Forum: Politik
Vor Parlamentsvotum: Britischer Handelsminister befürchtet Exit vom Brexit
DPA

Im Januar entscheidet das britische Parlament über das von Theresa May ausgehandelte Brexit-Abkommen. Handelsminister Fox hält ein Scheitern des EU-Austritts für möglich.

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syracusa 30.12.2018, 17:31
40.

Zitat von Actionscript
Wenn das Abkommen mit der EU nicht vom britischen Parlament abgesegnet wird, findet kein Brexit statt? Ich bin immer davon ausgegangen, dass es dann einen harten Brexit gäbe, doch der Brexit fände statt. Habe ich da was falsch verstanden?
Ja, ganz offenkundig haben Sie den Artikel gar nicht gelesen, sondern nur wieder mal reflexhaft geantwortet. Im Artikel steht: Der britische Handelsminister sieht eine 50%-Wahrscheinlichkeit, dass nach dem Durchfallen von Mays Abkommen im Parlament der Brexit abgesagt wird. Es könnte dann ein zweites Referendum geben, und das Parlament könnte dann den Brexit absagen. Nach Meinung der meisten Juristen wäre das problemlos möglich. Dass alle EU-Staaten zustimmen müssen, ist eher unwahrscheinlich (denn es ändert sich ja nichts am Status Quo), aber selbst wenn, dann würden wohl auch alle zustimmen.

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ghdstz 30.12.2018, 17:33
41. Die Blamage ist schon passiert ...

Die Blamage ist ohnedies schon passiert, die Briten haben sich gewollt oder ungewollt für eine Dummheit entschieden - und die meisten spüren das auch. Das Verhalten des derzeitigen britischen Politpersonals trägt auch nicht gerade zur nationalen Zuversicht bei. Jetzt gäbe es nochmal die Chance diese Dummheit einfach abzusagen, und das ist gut so denn es sollte niemand daran gehindert werden klüger zu werden. Das einzige Problem dabei ist ein psychologisches, man müsste mal über den eigenen Schatten springen und sich einen Fehler eingestehen. Das ist sehr schwierig, wenn man mental noch im Sandkasten sitzt und um Schäufelchen streitet, sich beleidigt fühlt, sich zwar verrannt hat aber unbedingt recht behalten will. Leider ist das britische Mehrheitswahlrecht für diese spezielle Situation wenig geeignet, die beiden großen Parteien sind in dieser Frage selbst innerlich zerrissen und kleine Ein-Themen-Parteien haben kaum eine Chance.

Traurigerweise gibt es auch diesseits des Kanals etliche Zeitgenossen denen es ähnlich geht, die sich auch beleidigt fühlen und die am liebsten die Briten so schnell als möglich zum Teufel jagen wollen. Aber was ist das Ergebnis ? Eine Situation in der sowohl die Briten als auch die EU verlieren. Dass die Briten stärker verlieren ist da auch nur ein schwacher Trost. Europa braucht Einigkeit, wenn es sich gegenüber dem Rest der Welt einigermaßen behaupten will - nicht nur gegenüber Trump, Putin, Xi und Co., sondern auch gegenüber Amazon, Google, Facebook, Microsoft und anderen - denen auch mittelgroße Einzelstaaten schon lange nicht mehr gewachsen sind, nur eine geschlossen agierende EU ist dazu in der Lage. Zusammen mit UK steht die EU um einiges besser da.

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syracusa 30.12.2018, 17:33
42.

Zitat von Jacek G
Quatsch. Erst letztens wurde entschieden, dass GB aus dem Brexit aussteigen kann, ohne dass die EU ein Mitspracherecht hat.
Was ja auch vernünftig ist, denn da ändert sich ja nichts am aktuellen Status Quo, der bereits durch EU-Zustimmungen entstanden ist.

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omasturm 30.12.2018, 17:36
43. @manicmecanic

Der EUGH ist eine einzel Meinung?
Von dem wurde das nämlich bestätigt.
Scheint als wären Sie da nicht auf dem laufenden....

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adal_ 30.12.2018, 17:37
44. Wünsch Dir was!

Zitat von luny
Großbritannien ist ab 29.03.19 aus der EU-Zone raus, egal, was jetzt noch passiert.
Nicht alles, was Sie sich wünschen, entspricht auch der Rechtslage.

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wawult 30.12.2018, 17:38
45. Heile, Heile Gänschen

Was haben wir für Politiker in diesem Europa großgezogen? Einen Zirkus mit humorlosen Clowns und aus der Zirkuskuppel abstürzende Artisten der untersten Schublade.

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M. Vikings 30.12.2018, 17:39
46. Ich bin nicht schlecht informiert.

Zitat von medienskeptiker
Vergünstigungen? Ca 10 Mrd Nettozahler im Jahr.....es wird so richtig heftig in der EU werden wenn die 10 Mrd jährlich fehlen werden...und beim harten Brexit geht schlagartig ein Teil des deutschen Handelsbilanzüberschusses von ca 50 Mrd im Jahr flöten.. Die schlechte Information der BürgerInnen ist keine britsche Spezialität. Deutschland ist da gleichauf .
Wenn Sie die Vergünstigungen in Frage stellen,
sind Sie schlecht informiert.
Hier können Sie sich zum Beispiel über den Britenrabatt informieren.
https://de.wikipedia.org/wiki/Britenrabatt

Ich bin kein EU-Gegner, ich war sehr enttäuscht,
als am Morgen nach dem Referendum das Ergebnis las.

Aber irgendwann sind alle Argumente ausgetauscht,
und es muss ein Schlußstrich her.
Oder vielleicht auch nur eine Zwischensumme.
Die Kosten muss man dann zähneknirschend in Kauf nehmen.

Und es muß ja auch nicht das Endergebnis sein,
ich würde einen Wiedereintritt GB's absolut begrüßen.

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Alias iacta sunt 30.12.2018, 17:40
47. Richtige Feststellung, Danke dafür

Zitat von oeflinger
MUSS man die Briten für die entstandenen Kosten seitens der anderen EU Staaten in Regress nehmen... wird nur leider wieder mal nicht passieren...
Ich bin auch ganz klar für diese Maßnahme.
Bitte alle Leser mit gleicher Meinung, diese Forderung weiter verbreiten. Vor allem bei den Regierenden in D und EU.
Bitte direkt per E-Mail, Brief, Antrag, Anruf, persönlich bei diesen Stellen/ Personen einfordern.
WEIL SONST WIRD TATSÄCHLICH NICHTS PASSIEREN!

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luny 30.12.2018, 17:40
48. Do not worry

Zitat von Actionscript
Wenn das Abkommen mit der EU nicht vom britischen Parlament abgesegnet wird, findet kein Brexit statt? Ich bin immer davon ausgegangen, dass es dann einen harten Brexit gäbe, doch der Brexit fände statt. Habe ich da was falsch verstanden?
Hallo Actionscript,

der BREXIT hat stattgefunden, als Großbritannien den Austritt aus der EU-Zone erklärte.

Wie der Austritt gestaltet wird oder ob überhaupt, spielt keine Rolle.

LUNY

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syracusa 30.12.2018, 17:40
49.

Zitat von Nonvaio01
jetzt kann ich endlich kuendigen und wenn ich 1 tag vor ende der frist noch keine job habe, ziehe ich diese einfach wieder zurueck.....super sache...danke EU fuer diese klarstellung, denn darauf kann man sich nun immer berufen. Einseitig eingebrachte kuendigungen kann man auch jederzeit wieder einseitig zurueckziehen.
Tja, wenn Sie jetzt noch zur Einsicht gelangen, dass Ihr Vergleich mit einem Arbeitsvertrag nicht greifen kann, weil Sie weder ein Staat noch ein Staatenbund sind ...

Sie können das aber vergleichen mit der Kündigung eines Arbeitsvertrags, der durch den Arbeitgeber zugestimmt werden muss. Die EU hat den Brexit ja weder beschlossen, noch hat sie diesem zu anderen Bedingungen als mit May abgeschlossen zugestimmt. Falls es also nicht mit May-Vertrag geht, dann kann UK einfach seine Kündigung zurückziehen, solange diese nicht wirksam wurde. Wirksam wird sie am 29.3.2019. Bis dahin ist alles offen.

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