Forum: Politik
Vormarsch von Warlord Haftar: In Tripolis scheitert Europas Libyen-Politik
Esam Omran Al-Fetori/ REUTERS

Khalifa Haftar bläst zum Sturm auf Tripolis: Seine "Libysche Nationale Armee" ist ein Bündnis aus Gaddafi-Militärs, Salafisten und Söldnern. Der Zwei-Millionen-Metropole droht eine verheerende Schlacht.

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fkfkalle3 08.04.2019, 18:12
20. Russische Interessen

Die UN Resolution , so sieht es Russland eingebracht, redet von einem allseitigen Waffenstillstand., also aller am Konflikt beteiligter Gruppen. Die USA , auch ihre Vasallen reden von einen sofortigigen Stop der angreifenden Verbände.Da mag sich jeder deinen Reim darauf machen. Russland hat an den Ölquellen in Lybien entweder eine direkte Beteiligung (offiziell eingekauft), aber auch durch die beiderseirlich abgestimmten Verträge über die Nutzung derselbigen ein grundsätzlichesInteresse .

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Nonvaio01 08.04.2019, 18:15
21. macht sinn

Zitat von adrian.ruest
Interessant wie hier wieder über den "Westen" hergezogen wird, von Feiglingen, die in den sicheren Stuben genau dieses Westens sitzen. In stabilen, friedlichen Ländern, die sich nach Jahrzehnten von Chaos und Krieg im 19. und 20. Jh. langsam zu Demokratien entwickelt haben. Praktisch jedes westliche Land erwuchs aus jahrelangen Kämpfen. Im Nahen Osten gesteht man den Leuten diese Entwicklungszeit aber nicht zu. Da ist der böse Westen an Revolutionen Schuld, die Menschen kommen ja natürlich nicht selbst auf die Idee, sich zu wehren. Und Mörder wie Hussein, Assad oder Ghadaffi sind natürlich viel besser für diese Staaten. Die sorg(t)en wenigsten für Ruhe. Und überhaupt, Demokratie und Menschenrechte sind ja auch nicht für alle passend.
dann sollten wir uns dort aber nicht einmischen, keine soldaten senden, keine waffen, kein Geld...nichts. Denn es hat sich ja auch keiner in die kaempfe Europas im 19/20 jahrhundert eingemischt.

Das problem ist die staendige einmischung, egal von wem.

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Sonia 08.04.2019, 18:16
22. Logisch, Putin ....

Nachdem diesen Ex-General Haftar die Amerikaner aus der Kriegsgefangenschaft befreiten, verbrachte der rund 20 Jahre im US-Bundesstaat Virgina, in der Nähe des CIA-Hauptquartiers von Langley. Ein Mann mit besten Kontakten zum amerikanischen Geheimdienst. In den 90er Jahren gab es zwischen der CIA und der im US-Exil beheimateten Nationalen Libyschen Rettungsfront NFSL eine Zusammenarbeit. Diese Gruppe, die aus Gaddafi-Gegnern und Anhängern der libyischen Monarchie bestand, wurde von der CIA unterstützt, ausgerüstet und in Guerillataktik sowie für Sabotageakte geschult. Der Kommandeur dieser Einheit: Khalifa Haftar.
Putin-Phobie funktioniert hier nicht. Einfach endlich mal bei spon besser recherchieren. Zum Beispiel einen Bericht des US-Kongresses aus den 90er Jahren

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Ole_Ostpreiß 08.04.2019, 18:22
23. schon wieder ein General mit US-Pass ...

das kommt mir doch von Bin-Laden's Geschichte bekannt vor ...
wieso wenden sich alle USA Zöglinge anschließend von den USA ab !
Da muß doch was faul im Busch sein ...

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mantrid 08.04.2019, 18:26
24. Armes reiches Land

Wie fast immer, wenn die Amis dabei sind, ist man hier auf halben Weg stehengeblieben. Statt demokratische Strukturen zu schaffen, ein demokratisches Militär aufzubauen, hat man die Bildung von Milizen zugelassen. Jetzt leiden die Libyer und die vielen Flüchtlinge in dem Land. Das ist der Punkt, wo eventuell die Europäer militärisch eingreifen sollten. Wenn man das tut, muss man das Spiel zu Ende spielen, wie es in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg geschah. Ich kann mir schon die diversen empörten Reaktionen auf diesen Vorschlag vorstellen. Ist das Sterben der Menschen in einem Dauer-Bürgerkrieg die bessere Alternative?

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atilla74 08.04.2019, 18:30
25.

Es ist ein zynischer Witz: Ausgerechnet die G-7-Staaten fordern „ein Ende der Eskalation in Libyen“. Unter den G-7-Staaten sind genau jene Länder, die sich 2011 in die libyschen Bürgerproteste auf der Seite der Gaddafi-Gegner eingemischt hatten. Mit dem Ziel, den Präsidenten Muammar al-Gaddafi zu stürzen.
Schnell wurde der Mann in den westlichen Medien zum Diktator erklärt, schnell wurden Ziele wie Freiheit und Demokratie proklamiert, und noch schneller griffen die USA, Großbritannien und Frankreich am 19. März 2011 mit einer Luft- und Seeblockade in die internen Auseinandersetzungen in Libyen ein. Rund 50.000 Tote und ein paar Jahr später dauert der Krieg immer noch an.

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mr future 08.04.2019, 18:37
26. Regime Change

Einge EU Länder waren doch nur willfährige Helfer des US-Imperiums. Und das wollte nicht dulden dass Lybien sein Öl in anderen Währungen als dem Petro-Dollar verkauft. Also wurde mal wieder der Machthaber ins Kanalrohr gejagt und die Büchse der Pandora geöffnet. Jetzt solls die - den Meisten im Imperium verhasste - UNO richten. re future

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licht_und_schatten 08.04.2019, 18:47
27.

Zitat von kleinsteminderheit
Nun gleitet Libyen offenbar, genau wie Syrien in einen Stellvertreterkrieg.
Aus meiner Sicht ist das kein Stellvertreterkrieg. Haftar ist seit 2011 sehr aktiv. Er hat den Osten Libyens (Benghazi, Derna, etc.) von Islamisten befreit. Der jetzige Schritt war höchstwahrscheinlich von Anfang an geplant. Meiner Meinung mach ist er der einzige, der in dem Land für Ordnung sorgen kann.
Weshalb der Wertewesten gegen ihn ist, kann ich auf anhieb nicht sagen. U.U. will man gar keine Ordnung in dem Land.
Tatsache ist, dass die Berichterstattung über ihn sehr subjektiv ist. Abgesehen davon, wird jeder der von unseren Superdemokraten nicht erwünscht ist als Russenpartner gebrandmarkt. Das ist so lächerlich.

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ossimann 08.04.2019, 19:24
28. Libyen 2.0 verhindern .....

Zitat von Crom
Und was machen die Russen in Libyen? Was haben die dort zu suchen? Warum unterstützen die mal wieder ein Schlächter und Verbrecher gegen die Menschlichkeit?
Man hat Ghadafi im Namen des "Arabischen Frühlings" in die Wüste gebombt , man hätte gern Assad auch in die Wüste geschickt . Was wäre dann passiert ? Ein Endloskrieg zwischen IS , Suniten , Schiiten & Co. um die Vormacht in Syrien . An "Knallzeug" mangelt es nicht dafür sorgen die großen Player wie Iran und Saudi Arabien schon . Wenn der Rest des Landes dann in Schutt und Asche liegt , wer baut auf , wer zahlt den Aufbau ? Die Milizen die mit ihre Kanonenjeeps und Kaschis rumkurven ? Es würde nicht lange dauern und die nächsten hundertausende Kriegsflüchtlinge ständen hier vor der Tür und würde "Asyl" sagen . Die USA , Israel , Saudi Arabien usw. machen ihre Grenzen dicht . Die EU/Deutschland würde das machen was sie am besten können , gelähmt auf die Ereignisse schauen und die x-te Mahnung für ein Appel an die Kriegspartein richten das man mal reden müsste . Hat man je mit endlose Reden ein Konflikt beendet ? Siehe Ukraine , Jemen usw. , nur wenn eine Partei besiegt oder der Nachschub an Waffen und Lebensmittel versiegt und man kein Halt mehr in der Bevölkerung findet endet der Konflikt . Selbst wo man mit Diplomatie jahrelange Waffengänge wie z.B. in Kolubien beenden konnte ist die Lage weiter explosiv , da wegen offene Rechnungen und Machtfragen jederzeit wieder zu den Waffen gegriffen werden kann .

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mborevi 08.04.2019, 19:28
29. Nach der Entmachtung ...

... Gaddafis durch den "Westen" (im Wesentlichen wohl die CIA) fiel der Libysche Staat in das Chaos und jetzt kann Europa das wieder ausbaden. Es ist immer das gleiche Lide. Und Europa lernt nicht.

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