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Von der Leyen als EU-Kommissionschefin: Eine Siegerin, viele Verlierer
REUTERS

Ursula von der Leyen soll die EU-Kommission führen - als erste Frau und erste Deutsche seit 52 Jahren. Kanzlerin Merkel geht dennoch nicht als strahlende Siegerin aus dem Gipfel-Drama hervor.

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thomas.pietsch 03.07.2019, 06:18
100. ja, aber....

Auch wenn ich es gut finde, dass der Rat eine Frau für das Amt vorschlägt, aber die Personalie zeigt Mal wieder die geringe Wertschätzung der deutschen Politik für Europa. Politiker, sie in Deutschland keine gute Figur abgeliefert haben und nicht für ihre Fehler/Inkompetenz zur Rechenschaft gezogen werden (z.B. Oettinger oder jetzt von der Leyen) werden nach Europa abgeschoben, wo sie noch viel mehr Schäden anrichten können als auf nationaler Ebene. Hauptsache sie sind national aus der Schusslinie. Kein Wunder, dass pro Europäer mit den grossen Parteien fremden. Für mich ist es wie ein goldener Handschlag in der Wirtschaft, wo Manager dafür belohnt werden, dass sie einen schlechten Job gemacht haben.

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cougar60 03.07.2019, 06:21
101. ich denke,

Zitat von BassErstaunt
Wenn ich einen Versuch gehabt hätte, die Akzeptanz der EU in Deutschland zu ruinieren (keine Ahnung, ob man sich in anderen Ländern mit den Details der deutschen Politik befasst)... ich hätte es nicht besser machen können. Wieder einmal "entsorgt" (man entschuldige dieses unschöne Wort, aber mir fällt nix besseres ein) die Politik eine umstrittene, weitestgehend politisch erfolglose Fachkraft nach Europa.
der Verlust an Ansehen der EU beschränkt sich sicherlich nicht auf Deutschland.Warum hat man nicht das Europaparlament darüber abstimmen lassen. Welcher der drei Spitzenkandidaten Vorsitzende bzw. Vorsitzender der EU-Kommission werden soll. Die Politiker reden fortwährend von Demokratie, kungeln dann aber in Hinterzimmern aus. Wer welchen Posten zugeschoben bekommen soll. Wohl weil man fürchtet, das einem das Ergebnis einer demokratischen Abstimmung nicht gefallen könnte.

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Findail 03.07.2019, 06:31
102. Beste Voraussetzungen!

Bei mir hatte ja die Europawahl eine gute Stimmung ausgelöst: Hohe Wahlbeteiligung, in vielen Ländern keine Erdrutschsiege der Europagegner (Ausnahmen wie England oder Italien hatten besondere Umstände) und eine junge Generation in Deutschland, die sich endlich mal wieder für Politik interessiert und versucht, Einfluss zu nehmen. Das alles war eine gute Mischung - völlig unabhängig von den einzelnen Ergebnissen der Parteien hierzulande.
Und jetzt sowas: Eine Ministerin, die auf ihrem jetzigen Posten völlig ungeeignet erscheint, von Skandal zu Skandal geht und dabei kaum ein Fettnäpfchen auslässt und nun sogar einen Untersuchungsausschuss hat, in dem es um Vergaberecht, Scheinselbständigkeit und Vetternwirtschaft geht, ganz zu Schweigen von dem Anlass: Eine Beraterarmee wegen fehlender Kompetenz.
Wenn jemand in dieser Situation nun nach Europa wegbefördert wird, wie sollen wir denn jemals die Menschen dauerhaft für die Idee Europa begeistern? Menschen, die wir hier nicht mehr gebrauchen können werden dorthin wegbefördert (neudeutsch "öttingern"), und dort stört sich dann auch niemand mehr an Vorwürfen über Vetternwirtschaft. Ist das das neue Europa, für das die jungen Menschen sich begeistern sollen? Nebst tagelangen Postengeschacher in Hinterzimmern?
Leute, nichts gelernt!

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bakiri 03.07.2019, 06:40
103.

Was heißt "begraben werden könnte"? Das Spitzenkandidatenmodell ist doch bereits begraben oder glaubt jemand auch nur ein Wähler vertraut nochmal darauf? Macron und Orba sind dabei die EU für den eigenen Machterhalt weiter in die Krise zu führen. Der Verlierer der letzten Tage ist die Demokratie!

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stevenspielberg 03.07.2019, 06:40
104. Frau Merkel, das ist Betrug am Wähler!

Die CDU ging mit dem Spitzenkandidaten Manfred Weber in die Wahl, und nun bekommt jemand anders von der CDU den Spitzenposten? Ich kenne Leute die haben nur wegen Herrn Weber die CDU gewählt, und die bekommen nun nicht das was sie gewählt haben!
Man stelle sich mal vor, die CDU stellt Kramp-Karrenbauer als Kanzlerkandidatin auf, die CDU gewinnt die Wahl und dann wird Merz Kanzler.

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Pless1 03.07.2019, 06:46
105.

Das darf nie wieder passieren, so Merkel. Richtig, aber das sollte keine Mahnung an Macron sein sondern das sollten sich die europäischen Parteien für die nächste Kandidaten-Nominierung hinter die Ohren schreiben. Weber wurde nicht als ungeeignet hingestellt sondern er ist es. Ich schätze den Mann durchaus, aber eine Behörde mit 30.000 Mitarbeitern zu leiten braucht zwingende Skills über die er einfach nicht verfügt. Und man sollte auch in solch einem Artikel nicht einfach vom Wahlsieger Weber schreiben. Das ist er nicht. Zu einem Wahlsieg bedarf es mehr als einer relativen Mehrheit als größte Fraktion. Weber hat nicht einmal das konservative Lager hinter sich bringen können, geschweige denn eine Parlamentsmehrheit. Peinlich genug, dass es überhaupt der Intervention Macrons bedurfte, um dieser Personalie den Stecker zu ziehen. Viel Bedenklicher als die Ablehnung Webers ist das Scheitern von Timmermans. Wenn Kandidaten offen deshalb abgelehnt werden, weil sie sich für Rechtstaatlichkeit einsetzen (sic!) sind wir tief gesunken.

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dippegucker 03.07.2019, 06:46
106. Wenn man bedenkt, was uns...

... so alles als "Präsident" zugemutet werden sollte, ist Frau von der Leyen nicht die schlechteste Wahl.

Frau Merkel hat offensichtlich selbst auf diesen Posten spekuliert, kein Wunder ist die jetzt angefressen. Jetzt bleibt ihr nur noch die Nachfolge von FWS als Bundespräsidentin. Gott schütze uns davor.

Aber: Noch ist nichts in trockenen Tüchern, es bleibt spannend.

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franzoppenheimer 03.07.2019, 06:47
107. Bestätigung des Wahlergebnis‘

Die CDU hat es mal wieder mal geschafft, genau das zu tun, wofür ihr bei der Europawahl die Wähler von der Fahne gegangen sind.

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entsetzt04.09.2015 03.07.2019, 07:01
108. Vertrauen missbraucht

Warum die Spitzenkandidaten durch Europa tingeln lassen? Warum die Fernsehdebatten? Eine Farce, was hier gerade in der EU passiert. Politik nach Gutsherrenart. Der Frust über die EU wird bei den Bürgern steigen. Timmermans ist die beste Wahl. Er vertritt die Rechtsstaatlichkeit in der EU, was die Visegradländer verhindern wollen. Wenn sie damit durchkommen, ist das der Anfang vom Ende der EU.

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Asser 03.07.2019, 07:02
109.

Passt ja ganz gut, dass ich bei der EU-Wahl nicht mitgemacht habe. Wäre, wie es aussieht, nur Zeitverschwendung gewesen. Die Entscheidungen über die Posten werden am Volk vorbei getroffen, genauso wie die Entscheidungen welche Staaten und Banken mit unseren Steuergeldern "gerettet" werden, und wie die Bürger möglicht unauffällig enteignet werden. Mehr als Gold zu kaufen und in einen privaten Traisor zu legen, bleibt da fast nicht über.

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