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Vorbild Frankreich: Wagenknecht wünscht sich stärkere Proteste gegen die Regierung
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Die Protestbewegung "Gelbe Westen" hält Frankreich in Aufruhr. Die Linken-Fraktionsvorsitzende Wagenknecht wünscht sich das auch für Deutschland - bedauert aber die Gewalt im Nachbarland.

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g_bec 29.11.2018, 16:00
40. Pfft.

Zitat von linkausdd
Eine Bewegung wie AUFSTEHEN ist wichtig und notwendig, wenn sich in diesem Land tatsächlich etwas zum Besseren wenden soll. Der Protest von der STRASSE hat im Herbst 1989 so vieles Entscheidendes bewirkt – warum sollte das nicht auch heute wieder möglich sein? ...
Entschuldigung, aber angesichts des Ergebnisses des Herbsts 1989 sollten Linke denn doch lieber ganz kleine Brötchen backen, wenn sie zu Massenprotesten aufrufen. Auch Frau Wagenknecht hat anscheinend nichts aus der Geschichte gelernt: Die Leute wollten damals und heute Westgeld, Westwaren sowie Westautos und keinen Sozialmus. Da es der breiten Masse, übrigens auch im angeblich abgehängten Osten, daran zur Zeit nicht mangelt*, protestieren auch die Wenigsten.

*Die Umsätze der Einzel- sowie Onlinehändler (und auch der Logistiker wie amazon;-) bestätigen das.

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g_bec 29.11.2018, 16:13
41. Hinweis

Zitat von lasalette13
Frau Wagenseil hat recht, die heutigen Politker in Deutschland, speiziell die Merkelsche Regierungsmitglieder, haben nach der Wahlschlappe nichts dazugelernt ! Nur ein Beispiel : die Organspende. Die Politker reden immer nur von WERTEN und vom GRUNDGESETZ, aber Herr Spahn will Bürger die freie Entscheidung kippen, um die Spendebereitwilligket zu erhöhen, das verstösst gegen das Grundgesetz ! Vor allme wird hier der Manipulation, die ja bereits vorhanden ist (Beispiel Lauda) nur noch verstärkt. Die Freiwilligkeit muss erhalten bleiben, ansonsten haben die radikalen Kräfte Europa in der Hand, deshalb müsssne wir merh streiken !
Offensichtlich ist Ihnen das Thema Organspende sehr wichtig, schließlich fordern Sie ja wegen dieses Themas "Gelbwestenproteste" gegen die Regierung. Deshalb sei der Hinweis erlaubt, dass Organspende entweder für viele kein entscheidendes Thema oder die Mehrheit sogar mit der angedachten Widerspruchslösung voll einverstanden ist. Vielleicht ist das der Grund, warum die Wenigsten dagegen protestieren?

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R.W.Schramm 29.11.2018, 17:22
42. Das Klassenbewusstsein (neu) herausbilden und entwickeln!

Wir müssen das Klassenbewusstsein (neu) herausbilden und entwickeln!

Die SPD-Führung und ihre Gewerkschaftsführer hatten am Ende der Weimarer Republik den deutschen Kapitalfaschisten der NSDAP widerstandslos die gesellschaftspolitische Macht überlassen! In Folge wurde nach 1933 das proletarische Klassenbewusstsein weitgehend und anhaltend bis heute nachhaltig liquidiert. Die NSDAP erreichte in ihrer Spitze eine freiwillige (!) Mitgliedschaft von 7,3 Millionen. Der Anteil aus der deutschen Arbeiterschaft lag bei rund 30 Prozent, bzw. etwa 2,2 Millionen. Damit hatte die kapital-faschistische NSDAP einen höheren Anteil aus der deutschen Arbeiterklasse erreicht, als vor 1933 in der Weimarer Republik die M-SPD, USPD und KPD zusammengenommen.

Die Vernichtung des proletarischen Klassenbewusstseins nach 1936, nach den Olympischen Spielen, ging so weit, dass selbst nach der militärischen Niederlage bei Stalingrad, vom Dezember 1942, die Rüstungsproduktion erst im Frühjahr 1944, also mehr als ein Jahr danach, ihre produktive Spitze erreichte. Das war vor allem eine Folge der ungenügenden Rohstoffversorgung. Auch war diese produktive Leistung vorrangig ein Ergebnis der (älteren) deutschen Arbeiterklasse, von erfahrenen Produktionsarbeitern, qualifizierten Facharbeitern, Vorarbeitern, Meistern und Technikern. Nicht so sehr aus dem mörderischen Einsatz von Zwangsarbeitskräften und Häftlingen, aus Vernichtungs- und Konzentrationslagern, erklärt sich die produktive Spitzenleistung (noch) im Jahr 1944, sondern aus der freiwilligen Arbeitsleistung der (älteren) deutschen Arbeiterklasse für die kapital-faschistische Volksgemeinschaft Deutschlands, unter der gesellschaftspolitischen Führung der NSDAP.

Bekanntlich erfolgte die kapital-faschistische Niederlage, am Ende des Zweiten Weltkrieges 1945, nicht durch einen inneren (antifaschistischen) Widerstand, sondern wurde von den antifaschistischen Alliierten herbeigeführt. Mit wenigen Ausnahmen, seitens der bürgerlichen Humanisten und Kommunisten, hat es kaum Widerstand, bzw. keinen antifaschistischen Widerstand, in Deutschland gegeben. Das lag auch nicht (nur) am faschistischen Gewaltapparat, sondern primär am faschistischen Massenbewusstsein in Deutschland, selbst über das Kriegsende hinaus.

Die deutsche Sozialdemokratie, ebenso wie die anderen bürgerlichen Nachfolgeparteien, beteiligten sich nicht nach 1945 und auch kaum nach der BRD-Staatsgründung 1949, an der Herausbildung eines antifaschistischen Massenbewusstseins. Selbst die antifaschistische, bürgerliche und kommunistische Minderheit in Ostdeutschland, ist letztlich, trotz ihrer antifaschistischen MfS-Staatssicherheit, an der massenpsychologischen Vorprägung der (ostdeutschen) Bevölkerung gescheitert. Was sich nicht nur nach 1990, im Pogrom von Rostock-Lichtenhagen 1992, massenwirksam widerspiegelte.

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simonweber1 29.11.2018, 17:35
43. Bei

Zitat von marioreinsch
Die Verteuerung der Kraftstoffe ist der beste, schlüssigste, effektivste Weg in eine teilelektrische aber nicht unbedingt teurere Zukunft des Individualverkehrs, davon bin ich schon lange überzeugt, und dann weiß eigentlich auch jeder, der einigermaßen geradeaus denken kann. Nur kann man sie eben politisch nicht umsetzen, eben genau wegen solcher egoistischen, von Populisten gesteuerten Proteste des ungebildeten und besserwisserischen Wutbürgervolks. Macron versucht es trotzdem, das ist sehr löblich. Diese Proteste nun als vorbildlich für Deutschland zu bezeichnen, schlägt nun wirklich dem Fass den Boden aus.
den französischen Demonstrationen ging es doch nicht um Ökosteuer und Spritpreise. Das war letztendlich nur der letzte Punkt, der das Fass zum überlaufen brachte. Die Demonstrationen richten sich gezielt gegen die Politik Macrons, mit der sehr viele Franzosen nicht mehr einverstanden sind.

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kelcht 29.11.2018, 18:22
44. Rambazamba auf der Straße

Zitat von WoRiDD
Das Gejammer, oder besser gesagt, der Protest gegen diese Regierung nimmt in den sozialen Medien spürbar zu. Doch er kann dort nicht viel (bis gar nichts) bewirken. Vielmehr zeigt er, dass sich deutsche Volk nur noch lethargisch verhält. Es krankt an allen Ecken und Kanten: Gesundheitswesen, Bildung, Infrastruktur... aber außer irgendwelcher beschwichtigenden Reden: nichts. Würde aber das Volk konzentriert seinen Protest in die Öffentlichkeit tragen (unabhängig von Gewerkschaften und somit nur Lohnforderungen), könnte dies u.U. etwas bewirken. Aber wie schon weiter oben bemerkt, würden dann (bezahlte) Nazis auftreten, worüber dann die Medien ausführlich berichten könnten.
Stimmt die waren bezahlt von meinen Steuergeldern die für die NPD und Hartz4 ausgegeben werden. Wenn Sie sozialen Medien glauben schenken ist das zumindest ein Grund für die Bildungsmisere. Protest ist nicht immer sinnvoll nur weil ein paar lautstarke Hansel auf die Straße rennen und z.B. gegen Uber Taxis protestieren die eigentlich sehr gute öffentlich Verkehrsmittel und Infrastruktur sind. Wenn mehr Krankenpfleger studieren würden als Hobbypolitiker ist auch dem Gesundheitswesen gedient.

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Knossos 29.11.2018, 18:31
45.

Zitat von marioreinsch
Die Verteuerung der Kraftstoffe ist der beste, schlüssigste, effektivste Weg in eine teilelektrische aber nicht unbedingt teurere Zukunft des Individualverkehrs, davon bin ich schon lange überzeugt, und dann weiß eigentlich auch jeder, der einigermaßen geradeaus denken kann. Nur kann man sie eben politisch nicht umsetzen, eben genau wegen solcher egoistischen, von Populisten gesteuerten Proteste des ungebildeten und besserwisserischen Wutbürgervolks. Macron versucht es trotzdem, das ist sehr löblich. Diese Proteste nun als vorbildlich für Deutschland zu bezeichnen, schlägt nun wirklich dem Fass den Boden aus.
Rhetorische Frage:
Wer hat Ihnen eigentlich eingetrichtert, daß zur Umsetzung vernünftiger Maßnahmen, am unteren sozialen Ende anzusetzen sei?

Den Steuernachlaß für Reiche, der Ihnen als selbstverstandenen Pragmatiker schon einmal nicht aufstoßen möchte, einmal beiseite gelassen, käme Ihnen wohl nicht in den Sinn, daß statt Macrons Maßnahme Hersteller mit Strafsteuern für Verbrenner / Förderung für alternative Antriebe bedacht werden könnten?

Aber es ist wohl Wagenknecht, die nicht geradeaus zu denken vermag; nicht wahr.

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k70-ingo 29.11.2018, 18:51
46.

Ganz nett, wie engagiert Sie die Rotlichtbestrahlung aus seligen KB-Zeiten darlegen - allerdings ist Ihr Hoffen und Streben zweckfrei.

Schlicht deswegen, weil es die klassische und einstmals klassenbewußte Arbeiterschaft nicht mehr gibt. Dank der sozialen Marktwirtschaft und der westdeutschen Bildungsoffensive der 70er Jahre.
Aufgrund des technischen, wirtschaftlichen und sozialen Fortschrittes sind auch die Heere der einfachen ungelernten Arbeiter verschwunden. Ein heutiger gutausgebildeter Facharbeiter, der langjährig bei seinem Arbeitgeber beschäftigt ist, hat mit Ihrer kommunistischen Arbeiterromantik nichts zu tun. Im Gegenteil, vom Lohn her gehört er nach altlinker Definition sogar zu den Reichen.

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k70-ingo 29.11.2018, 18:52
47.

Ganz nett, wie engagiert Sie die Rotlichtbestrahlung aus seligen KB-Zeiten darlegen - allerdings ist Ihr Hoffen und Streben zweckfrei.

Schlicht deswegen, weil es die klassische und einstmals klassenbewußte Arbeiterschaft nicht mehr gibt. Dank der sozialen Marktwirtschaft und der westdeutschen Bildungsoffensive der 70er Jahre.
Aufgrund des technischen, wirtschaftlichen und sozialen Fortschrittes sind auch die Heere der einfachen ungelernten Arbeiter verschwunden. Ein heutiger gutausgebildeter Facharbeiter, der langjährig bei seinem Arbeitgeber beschäftigt ist, hat mit Ihrer kommunistischen Arbeiterromantik nichts zu tun. Im Gegenteil, vom Lohn her gehört er nach altlinker Definition sogar zu den Reichen.

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wollipößneck 29.11.2018, 20:37
48.

Sehr geehrte Frau Wagenknecht, frei nach Klaus Renft: "Wer im Hintern zu schwer und im Kopfe zu bequem ist". So sieht es in Deutschland aus, leider. Ich kenne diese Situation aus der DDR. Jeder wartet auf ein Signal, während die Regierung schläft und wahre Probleme verkennt.

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markus_wienken 29.11.2018, 20:41
49.

Zitat von stanniatze
Wenn Bürger auf die Straße gehen? Die Menschen gehen/gingen doch schon auf die Straße. Siehe Occupy Germany, TTIP-Demonstrationen, Proteste gegen den Irakkrieg, PEGIDA + Sonstige und auch die Anti G20-Demonstrationen. Leider werden die Menschen ignoriert oder sehr schnell von der Politik und Medien in eine Linke oder Rechte Ecke gestellt. Wirklich geändert hat sich bei diesen Themen nichts!
Was erwarten Sie denn?
Die wenigen Demonstrationen mit relativ wenigen Bürgern, was soll sich dadurch ändern?
Wenn Sie etwas ändern wollen, muss man hunderttausende und mehr mobilisieren und das nicht nur ein oder zwei mal sondern über einen längeren Zeitraum regelmäßig - monatelang.
Und wenn z.B.Pegida offen rechtsradikale und Nazis in ihren Reihen duldet, verortet man sie zu Recht in der rechten Ecke.
Auch bei der letzten Demonstration in Hamburg und auch in Frankfurt sind mir nur die bürgerkriegsähnlichen Bilder aber nicht die Sachthemen der Demonstranten im Gedächtnis haften gebieben.
So wird man sicherlich nichts ändern und auch keine Bürger zum Nachdenken anregen.

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