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Vorschläge für Parteireform: SPD-Kandidatenduo will Präsidium abschaffen
Wolfgang Kumm/ DPA

Sie wollen an die Spitze der SPD - und die Partei reformieren: Christina Kampmann und Michael Roth haben nach SPIEGEL-Informationen weitreichende Pläne. Zwei Plätze im Parteivorstand sollen künftig verlost werden.

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fluxus08 27.08.2019, 08:34
20. Man braucht sich nur den Werdegang

der beiden studierten Politologen anschauen um zu wissen, dass hier zwei Theoretiker zugange sind, die einen Arbeiter/Angestellten nur aus Büchern kennen und ansonsten von Vater Staat und der Partei alimentiert werden.
Die "Filterblase" repräsentieren also gerade die beiden par excellence, die sie vermeintlich abschaffen wollen.

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silberstern 27.08.2019, 08:36
21. Bessere Idee

Die SPD täte gut daran, noch einen Schritt weiter zu gehen und sich selbst aufzulösen. Man kann ja die Parteiunternehmen privatisieren, damit die Amtsträger gut versorgt sind.
Anschließend neu gründen, mit neuen Strukturen und neuem Personal. Dann klappt's auch wieder mit den Prozenten.

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friedrich_eckard 27.08.2019, 08:49
22.

Die Vorschläge für eine Parteistrukturreform, mit denen Kampmann / Roth hier an die Öffentlichkeit gehen, mögen ja diskutabel und mindestens teilweise brauchbar sein - das Duo tummelt sich aber auf einem Nebenkriegsschauplatz, auf dem nach meiner festen Überzeugung keine Lorbeeren wachsen. Worum es der Partei wirklich gehen müsste benennt hier an anderer Stelle Karl Lauterbach.

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charly05061945 27.08.2019, 08:49
23. Verlosung

Wo kann man die Lose kaufen und gibt es auch Trostpreise? So wie ich die SPD einschätze ziehen die grössten Nieten den Hauptgewinn!

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Schartin Mulz 27.08.2019, 08:58
24. Zum Teil

Zitat von diestimmevomdach
... aber dann gründet doch gleich eine neue Partei. Mit der SPD ist das nicht zu machen. Ich kann auch nach dem massiven Glaubwürdigkeitsverlust und dem Streit der letzten Jahre dieses rote Fläche mit der weißen Schrift nicht mehr sehrn. Als Wähler kann ich nur sagen: anfangs war da noch Wut, Fassungslosigkeit und Enttäuschung. Davon ist nichts mehr da. Mittlerweile ist mir die SPD einfach nur noch egal. Mich würde es nicht wundern, wenn es vielen anderen Menschen ähnlich geht.
kann ich das ja nachvollzieghen. Diese Enttäuschung über die SPD, die, endlich an der Macht, alles über Bord geworfen hat, was sie mal ausgemacht hat.
Aber egal? Wenn man für das steht, was die SPD einmal aiusgemacht hat, kann es einem doch nicht egal sein, wenn diese politischen Positionen quasi nicht mehr im Tagesgeschäft vorkommen. Die Linken, die diesen Positionen noch am nächsten stehen, spielen praktisch keine Rolle. Stattdessen regiert die CDU, die gemeinsam mit der FDP die Agenda-Reformen mit einem "Mehr davon!" noch angeheizt hat. Viele wählen jetzt die Grünen, die alles, was Schröder gemacht hat, begeistert mitgetragen haben. Andere wählen die AfD, die noch neoliberaler ist als die FDP.
Nein, egal kann mir der Niedergang der SPD nicht sein.

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Tom77 27.08.2019, 09:02
25. Erinnert mich an die Privatwirtschaft

Erinnert mich stark an die Privatwirtschaft. Läuft es in einem Unternehmen nicht rund, kommt ein neuer Chef oder Abteilungsleiter und das erste, das getan wird, ist eine Reorganisation durchzuführen und Strukturen und Prozesse zu verändern. Es gibt keine neue tragbare Strategie, die Mitarbeiter werden nicht motiviert, niemand kümmert sich darum, ob man überhaupt das Richtige tut und die richtigen Produkte und Dienstleistungen anbieten oder ob die Leute auf den richtigen Positionen gemäß ihren Skills und Wissen sitzen. Es ist wichtiger, ein paar Kästchen hin- und herzuschieben und Abteilungen umzubenennen. Denn als Chef kann man damit direkt "Erfolge" zeigen, die super simpel sind. Man braucht sich nicht wirtschaftlich mit dem Markt, den Kunden und dem Wettbewerb rumschlagen. Man muss sich nicht um Dinge wie Innovationen kümmern, um Talente, um Best in Class Produkte - nein, man kann direkt sichtbare Taten dadurch vollbringen, indem man die Organisation ändert, Abteilungen sinnlos umbenennt und die Arbeitnehmer einmal durchroutiert wie bei der Reise nach Jerusalem. Das ist heutzutage äußerst beliebt bei Führungskräften. Bei meinem Unternehmen passiert das quasi permanent seit 10 Jahren, immer wieder mit neuen CEOs, Abteilungs- und Bereichsleitern und Chefs. Und so ist das bei der SPD auch. Erst mal das ganze Organisatorische anpacken - nur dummerweise interessiert das die Wähler nicht. Genausowenig wie es Kunden interessiert, ob eine Firma 5 oder 10 Abteilungen hat und eine Abteilung Innovation & New Products oder Produktentwicklung heißt. Die wollen einfach nur gute Produkte zu angemessenen Preisen kaufen. Und Wähler wählen Parteien, weil sie bestimmte Probleme gelöst sehen möchten, die sie im Alltag plagen (Wohnung, Miete, Bildung, Jobs, Verkehr, Umwelt, Kindererziehung, Gesundheit, Migration etc.). Die SPD hat keinen Plan, was ihr Parteikern ist. Deshalb wird mit Nebelkerzen wie der Vermögenssteuer und planloser Diskussion um interne Strukturen abgelenkt.

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romeov 27.08.2019, 09:04
26. Genau das sind die Themen,

die mich, als Ex-SPD Wähler, nicht wieder zur SPD zurückbringen werden. Regional ist die Partei leider von Polit-Beamten gekapert worden und deren Weltbild hat nichts mit dem ehemaligen SPD-Klientel zu tun.

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ingbeti 27.08.2019, 09:12
27. Losverfahren

ist absolut basisdemokratisch. Denn Volksherrschaft geht auch ohne Wahlen: Im antiken Athen wurde die Demokratie erfunden - aber nicht gewählt! Statt dessen wurden alle Ämter verlost, alle Bürger nahmen an der Verlosung teil und mussten die Ämter auch wahrnehmen. Si herrscht wirklich das Volk und nicht irgendwelche Parteibonzen. Und dass, wie in GB gerade geschehen, wenige Parteimitglieder den Regierungschef küren, hat mit Demokratie sehr wenig zu tun.

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claus7447 27.08.2019, 09:18
28. Wäre mal interessant, wie viel SPD Mitglieder..

.. hier schreiben? Oder sind es die Anhänger der "Liberalen Marktwirtschaft", die die Gesellschaft mit Sicherheit weiter auseinander treibt. Aber wenn ich mir so die anderen Parteien ansehe, kann ich nicht viel frefelhaftes bei der SPD finden. Nein nicht alles passt.

Aber, bei der CDU zeigt sich die Pirouetten zurück mit der Werteunion, die CSU wird mal grün oder rot, vermutlich eine art Chamäleon. Die Linke, da noch die Restideologie der SED. Bei der Alternative für Doofe sieht man ja den Schritt ins braune weiche schon deutlich.

Also vielleicht schafft die alte SPD doch noch mal auf richtige Wege zu kommen. Ansonsten hätte ich aber mehr Angst um unsere Gesellschaft, insbesondere unter CDU/CSU und FDP.

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Humanfaktor 27.08.2019, 09:18
29. Viele der Kommentare ...

... beleuchten vor allem eines: den/die Kommentator/in selbst.
Was sich hier an anscheinend selbst er- und gelebtem Lebensfrust, Desillusionierung, eigenem Scheitern, fehlender Tatkraft und Frustration spiegelt, hat im Grunde nichts mit der kommentierten Sache zu tun, sondern erzählt die eigene Lebensgeschichte, die dann hier im Betrag auf alles andere projiziert wird. Wer destruktiv kommentiert und auch konstruktive Bemühungen abwertet, ist erfahrungsgemäß nirgends eine Hilfe. Man kann ja kritisieren, aber es gibt hat auch die ständigen Meckerer, denen es nie recht gemacht werden kann. Und das hat mit berechtigter, oder gar konstruktiver Kritik so viele Gemeinsamkeiten, wie billige Industrienahrungsmittel aus der Mikrowelle mit einem gut zubereiteten Sonntagsbraten ... ;-)

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