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Vor Unabhängigkeitsreferendum der Kurden: Irakischer Vizepräsident will kein "zweites
AFP

Die Kurden im Irak träumen von der Unabhängigkeit, die Regierung will das mit allen Mitteln verhindern. Nun hat der Vizepräsident der Minderheit gedroht. Auch die Nachbarländer sind besorgt.

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sailor60 17.09.2017, 20:29
1. Die Kurden

das größte Volk auf dieser Erde ohne eigenen Staat. Der Vergleich mit Israel ist sehr gut gewählt, den der Kurdenstaat wird in kurzer Zeit stärker als der Irak sein. Ähnlich wie das in Israel in den 40ger bis 50er jahren des letzten Jahrhunders war. Diese Chance werden sie sich nicht nehmen lassen. Es ist gut und richtig wenn die Kurden endlich im eigenen Staat leben können - ein zweiter stabilitätsfaktor für die Region, neben Israel!

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rubikon2016 17.09.2017, 20:35
2. Peinlich für die USA und Europa,

anstatt die Kurden in ihrem rechtmäßigen Anliegen zu unterstützen, stellt man das Referendum als solches infrage. Die Grenzen im Nahen Osten, ebenso wie in Afrika, gehören ohnehin neu gezogen und sollten sich an ethnischen Realitäten orientieren, nicht an den wirtschaftlichen oder militärischen Interessen der sogenannten Großmächte. Entschuldigung, ich träume schon wieder von moralisch integerer Politik. Sorry

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cemalaslan01 17.09.2017, 20:38
3. Irak und kurden

Ganz ehrlich, was soll passieren, wenn die Kurden ihren eigenen Staat bekommen? Haben sie es etwa nicht verdient? Ausgebildet und Ausgerüstet haben wir sie und sie haben sich gegen Mörderbanden und alle anderen behauptet. Sie sind immer auf Konsens aus anstatt hart mit dem Verhandlungspartner zu verhandeln. Nur diesmal haben sie keine Wahl als hoch zu pokern, da alle Ihre Feinde sind und nur das schlechteste für sie wollen. Die Iraner besser gesagt die Perser als Brüder der Kurden zu bezeichnen ist schon ein Affront. Man sollte Mesut Barzani fragen, wer für den tot seines älteren Bruders verantwortlich ist.

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Quarz 17.09.2017, 20:45
4. Ein Staat der Kurden wird kommen, das ist doch unausweichlich

Es wird keinen Frieden geben, bis man endlich die natürlichen Gegebenheiten akzeptiert.

Ich hoffe nur sehr, es wird eine friedliche Einigung sein.

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ad2 17.09.2017, 20:52
5. Nationalismus – Zivilisation 1.0

Nationalismus ist das Gift der Zivilisation.
Man stelle sich eine Menschheit vor, die es irgendwann schafft in friedlichem Miteinander zu leben, ohne sich mittels Grenzzäunen und Waffen in Völker oder gar Rassen einteilen zu wollen.
Die Kurden mögen sehr viele sein und sicher viel ungerechtes Leid ertragen haben, aber eine weitere Zersplitterung ausgerechnet dieser blutgetränkten Regionen, nur damit noch mehr Volksgruppen ihren nationalistischen Traum ausleben können, kann überhaupt nichts Gutes für die Menschen dort bedeuten.
Aber wie beim Brexit oder "America First":
Wo einer schreit wir sind besser und brauchen ein eigenes Land, da brüllen alle gerne mit ohne über die Konsequenzen nachzudenken.

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PeaceNow 17.09.2017, 20:59
6. Besonders belustigend

wie diejenigen wie selbstverständlich einen eigenen Kurdenstaat fordern, die aber im gleichen Atemzug Selbiges den Menschen auf der Krim, in Transnistrien, Abchasien und Ossetien verweigern.
Unabhängig davon ist es schlicht dumm und verantwortungslos, nicht wenigstens so lange abzuwarten bis Daesh vollständig besiegt ist, bevor man an einer Nachkriegsordnung bastelt.

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Antalyaner 17.09.2017, 21:03
7.

Wie schrieb Schiller in seinem Wilhem Tell ? Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Kurdenstaat ? Keine Chance !

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vitalik 17.09.2017, 21:08
8.

Zitat von rubikon2016
anstatt die Kurden in ihrem rechtmäßigen Anliegen zu unterstützen, stellt man das Referendum als solches infrage. Die Grenzen im Nahen Osten, ebenso wie in Afrika, gehören ohnehin neu gezogen und sollten sich an ethnischen Realitäten orientieren, nicht an den wirtschaftlichen oder militärischen Interessen der sogenannten Großmächte. Entschuldigung, ich träume schon wieder von moralisch integerer Politik. Sorry
Ach, so einfach ist das? Sie werden sich wohl nicht nehmen lassen und die Grenzen selbst zeichnen, da wo Sie so ein Experte auf diesem Gebiet sind.
Wie so eine Grenze aussieht, sieht man aktuell in Syrien, wo die Kurden mittlerweile riesige Gebiete kontrollieren. Gebiete, die vorher nicht von Kunden besiedelt waren. Glauben Sie diese Gebiete werden von den Kurden einfach so zurückgegeben.
Weiterhin ist es doch eine Illusion zu glauben, dass man ein Gebiet so teilen kann, dass niemand benachteiligt wird. Aber wie Sie selbst schreiben, entstehen die Konflikte oft aus einer Benachteiligung. Dann Mal los mit Grenzen ziehen.

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eugen.steinfels 17.09.2017, 21:27
9. Welches Kurdistan?

Mal abgesehen davon, dass es noch nie einen Kurdenstaat gab und niemand den Kurden das Land weggenommen hat: Welches Kurdistan soll denn entstehen? Ein feudales Barzani-Kurdistan? Ein stalinistisches PKK-Kurdistan mit Öcalan als Führer? Ein sunnitisches, schiitisches/alewitisches Kurdistan? Die Nachbarländer müssten nicht einmal eingreifen. Ein Bürgerkrieg zwischen den Kurden ist so sicher wie das Amen in der Kirche?

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