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Vorbild Frankreich: Wagenknecht wünscht sich stärkere Proteste gegen die Regierung
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Die Protestbewegung "Gelbe Westen" hält Frankreich in Aufruhr. Die Linken-Fraktionsvorsitzende Wagenknecht wünscht sich das auch für Deutschland - bedauert aber die Gewalt im Nachbarland.

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fshp14 29.11.2018, 07:20
1. Ditto

Ich würde mir auch viel mehr Protestbereitschafft in Deutschland wünschen, aber dafür ist das Pflichtgefühl manchmal zu groß (bei einigen auch die Faulheit oder der Medienkonsum bzw. der Protest von der Couch aus zu wichtig... )
Die Meinungen der Bürger werden nur ernst und der Politik wahrgenommen, wenn man sie außerhalb der eigenen vier Wände, außerhalb des eigenen Freundeskreis "sichtbar" macht: auf die Straße gehen und zwar friedlich!!

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skylarkin 29.11.2018, 07:48
2.

Sehr richtig Frau Wagenknecht, aber bis Deutsche aus sozialen oder Gerechtigkeitsgründen massenhaft auf die Straße gehen friert eher die Hölle zu. Um sich moralisch besser zu fühlen (Bäume, Flüchtlinge, gegen Rechts, gegen G20) oder wenns im Osten gegen Flüchtlinge geht hat man schnell Zehntausende auf der Straße, aber sonst?

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seppfett 29.11.2018, 07:48
3. Schrecklich

Ein bodenloser Unsinn den Frau Wagenknecht da verzapft. Diese sogenannten Proteste kamen von Anfang an von ultra rechts und richten sich gegen Frankreich und seine Bürger. Jeder von uns, ich wohne in Frankreich, wird durch dieses Chaos in seiner Freiheit behindert. Die, die am wenigsten davon betroffen sind, sind die Regierenden. Das kommt auch daher, dass es keine klaren Forderungen gibt und keine Ziele definiert wurden. Wenn die Gelbwesten noch lange weiter machen werden sie tatsächlich die große Mehrheit der Franzosen gegen sich aufbringen.
Außerdem habe ich brennende Reifen und blockierte Straßen bei jeder Regierung um diese Jahreszeit erlebt. Hier gibt es eine latente Angst vor Veränderung.

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friedrich_eckard 29.11.2018, 07:53
4.

Bei aller Wertschätzung für Sahra Wagenknecht: man sollte mit seinen Wünschen vorsichtig sein, sie könnten in Erfüllung gehen... bei meinen Ausflügen in den rechten Sumpf bin ich nämlich schon auf Bestrebungen gestossen, den französischen Protesten auf das Trittbrett zu steigen, und wenn hierzulande in gelben Westen demonstriert wird, dann, so fürchte ich, nicht gegen Lohndrückerei und Wohnungsnot, sondern gegen "Islamisierung" und "Überfremdung" - und das muss ich nicht unbedingt haben.

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marioreinsch 29.11.2018, 07:56
5.

Die Verteuerung der Kraftstoffe ist der beste, schlüssigste, effektivste Weg in eine teilelektrische aber nicht unbedingt teurere Zukunft des Individualverkehrs, davon bin ich schon lange überzeugt, und dann weiß eigentlich auch jeder, der einigermaßen geradeaus denken kann. Nur kann man sie eben politisch nicht umsetzen, eben genau wegen solcher egoistischen, von Populisten gesteuerten Proteste des ungebildeten und besserwisserischen Wutbürgervolks. Macron versucht es trotzdem, das ist sehr löblich. Diese Proteste nun als vorbildlich für Deutschland zu bezeichnen, schlägt nun wirklich dem Fass den Boden aus.

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peppi59 29.11.2018, 08:05
6. Chaos

Chaos und ein möglichst schwaches Europa, das scheint sich Sarah Wagenknecht zu wünschen. Hat Sie denn nicht bemerkt dass die Gelbwesten in Frankreich von der rechtsnationalen Seite unterstützt wird?

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kumi-ori 29.11.2018, 08:14
7.

Revolution macht Spaß und ist auch nicht langweilig. Nur verstehe ich nicht, worin das Revolutionäre liegen soll, wenn ich Leute bei ihren dringenden täglichen Besorgungen behindere. Wird das Benzin billiger, bloß, weil ich daran gehindert werde, meine Lebensmittel zu kaufen, meine Kinder vom Kindergarten abzuholen oder vielleicht mich um meine bettlägrigen Eltern zu kümmern?

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Normalbürger18 29.11.2018, 08:19
8. Vom Aufstehen und Sitzenbleiben

Die Hoffnung von Frau Wagenknecht wird wohl enttäuscht werden, denn da hatte Lenin schon damals wohl eine recht realistische Einschätzung:
"Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!"
Von daher ist auch die "Aufstehen"-Initiative von Frau Wagenknecht wohl zum Scheitern verurteilt, denn die unzufriedenen Deutschen bleiben lieber auf dem Sofa sitzen und wählen dann bei der nächsten Wahl die vermeintliche Protestpartei AfD. Leider!

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nikaja 29.11.2018, 08:20
9. Proteste in FR

In diesem Falle muss ich Frau Wagenknecht zustimmen. FR ist in weiten Teilen ländlich, ohne ein wirksames Nahverkehrsnetz. Um zur Arbeit zu kommen sind die Menschen auf ihr Auto angewiesen, auch für Einkäufe, da viele Dörfer gar keine Läden mehr haben.
Eine Erhöhung der Sprit-Preise trifft die Menschen hart. Um die "gilets jaunes", die gelben Westen zu diskreditieren ist es am einfachsten bei Protesten Gewalt anzuzetteln, dann spricht man nicht mehr über die Inhalte, sondern nur noch über die Gewalt. Voilà.

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