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Vor der Parlamentswahl: "Warum gibt es in Portugal keinen Rechtspopulismus, Frau Cost
AFP

Wovon die SPD nicht zu träumen wagt, passiert gerade in Portugal: Der sozialistische Premier Costa steht vor einem Wahlsieg. Die Politologin Marina Costa-Lobo erklärt die wohl ungewöhnlichste Regierung in der EU.

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Southwest69 05.10.2019, 16:40
10.

Zitat von Die blaue Katze
wie man in Portugal sieht, kaum Flüchtlinge, keine Rechtsparteien.
Stimmt nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Portugal#Ausländische_Bevölkerung

Außerdem wurde die AFD 2013 als Anti-Euro Partei gegründet und zwar wegen der Schuldenkrise in Portugal, Griechenland und Spanien. In den neunzigern gabs die Republikaner, DVU und weit vorher wurde die NPD gegründet, 1964.

Der NSU wurde 1999 gegründet und das ohne islamistische Anschläge wie in London, Barcelona, Paris etc. vorausgegangen wären.

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carahyba 05.10.2019, 16:41
11. dass ...

der CDS-PP, die rechteste Partei im Spektrum, die noch im Parlament vertreten war, so abgeschmiert ist in der Wählergunst, liegt daran, dass die Portugiesen kein hysterisches Geschrei vertragen. Die Themen, die vom CDS-PP angesprochen wurden, waren schon die richtgen, wurden nur mit Schaum vor dem Mund und demagogisch vorgetragen. Auch die notwendige Erhöhung des Mindestlohns, das verlangen aber alle Parteien, auch der PAN der eine gute Kampagne gemacht hat und wohl seine Sitze verdreifachen könnte, von einem Mnadat auf drei.
Morgen wird gewählt, sehr spannend, weil nicht klar ist ob es wieder eine "geringonca"(da müsste eine c-cedillha hin) geben wird.

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ambulans 05.10.2019, 16:49
12. @carahyba -

Zitat von carahyba
Portugal war und ist immer noch ein Land der Emigranten. Portugal leidet unter einer inneren Emigration vom Inneren des Landes wo es kaum Infrastruktur gibt, Arbeit, Gesundheit, Schulen usw., in die Grossstädte und an die Küste. Das ist nicht neu. Bezeichnet man hier als "desertificacao", d.h. Verödung. Es gibt viele Dörfer im Inneren Portugals wo nur noch einige Alte leben und man keinen einzigen Menschen unter 50 Jahren sieht. Besonders betroffen sind der Alentejo, Tras- os-Montes und Beira Alta, aber auch anderswo. Die Leute dort werden als "humilde" bezeichnet, was einige negative Bedeutungen hat, ich bezeichne sie als "valente". Dann gab es und gibt es die Emigration in die USA, Brasilien, Venezuela und Argentinien. Heute fast aussschliesslich in die nordeuropäischen Länder, vor allem Deutschland. Die Imigration kommt vor allem aus den ehemaligen Kolonien. Und diese Imigranten werden zwar nicht offen abgelehnt, aber unterliegen einer ökonomischen Diskriminierung. Sehr schwer eine vernünftige Arbeitsstelle zu bekommen. Es gibt da einige Orte wie Cuba, Geburtsort von Columbus, im Alentejo wo 65% der Wahlberechtigten den PCP wählt. Im Tras-os-Montes gibt es Orte die in genau der selben Grössenordung CDS-PP und PDS wählen, die Rechtsparteien. Die Portugiesische Bevölkerung erinnert sich noch sehr gut daran, es vor allem rechte Regierungen waren, die die oktroierte Wirtschaftspolitik des IWF in Portugal unsetzten. Von 6 Millionen Arbeitnehmern bekommen heute noch 2 Millionen ein Einkommen von weniger als 900,- EURO, der Mindestlohn ist 600,- EURO. Das funktioniert nur weil die meisten Grossfamilien noch intakt sind. Nebenbei bemerkt, die Interviewte heisst Costa Lobo ohne Bindestrich. Man sollte schon die Eigenheiten anderer Kulturen und Völker respektieren.
kleine frage zu ihren anmerkungen: der "west-indien entdecker" columbus (eigentlich: cristoforo colombo) stammte- aus "cuba"/porugal? und ich dachte immer, er war >genuese (liegt um einiges weiter östlich). wie man sich aber auch täuschen kann ...

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haarer.15 05.10.2019, 16:59
13. Nein

Zitat von Die blaue Katze
wie man in Portugal sieht, kaum Flüchtlinge, keine Rechtsparteien.
So ist es ja gerade nicht - wenn man das Interview gelesen hat. In Polen gibt es ja auch keine Flüchtlinge, aber die Rechtspartei ist trotzdem stark. Das Thema Immigration wurde in Portugal nämlich - anders als bei uns - überhaupt nicht aufgebauscht und politisiert. Bei uns bekam die Ein-Themen-AfD zu allem Ungemach auch noch diese Bühne. Im Vordergrund standen den Portugiesen näher stehende Fragen wie wirtschaftliche Entwicklung, Löhne und Renten. Was hätte denn die AfD dazu zu melden ?

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sir4stranger 05.10.2019, 16:59
14. @3. die blaue Katze

Auch wenn Sie bereits von anderen Foristen korrigiert wurden so möchte ich hinzufügen, dass es sich bei der von Ihnen verbreiteten These um eine typische Fehlinformation aus der rechten Ecke handelt. Länder wie z.B. Polen habe einen noch geringeren Ausländeranteil als Protugal und sind dennoch den fadenscheinigen Menschenfeinden aufgesessen. Informieren Sie sich und Sie werden sehen, dass Ihre These nicht haltbar ist. Oder geht es Ihnen gerade darum falsche Informationen zu streuen?

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hollowman08 05.10.2019, 17:24
15. Anscheinend

geht es doch anders als was man mit Griechenland sich erdreistet hat abzuziehen.
Richtig wäre es gewesen dort die Staatsausgaben zu erhöhen und zu investieren.
Schäuble und die deutschen regierungen hat eine gante Generation Greiechen auf ihrem Gewissen und soger ohne Panzer´.
Diese erneute Schuld Deutschlands gegenüber dem Land wäre vermeidbar gewesen.

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carahyba 05.10.2019, 17:25
16. Beides ...

Zitat von ambulans
kleine frage zu ihren anmerkungen: der "west-indien entdecker" columbus (eigentlich: cristoforo colombo) stammte- aus "cuba"/porugal? und ich dachte immer, er war >genuese (liegt um einiges weiter östlich). wie man sich aber auch täuschen kann ...
Columbus war beides Portugiese und "genues".
Was Heisst dass: er wurde in Cuba geboren und in jungen Jahren, man schätzt so mit 12 Jahren, zu einer Schiffskapitän_Familien gegeben um das Schiffsführerhandwerk zu erlernen. Die Schiffskapitäne hiessen damals im Portugiesischen "genues", Genueser, ob sie nun Genueser oder auch nicht, waren.
Die Genueser waren im 15.Jahrhundert die Seefahrt beherrschende Macht. Columbus ist ja nicht sein Geburtsname sondern der Familienname der Familie wo er das Schiffsführerhandwerk erlernt hat, diese Familie war wohl genueser jüdischer Herkunft.

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Remotesensing 05.10.2019, 17:36
17. Die Wahrheit ist

dass Portugal praktisch keine Migranten aufnimmt, und wenn, dann sehr selektiv. Und siehe da, kein rechtes Problem. Das wollen die bornierten Gutmenschen einfach nicht kapieren.

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Southwest69 05.10.2019, 17:38
18.

Zitat von carahyba
Columbus war beides Portugiese und "genues". Was Heisst dass: er wurde in Cuba geboren und in jungen Jahren, man schätzt so mit 12 Jahren, zu einer Schiffskapitän_Familien gegeben um das Schiffsführerhandwerk zu erlernen. Die Schiffskapitäne hiessen damals im Portugiesischen "genues", Genueser, ob sie nun Genueser oder auch nicht, waren. Die Genueser waren im 15.Jahrhundert die Seefahrt beherrschende Macht. Columbus ist ja nicht sein Geburtsname sondern der Familienname der Familie wo er das Schiffsführerhandwerk erlernt hat, diese Familie war wohl genueser jüdischer Herkunft.
Also wenn ich mein Geld setzen würde, dann würde ich mich lieber an Wikipedo halten, lol:

https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Kolumbus#Diskussion_um_seine_Herkunft

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Die blaue Katze 05.10.2019, 17:38
19. Können Sie sich vorstellen

Zitat von sir4stranger
Auch wenn Sie bereits von anderen Foristen korrigiert wurden so möchte ich hinzufügen, dass es sich bei der von Ihnen verbreiteten These um eine typische Fehlinformation aus der rechten Ecke handelt. Länder wie z.B. Polen habe einen noch geringeren Ausländeranteil als Protugal und sind dennoch den fadenscheinigen Menschenfeinden aufgesessen. Informieren Sie sich und Sie werden sehen, dass Ihre These nicht haltbar ist. Oder geht es Ihnen gerade darum falsche Informationen zu streuen?
ich lebe in Deutschland und gehe mit offenen Augen durch die Stadt und rede mit den Leuten. Warum braucht es in Freibädern jede Menge Sicherheitspersonal, warum patrouilliert In Stuttgart die Polizei mit Maschinenpistolen, warum vermüllt alles, warum fährt nachts kaum jemand noch ÖPNV, warum müssen Frauen Kopftücher tragen,.warum gibt es Massenvergewaltigungen, usw.. Da SPON nicht darüber berichtet, können Sie das auch nicht wissen und das alles gibt es nicht. Portugal hat ein lange Geschichte mit seinen Kolonien und mit sehr restriktiver Aufnahme dieser Menschen. Wenn Sie auf BW und die Partei der Republikaner anspielen, so spiegelt das das Gastarbeiterproblem wieder. Vielleicht sollten Sie sich mal über die Entwicklungen in Dänemark und Schweden informieren. Man ist inzwischen vom träumen in der Realität gelandet.

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