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Vorratsdatenspeicherung: Innenminister stellen sich gegen Justizminister Maas
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Mit seinem Vorstoß gegen die Vorratsdatenspeicherung hat Bundesjustizminister Maas vor allem in der Union für Unmut gesorgt. Nach SPIEGEL-Informationen beziehen nun mehrere Länderinnenminister Position gegen den Alleingang des SPD-Politikers - darunter auch Parteifreunde.

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bssh 12.01.2014, 11:17
20. Erschreckend

Wie kommt es nur, dass wir hauptsächlich Innenminister haben, denen angebliche Sicherheit mehr wert ist als Freiheit? Eigentlich sollten sie beides abwägen, aber sie sind fast immer für mehr Überwachung der Bürger, angeblich um diese besser zu schützen.

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mechonit 12.01.2014, 11:17
21.

Zitat von marianne-ada@gmx.de
Da hat die NSU aber mächtig Glück gehabt, dass unsere Schlapphüte nicht auf die Vorratsdatenspeicherung Zugriff hatte. Bei deren Kompetenz stocherten " Die " wirklich noch im sogenannten Döner-Milieu herum. Hoffentlich erfahren wir auch einmal, welche Daten von unserer " Bundeshose " vorsorglich gespeichert werden
ihre Argumentation ist ziemlich schwachsinnig. Die Vorstellung, dass man den NSU durch die Vorratsdatenspeicherung bekommen hätte ist hirnrissig und wurde niemals von öffentlicher Seite aus propagiert.

Wo man jedoch ansetzen kann, sind die organisierten Diebstahlsdelikteiim Netz. Durch die Veränderungen in unserer Gewohnheitsstruktur und den immer größeren Raum den das Internet einnimmt, verlagert sich auch die Kriminalität ins Netz und hierbei geht es nicht schwerpunktmäßig um Terrorismus, sondern eher um bandenmäßige Diebstähle von Kreditkarten, dem Verkauf dieser, das Erpressen von Online-Webseiten (sonst Ddos-Attacken etc.). Allein die Vorstellung, dass man im Netz hunderte von Kreditkartendaten für 5 Euro das Stück kaufen kann finde ich erstaunlich.

Der permanente Anstieg der Cyberkriminalität, insbesondere im Bereich der mittleren Kriminalität gibt dieser Argumentation recht. Auf die Veränderung unserer Gewohnheitsstruktur muss damit natürlich auch ein Mittel für die Polizei geschaffen werden, um dieser entgegen zu treten.

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es_geht_auch_anders 12.01.2014, 11:18
22. Arme Idioten

Was soll den die Vorratsdatenspeicherung bringen ? Wenn heute schon die technischen Möglichkeiten jedem Normalbürger zur Verfügung stehen diese zum umgehen. Man sollte nicht glauben das Verbrecher so dumm sind diese nicht zu nutzen. Es scheint mal wieder so das nur die armen Idioten in der Politik nicht auf der Höhe des technischen Fortschritts angekommen sind.

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Freidenker10 12.01.2014, 11:18
23.

=paul. "die nicht schnallen, dass der Normalbürger rein gar nichts durch die Vorratsdatenspeicherung zu befürchten hat"
Ihre Meinung, dass nur Verbrecher die Vorratsdatenspeicherung fürchten halte ich gelinde gesagt für naiv! Wenn es ihnen egal ist, dass alles was sie sagen oder schreiben mitgelesen/hört werden kann und alle mit denen sie in Kontakt stehen in derselben Falle landen dann tuts mir leid! Mir jedenfalls ist meine Privatsphäre wichtig und ich möchte selbige geschützt wissen, auch ohne ein Verbrecher zu sein!
Sie scheinen auch nicht zu wissen wie leicht jeder von uns zur Zielscheibe von Beobachtung werden kann ( samt Freundeskreis)?
Seit den Snowden Enthüllungen wissen wir doch, dass eine Mail mit einem von 16.000 Schlüsselwörtern reicht um Sie verdächtig zu machen.
Ich jedenfalls möchte in keinem Überwachungsstaat leben.

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t.h.wolff 12.01.2014, 11:18
24. Rechtsstaaat bizarr

Der CSU-unterminierte Verfassungsschutz kann im NSU-Fall gar nicht schnell genug Beweismittel zerstören, wenn es um die Beteiligung von Beamten und V-Leuten an den sog. "Döner Morden" geht - andererseits will man die Verbindungsdaten von 80 Millionen unbescholtenen Bürgern speichern - Rechtsstaat bizarr.

Die SPD muß nun zeigen, daß sie zumindest noch das kleinere Übel in dieser großen Koalition ist. Gelingt das nicht, führt ihr Weg in die Bedeutungslosigkeit.

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brazzo 12.01.2014, 11:19
25.

Zitat von paul.45888
Maas ist genauso brandgefährlich für die innere Sicherheit wie es Leutheusser war. Es gibt aber leider viel zu viele Verschwörungstheoretiker hier, die nicht schnallen, dass der Normalbürger rein gar nichts durch die Vorratsdatenspeicherung zu befürchten hat, wie auch? Lediglich die Verbrechensbekämpfung wird erleichtert, aber es wird dann wohl schon einen Grund haben, dass hier so viele dagegen sind, ne...?
Oh man, daß Leute nach Snowden tatsächlich noch so naiv sein können.
Und kritische Leute hier gleich mal als Verbrecher zu bezeichnen, spricht ja auch für sich.

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schelmig13 12.01.2014, 11:23
26. @paul.45888

es hat auch einen Grund warum so viele Foristen und Bürger gegen die Voratsspeicherung sind. Wer einmal in den Mühlen der Schlapphüten geraten ist weiß ein Lied davon zu singen. Aber ihnen scheints ja egal zu sein, oder sie gehören zu den Schlapphüten.

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heinopluster 12.01.2014, 11:24
27.

Zitat von Freidenker10
Die Politiker sollten endlich mal zur Kenntnis nehmen, dass die Bevölkerung nicht ausspioniert werden will!!!
Das ist leider nicht der Fall, wie uns paul.45888 eindrucksvoll beschriebn hat. Selbst wenn auch er nicht in der Lage ist uns Beispiele für schwere Straftaten zu nennen.

Untersuchungen haben ja schon mehrfach gezeigt, dass die VDS nichts bis gar nichts bringt. Da wollen halt doch nur ein paar dran Verdienen. Dank unseren Pauls und Michels werden Sie das auch können.

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citropeel 12.01.2014, 11:24
28. Welche Erfolge?

Diese Erfolge bleiben uns die Scharfmacher und Befürworter der VDS seit Jahren schuldig. Und seit der Lüge Gabriels, dass die VDS geholfen habe geholfen Breivik schnell zu identifizieren, sollte auch dem letzten Bürger in Deutschland klar sein worum es geht: Die anlasslose Überwachung des Steuerzahlers und Wählers. Und wie dieser Überwachungsirrsinn enden kann, sieht man in England und den USA. Aber wahrscheinlich finden die Scharfmacher wie Caffier oder Ulbig das eine absolut akzeptable Situation für den Bürger.

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heinopluster 12.01.2014, 11:30
29.

Zitat von mechonit
Wo man jedoch ansetzen kann, sind die organisierten Diebstahlsdelikteiim Netz. Durch die Veränderungen in unserer Gewohnheitsstruktur und den immer größeren Raum den das Internet einnimmt, verlagert sich auch die Kriminalität ins Netz und hierbei geht es nicht schwerpunktmäßig um Terrorismus, sondern eher um bandenmäßige Diebstähle von Kreditkarten, dem Verkauf dieser, das Erpressen von Online-Webseiten (sonst Ddos-Attacken etc.). Allein die Vorstellung, dass man im Netz hunderte von Kreditkartendaten für 5 Euro das Stück kaufen kann finde ich erstaunlich. Der permanente Anstieg der Cyberkriminalität, insbesondere im Bereich der mittleren Kriminalität gibt dieser Argumentation recht. Auf die Veränderung unserer Gewohnheitsstruktur muss damit natürlich auch ein Mittel für die Polizei geschaffen werden, um dieser entgegen zu treten.
Lese ich das richtig, Sie wollen am liebsten jemanden (Polizist), der Sie den ganzen Tag persöhnlich begleidet, nur um sich selbst keine Gedanken machen zu müssen?

Gibt es keine Daten, kann man sie auch nicht klauen ;).

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