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Von der Leyens Vorstoß: Bundeswehr soll bewaffnete Drohnen bekommen
DPA

Deutschland soll schon bald waffenfähige Drohnen anschaffen - das plant Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nach Informationen des SPIEGEL. Das Projekt soll jedoch zuvor von externen Beratern durchgerechnet werden.

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guenther-yannick 28.06.2014, 13:45
130. Krieg fordert ...

Krieg fordert immer Gegenkrieg !

Klar ist das von Vorteil, dass die bewaffneten Drohnen Soldaten ersetzen können, jedoch schützt es nicht die Leben derer, vor denen dann letztendlich mithilfe der Drohnen 'geschützt' werden soll.
Weiterhin ist es doch nicht im Sinne einer friedlichen Zukunft, dass Länder es anderen Ländern nachmachen und in Militärwaffen investieren um auf deren Stand zu sein bzw. um sich vor diesen verteidigen zu können. Irgendwann werden es alle Länder, sobald sie auf dementsprechenden Stand sind, gleich machen und auch aufrüsten.
Sollen etwa die Drohnen zukünftige Konflikte ausfechten, welche man auf diplomatischem Wege hätte lösen können ?
Anstatt zuzusehen wie sich dann die Steuergelder gegenseitig in Luft auflösen, sollte man besser in den Bildungssektor oder in Entwicklungsländer, in denen eine sozial-politische Struktur noch gefördert werden muss und die Achtung und Einhaltung der Menschenrechte fehlt, investieren.

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spatenheimer 28.06.2014, 13:46
131.

Zitat von eudaf_hen
Drohnen können auch gegen uns gerichtet werden - im Falle..........
Und das ist bei allen anderen Waffensystemen der Bundeswehr nicht der Fall? Oder warum hat sich über deren Beschaffung niemand aufgeregt?

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goodand 28.06.2014, 13:46
132.

Zitat von onlinematter
Vor der deutschen Wiederbewaffnung wuchs die 'hohe Kante' des Landes (Juliusturm), seit der Wiederbewaffnung verblasen wir jedes Jahr Mittel in einer Größenordnung, die eine glaubwürdig gestaltbare Abschreckung weit übersteigen. Auch deshalb seitdem wachsende Schuldenberge.
So ein Unsinn! Deutschland gibt deutlich zu wenig aus, um eine glaubhafte Abschreckung zu gewährleisten. 1,3% des BIPs sind lächerlich. Es müssen auch nicht weit über 3% sein, wie in den USA, aber 2% sind ein vernünftiger Wert - europaweit!

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onlinematter 28.06.2014, 13:48
133. @peppel3696

Zitat von peppel3696
Schön und gut diese Ironie.
Merci ;)
Zitat von
aber die Drohnen sollen z.b. Patrouillen begleiten den weg und die Umgebung auskundschaften und herausfinden ob die gefahren von Angriffen gibt. Wird eine Patrouille dann angegriffen ist sie vorbereitet da die drohne die Angreifer schon lange zuvor entdeckt hat. Die Patrouille kann dann noch anordnen das die drohne feuerunterstützung gibt. Das ist der hauptsächliche Verwendungszweck bei der bw für eine drohne bin ich mir sicher.
Im Rahmen erforderlicher Modernisierungen hätte ich ebenfalls keine Bauchschmerzen. Man muss schon verteidigungsfähig sein. Dazu braucht man allerdings keine Angriffskrieg-Waffen. Da liegen meine Bauchschmerzen, zudem nicht wissend, wie ich diese Waffe diesbezüglich einstufen muss.

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Illya_Kuryakin 28.06.2014, 13:48
134.

Zitat von onlinematter
Diejenigen, die Kriegseinsätze beschließen, sollten sich als erste an der Front einfinden, ggfs. wenn zu alt deren nächste Verwandtschaft.
VdL wollte doch "die besten Frauen und Männer" für die Bundeswehr.
Mal sehen, ob Sie auch ihre eigenen Kinder mit mangelhafter Ausrüstung in ungerechtfertigten Kriegen opfern wird....

Zum Kotzen, was Leute alles für "Pöstchen" tun und schwätzen.

Die Bundeswehr als "Durchschnitt der Gesellschaft in Uniform". Ich lach mich tot! Wohl eher der Arbeitgeber für die, die keine Chance mehr woanders haben (Mannschaftsdienstgrade und Unteroffiziere) oder sich das Studium, den Pilotenschein, etc Zahlen lassen möchte. (Offiziere).
Für unser Parlament höchstens noch "Kanonenfutter". Ich wollte den Grünen Rock heutzutage nicht mehr tragen müssen.

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teacher20 28.06.2014, 13:49
135. Pawlowsche Reflexe

Kaum gibt es die beiden Schlüsselreize "Bundeswehr" und "bewaffnete Drohnen" tropft der Moralgeifer wieder aus der Masse der Forenbeiträge.

Frei nach Max Liebermann: "Ick kann jar nich so viel fressen, wie ick k*****n möchte."

Werdet endlich (sicherheits)politisch erwachsen!

Die Bundesrepublik hat sehr wohl "etwas im Ausland zu suchen". Die diesbezügliche Rechtslage ist bereits vor 20 Jahren vom Verfassungsgericht geklärt worden, ob euch das passt oder nicht. Der Kalte Krieg ist seit 25 Jahren zu Ende - nicht aufgefallen?

Es geht heute nicht mehr nur um Landesverteidigung, auch wenn diese nach den jüngsten Ereignissen in der Ukraine und auf der Krim wieder mehr Beachtung finden sollte.
Auch nach Afghanistan werden Auslandseinsätze der Bundeswehr nicht der Vergangenheit angehören, auch wenn die Masse der sogen. "Zivilbürger" von deutscher militärischen Verantwortung nichts wissen will und sich lieber in ihren innenpolitischen Kokon einspinnen würde.

Und da das so ist, braucht die Bundeswehr die beste und modernste Ausrüstung, die auf dem Markt verfügbar ist und dazu gehören heute nun einmal bewaffnete Drohnen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass diese wie die U.S. Drohnen zur gezielten Liquidierung Einzelner eingesetzt werden, was die deutsche Rechtslage nicht hergibt (was man begrüßen oder bedauern kann).
Bei der Bundeswehr steht vielmehr die Feuerunterstützung im Mittelpunkt, bei der Drohnen vor allem in asymmetrischen Konflikten viel flexibler sind als bemannte Jagdbomber.
Auch dass Drohnen die Hemmschwelle zum Krieg heruntersetzen, trifft im deutschen Falle keineswegs zu, da Deutschland Beteiligung an WIRKLICHEN KRIEGSEINSÄTZEN immer sehr restriktiv gehandhabt hat und nationale Alleingänge in diesem Sinn (mit oder ohne bewaffnete Drohnen sowieso ausgeschlossen sind.
Es sind ungeheuerliche und polemische Behauptungen, der Bundesregierung angesichts von Planungen zur Beschaffung bewaffneter Drohnen kriegstreiberisches Verhalten vorzuwerfen.

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Wilder Eber 28.06.2014, 13:50
136. Die Rüstungsindustrie

Zitat von onlinematter
Vor der deutschen Wiederbewaffnung wuchs die 'hohe Kante' des Landes (Juliusturm), seit der Wiederbewaffnung verblasen wir jedes Jahr Mittel in einer Größenordnung, die eine glaubwürdig gestaltbare Abschreckung weit übersteigen. Auch deshalb seitdem wachsende Schuldenberge.
Vor der Wiederbewaffnung waren die Gewinne der Rüstungsindustrie noch viel grösser. Aber über diese Schuld wird nicht öffentlich gesprochen.

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spatenheimer 28.06.2014, 13:52
137.

Zitat von rorufu
Kann es denn sein, dass hier ein viel größerer Plan dahinter steht? Was man am allerwenigsten brauchen kann sind doch Aufstände der Bevölkerung wenn dieses marode System crasht. Guter Plan, Frau von der Leyen.
Klar. Drohnen sind das einzige Waffensystem, das zur Aufstandsbekämpfung eingesetzt werden kann. Der Leopard 2 schießt ja schließlich nur mit Olivenzweigen und Friedenstauben.

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meandmycat 28.06.2014, 13:54
138. Woher kommen diese Erkenntnisse?

Zitat von aljoschu
...Die remote Abarbeitung der Tötungslisten des amerikanischen Präsidenten Obama durch den Einsatz der Kampfdrohnen sind nichts anderes als Mord. Das muss man zuallererst konstatieren. Es gibt zwar immer wieder verquaste Versuche, diese lapidare Sachlage zu entkräften, aber diese sind ausnahmslos gescheitert. Gesellschaftspolitisch und politisch sind die Einsätze ein einziges Desaster. Sie haben breite gesellschaftliche Schichten nicht nur in den Zielländern der Angriffe gegen die Mordbuben und -mädel im Weißen Haus und im Fünfeck aufgebracht, sondern auch im Ursprungsland der Mörder selber. Die Bereitschaft vieler junger Menschen in den Zielländern sich den radikalen Gotteskriegern anzuschließen wird durch diese mörderischen Übergriffe des Weltpolizisten gerade herausgefordert. Und wer könnte Ihnen dafür die Rechtfertigung absprechen? Der Einsatz solcher Kampfmittel ist weder mit deutschem Recht noch mit dem Grundgesetz vereinbar. Aber wer schert sich schon noch in Berlin um deutsches Recht oder das Grundgesetz? Der Rechts- und Verfassungsbruch durch diese derzeitige Regierung ist die allseits akzeptierte Arbeitsgrundlage ihrer Politik geworden. Das ist so bezüglich der flächendeckenden und umfassenden Ausspähung der Bürger durch deutsche und ausländische Geheimdienste - das wird so sein, wenn wir erst einmal durch den Einsatz von Drohnen im Rahmen der bereits angedrohten "militärischen Friedensmissionen" auf den Geschmack gekommen sind. - Leyen und Gauck sei Dank!
worauf begründet sich eigentlich Ihre Behauptung, dass erst durch Drohnen "breite Gesellschaftsschichten" gegen den Westen aufgebracht wurden?
Meines Erachtens fanden sämtliche größeren Bomben- und Sprengstoffanschläge bereits vor dem Einsatz der Drohnen statt. siehe:

http://www.verfassungsschutz.de/de/a...orist-org.html

Seitdem in den Herkunftsländern größere Terrorgruppen sowie deren Führungsriege und deren Infrastruktur mit Drohnen bekämpft werden, ist zumindest diese Anschlagsart stark zurückgegangen. Gegen frustrierte, zumeist im Westen lebende Fanatiker und Einzeltäter können Drohnen nichts ausrichten. Dafür gibt es ensprechende Dienste und die Polizei.

Ich kann mir vorstellen, dass durch die Art der Kriegführung mit Drohnen auch die geistigen und aktiven Drahtzieher des weltweiten islam. Terrorismus mal eine Kostprobe ihrer eigenen Suppe zu löffeln bekommen. Sie bekommen zumindest zu spüren, was es bedeutet immer und überall gefährdet zu sein, bzw Angst zu haben selbst getötet zu werden oder Familienmitglieder zu verlieren, denn genau das ist es, was sie mit ihren terroristischen Anschlägen verbreiten.

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chopperreidhere 28.06.2014, 13:54
139. Überfällig!

Dass sich vdl auf externe Berater verlässt finde ich nur konsequent. Das VM hat über Jahrzehnte beeindruckend demonstriert, dass es von Beschaffung von zukunftsfähigen und effektiven Waffensystemen nichts versteht. Also scheint es mir nur logisch dies kurzfristig extern durchführen zu lassen solange der Saustall nicht ausgemistet ist.
Dass die BW bewaffnete Drohnen braucht ist völlig logisch. Wenns andere Mächte haben brauchen wirs auch. Dass wir keine Atomwaffen haben, ist nur unserer erbärmlichen Weichheit zu verdanken. Dass für unrealistisch gehaltene Szenarien plötzlich Realität werden, sollte seit der Annektierung der Krim allen klar sein. Also liegt es auf der Hand, die BW zur stärksten Streitmacht in Europa zu machen.

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