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Vorbedingungen: Iran lässt Gespräche über Atomprogramm scheitern

Der internationale Druck scheint die Führung in Teheran nicht zu beeindrucken: Während der Verhandlungen über das Atomprogramm Irans in Istanbul wich Chefunterhändler Said Dschalili kein Jota von seinem Kurs ab. Die Vorbedingungen sind jedoch aus Sicht der Uno-Vetomächte unannehmbar.

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atherom 23.01.2011, 08:47
1. "Ich habe euch Frieden mitgebracht"

Zitat von sysop
Der internationale Druck scheint die Führung in Teheran nicht zu beeindrucken: Während der Verhandlungen über das Atomprogramm Irans in Istanbul wich Chefunterhändler Said Dschalili kein Jota von seinem Kurs ab. Die Vorbedingungen sind jedoch aus Sicht der Uno-Vetomächte unannehmbar.
Das Ganze erinnert inzwischen an „Monty Python“ – Filme: Iran sagt dies, Iran sagt jenes und die Europäer finden jeden Unsinn, den Teheran äußert, sehr „ermutigend“ und was hat sich geändert? Seit 10 Jahren wird das selbe geäußert, Iran treibt sein Programm immer weiter, Europäer sind immer noch ermutigt und machen ihre Geschäfte (insbesondere Deutschland und Italien) weiter, als ob nichts wäre. Da fällt das Zitat von Chamberlain nach seiner München-Reise ein: „…ich habe euch Frieden mitgebracht…“

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SIEG 23.01.2011, 09:19
2. Nur wer naiv ist ...

... hätte ein anderes Ergebnis erwartet!

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A-Schindler 23.01.2011, 09:23
3.

Der Iran hat das gleiche Recht Atomwaffen zu besitzen wie die anderen Länder die Atomwaffen schon besitzen. Ich höre immer nur von den Ländern was die selber Atomwaffen besitzen, aber nichts von den benachbarten Ländern des Iran die keine Atomwaffen besitzen und deshalb eigentlich am lautesten Protestieren müssten.

Wenn der Iran keine Atomwaffen besitzen darf dann dürfen auch andere Länder keine Atomwaffen besitzen.

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deb2006 23.01.2011, 09:44
4. .

Zitat von sysop
Der internationale Druck scheint die Führung in Teheran nicht zu beeindrucken: Während der Verhandlungen über das Atomprogramm Irans in Istanbul wich Chefunterhändler Said Dschalili kein Jota von seinem Kurs ab. Die Vorbedingungen sind jedoch aus Sicht der Uno-Vetomächte unannehmbar.
Der Iran ist ziemlich dumm, denn irgendwann ist nicht mehr genug Zeit. Und dann werden israelische Kampfjets das erledigen müssen, was die Politik jetzt nicht zustande bringt.

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tripler 23.01.2011, 09:51
5. Ein Titel der uns sagt auf welcher Seite wir zu stehen haben

"Teheran hatte bereits Ende 2009 einen Vorschlag abgelehnt, einen Großteil seines Vorrats an schwach angereichertem Uran in Russland zu deponieren, um im Gegenzug von Russland und Frankreich Brennstäbe für einen iranischen Forschungsreaktor zu erhalten. ... Einen von Brasilien und der Türkei ausgehandelten Kompromiss zur Urananreicherung im Ausland wies der Westen als ungenügend zurück."

Vielleicht sollte man hier mal erklären dass der einzige Unterschied dem Vorschalg von Ende 2009 den der Iran zurückwies und der Kompromiss mit Brasilien und der Türkei den der Westen "unnachgiebig!" zurückwies der war, dass Iran einfach nur eine unterschriebene Garantie haben wollte dass man auch die Brennstäbe wirklich kriegt wenn fast das ganze mühevoll und unter hohen Kosten angereichterte Uran aus dem Land gegeben wird.
Eine ziemlich nachvollziehbare Bedingung finde ich.
Brasilien und die Türkei wollten diese Garantie schriftlich bestätigen, aber das lehnten die USA und damit auch die Europäer ab. Ziemlich unverständlich warum ein fairer Vertrag auf soviel Ablehnung stiess, und ignoriert wurde nur damit man wenige Tage danach neue Sanktionen beschliessen konnte.

In den Titeln der Artikel zum Atomstreit wird auch immer eine Meinung vorgegeben " Iran lässt .. scheitern...". Danach zitiert man auch hauptsächlich nur die EU und die US Seite.
Dass die Iraner darauf bestehen dass für sie die gleichen Gesetze gelten wie für alle anderen Länder die den NPT unterschrieben haben ist keine unverständliche Vorbedingung sondern nennt sich einfach Fairness und Gerechtigkeit

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.......... 23.01.2011, 09:52
6. Der Iran müsste eigentlich den Amerikanern danken!

Auf Grund amerikanischer Druck kann der Iran seine Bürger gut organisieren und einheitlich auftreten. Dieser Druck erzeugt eine Dynamik in der iranische Gesellschaft. In letzten 10 Jahren hat der Iran fast alle Waffen alleine entwickelt, was zum bauen gibt. Ansonsten würde der Iran diese Waffen vom Westen kaufen. Solche Feinde muss man sich manchmal wünschen... Dusiligkeit hat ja keine Grenzen!

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iman.kant 23.01.2011, 10:05
7. Keine Bombe für den Iran

Vielen kleinen Pazifisten ist vielleicht nicht klar welche Wirkung ein Iran mit einer Atombombe hätte.

Ein Eingreifen militärischer Natur ist unvermeidlich. Dieser Eingriff sollte aber so präzise wie möglich geschehen. Bei der Gelegenheit könnte vielleicht das gesamte Regim den Bach runtergehen.

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GertL 23.01.2011, 10:15
8. ..

Zitat von sysop
Der internationale Druck scheint die Führung in Teheran nicht zu beeindrucken: Während der Verhandlungen über das Atomprogramm Irans in Istanbul wich Chefunterhändler Said Dschalili kein Jota von seinem Kurs ab. Die Vorbedingungen sind jedoch aus Sicht der Uno-Vetomächte unannehmbar.
Oder anders formuliert:

Während der Verhandlungen über das Atomprogramm Irans in Istanbul wichen die westlichen Staaten kein Jota von ihrem Kurs ab. Die Vorbedingungen sind jedoch aus Sicht Irans unannehmbar.

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intenso1 23.01.2011, 10:16
9. ....

Zitat von deb2006
Der Iran ist ziemlich dumm, denn irgendwann ist nicht mehr genug Zeit. Und dann werden israelische Kampfjets das erledigen müssen, was die Politik jetzt nicht zustande bringt.
Mit welchem Recht will sich denn Israel einmischen?
Hat Israel sich nicht auch klamm und heimlich Atomwaffen angeschafft?
Im Vergleich steht Iran (bisher) mit keinem seiner Nachbarn im Krieg.
Mit wie viel Nachbarstaaten steht Israel denn im Kriegszustand?

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