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Vor Parlamentsvotum: Britischer Handelsminister befürchtet Exit vom Brexit
DPA

Im Januar entscheidet das britische Parlament über das von Theresa May ausgehandelte Brexit-Abkommen. Handelsminister Fox hält ein Scheitern des EU-Austritts für möglich.

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Zaunsfeld 30.12.2018, 16:22
1.

Das ist doch Quatsch. Es gibt keinen automatischen Exit vom Brexit. Britannien hat vor nun fast 2 Jahren offiziell seinen Austritt erklärt. Dieser tritt im März 2019 vollautomatisch in Kraft, egal ob es bis dahin eine Vereinbarung gibt oder nicht. Wenn es keine Vereinbarung über die Formalitäten des Brexit oder eine Übergangsphase gibt, dann ist Britannien von einem Tag auf den anderen dann einfach raus. Komplett ohne Abkommen und ohne Sondervereinbarungen.
Britannien kann auch nicht automatisch oder gar einseitig in der EU drin bleiben, wenn kein Abkommen zustande kommt. Wie gesagt: im März 2019 ist Britannien raus, wenn bis dahin keine Vereinbarung steht. Denn jedes einzelne EU-Land müsste seinerseits zustimmen, wenn Britannien über das Austrittsdatum hinaus noch weiter in der EU bleiben können soll. Und ob das so ist, ist durchaus fraglich. D.h. Britannien müsste offiziell beantragen über März 2019 hinaus in der EU zu bleiben und die gesamte EU müsste dem dann auch noch zustimmen.
Ich glaube, das wird nicht passieren. Die EU würde dem ganzen vielleicht sogar noch zustimmen, aber Britannien wird diesen Antrag nicht stellen. Zu groß wäre die Blamage im eigenen Land, wenn man erst jahrelang den Europäern den Stinkefinger zeigt und versucht, sie am Nasenring durch die Manege zu führen, und zu behaupten ohne EU-Mitgliedschaft wäre ja alles besser, und dann kurz vor der Angst käme man angekrochen und müsste die EU kleinleut bitten, noch ein bisschen länger im Verein bleiben zu dürfen, weil es außerhalb der EU wahrscheinlich dann doch so unschön ist, dass man sie lieber doch nicht so schnell verlassen will.

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oeflinger 30.12.2018, 16:27
2. Sollte der brexit nicht stattfinden

MUSS man die Briten für die entstandenen Kosten seitens der anderen EU Staaten in Regress nehmen... wird nur leider wieder mal nicht passieren...

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Actionscript 30.12.2018, 16:27
3. Wie jetzt?

Wenn das Abkommen mit der EU nicht vom britischen Parlament abgesegnet wird, findet kein Brexit statt? Ich bin immer davon ausgegangen, dass es dann einen harten Brexit gäbe, doch der Brexit fände statt. Habe ich da was falsch verstanden?

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bigroyaleddi 30.12.2018, 16:28
4. Isses nicht goldig,

da hat einer Angst, dass es mit dem Brexit nicht so ganz klappt, wie es sich doch abzeichnet. Glaubt der wirklich, mit seinen Argumenten könnte der Brexit durchgewunken werden? Oder glaubt er, es gibt eine Abkehr vom Brexit überhaupt? Da muss ich schon mal ganz irritiert fragen, auf welchen Grundlagen das denn jetzt der Fall sein sollte, Weil die Briten evtl. neu abstimmen werden?

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markus_wienken 30.12.2018, 16:30
5.

Zitat von Zaunsfeld
Das ist doch Quatsch. Es gibt keinen automatischen Exit vom Brexit. Britannien hat vor nun fast 2 Jahren offiziell seinen Austritt erklärt. Dieser tritt im März 2019 vollautomatisch in Kraft, egal ob es bis dahin eine Vereinbarung gibt oder nicht. Wenn es keine Vereinbarung über die Formalitäten des Brexit oder eine Übergangsphase gibt, dann ist Britannien von einem Tag auf den anderen dann einfach raus. Komplett ohne Abkommen und ohne Sondervereinbarungen. Britannien kann auch nicht automatisch oder gar einseitig in der EU drin bleiben, wenn kein Abkommen zustande kommt. Wie gesagt: im März 2019 ist Britannien raus, wenn bis dahin keine Vereinbarung steht. Denn jedes einzelne EU-Land müsste seinerseits zustimmen, wenn Britannien über das Austrittsdatum hinaus noch weiter in der EU bleiben können soll. Und ob das so ist, ist durchaus fraglich. D.h. Britannien müsste offiziell beantragen über März 2019 hinaus in der EU zu bleiben und die gesamte EU müsste dem dann auch noch zustimmen. Ich glaube, das wird nicht passieren. Die EU würde dem ganzen vielleicht sogar noch zustimmen, aber Britannien wird diesen Antrag nicht stellen. Zu groß wäre die Blamage im eigenen Land, wenn man erst jahrelang den Europäern den Stinkefinger zeigt und versucht, sie am Nasenring durch die Manege zu führen, und zu behaupten ohne EU-Mitgliedschaft wäre ja alles besser, und dann kurz vor der Angst käme man angekrochen und müsste die EU kleinleut bitten, noch ein bisschen länger im Verein bleiben zu dürfen, weil es außerhalb der EU wahrscheinlich dann doch so unschön ist, dass man sie lieber doch nicht so schnell verlassen will.
Nein, das ist falsch.
Wenn GB den Brexit Antrag zurück ziehen würde (oder wie auch immer man das juristisch korrekt bezeichnet), dann müsste niemand in der EU dem noch zustimmen.
GB würde einfach in der EU bleiben wie bisher.

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M. Vikings 30.12.2018, 16:33
6. Das wäre auch zu fürchten.

Nach dem ganzen Zirkus sollen die jetzt erstmal raus.
Einfach damit die Brexit-Briten erkennen was die Leute,
denen sie gefolgt sind,
bereit waren und sind für einen Schaden anzurichten.
Dann gibt es auch keinen Platz für deren Lügen
und eine Legendenbildung.

Danach kann GB sich in Ruhe überlegen,
ob sie wieder in die EU wollen oder nicht.
Dann aber ohne alle Vergünstigungen die sie zusätzlich hatten.

So bleibt auch eine Athempause in der Diskussion,
für die denen sie mittlerweile mehr als auf den Zeiger gegen.

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adal_ 30.12.2018, 16:36
7. Nach dem Referendum ist vor dem Referendum

So fürchterlich wäre ein Exit vom Brexit auch wieder nicht. Dem Volk wurde vor dem Referendum weisgemacht, der Brexit sei ein Spaziergang. In Wahrheit ist er 1. ein Gang nach Canossa und 2. gar nicht durchführbar. Jedenfalls nicht von diesem Parlament in diesem Land mit winner-takes-all-Mehrheitswahlrecht.

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Jacek G 30.12.2018, 16:40
8. @1.

Quatsch. Erst letztens wurde entschieden, dass GB aus dem Brexit aussteigen kann, ohne dass die EU ein Mitspracherecht hat.

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der_prolet 30.12.2018, 16:41
9. Exit vom Brexit

Doch, nach gängiger Rechtsauffassung kann Großbritannien jederzeit einseitig seine Kündigung zurückziehen. Das hier ist keine Zivilrechtsfrage wie die Kündigung eines Handyvertrags.

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