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Vorstoß aus Moskau: Russland will Freihandel von EU und Ukraine ausbremsen
DPA

Im Streit um die geplante Freihandelszone von EU und Ukraine gibt Russland nicht auf. Nach SPIEGEL-Informationen hat Moskau den Europäern einen trilateralen Handelsvertrag angeboten.

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gympanse 13.06.2015, 21:25
1.

Russland hat bemerkt, dass sie in die Isolation abdriften, inklusiver aller negativen Begleiterscheinungen. Mal schauen, wann Herr Putin von seinem hohen Ross absteigt.

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onsar.u 13.06.2015, 21:34
2.

Wenn das mal keine journalistische Ente ist. Die Ukraine ist so gut wie bankrott und die Infrastruktur noch desolater als sie es je vorher war.
Was sollte wohl Russland da noch ein wirtschaftliches
Interesse an dem Land haben?

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Dietmar der Gerechte 13.06.2015, 21:37
3. EU, spiel dich nicht so auf

Wo ist das Problem? Bisher ging es der EU doch auch ohne Assoziierungsabkommen mit der Ukraine gut. Jetzt wird es eines geben - mit ein paar Einschränkungen, russische Befindlichkeiten betreffend. Ist doch bestens, in ein paar Jahren könnte man die Einschränkungen schrittweise zurückfahren. Alle wären glücklich. Aber nein, sie sind inakzeptabel! Ich hab sie zwar nicht gesehen, die einseitigen Bürden; aber so schlimm kann das alles doch nicht sein. Unsinniges Machtgehabe von unseren EU Abgeordneten... Schämt euch!

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g.raymond 13.06.2015, 21:40
4. Hase im Pfeffer

Da liegt er. Es sind tatsächlich ökonomische Provokationen der EU gegenüber Russland. Trilaterale Vereinbaren wären doch ideal und würden den Ost-West-Gegensatz in Europa überwinden helfen. Anstelle dessen heizen wir den Konflikt auf drei Ebenen weiter an: ideologisch, wirtschaftlich und miltärisch. Inkompetente Politiker! Kein kritisches Wort auch gegen die neuen ukrainischen Militäraktivitäten, übrigens mit amerikanischer Ausbildungshilfe. Kann nur den sehr guten Artikel von Chevenement "Die Ukrainefrage" in der Le Monde diplomatique empfehlen, um sich aus der geistigen Verblendung des Westens zu lösen.

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andreas.spohr 13.06.2015, 21:43
5. Warum

geht man nicht auf Russland zu? Russland ist unser Nachbar und Russland braucht den Handel mit der Ukraine. Geht uns tatsächlich soviel ab bei einem trilateralen Handelsvertrag? Ich denke, wir können nur einfach den Hals nicht voll genug kriegen. Wo schlagen wir als nächstes zu, um unsere Wirtschaftsbilanzen weiter wachsen zu lassen. Wie,wäre es denn mit Nordkorea?....

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Pegu 13.06.2015, 21:48
6. Was hat die EU denn erwartet?

Dass Russland einfach seine Handelsgrenzen offen lässt und die EU munter über die Ukraine alles Zollfrei nach Russland bringen könnte? Blauäugig. Es war ziemlich klar, dass die Handelsgrenze dann geschlossen wird.

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karinaundirina 13.06.2015, 22:00
7. Wow !

Was erlaubt sich Russland eigentlich? Jemand soll auf deren Interessen achten, wenn unsere Interessen doch im Vordergrund stehen, egal was es kosten soll. Ukraine -eine wirtschaftliche Ruine, Bürgerkrieg , Chaos und Kriminalität, das sind die Folgen von sagenhaften Versagen der europeischen Politik.

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iconoclasm 13.06.2015, 22:01
8.

Es geht um Absatzmärkte, immer schon. Die Amerikaner verfolgen mit ihrer Weltpolitik das gleiche Ziel, Länder angliedern um dorthin Waren abzusetzen.

Absatzmärkte heißen Arbeitsplätze heißt innenpolitisch Ruhe.

Obama hat in einem aktuellen Interview zum Pazifikabkommen gesagt das es um amerikanische Arbeiter geht und das verhindert werden muss das die Chinesen mit ihren Arbeitern zum Zug gekommen.
Wir sind, siehe TTIP auch nur ein Absatzmarkt für die Amerikaner, die Freundschaft zwischen Amerika und Europa, so es sie den mal gab, ist unter Obama endgültig zu einer wirtschaftlichen Beziehung geworden.

Man könnte ja auch langsam sagen das man genug davon hat das der Onkel der weit weg hinter dem Ozean wohnt hier unser Zusammenleben mit unseren Nachbarn stört.

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schumbitrus 13.06.2015, 22:04
9. Endlich mal das echte Thema: Wirtschaft. Aber Belege?!

Es ist ja erfreulich, wenn man sich den wahren Gründen für die Krise ein wenig annähert und nicht wie in der Vergangenheit einfach vollkommen ohne Motive immer nur das "Böse" gegen das "Gute" kämpft ..

Natürlich sind es die wirtschaftlichen Interessen! Aber um dann wirklich mal gut und schlecht auseinander zu dividieren braucht man Belege - Dokumente.

Die Behauptungen, Russland sei der Aggressor, kommt ja aus Russland 1:1 zurück - und nur weil wir hier im Westen leben, sollten wir uns hüten(!) zu glauben, dass wir schon immer richtig informiert werden. Wenn die wirtschaftlichen Interessen groß genug sind, dann werden auch bei uns die große Räder gedreht, um ein Narrativ im Volk zu verankern - dass der Realität nicht entsprechen muss (siehe Irak-Invasion ..).

Was es braucht sind Dokumente, die belegen, wer denn die Ukraine gezwungen hat, entweder mit Russland (Zoll-Union), ODER mit der EU (Assoziierungs-Abkommen) ein Abkommen abzuschließen. Ich meine mal gelesen zu haben, dass es die Assoziierungs-Abkommen mit der EU war, das die Schließung der Grenze zu Russland erzwungen hat. Gleichzeitig hätte die EU aber massive Kürzungen und Beschneidungen gefordert, während Russland 3 Mrd USD an dei Ukraine gegeben hatte und weitere 15 Mrd USD als Kredit in Aussicht gestellt hat. Ob das dann nur exklusive West-Handel gehen sollte weiß ich nicht.

Aber genau das aufzuklären: Wie sahen die Verträge aus, wer hat wem welche Daumenschrauben angelegt - DAS sind doch die Fragen, die zu den Ursachen und dann auch für die Motive des Konfliktes im Osten der Ukraine führen.

Und sorry: Wenn nun berichtet wird, dass wieder schwere Waffen dort seien, dass dort 6 Menschen getötet wurden und dass Personenmienen verlegt worden seien, dann sagt as gar nichts darüber aus wer das war: Die "Rebellen", die ukrainische Armee - oder auch unbeteiligte Dritte, die ein Interesse daran haben, dass der Konflikt weiter schwelt und eskaliert ..

Glaubt man George Friedman, Direktor von Stratfor, dann könnten die tatsächlich ein Interesse daran haben, dass der Konflikt dort beendet wird .

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