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Vormarsch von Warlord Haftar: In Tripolis scheitert Europas Libyen-Politik
Esam Omran Al-Fetori/ REUTERS

Khalifa Haftar bläst zum Sturm auf Tripolis: Seine "Libysche Nationale Armee" ist ein Bündnis aus Gaddafi-Militärs, Salafisten und Söldnern. Der Zwei-Millionen-Metropole droht eine verheerende Schlacht.

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TomTheViking 08.04.2019, 20:00
40. Man kann nur hoffen das sich die Soldateska in Tripolis schnell ergibt

Die anderen Gebiete wurden glücklicherweise nahezu kampflos übergeben.

Es bringt nichts "Wunschregierungen" zu installieren "anzuerkennen" nun gut zumindest die G7 also der sogenannte Westen) die nicht funktionieren.

Glücklicherweise haben die amerikanischen Streitkräfte das Land aus Sicherheitsgründen verlassen, russische Streitkräfte waren nie dort. Als erübrigt sich das Gelaber darum.

Die russische Seite hat auch nie eine Konfliktpartei unterstützt. Wenn die aufs Trapez gebrachte UNO Resolution (die eh keiner beachtet hätte) fordert, dass nur die eine Partei die Kampfhandlungen einstellen soll hat Russland richtig gehandelt nicht zuszustimmen und so einen Kuhhandel zugunsten einer eben nicht im Land und der arabischen Welt anerkannten "Regierung" Vorteile zu unterbinden.

Ein schnelles Ende der Scheinregierung wäre das beste für das libysche Volk/Völker, welche unter Gadaffi den höchsten Lebenstandart aller afrikanischen Länder hatten. Mit kostenloser Ausbildung und medizinischer Versorgung und einem Durchschnittseinkommen von ca. 1000 USD im Monat, nicht im Jahr wie in vielen anderen afrikanischen "Demokratien".

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Promethium 08.04.2019, 20:03
41.

Samt und sonders Waffen russischer Bauart bei Haftars Milizen!

Jetzt ist klar was im Januar 2017 besprochen wurde als der russische Flugzeugträger Admiral Kusnezow für ein Treffen mit Haftar einen Stop vor der Libyschen Küste einlegte.

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llych2001 08.04.2019, 20:07
42. Haftar

Unterstützt von u.a Saudi-Arabien, Ägypten, VAE und Russland (mit ein paar Söldnern - wahrscheinlich mal wieder ohne Abzeichen unterwegs). Konsequenzen für diese Länder und ihren Stellvertreterkrieg ? Nix.

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damianschnelle 08.04.2019, 20:09
43. Was

war denn nun eigentlich der Auslöser für das Wegbomben von Gaddafi? Alles wie immer, Rohstoffe und Macht. Gaddafi hatte doch allen Ernstes in Erwägung gezogen eine afrkanische Währung für den Handel auf dem Kontinent zu schaffen und dazu noch gegen einen AFRICON-Stützpunkt auf dem Kontinent rebelliert. Für beides hatte er wohl schon Zusagen von anderen afrikanischen Staaten. Eine Dokumentation dazu gab es seinerzeit auf ARTE. Ich bin Beileibe kein Gaddafi-Fan. Das Problem des Westens ist an Nordafrika und dem Nahen Osten deutlich auszumachen.

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conni123 08.04.2019, 20:09
44. Deutsche Reaktionen....

Ich denke von unserer Regierung werden wir wieder mal Leerformel hören, dass "der Konflikt nicht militärisch sondern nur politisch zu lösen ist" und alle Beteiligten werden gebeten sich zum Kaffeekränzchen zusammen zu setzen. Vielleicht berufen wir ja eine (wie immer nutzlose) Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats ein, wenn wir schon mal den Vorsitz haben. Na ja, vielleicht nicht das Schlechteste, jedenfalls halten wir uns so aus dem Schlamassel raus. Aber einbilden von wegen moralischer Supermacht sollten wir uns darauf nichts.

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-su- 08.04.2019, 20:12
45.

Zitat von rant.biden
Es ist zum Verzweifeln mit diesen Steilvorlagen für die braunrote Putinpropaganda. Ist das Dummheit oder Absicht?? Und prompt der erste Kommentar ergreift die bereitwillig gelieferte Gelegenheit und lässt hocherfreut die wichtigste Waffe im Köcher der kriegführenden Verbrecherregime vom Stapel, indem er die Auswirkungen des Krieges gegen Verbrecherregime mit den Kriegen der Verbrecherregime gleichsetzt. Und wird auch noch als erster und prominentester Kommentar promoted!? Und nutzt natürlich sofort die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, worum es eigentlich geht beim Krieg des Ostens gegen den Westen: Nicht um die EU, sondern um die "US-Soldaten". Flankiert wird diese Propaganda der Artikelschreiber und -kommentatoren vom russischen Regime, das bekanntlich jegliche Gräuel mit UN-Vetos unterstützt, solange sich daraus antiwestliches Kapital schlagen lässt - in Venezuela, in Libyen oder sonstwo. Ob Putin, ob Madurofaschist, ob Drogenbaron - egal, sie sind es, die ihre "Ordnung" aufrechterhalten, die die humanitäre Intervention zerstört. Nicht mehr das Verbrecherregime verursacht Tod und Verderben, sondern die völkerrechtliche, westliche - und eben manchmal scheiternde - Intervention. UND SELBST DEN SCHLÄCHTER GADDAFI LASSEN SIE HIER SCHON HOCHLEBEN (Kommentar Nr. 10). Danke für diesen intelligenten Beitrag.
Es war absehbar, was aus dem Irak, Syrien und Libyen wird, wenn der Westen eine "humanitäre Intervention" macht. Es wurde Chaos verursacht. Die schlimmsten Befürchtungen wurden übertroffen. Es gab zehntausende zivile Opfer. Um von diesem Verbrechen abzulenken, wird im Falle des Iraks jetzt der Iran als Schuldiger hingestellt und im Falle Syriens und Libyens schiebt man die Schuld auf Russland.

Das geflenne mit Venezuela wäre glaubwürdiger, wenn man in Kolumbien und Haiti, die im Elend lebenden Menschen helfen würde. Denn denen geht es deutlich schlechter als die in Venezuela.
In Honduras, hat Obama einen Sturz der Regierung veranlasst und seit dem herrscht dort Gewalt. Stört auch niemanden im Westen, weil die honduranische Regierung pro USA/Westen ist.

So lange eine Regierung pro westlich ist und den USA von Nutzen, kann die Regierung treiben was sie will (Beispiel Saudi Arabien).

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-su- 08.04.2019, 20:16
46.

Zitat von adrian.ruest
Interessant wie hier wieder über den "Westen" hergezogen wird, von Feiglingen, die in den sicheren Stuben genau dieses Westens sitzen. In stabilen, friedlichen Ländern, die sich nach Jahrzehnten von Chaos und Krieg im 19. und 20. Jh. langsam zu Demokratien entwickelt haben. Praktisch jedes westliche Land erwuchs aus jahrelangen Kämpfen. Im Nahen Osten gesteht man den Leuten diese Entwicklungszeit aber nicht zu. Da ist der böse Westen an Revolutionen Schuld, die Menschen kommen ja natürlich nicht selbst auf die Idee, sich zu wehren. Und Mörder wie Hussein, Assad oder Ghadaffi sind natürlich viel besser für diese Staaten. Die sorg(t)en wenigsten für Ruhe. Und überhaupt, Demokratie und Menschenrechte sind ja auch nicht für alle passend.
Warum nennen Sie nicht Bahrain?

Da wurde der Protest gegen den Diktator von den Saudis niedergeschlagen. Da gab es von den westlichen Regierungen keinen Protest dagegen.

Revolution ist nur dann gut, wenn es Regierungen trifft, die nicht pro westlich sind. Außnahme Ägypten, aber da sitzt nach einem kurzen Intermezzo ja jetzt auch wieder pro westlicher Diktator an der Macht, der von den westlichen Staaten hofiert wird.

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-su- 08.04.2019, 20:17
47.

Zitat von isi-dor
Libyen wurde nicht von Europa, sondern von den USA zerbombt.
Vergessen Sie nicht, wie gierig Sarkozy und Cameron waren ihr Militär gegen Libyen einzusetzen.

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bartsuisse 08.04.2019, 20:23
48. Sehr schlecht recherchiert

Italien wurde in diesrm Artikel völlig ignoriert in guter Tradition. Italien ist DER Partner des Landes. ENI fördert fast 50% des Öls. Macron möchte drn ital. Einfluss vermindern um mit Total ans Òl zu kommen. Total hat knapp 25% der Ölförderung. Macron hat Haftar unterstützt und den Palermogipfel boykottiert. Er hat Druck auf Merkel ausgeübt, die dsnn dem Gipfel auch fernblieb. Die Rolle Frankreichs kommt in Deutschland nicht zur Sprache. Ein Beweis mehr, wie schlecht die Information in Deutschland ist. Macron paktiert lieber mit Salafisten, nur um ans Öl zu kommen

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hugahuga 08.04.2019, 21:00
49. Haftar paktiert mit Salafisten

Ach herrje - als wenn das ein Kriterium ist. Obama hat die Vorläufer des IS mit Waffen und Ausbildung "geladen". Erdogan hat sie unterstützt und blieb dennoch ein Freund von Merkel.
Libyen ist kompliziert. Das, was Frankreich, GB und USA angerichtet haben, indem sie Gaddafi umbringen ließen, schlägt jetzt zurück. Ging es den Franzosen und Briten ums Öl, ging es den Amis darum den Ausstieg aus dem Zwangsdollar zu vermeiden - das Ergebnis war und ist schrecklich. Weshalb fragt eigentlich niemand nach den Befindlichkeiten der einheimischen Bevölkerung? Unsere Gutmenschen hüllen sich in Schweigen - wohl, weil es nicht um Multikulti oder Gender geht. Wohin man schaut - das Einmischen derer, die sich einbilden Verteidiger der "westlichen Werte" zu sein, ist bisher immer nur zum Vorteil einiger weniger, aber zum Nachteil der jeweiligen Bevölkerung gewesen. Finger weg von Libyen.

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