Forum: Politik
Von der Leyens erste Grundsatzrede: "Europa muss die Sprache der Macht lernen"
AFP/Tobias Schwarz

Europas Partner müssen sich nach Ansicht der gewählten EU-Kommissionspräsidentinvon der Leyen darauf einstellen, dass sich das Bündnis künftig härter, machtbewusster zeigen wird. Als Beispiel nannte sie China.

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qjhg 08.11.2019, 20:56
1. Auch wenn das alles ganz nett klingt,

wird auch Frau von der Leyen erkennen müssen, dass nicht sie diejenige ist, die Europas Politik bestimmt, sondern die EU Regierungschefs. Wie machtlos der Kommissionspräsident ist, konnte man aus sperren Aussage von Herrn Junker sehen, der meinte , dass er Putin geküsst habe und dass das Europa nicht geschadet habe. Für jahrelangen Kommissionsvorsitz ein recht armseliges Resume.

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Actionscript 08.11.2019, 20:59
2. Sie macht einen guten Punkt.

Dazu muss sich die EU aber auch einig sein. Solange Länder ausscheren, wie Frankreich mit dem Veto gegen die Aufnahme der Westbalkanstaaten in die EU, wird die EU keine Stärke zeigen. Um Stärke zu zeigen, müssen die EU Länder nationalistisches Denken den EU Interessen unterordnen. Und da sehe ich doch Bedenken.

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Portugiese 08.11.2019, 21:00
3. Leider nur zu wahr

Frau von der Leyden hat absolut Recht - ohne Wehrhaftigkeit und geballtes Verhandlungsmacht werden die einzelnen Länder Europas kalt rasiert - siehe Häfen in Griechenland, siehe die Einkaufstour Chinas bei absoluten Markführern - Kuka ... So etwas sollte nicht mehr vorkommen....

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w.glsener 08.11.2019, 21:02
4. Hoffentlich klappt

das Vorhaben der Kommissionspräsidentin, - ich halte sie nach ihrer Leistungsbilanz als Verteidigungsministerin für eine Fehlbesetzung- zum Wohle Europas.
Zweifel sind angebracht, eine Zustimmung aller EU-Mitglieder zu entsprechenden Vorhaben wird nicht zu erreichen sein, nationalstaatliche Interessen werden wie schon oft ein Erstarkten der EU verhindern.

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emmm 08.11.2019, 21:10
5. Na dann

Es wäre ein guter Anfang, wenn Europa diese Muskeln zuerst in eigener Runde trainieren würde.
Rechtsstaat, Freiheit, Demokratie, Offenheit für viele Lebensentwürfe - es gibt nicht nur einen Mitgliedsstaat, der derzeit aktiv gegen diese europäischen Werte arbeitet.

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DieterZuckermann 08.11.2019, 21:12
6.

Zitat von qjhg
wird auch Frau von der Leyen erkennen müssen, dass nicht sie diejenige ist, die Europas Politik bestimmt, sondern die EU Regierungschefs. Wie machtlos der Kommissionspräsident ist, konnte man aus sperren Aussage von Herrn Junker sehen, der meinte , dass er Putin geküsst habe und dass das Europa nicht geschadet habe. Für jahrelangen Kommissionsvorsitz ein recht armseliges Resume.
Das war keine nette rede, das war Populismus.
Mir ist neu, dass China bei uns Autobahnen gebaut hat und die Arbeiter nach chinesischen Gesetzen behandelt hat. Und genau das deutet die Frau hier an.
Das ist AfD-Niveau. Die können sowas gut. Irgendwo die Wahrheit sagen, aber mit dieser Wahrheit was völlig falsches andeuten.

Was Junker gesagt hat, das ist auch vollkommen richtig. Europa muss von dieser Russlandfeindlichkeit sich befreien. Das ist eine Sackgasse aus der Europa einen Ausweg finden muss. Das kann nicht weiter gehen wie bisher. In diesem Punkt muss sich Europa ändern.
Um eben Stärke zu zeigen. Wobei das wiederum auch so ein blöder Begriff ist. Ist wegen den Amerikaner auch wieder so verdorben geworden. Stärken zeigen erinnert wieder an diese Hardliner(oder eigentlich Hassprediger) in USA. Ich glaube nicht, dass wir uns wie die USA benehmen sollen.

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hugahuga 08.11.2019, 21:19
7.

Zitat von Actionscript
Dazu muss sich die EU aber auch einig sein. Solange Länder ausscheren, wie Frankreich mit dem Veto gegen die Aufnahme der Westbalkanstaaten in die EU, wird die EU keine Stärke zeigen. Um Stärke zu zeigen, müssen die EU Länder nationalistisches Denken den EU Interessen unterordnen. Und da sehe ich doch Bedenken.
Das ist doch der Trick. Sind die Nationalstaaten erst einmal untergebuttert (in der EU aufgegangen) dann wird es für mächtige Aussenstehende ( ich lasse hier bewusst die Möglichkeit, selbst herauszufinden, wer das ausfüllen könnte ) einfacher den Ganzen Laden über eine Schaltstelle zu steuern.
Macron hat das verstanden - Frankreich wird den Nationalstaat niemals aufgeben.

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emma18 08.11.2019, 21:21
8. Südosteuropa

Wie gut zu lesen, dass Frau von der Leyen dezidiert für die Beitrittsperspektive der südosteuropäischen Länder eintritt und den in meinen Augen falschen, fast irren Schritt revidieren möchte, die Beitrittsgespräche mit Albanien und Nordmazedonien abzusagen.

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dunnhaupt 08.11.2019, 21:26
9. "Machtbewusster werden?"

Haha, das ist freilich leichter gesagt als getan. Die Mitglieder der EU sind ja gerade darauf stolz, dass jeder auf eigene Faust Politik macht. Dies erleichtert es natürlich für Außenseiter, die EU zu spalten und die Mitglieder gegeneinander auszuspielen. Mit 28 Regierungen wird niemand 'machtbewusster'.

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