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Vor Abstimmung in London: Wie die EU den Brexit verschieben könnte
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Langsam wird die Zeit knapp: Wenn Theresa May die Abstimmung über ihren Brexit-Vertrag verliert, könnte sie bei der Europäischen Union eine Verlängerung des Paragrafen 50 beantragen. Geht das so einfach?

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urskenner 14.01.2019, 13:45
10. Einziges realistische Möglichkeit

Das aus der Geschichte alle mit einem blauen Auge davon kommen. GB hat nicht die versprochenen Vorteile, eigentlich fast nur Nachteile und das wirtschaftlich, sowie politisch. Die EU verliert zum ersten Mal ein Mitglied und eine der größten Volkswirtschaften.

Eigentlich sind beiden Seiten die Hände gebunden, die EU kann nicht nachgeben/ Zugeständnisse machen, Aufgrund der ständigen Gefahr einer Auflösung der EU. Die GBler müssen versuchen die Versprechungen einzuhalten, die vor der Abstimmung getätigt worden sind. Ein Mittelweg kann hier nicht begangen werden, d.h. das Abkommen stand von Beginn an, auf verlorenen Posten.
Morgen wird das Abkommen abgeschmettert und bei Zeiten wird wohl der BrexitExit kommen oder wir steuern auf Unbekannte Gewässer zu. Was die Insulaner wesentlich härter treffen wird als die EU-Staaten.

Ich persönlich hoffe, dass das Abkommen irgendwie durchkommt, denn mit dem Herzen war GB nie in der EU. Somit wäre auch der Weg für den europäischen Staat geebnet.

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werner-brösel 14.01.2019, 13:47
11. Das Britische EU-Referendum

war nicht mehr und nicht weniger, als eine unverbindliche Volksbefragung, vergleichbar mit einer Unterschriftensammlung um darauf hin erst eine echte Volksabstimmung zu initiieren. Diese muß nun abgehalten werden. Alles andere wäre ein.'katastrophaler Vertrauensbruch' in die Britische Demokratie.

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stak74 14.01.2019, 13:51
12. Nein. Keine Verlängerung.

1. Das Volk hat gesprochen und entschieden.
2. Gab es ausreichend Zeit das Beschlossene wieder ausser Kraft zu setzen, wenn dies gewünscht gewesen wäre

Take it on the chin and deal with it!

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dirkcoe 14.01.2019, 13:55
13. @6. Jein

Dabei dürfen wir nicht übersehen, das die Bürger vor dem Referendum mit Lügen und Illusionen überschüttet würden. Die traurige Wahrheit sieht leider deutlich aus. Auch dürfen wir nicht vergessen - rechtlich war das Referendum nicht bindend.

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mantrid 14.01.2019, 13:59
14. Sterbeverlängerung

Was würde eine Fristverlängerung faktisch bringen? Nichts! Beharren alle auf ihren Positionen, bleibt es bei der Blokade hin zum No-Deal. Außerdem sind im Mai Wahlen zum EU-Parlament. Spätestens dann muss eine Entscheidung gefallen sein. Außerdem müssten die Briten noch Kandidaten aufstellen und Wahlvorbereitungen treffen. Wie bitte, soll das gehen?

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s.l.bln 14.01.2019, 14:03
15. Man kann den Briten...

...nur wünschen, daß May nach der verlorenen Abstimmung aus dem Amt gedrängt wird, da sie mittlerweile zum größten Hemmnis für eine Lösung geworden ist, die auch nur ansatzweise eine Chance auf eine Mehrheit hat.
Ihre mantraartig vorgetragene Behauptung, daß nur ihr Deal den Bürgerwillen repräsentiert, ist so weit von der Realität entfernt, daß einen erstaunt, wie oft sie das in der Öffentlichkeit wiederholen darf, ohne mit faulem Obst beworfen zu werden.
Faktisch würde der bedeuten, daß die Briten in der EU bleiben und lediglich ihren Einfluß aufgeben. Dafür gibt es keine Mehrheit, weder im Parlament, noch in der Bevölkerung.
Für den harten Brexit gilt aber das Gleiche.
Es ist schwer zu sagen, wieviele Briten derzeit tatsächlich für einen Verbleib wären, aber es sind sicher deutlich mehr, als für einen harten Brexit oder Mays Deal.
Solange keiner eine vierte Option aus dem Hut zaubert, wüßte ich nicht, wie man eine Entscheidung zugunsten der am wenigsten beliebten Optionen rechtfertigen wollte.
Wenn man die Politik nicht komplett diskreditieren will, kann man fast nicht anders, als den schwarzen Peter dem Volk nochmal zuschieben, das sich dann unter einer der drei Optionen entscheiden muß.
Da die EU nun signalisiert, für diesen Fall brauchbare Fristen einzuräumen, dürfte die Wahrscheinlichkeit einer solchen Lösung gestiegen sein.

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Stephan H. 14.01.2019, 14:11
16. Was passiert...

... bei Fristverlängerung mit der Euopawahl im Mai? Wählt Uk noch mit? Falls ja: Macht das überhaupt irgendeinen Sinn? Falls ja: Wir werden stapelweise EU Feinde ala Farage ins Parlament gewählt bekommen....

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isi-dor 14.01.2019, 14:11
17.

Zitat von stak74
1. Das Volk hat gesprochen und entschieden.
"Das Volk", was auch immer das sein mag, hat weder gesprochen, noch gar entschieden. Die Bürger von UK wurden nach Strich und Faden belogen von Leuten, die längst keine Ämter mehr haben und im politischen Nirwana sich befinden.
Jetzt, wo alle Gefahren bekannt sind, genau jetzt muss endlich mal frei und fair abgestimmt werden.

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qwertreiber 14.01.2019, 14:12
18. So eiinfach wäre das nicht ...

... immerhin wird ja auch das EU-Parlament im Mai neu gewählt. Sollen da UK Mitbürger relevant mitbestimmen, auch wenn klar ist, dass sie raus sind? Macht wenig Sinn.

Und bitte, liebe Politiker. Nicht dramatisieren. Es wird weitergehen, sogar fast normal nach 1-2 Monaten Gedöns.

Bitte nicht noch mehr Zugeständnisse an GB, dann trete ich langsam aus.

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auweia 14.01.2019, 14:13
19. Bitte nicht....

Zitat von TontonTombi
[...wie wäre es, einfach mal "Bürgers"-wahl zu akzeptieren ?] Ich würde diesen Politikern und auch mal den Media-Bossen empfehlen: habt Ihr schon einmal darüber nachgedacht, einfach mal den Bürger und seine Wahl zu akzeptierenb, statt darüber zu debattieren, wie man doch noch "die kurve geracde biegen könnte" ? Es wurde schon so gemacht, als Frankreich in einer Bürgerwahl über die Maastricher VertrÄge negativ entschied. Das Palament "boxte" es dann (verfassungswidrig) doch noch durch. Bin der Meinung in den Niederlanden und Irland war es genauso (verbessert meine Misskenntnisse, falls notwenig, ich werde jetztnicht danach googeln). Warum hat man die damaligen Bürgerentscheide bereits verfassungsWIDRIG missrespektiert ? Ist die EU eine DIKJTATUR, ein Missprodukt von irrealen Prolitikereliten ? Ja, dann bekommen diese halt jetzt von den Briten den Finger in den allerwertesten gesteckt - und sie haben es verdient. Und ich würde mich nicht wundern, wenn bei den nächsten EU-Wahlen noch ein paar andere Länder diesen Finger dann bis zum Ellenbogen weiter hochschieben werden (u.a.Frankreich, Stichwort Gelbwesten ....). Danach werden sie wieder rumjaulen, - aber wohl auch ein paar Posten weniger besetzen können und werden hoffentlich sich danach auch mal am Arbeitsamt aufreihen und einen 1-€ Job oder Fliessbandarbeiterjob annehmen müssen.
Beim Brexit sieht man doch, wohin Volksabstimmungen führen können. Warum glauben so viele Leute nur, dass in der Basisbeteiligung das Heil liegt?
Repräsentative Demokratie hat sich bewährt. Das Volk sucht sich Repräsentanten, die die Drecksarbeit machen und kann sich um angenehmeres - etwa die nächste Urtlaubsplanung kümmern.
Diese Reprräsentanten - Abgeordnete, Bürgermeister, Ministerpräsidenten....wurden begutachtet, gewählt (zumindest in unserem System ist das noch so) und werden durch unsere Steuern alimentiert um zu planen, möglichst gründlich Alternativen zu prüfen beraten und darüber abzustimmen.
(das das nicht immer passiert - geschenkt. Aber für mich sind solche "Kataclusterfukat
Ich fühle mich für die meisten anstehenden Themen entweder nicht kompetent, mag mich nicht einlesen, finde vieles unangenehm oder ethisch schwierig und will mich daher so wenig wie möglich damit befassen. Die Fragen für Volksabstimmungen sind zudem meistens so unterkomplex - "ja" vs. "nein" - dass ein wirklicher Volkswillen gar nicht entstehen kann sondern allenfalls eine verzerrte Momentaufnahme eines Themen-Teilaspekts.
Mit Ausnahme der Frage nach der Annahme/Ablehnung einer Verfassung kann ich mir daher auch Volksabstimmungen nur in ästhetischen Fragen (Bäume oder Gras im Park) vorstellen - aber nicht bei schwierigen Fragen wie "Todesstrafe?" "Welche Migration?" "Dienstpflicht?" oder "EU-Mitgliedschaft".
Ihr Wunsch nach mehr Volksbeteiligung geht daher fehl.

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