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Vor Friedenskonferenz: Assad strebt Kandidatur für weitere Amtszeit an
DPA

Zwei Tage vor Beginn der Friedenskonferenz für Syrien zeigt sich Präsident Assad stur: In einem Interview machte er deutlich, dass er an der Macht bleiben will. Die Verantwortung für Massaker an der Bevölkerung stritt er ab. Gräueltaten hätten ausschließlich die Rebellen begangen.

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politicalhank 20.01.2014, 11:54
1.

Der "Diktator" kandidiert für eine weitere Amtszeit? Sowas aber auch– dieser demokratisch gewählte Diktator!

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pantokrator 20.01.2014, 11:57
2. optional

Warum sollte der Westen darüber entscheiden, wer in Syrien regieren soll? Der Westen vergisst, dass Assad einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung hinter sich hat. Wie sonst konnte er sich 3 Jahre lang in einem Bürgerkrieg halten?

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niklot1147 20.01.2014, 12:05
3. Assad will kandidieren

Wenn Assad die Absicht äußert, nach einer mit der Opposition vereinbarten Wahl wieder zu kandidieren, ist das keine Bosheit, sondern gelebte Demokratie. Dass die zerstrittene Opposition das auf keinen Fall will, ist verständlich, denn es ist zu erwarten, dass er mit großen Mehrheit gewählt wird. Das Chaos, das nach ihm kommt, will doch kein Syrer, selbst, wenn er in Opposition zu Assad gestanden hat. Wer Ruhe und Stabilität will, wie vor der "Rebellion", wird Assad wählen. Die prowestlichen "Rebellen sind eine verschwindende Minderheit und die sunnitischen Islamisten haben ihre Unfähigkeit bewiesen, einen säkularen Staat zu schaffen. Bleibt also nur noch Assad.

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mmontag 20.01.2014, 12:07
4. Ich drücke ihm fest die Daumen

Über 70 Prozent der Bevölkerung stehen hinter ihm. Bei ihm haben die Revolutionsprofis (übrigens ein sehr interessanter Beitrag des ORF, zu sehen auf Youtube) versagt. Weiterhin wünsche ich, daß wenn das Land endlich wieder zur Ruhe gekommen ist, all die Verbrechen endlich aufgeklärt werden.

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syracusa 20.01.2014, 12:11
5.

Zitat von pantokrator
Warum sollte der Westen darüber entscheiden, wer in Syrien regieren soll? Der Westen vergisst, dass Assad einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung hinter sich hat. Wie sonst konnte er sich 3 Jahre lang in einem Bürgerkrieg halten?
Warum hat er denn einen Bürgerkrieg am Hals? Doch nur, weil er einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung gegen sich hat.

Bei einem Dilktator geht es nicht darum, wie große Teile des Volks er auf seiner Seite hat, sondern wie er die anderen behandelt. Und da hat sich Assade eben als einer der übelsten Schlächter der Geschichte erwiesen, der sich nicht auf demokartischem Weg durch die Mehrheit der Bevölkerung, sondern nur mit Hilfe eines brutal mordenden und folternden Unterdrückungsapparats an der Macht halten konnte.

Das syrische Volk hatte und hat deshalb jede Berechtigung, sich gegen seinen Tyrannen zu erheben. Dass sich islamistische Terroristen an diesem Bürgerkrieg beteiligen und ihn sich zu nutze machen wollen, ändert daran gar nichts.

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syracusa 20.01.2014, 12:12
6.

Zitat von mmontag
Über 70 Prozent der Bevölkerung stehen hinter ihm.
Nein, das Bild trügt. Die stehen nicht, sondern liegen in ihrem Blut.

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xxbigj 20.01.2014, 12:17
7. optional

Kandidatur^^Ist ja wohl ein Scherz. Er ist ein Diktaor ohne freie Wahlen. Die ganze Region bricht in Krieg aus. Der einzige der auf eine perfide Art und Weise davon profitiert ist Assad. Was nicht zu vergessen ist, das er ein Kiergverbrecher ist und wenn die USA nicht völlif überschuldet wären und den Konflikt nicht noch weiter anheizen wollen, wären sie schon längst in Syrien einmaschiert!

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HeisseLuft 20.01.2014, 12:19
8. Soll er auch nicht

Zitat von pantokrator
Warum sollte der Westen darüber entscheiden, wer in Syrien regieren soll?
Gar nicht.

Wie wäre es mit echt freien und geheimen Wahlen, unter internationaler Aufsicht und genügend Vorbereitungszeit für die Opposition? Mit der Gewährleistung von Sicherheit sowohl gegen Islamisten als auch Regimegeheimdienste durch eine internationale Präsenz, die auch in der Lage ist die Bürger zu schützen und ihnen Sicherheit zu geben? Mit der Garantie für eine freie Presse, die widerum die Bürger schützen kann?

Es ist nur ziemlich unwahrscheinlich, dass solches mit Assad und Kumpanen an Macht auch geschieht. Das die Clique ein Vorreiter für Demokratie und Rechtsstaat wäre, ist mir so neu wie das Eintreten der Al Qaida für eine liberale Demokratie.

Zitat von pantokrator
Der Westen vergisst, dass Assad einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung hinter sich hat. Wie sonst konnte er sich 3 Jahre lang in einem Bürgerkrieg halten?
Mit ausländischer Hilfe z.B.? Mir ist neu, dass in einem Bürgerkrieg allein die abgegebenen Stimmen zählen. Da wäre wohl auch die Qualität der Waffen zu beachten. Oder halten sie die auch für ganz normal stimmberechtigt?

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ant-ipod 20.01.2014, 12:24
9. Wie unerwartet...

Zitat von sysop
Zwei Tage vor Beginn der Friedenskonferenz für Syrien zeigt sich Präsident Assad stur: In einem Interview machte er deutlich, dass er an der Macht bleiben will. Die Verantwortung für Massaker an der Bevölkerung stritt er ab. Gräueltaten hätten ausschließlich die Rebellen begangen.
Nachdem ihn sein eigener, von seiner Ernennung und seinem Wohlwollen abhängiger, Informationsminister so nachdrücklich darum gebeten hatte, kam diese Nachricht derartig "überraschend", dass ich vom Stuhl gefallen bin.
Über 50% des Landes sind gar nicht mehr unter seiner Kontrolle und in den verbleibenden Teilen hat er überdies zahlreiche "Neubürger" angesiedelt, um demographische Fakten zu schaffen... wo er sich das wohl abgeschaut hat?

Wer so einen "lupenreinen" Demokraten als "gewählten" Präsidenten akzeptiert, macht sich lächerlich.
Da wird seinem Wahlvolk bsw. in Aleppo der Urnengang mit Fassbomben "verziert", oder in Yarmouk gleich ganz verbarrikadiert... aber nach all der Häme der abriegelnden Schabiha, gibt es wahrscheinlich ein Stück Brot für jeden, der "Pro Assad" abstimmt.
Wer sonst schon das Gras vom Wegesrand isst, lässt sich dadurch vielleicht beeindrucken...

Fragt sich nur, für wen Assad diese Farce von einem Schauspiel eigentlich veranstaltet?
Alle wissen wer und was er ist - wozu die Scharade?
Seine für ihn gestrickte Verfassung garantiert ihm Straffreiheit für alle Taten im Amt - aber am internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, wird ihm dies wenig nutzen.
Ob er sich nun als "Präsident" ausrufen lässt, oder nicht: Dahin führt sein weg, die Frage ist nicht ob, sondern wann er dort vor Gericht steht!

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