie- und Handelsströmung zwischen Osten und Westen zu kontrollieren. Auf einer Seite möchten die USA die Kontrolle der Handels- und Energiegeschäfte im Nahen- und Mittleren Osten monopolistisch übernehmen. Auf der anderen Seite müssen die USA die Wirtschaft in Europa kontrollieren, damit die USA-Strategie eine konsistente und zusammenhängende Form erhält. Europa steht seit längerer Zeit im Fokus der USA. Der Handelskonflikt mit Europa ist nur ein Teil von dieser Geostrategie der USA, um die Kontrolle über die Wirtschaft und Geschäfte der EU zum eigenen Vorteil zu übernehmen.

Beitrag melden
lesheinen 11.05.2018, 10:53
65.

Da die Volksmujadhidiin eine verschwindend kleine Gruppe im Verhältnis der Gesamtzahl der Iraner sind, quasi eine Folkloretruppe darstellen, gebe ich ihnen nur dann eine Chance, die Mullahs zu stürzen, wenn die USA militärisch auf breiter Front in den Iran einmarschieren. Sicherlich unterliegt der Iran, aber sicherlich werden die USA dort gebunden bleiben, so wie in Afghanistan, wo auch kein Ende abzusehen ist. Wie üblich: hau drauf und nicht Schluss.
Die Zeiten, wo ein Mossadegh durch Intervention von außen leicht gestürzt werden konnte, sind längst vorbei.
Ich weiß nicht, welche Obsessionen Trump treiben, aber es ist doch schon längst ersichtlich, dass die USA ihre Kräfte überspannen. Nach Afghanistan, Irak, teilweise Syrien, jetzt auch Iran? An anderen Orten müssen sie ja auch zeitgleich glaubhaft ihr Potential zeigen. Zum Beispiel im südchinesichen/vietnamesischen Meer, wo die Spratley-Inseln von den Chinesen als Militärbasis ausgebaut werden. Russland muss kleingehalten werden, alle wollen überall den Schutzschirm der USA aufgespannt wissen, darunter auch alle europäische Staaten. "Make America great again!" klingt gut, aber "Johnny gegen den Rest der Welt" ist ein Spiel, das nicht zu gewinnen ist. Das ist wie Wasser mit einem Eimer voller Löcher transportieren.

Beitrag melden
muellerthomas 11.05.2018, 10:54
66.

Zitat von 220218
Wann gehen wir Deutschen endlich wieder auf die Straße gegen diese Kriegstreiber?
Das steht Ihnen doch frei - wir geniessen hier Meinugnsfreiheit, Demonstrationsrecht und zahlreiche weitere Freiheiten. Also nur los.

Beitrag melden
magier 11.05.2018, 10:55
67.

Zitat von muellerthomas
Haben Sie das Buch überhaupt gelesen? Und wenn ja, wieso übernehmen Sie die dort aufgestellten Prämissen so unkritisch?
Ich empfehle Ihnen diese Lektüre. Da könnten eventuell ihre notorische Amerikagefolgschaft Kratzer des Zweifels bekommen. Dort hat Breszinski, der ja kein unbedeutender Irgendwer war, sondern langjähriger Sicherheitsberater verschiedener Präsidenten, vor nunmehr 20 Jahren genau die Geostrategie der USA beschrieben. Das sind keine belanglosen Prämissen, sondern die realen Fundamente der US-Außenpolitik, wie sie in den letzten Jahren abgelaufen ist. die Erweiterung der NATO, die Loslösung der Ukraine aus dem russischen Einflußbereich, die Regimechanges im Nahosten, der Kampf gegen Nordkorea, die Destabilisierungvon Russland und China, alles ist dort wie ein Drehbuch nachzulesen, das bemerkenswerterweise schon vor 9/11 geschrieben wurde. . Und genau so ist es auch gelaufen, auch wenn er sich bei der Zeitschiene um einige Jahre vertan hat. Z.B sollte die Ukraine schon früher vereinnahmt werden, aber der erste Versuch ist ja schiefgelaufen. Es handelt sich also nicht um Prämissen, die ich unkritisch übernehme, sondern um die Grundlagen der aggressiven Außenpolitik der „einzigen Weltmacht“ (so der deutsche Titel).

Beitrag melden
muellerthomas 11.05.2018, 10:56
68.

Zitat von andreas13053
Ihnen ist wohl nichts zu albern, um Ihren Idolen zu huldigen und von deren völkerrechtswidrigen Handeln abzulenken. Im Übrigen fehlen noch Ihre Zahlen zur russischen Rüstung. Nur zu.
Meine Idloe? Also ivch war vion Anfang an gegen Trump und bin es auch weiterhin - ändert nichts daran, dass die Rüstungsindustrie für Russland weit wichtiger ist als für die USA - und bezeichnenderweise haben Sie ja auch keine Gegenargumente.

Beitrag melden
bierzelt 11.05.2018, 10:56
69. Grobes Missverständnis

Hier wird immer geglaubt, dass es den Amerikanern nicht ins Konzept passt, wenn das jew. besetzte Land im Chaos versinkt. Das ist m.E. falsch, das Chaos wird genutzt, um hemmungslos Ressourcen zu plündern. Die USA haben im Irak über 100000 Iraker ausgebildet und bewaffnet. Aber diese Leute sind nicht in den Städten, diese Leute bewachen Borhstellen, Pipelines und Häfen oder hat hier jemand in den letzten Jahren in den Nachrichten was über brennende Raffinerien im Irak gehört? Als es Extremisten EINMAL gelungen ist, in der Sahara so ein Ding anzugreifen hat es diese Nachricht bis in die Tagesschau geschafft. Wer also glaubt, dass ein permanenter Ausnahmezustand schlecht ist, der sollte mal die Brille der Nutznießer (big oil) aufsetzen. cui bono.

Beitrag melden
Seite 7 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!