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Von der Leyens Vorstoß: Bundeswehr soll bewaffnete Drohnen bekommen
DPA

Deutschland soll schon bald waffenfähige Drohnen anschaffen - das plant Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nach Informationen des SPIEGEL. Das Projekt soll jedoch zuvor von externen Beratern durchgerechnet werden.

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otelago 29.06.2014, 12:31
270. Drohnen

sind aufgrund des technischen Fortschrittes möglich. Interssanterweise ist es es einfacher, Automaten durch die Luft zu bewegen als auf dem Boden aber auch das wird sich eines Tages ändern.

Natürlich ist es fatal, den menschlichen Erfindergeist auf eine Perfektionierung automatischer Waffensysteme zu konzentrieren, allerdings ist es ja so, daß Industriestaaten ohnehin die teschnische Möglichkeit haben, fast beliebig militärische Gewalt zu entfalten.

Die Frage ist im Moment nicht, welche Rolle Drohnen generell wann wo genau spielen, sondern es ist eine Tatsache, daß es Drohnen gibt und weitere geben wird.

Gewiss bedarf es internationaler Sicherheitsarchitekturen, die sich mit den daraus sich ergebenden Konsequenzen beschäftigen.

Für Deutschland und Europa wäre die entscheidende Position, sich zunächst weiterhin unbeirrt auf eine politische Union mit militärischer Integration zu konzentrieren und das wird ja auch versucht.

Nichtsdestotrotz bedarf es eines Machtmonopols des Staates, der Freiheit und Sicherheit und somit Handlungsoptionen garantiert.

Ob man nun Europa als Festung bezeichnen mag oder nicht sei dahingestellt, das sind politische Fragen bzgl. der internationalen Entwicklung.

Drohnen sind Instrumente, die das gesamte militärische Spektrum abdecken können und daher ist es schlicht unverzichtbar, daß das Militär sich damit intensiv beschäftigt.

Allerdings geht es nicht darum, in diesen Fragen einen Wettlauf mit anderen Industriestaaten anzutreiben sondern vielmehr darum, eine transparente europäische und internationale Kooperation sicherzustellen.

Die Frage ist, welche Fähigkeiten, welches Wissen und welche Pläne die Bundesregierung verfolgt und wie man da mit den internationalen Partnern kooperiert.

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teacher20 29.06.2014, 12:47
271. Und wenn?

Zitat von Vielfaltiger
Davon habe ich nichts geschrieben. Sie könnte sich aber in Zukunft ändern und da haben Sie Recht, ganz unabhängig von den einsatzfähigen Waffen. Das sehe ich komplett anders. Die Vergleiche sind zielführend. Der Einsatz von Drohnen wird dadurch begründet, dass weniger Deutsche sterben. Ansonsten könnte man auf die vorhandene Technologie bauen.
Was ist so schlecht daran, dass weniger Deutsche sterben in Konflikten, aus denen sich die Bundesrepublik nie ganz wird heraushalten können? Das sind wir denjenigen schuldig, die den Kopf hinhalten.

Und um Ihre Vergleiche mit Autos und Alkohol zu nehmen. Hier gab/gibt es Bestrebungen, die Zahlen zu senken. Im Straßenverkehr durchaus mit Erfolg: seit 1970 sanken die Zalen der Verkehrstoten um etwa 75%, nicht so sehr durch Verbote als durch technische Innovationen. D.h. dieses Beispiel wendet sich gegen Ihre Argumentation.
Im Falle des Alkohols ist es etwas anderes. Hier geht es eher um legale Maßnahmen und den Appell an die Einsicht. Eine "technische Verbesserung" des Alkohols (um ihn weniger gefährlich zu machen) ist kaum möglich. Insofern bleibt DIESER Vergleich schief.

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Vielfaltiger 29.06.2014, 13:38
272.

Zitat von teacher20
Und um Ihre Vergleiche mit Autos und Alkohol zu nehmen. Hier gab/gibt es Bestrebungen, die Zahlen zu senken.
Das ist schon richtig, allerdings nehmen wir (trotz Senkung) Tote in dem Zusammenhang in Kauf, obwohl man die Zahl noch stärker senken könnte.

Zitat von teacher20
Und um Ihre Vergleiche mit Autos und Alkohol zu nehmen. Hier gab/gibt es Bestrebungen, die Zahlen zu senken. Im Straßenverkehr durchaus mit Erfolg: seit 1970 sanken die Zalen der Verkehrstoten um etwa 75%, nicht so sehr durch Verbote als durch technische Innovationen. D.h. dieses Beispiel wendet sich gegen Ihre Argumentation.
Man könnte jedoch die noch mehr senken.

Zitat von teacher20
Im Falle des Alkohols ist es etwas anderes. Hier geht es eher um legale Maßnahmen und den Appell an die Einsicht. Eine "technische Verbesserung" des Alkohols (um ihn weniger gefährlich zu machen) ist kaum möglich. Insofern bleibt DIESER Vergleich schief.
Es muss nicht unbedingt etwas mit Technik zu tun haben. Damit wollte ich nur deutlich machen, dass wir bewusst Tote in Kauf nehmen, obwohl man die Anzahl derer durch bestimmte Maßnahmen senken könnte, was wir aber nicht tun, weil wir es aus diversen Gründen dafür nicht bereit sind. Das nennt man dann wohl Verhältnismäßigkeit.

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naklar? 29.06.2014, 14:33
273. Für alle, die immer meinen wir wären so schutzlos ...

... In unserem Land lagern Waffenmengen, wovon andere nur träumen. Und als Waffenliefernt Nr_3 der Welt besteht kein Defizit in der Herstellung von Waffen.
Allenfalls Kampferfahrung fehlt. Die hatten die Deutschen aber auch im letzten Krieg gegenüber den USA; genützt hat es trotzdem nichts.
Was soll die Schwachsinns-Debatte. Als wenn heute noch jemand den anderen überraschend überfallen kann. Das gilt vielleicht noch für einen lokalen Terroranschlag, aber bestimmt nicht für einen Krieg zwischen den Staaten.

Selbst beim D-Day wußten die Deutschen, daß die Invasion kommt. Aber wenn man alleine einen sinnlosen Krieg führt gegen die ganze Welt, dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn man überrannt wird. Und die selbstherrliche Aufopferung der USA für Deutschland nach dem 2-Weltkrieg hatte damals wie heute hauptsächlich strategische Gründe.

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Vielfaltiger 29.06.2014, 14:57
274.

Zitat von naklar?
Und die selbstherrliche Aufopferung der USA für Deutschland nach dem 2-Weltkrieg hatte damals wie heute hauptsächlich strategische Gründe.
Und auch heute...wenn wir angegriffen würden, käme die USA sicher nicht auf die Idee einfach nichts zu machen. Deshalb bräuchten wir eigentlich keine Armee. Wir könnten einfach mit den USA einen Vertrag machen, der besagt, dass wir z.B. die Kosten des US Einsatzes + 10 Mrd. Gewinn an die USA überweisen würden. Da hat man die Kosten für die Bundeswehr bestimmt schon wieder rein.

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