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Vorsprung in Umfragen: Clintons Team warnt vor Selbstzufriedenheit
AFP

Um Donald Trump wird es einsamer, in Umfragen führt seine Rivalin Hillary Clinton. Doch der Wahlkampfmanager der Demokratin mahnt, nicht zu früh zu triumphieren. In umkämpften Bundesstaaten sei noch viel zu tun.

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jungletiger9 24.10.2016, 14:16
60. Swing States

Zitat von stefan1904
Ein Sample von 1500 Befragten aus 50 Bundesstaaten. Sorry, aber das hat null Aussagekraft. In zwei National Polls führt Trump, in einem anderen Clinton mit zwölf Prozentpunkten. Relevant sind einzig und allein die Umfragen in den Swing States. Wenn Trump Ohio, Pennsylvania, Florida, Noth Carolina und New Mexico gewinnt, dann hat er die Wahl gewonnen. Das dürfte schwer zu schaffen sein.
Pennsylvania? New Mexico? Von der Möglichkeit träumt aber auch wirklich nur noch der härteste Kern seiner Anhänger.

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Die Happy 24.10.2016, 14:17
61.

Zitat von dude23
Lieber Spiegel, warum bringt ihr nichts zu den Videos von "Project Veritas" und die seitdem dramatische Veränderung in einigen Umfrageergebnissen?
Weil der Käse vielleicht nur in der Welt der VT eine wirkliche Rolle spielt?!

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RenegadeOtis 24.10.2016, 14:21
62.

Zitat von mauser
Und im Übrigen: mit "Brexit-Effekt" ist gemeint, dass auch den Brexit niemand für möglich gehalten hätte - und: siehe da! Wir wollens in diesem Fall nicht hoffen!
Woher kommt eigentlich der Irrglaube, dass niemand den BREXIT "für möglich" gehalten hätte?

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instant feedback 24.10.2016, 14:31
63. Ausgewogen berichten

Zitat von CSc5911
Aber was bitte erwarten Sie denn von Journalisten anderes, als dass sie darüber berichten, was sie an Information vorfinden? Das ist nun einmal ihr Beruf. Sollen sie diskret darüber hinweg sehen, wie peinlich sich der Präsidentschaftskandidat aufführt? DAS käme dann, aus meiner Sicht, viel eher einer "Manipulation des Wahlkamps" gleich.
Ich erwarte, dass Journalisten ausgewogen über beide Kandidaten berichten. Das passiert aber nicht. Ich geben Ihnen ein Beispiel:
Gestern wurde auf CNN in der Sendung 'State of the Union' über Trumps Rede in Gettysburg "berichtet". Erwähnt wurde aus der 42-minütigen Rede jedoch nur der Satz, dass er verschiedene Frauen, die ihn der Belästigung beschuldigten, nach der Wahl verklagen will. Den Rest der Rede, indem er sehr viele verschiedene Politikpunkte erläuterte, die er als Präsident vorhat umzusetzen, wurde kein Wort verloren. Und so geht das immer wieder, in fast allen Medien. Es wird ein Thema herausgepickt, was überhaupt nichts mit seinem politischen Programm zu tun hat, sondern mit seinem Privatleben vor z. T. 30 Jahren, oder ein einmal geäußerter negativer Satz von ihm wird hundert Mal wieder aufgewärmt, und alles andere unter den Teppich gekehrt. Über ihn wird nur Negatives berichtet, über Clinton jedoch so gut wie nie Negatives, wie der Inhalt ihrer Emails oder ihre vielen Spenden von der Wall-Street und den Hedgefunds. Wenn die Wähler so einer einseitigen Informationskampagne ausgesetzt sind, hat das natürlich auch Auswirkungen auf ihr Wahlverhalten.

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jungletiger9 24.10.2016, 14:34
64. dito

Richtig, über die letzten zwei Jahrzehnte haben immer wieder sporadische Umfragen die euroskeptische Haltung der Briten gezeigt, generell mit einer Mehrheit gegen die EU (wenn ich mich recht erinnere, ging das gelegentlich sogar über 60%). Die Umfragen während des Abstimmungskampfes sind in beide Richtungen geschwankt, aber waren immer sehr knapp. Wer anderes behauptet, liegt falsch. Ich habe zwar ein pro-EU-Ergebnis erhofft, aber keineswegs damit gerechnet. Camerons Abstimmung war von Anfang an ein Spiel mit dem Feuer.
Bemerkenswerter waren eher die britischen Umfragen zu den Parlamentswahlen, die realen Wahlergebnisse waren meist besser für die Tories als vorausgesagt. Siehe auch "Shy Tory Effect".

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seetaucher 24.10.2016, 14:56
65.

Zitat von mauser
Und im Übrigen: mit "Brexit-Effekt" ist gemeint, dass auch den Brexit niemand für möglich gehalten hätte - und: siehe da! Wir wollens in diesem Fall nicht hoffen!
Das ist nur leider falsch. Denn der Brexit wurde sehr wohl für Möglich gehalten und die Vorhersagen waren bezüglich des Brexits auch ziemlich akurat.

Laut den Umfragen sollte die Abstimmung eine ganz knappe Kiste werden, eine Abstimmung pro Brexit war also durchaus wahrscheinlich.
Und es ist, wie vorhergesagt, eine ganz knappe Kiste geworden.

Die Leute, die den Brexit nicht für möglich hielten, haben sich vorher nicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt.

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eschoeff 24.10.2016, 14:57
66. Wahl zwischen Pest und Cholera

fast könnte man beim Lesen des Artikels den Eindruck gewinnen, dass mit Clinton die "Gute" gewinnt. Frau Clinton wird den Krieg im Nahen Osten ordentlich anheizen, darüber lässt sie selbst keinen Zweifel zu. Trump ist ein Betrüger, Clinton eine Kriegstreiberin. Tolle Wahl.

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seetaucher 24.10.2016, 15:06
67.

Zitat von dude23
Also dass die bis zu diesem Zeitpunkt Topleute aus der Clinton Kampagne wie Bob Creamer offen zugeben Wahlbetrug und Gewalt bei Trumpveranstaltungen organisiert zu haben finde ich schon einen Hammer. Auch die Tatsache dass Creamer kurz nach Veröffentlichung der Videos das Clonton Team verlassen hat nährt den Verdacht dass da was dran sein muss.
Nur wissen wir gar nicht, ob Bob Creamer das offen zugegeben hat, da ja O'Keefe bekannt dafür ist, Videos sinnentstellend zu schneiden und O'Keefe sich weigert, das ungeschnittene Material zur Verfügung zu stellen.

Und nein: Die Tatsache, dass er das Clinton Team verlassen musste, nährt den Verdacht, dass da was dran sein muss, überhaupt nicht. Warum sollte es?

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RenegadeOtis 24.10.2016, 15:19
68.

Zitat von dude23
Also dass die bis zu diesem Zeitpunkt Topleute aus der Clinton Kampagne wie Bob Creamer offen zugeben Wahlbetrug und Gewalt bei Trumpveranstaltungen organisiert zu haben finde ich schon einen Hammer. Auch die Tatsache dass Creamer kurz nach Veröffentlichung der Videos das Clonton Team verlassen hat nährt den Verdacht dass da was dran sein muss.
Ich finde es etwas widersprüchlich einen "Verdacht genährt" zu sehen, wenn derjenige ja offenbar schon alles offen und öffentlich zugegeben hat. Welchen Wahlbetrug hat Bob Creamer bei republikanischen Veranstaltungen organisiert? Soweit ich weiss gab es bisher bei keiner vom Trump-Team durchgeführten Veranstaltung ein Wahlverfahren.

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jojack 24.10.2016, 15:37
69. Beleidigte Leberwurst

Trump fühlt sich vermutlich derzeit wirklich falsch verstanden und vor allem unfair behandelt. So ganz aus der Luft gegriffen ist der Vorwurf nicht: die einst von seiner schillernden Persönlichkeit magisch angezogenen Medien sind nahezu komplett ins Hillary-Lager gewechselt. Daran hat sicherlich der starke Einfluss der Clinton-Kampagne auf die Medienindustrie seinen Anteil. Aber das allein ist es nicht: auch in den USA gibt es verantwortungsvolle Journalisten, die endlich ihrer Rolle gerecht werden und ihn als das darstellen, was er ist. Ein Narzisst ohne die charakterliche oder fachliche Eignung für das Amt des Präsidenten. Das ändert nichts an den zahlreichen Fragen, die an Hillary zu stellen wären. Ich hoffe, dass sich die Medien nach ihrem anzunehmenden Wahlsieg kritischer mit ihrer Vergangenheit und ihren Zukunftsplänen auseinandersetzen. Im günstigsten Fall kommt es aufgrund des E-Mail-Skandals zu einem Impeachment und es kann neu gewählt werden. Dann hoffentlich auf beiden Seiten mit geeigneteren Kandidaten.

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