Forum: Politik
Vorbild Frankreich: Wagenknecht wünscht sich stärkere Proteste gegen die Regierung
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Die Protestbewegung "Gelbe Westen" hält Frankreich in Aufruhr. Die Linken-Fraktionsvorsitzende Wagenknecht wünscht sich das auch für Deutschland - bedauert aber die Gewalt im Nachbarland.

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nikaja 29.11.2018, 09:31
20. @Bader -Reformunfaehigkeit

Um auf ihre sog."Reformunfähigkeit"zu kommen ist die soziale Situation in DE zu betrachten. In DE wurden die sog.Arbeitsmarktreformen à la Hartz 4, vereinfachter Kündigungsschutz etc. eingeführt. Was ist entstanden, ein Arbeitsmarkt mit Leiharbeitern, befristeten Arbeitsverträgen etc. Diese Leier, der Reformunfähigkeit würde den Leuten eingebleut, als gäbe es keine Alternativen.Diesen Fehler braucht FR nicht nachzumachen. Vertiefen sie sich in die Geschichte des Neoliberalismus und ihren Schlagwörtern und sie werden einigen Erkenntnisgewinn haben.

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cabeza_cuadrada 29.11.2018, 09:34
21. Benzin viel zu billig

Zitat von Flugzeugfreak1
sondern an der Wahlurne entschieden werden. Schließlich sind Proteste der Ausdruck der Meinung einer lautstarken Minderheit. Es ist außerdem mittlerweile richtiggehend peinlich, Frau Wagenknecht zuzuhören. Es sind immer dieselben, gesichtslosen Reichen, für die Politik gemacht wird. Gottseidank hat diese Frau in der großen Bundespolitik nichts zu melden. Eine Populistin so weit links das es schon fast wieder rechts ist. Benzin und Co sind eh noch viel zu billig. So wird das nichts mit dem Klimaschutz. Es müssen auch nicht immer mehr PS sein, einer der Haupttreiber für die Spritkosten. Wenn man schaut wohin sich die Autos entwickeln braucht man das auch noch nicht steuerlich zu unterstützen.
Ich vermute mal sie brauchen kein Auto um zur Arbeit zu kommen. Leider können viele ihrer Mitbürger das nicht behaupten. Aber jetzt kommen sicher wieder flache Tipps dorthin zu ziehen wo der Job ist. Ja, sehr einfach, kann ja jeder machen. Dazu soll man ja auch noch flexibel sein, heißt mehrfach umziehen. Soziales Umfeld der Familie (Kinder) kann man ja einfach wechseln, alles kein Problem.

PS: Ich fahre übrigens mit der Bahn zur Arbeit.

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felisconcolor 29.11.2018, 09:40
22. Sprich

Zitat von Badner
Frankreich hat 10 % Arbeitslosigkeit, dabei 20 % Jugendarbeitslosigkeit, eine ausufernde Staatsverschuldung, eine Staatsquote von über 50 %, etc. und ist absolut reformunfähig. Man folgt Italien in den Schuldenstaat, ohne Chance auf Besserung. Und dieses Land sollen wir als Vorbild nehmen ? Manchmal muss man sich schon fragen, was in den Köpfen so mancher Politiker vor sich geht ???
der Deutsche ist einfach zu satt. Oder? Ich habe bei manchen Entscheidungen der Wirtschaft oder der Politik (wobei das ja nicht immer sauber zu trennen ist) gedacht jetzt müsste es doch mal rumpeln im Gebälk. Aber Pustekuchen. Ein wenig Empörung im Netz und das war es dann schon. Der Deutsche ist einfach zu sehr Untertan. Er lässt sich schubsen, prügeln auspressen wie eine Südfrucht und sagt auch noch danke dafür.

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Edgard 29.11.2018, 09:44
23. Es ist offensichtlich...

Zitat von Mister Stone
...Die französischen Demonstranten wehren sich gegen die Gesamtpolitik von Macron, der die Reichen begünstigt und die Unreichen ausbeutet. Die Erhöhung der Kraftstoffpreise war lediglich der Anlass, der Funken, der die aufgestaute Wut entfesselt. ...
... daß Sie lediglich der Wagenknecht und Melenchon die Steigbügel halten; die bisherigen Reformen Macrons interessieren Sie überhaupt nicht - ausser Ihrem Allgemeinplatz "für die Reichen" kommt da nix.
Nicht der Abbau der Wohnungssteuer, nicht die Verbesserung der beruflichen Bildung, nicht der gerechtfertigte Abbau von Zuschüssen für Previligierte, nicht die überfälligen Reformen bei Ämtern und Behörden zugunsten aller Bürger.
Nein, es geht nicht um die hohen Sprit- und Heizölpreise, denn dannhätten die Franzosen schon lange Sturm laufen müssen gegen die Ölmultis die den Preis um 40 Cent seit Jahresbeginn hochgetrieben haben.
Aber jetzt bei einer gerechtfertigten Ökosteuer?
Nein, es geht gegen den Reformer und Europäer Macron.
Und da haben sowohl LePen als auch Melenchon und ihre Gefolgsleute Schnappatmung.

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Edgard 29.11.2018, 09:50
24. Frau Wagenknecht zeigt einmal mehr...

.... daß sie keine Hemmungen hat mit Unwahrheiten zu operieren wenn es ihren politischen Zielen dient.
"Ich finde es richtig, wenn Menschen sich wehren und protestieren, wenn die Politik ihr Leben verschlechtert - die Benzinpreiserhöhungen sind gerade für Pendler existenziell",...ist so eine Lüge - denn die Erhöhungen - seit Jahresbeginn um etwa 40 Cent - waren ja nicht von der Regierung Macron initiiert - sondern der Erdölmafia. Dagegen habe ich weder in F noch von Frau Wagenknecht irgendwelche Proteste erlebt; auch bei den Warnwestendeppen (deren Blockaden vor allem diejenigen traf die an diesen Samstagen zur Arbeit oder zu ihren Kunden mußten - Lieferwagenfahrer, Handwerker, Verkäufer) habe ich kein Plakat gesehen daß die Konzerne betraf.
Eine Ökosteuer hingegen die für Klimaschutz und neue Mobilität steht kommt der gesamten Gesellschaft zugute, Macron hat gerade das Ende der Nutzung fossiler Energien als Ziel genannt - auch um Abhängigkeiten z.B. vom Ölpreis zu verringern. Putin und seine deutsche Freundin sehen das natürlich nicht gern.
Nein, es ist eine politische Aktion die nur gegen Macron gerichtet ist, nichts weiter.
Was seine Regierung an Reformen bislang erreicht hat - Abbau der Wohnungssteuer, Reform der beruflichen Bildung, Stärkung der Frauenrechte, Abbau ungerechter Privilegien, Reform der Arbeitsämter mit ihrem notorisch miesen Service, "Recht auf Irrtum" für Bürger im Umgang mit Behörden und damit Abbau von Sanktionen - ist seinen politischen Gegnern egal, im Gegenteil.
Auch daß Frau Wagenknecht nur LePen und nicht auch Melenchon anspricht der in derselben Suppe rührt ist eben nur eine Halbwahrheit; bei einem überzeugten Europäer wie Macron (von dem wir mehr brauchen in der EU!) haben beide Schaum vor´m Maul.

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peter-11 29.11.2018, 09:51
25. bemerkenswert

da verliert die SPD die Hälfte ihrer Wählerschaft und die LINKE partizipiert nicht davon. Das hat ja Gründe und damit erübrigt sich auch schon der Vergleich mit Frankreich. Wenn die überwiegende Mehrheit insgesamt zufrieden ist, entsteht auch kaum Protestpotenzial. Frau Wagenknecht, die ich eigentlich sehr schätze, wird auch mit "Aufstehen" nicht weiterkommen. Bei aller berechtigten Kritiken, aber ganz so schlecht sind/waren unsere Regierungen dann doch nicht... außer bei den hier so üblichen Weltuntergangssenarien einiger Foristen.

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im_ernst_56 29.11.2018, 09:52
26. Durchsichtig

Als Fraktionsvorsitzende einer Partei, da bei ca. 10% liegt und vor einer Zerreißprobe steht, die ich mitzuverantworten habe, würde ich mir auch mehr Proteste gegen die Regierung wünschen, damit ich einen Zug habe, auf den ich schnell aufspringen kann. Daran, dass die Linke nicht vom Fleck kommt, ist mal die SPD und mal das Volk schuld, dass zu wenig revolutionären Elan hat.

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isikat 29.11.2018, 10:18
27. Wagenknecht

Da gebe ich Frau Wagenknecht absolut Recht. Wir sollten uns von dieser jämmerlichen Regierung auch nicht mehr alles gefallen lassen, es reicht schon längst. Aber die Deutschen lieben die Bequemlichkeit und lassen sich bis jetzt leider noch alles gefallen. Vielleicht ist der Punkt noch nicht erreicht, der sie auf die Straße treibt. Aber WENN es mal passiert, dann richtig. Darauf hoffe ich.

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stanniatze 29.11.2018, 10:22
28. Wenn Bürger auf die Straße gehen...

Wenn Bürger auf die Straße gehen? Die Menschen gehen/gingen doch schon auf die Straße. Siehe Occupy Germany, TTIP-Demonstrationen, Proteste gegen den Irakkrieg, PEGIDA + Sonstige und auch die Anti G20-Demonstrationen. Leider werden die Menschen ignoriert oder sehr schnell von der Politik und Medien in eine Linke oder Rechte Ecke gestellt. Wirklich geändert hat sich bei diesen Themen nichts!

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Cascara LF 29.11.2018, 10:33
29. Langes Warten

Das wird nichts in Deutschland. Hier protestieren z.Z. nur Leute, mit denen man als Demokrat nichts zu tun haben möchte und die Mitte und Linke unserer Politik ist quasi lahmgelegt. Warum? Protest gegen die Aussitz- und Abwartepolitik ist eben nicht en vogue, stellt es sich doch oftmals als bequemer heraus dabei zuzusehen, als etwas anderes zu gestalten. Die Grenzen der Parteien sind unscharf, die Bundespolitik bedient sich vieler Richtungen, da wird es schwer, einen gemeinsamen Nenner für Proteste gegen eine Ungleichbehandlung, Ungerechtigkeiten und Ungereimtheiten zu finden. Blosses Dagegensein gibt es schon und ist eben kurzsichtig und von Rechten besetzt. Proteste dagegen sind gut und wichtig, ändert aber auch nichts an anderen Unzulänglichkeiten wie z.B. Lehrermangel, Pflegenotstand, Bezahlungen im Bildungs- und Gesundheitsbereich etc.

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