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Vormarsch der Dschihadisten: ISIS-Kämpfer sollen größte Ölraffinerie Iraks erobert ha
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Die islamistische Terrorgruppe ISIS rückt weiter auf Bagdad vor. Laut einem Bericht sollen ihre Kämpfer die größte Raffinerie des Landes erobert haben - es wäre ein wichtiger strategischer Erfolg.

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porkypork 24.06.2014, 08:11
1. Heiße Luft

Kerrys Besuch war nichts als heiße (Wüsten-)Luft, die USA haben den Irak fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Sie werden erst dann ernsthaft eingreifen, wenn Maliki - der erst letzten Monat die Wahlen gewonnen hatte - gestürzt wurde.

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Sackaboner 24.06.2014, 08:20
2.

Zitat von sysop
Die islamistische Terrorgruppe ISIS rückt weiter auf Bagdad vor. Laut einem Bericht sollen ihre Kämpfer die größte Raffinerie des Landes erobert haben - es wäre ein wichtiger strategischer Erfolg.
Der Westen verhält sich erstaunlich abwartend. Hoffen vielleicht Obama und seine tollen Berater, dass sie mit der ISIS friedlich "verhandeln" können, wenn die erstmal definitif die Macht im Irak übernommen haben? Also die Strategie des Aussitzens? Ich bin auch gegen eine militärische Intervention, aber der Westen muss sich endlich einmal klar gegenüber dem islamischen Terrorismus und seinen Unterstützerstaaten positionieren. Auch wenn die Milliarden da unten im Sand nur so blinken und funkeln.

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apalanca 24.06.2014, 08:59
3. Vorsicht

Der Iran unterstützt die Hizbola und die wiederum kämpfen mit Assads Regime in Syrien gegen die Sunniten. Laut Wiki sind die Kurden mehrheitlich Sunniten, was eine Unterteilung in Sunniten, Schiiten und Kurden nicht sinnvoll macht. Was dort abgeht ist zu komplex un ein klares langfristiges Ziel zu haben.

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tom.le 24.06.2014, 09:16
4. Aufteilen = Option

Der Irak ist ein Gebilde, dass einfach nicht zusammen passen will. Was wäre denn so schlimm daran, wenn man das Land einfach drittelt? Selbst der Terror bei Saddam hatte schon seinen Ursprung darin, dass er die "anderen" Glaubensrichtungen unterdrückte. Besser wäre es doch sicherlich, drei halbwegs intakte Kleinstaaten zu haben, als einen auf ewig nur durch eine resolute Herrschaft kontrollierbaren Irak.

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juliettebrown 24.06.2014, 09:25
5. Die Administration der USA ...

Zitat von porkypork
Kerrys Besuch war nichts als heiße (Wüsten-)Luft, die USA haben den Irak fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Sie werden erst dann ernsthaft eingreifen, wenn Maliki - der erst letzten Monat die Wahlen gewonnen hatte - gestürzt wurde.
.... wird dann eingreifen, wenn die schiitischen Kräfte, massiv unterstützt vom Iran, zu groß werden und ihren Machteinfluss durch militärische Erfolge im Irak in Richtung Syrien und Jordanien ausdehnen.

Dann reagieren spätestens die Auftraggeber (Wahabiten aus Saudi Arabien) der USA (Administration/Wirtschaftsfamielien) mit Geldzahlungen (Kosten f. Militäraktion + Extracash) und Garantien (Ölpreisstabilität und Liefermöglichkeit).

Die ISIS ist eigentlich kein Feind, da diese "Gruppe" alle dreckigen Jobs (der Wahabiten) machen ohne sich irgendjemanden gegenüber verantworten zu müssen. Es bleibt nur eine kleine Angst, dass einige unkalkulierbare Untergruppen der Radikalen sich auch gegen die Wahabiten mit "Störaktionen" wenden.

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ghanima23 24.06.2014, 09:34
6.

Zitat von apalanca
Der Iran unterstützt die Hizbola und die wiederum kämpfen mit Assads Regime in Syrien gegen die Sunniten. Laut Wiki sind die Kurden mehrheitlich Sunniten, was eine Unterteilung in Sunniten, Schiiten und Kurden nicht sinnvoll macht. Was dort abgeht ist zu komplex un ein klares langfristiges Ziel zu haben.
Da hat schon jeder klare langfristige Ziele. Was die Kurden betrifft, ist dies ein eigener kurdischer Staat.

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Walther Kempinski 24.06.2014, 09:39
7. Verschwörungstheorie ÖL

Damit wäre die Verschwörungstheorie widerlegt, dass die USA aufgrund von Öl in den Krieg ziehen. Zunächst einmal ziehen die USA jetzt nicht mehr in den Krieg, obwohl die Ölfelder in Gefahr sind.

Zweitens kam mal auf arte (Franzosen=nicht die größten Fans der USA) haben da wunderbar aufgezeigt, wie die Aufteilung der Ölfelder im Irak ablief. Es waren große Auktionen. Die Gewinne fließen an die irakische Regierung in Bagdad. Die Gewinner der Auktionen, die mitunter die größten Ölfelder ersteigert haben waren zB auf Petronas oder Elf. Also Konzerne, deren Staaten am Krieg gewiss nicht teilgenommen haben.

Nein. Wenn die USA in den Krieg ziehen, dann aus Sicherheitsinterssen heraus (Afghanistan) oder aus rein ideologischen Gründen wie zB (bitte nicht lachen, ist aber wirklich so) Freiheit oder aber Bewahrung der kapitalistischen Grundordnung. (USA reagieren auch allergisch bei Verstaatlichungen durch Nicht-Demokratien oder Halb-Demokratien...zB Iran vor dem Schah).

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kuac 24.06.2014, 10:19
8.

Warum schicken Saudi Arabien und Katar keine Soldaten nach Irak um ISIS zu bekämpfen? In Bahrein waren doch auch Saudi Soldaten sofort dabei.

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redbayer 24.06.2014, 10:20
9. Halt wieder typisch amerikanisch

jedes blödsinnige Staatsgebilde muss unbedingt so bleiben wie es mal aus Eroberungszügen oder europäischer Kolonialzeit gemacht wurde.

Es ist ganz gut, dass die Islamisten im Nahen Osten dem entgegentreten. Ein Ergebnis könnten neue Länder sein, aus Teilen von Syrien und dem Irak mit sunnitischer Ausrichtung, ein Land Schiiten die sich gerne mit dem Iran liieren und ein Kurdistan.

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