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Vorstoß aus Moskau: Russland will Freihandel von EU und Ukraine ausbremsen
DPA

Im Streit um die geplante Freihandelszone von EU und Ukraine gibt Russland nicht auf. Nach SPIEGEL-Informationen hat Moskau den Europäern einen trilateralen Handelsvertrag angeboten.

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iridium 13.06.2015, 23:06
30. Wozu?

Zitat von iconoclasm
... Man könnte ja auch langsam sagen das man genug davon hat das der Onkel der weit weg hinter dem Ozean wohnt hier unser Zusammenleben mit unseren Nachbarn stört.
Selbst wenn wir nur "Absatzmarkt für die Amerikaner" wären, nennen Sie mir bitte einen einzigen, klitzekleinen Grund, warum wir, also die EU, für Russland immerzu eine Extrawurst braten sollen?

So ist es nämlich bisher immer gelaufen. Russland schreit und bekommt Extrakonditionen, ohne das es dafür irgendeine logische Grundlage gibt und ist dabei unser einzigster Nachbar, der sich vom "Onkel hinter dem Ozean", bei was auch immer, gestört fühlt.

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esowatcher 13.06.2015, 23:07
31.

Zitat von emil_sinclair73
Exakt das war der Grund für Russlands Problem mit dem Assozierungsabkommen. Der unkontrollierte Export von EU-Waren nach Russland durch die Ukraine.
Heißt das die Russen könnten dann unkontrolliert Waren aus der EU kaufen? Aber das würden die doch nie tun, echte Patrioten und das sind doch alle Russen abgesehen von wenigen Verrätern (?!), kaufen doch sicher nur heimische Produkte. Genauso wie die russische Elite ... hmmm.

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unumvir 13.06.2015, 23:11
32.

Russland hat schon früh sehr richtig und überzeugend dargelegt, dass die Ukraine nicht gleichzeitig ein Freihandelsabkommen mit dem Westen und ein davon unabhängiges mit Russland haben kann.


Russland reicht die Hand zu einem Kompromiss, der vermutlich im Interesse aller Beteiligten wäre.


Er ist jedoch offenkundig nicht im Interesse der Strippenzieher ... und darum wird es nicht dazu kommen.

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Pinin 13.06.2015, 23:16
33. Ist doch klar warum USAEU den Handel der Ukraine mit Russland unterbinden will ...

... Dann dürften die Europäer nämlich nicht so viele Rettungs-Milliarden in der Ukraine versenken. Merkel stellt gerade schon den Dauerauftrag aus.

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Shismar 13.06.2015, 23:20
34. Leider kein ernstzunehmendes Angebot

Russland hat jederzeit die Möglichkeit mit der EU Handelsabkommen zu abzuschließen. Genau wie die anderen ehemaligen Sowjetrepubliken auch. Darum geht es Herrn Putin aber nicht, es geht ihm nur darum die Sowjetunion wieder herzustellen.

Die Menschen der Ukraine haben sich aber für die Orientierung nach Westen entschieden. Dass diese Entscheidung so alternativlos ist, hat ihnen Herr Putin ja deutlich gezeigt.

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DMenakker 13.06.2015, 23:21
35.

Komisch, dass das wichtigste Argument hier noch von keiner Seite gekommen ist.

Die Vergabe von Im- und Exportlizensen ist für jede Russische Regierung das wichtigste Instrument um Loyalitäten zu kaufen. Mit der Lizenzvergabe macht man Milliardäre, und zwar solche, deren Einfluss oft genug genauso gross ist, wie der von Parteigrößen. Das ganze ist auch nur sehr schwer kontrollierbar. Die dortigen Kickbacks sind sicherlich die Haupteinnahmequellen für Putins märchenhaften Reichtum ( der aber noch nie in der freien Wirtschaft gearbeitet hat ). Wer glaubt dass russische Im- und Exportbeschränkungen ewas mit Schutz der eigenen Wirtschaft zu tun hat, glaubt auch an den Osterhasen. Nicht nur, dass das ganze system für Aussenstehende nahezu kafkaeske Züge trägt, Aber wenn Zölle und Einfuhrsteuern teilweise vollkommen OHNE Lieferantenpapiere festgelegt und dann aus Steueroasenquellen ( Jersey etc. ) bezahlt werden ( und bei der importierenden Firma nicht als Aufwand in den Büchern auftauchen ), dann braucht es für normal denkende Menschen nicht mehr viel Fantasie um mitzubekommen, was und wie es dort wirklich läuft.

Das faszinierende an dem System: In D würde so etwas unter allergrösster Geheimhaltung konspirativ erledigt werden, weil jeder Beteiligte schon mit 1 1/2 Beinen im Knast wäre. In Russland wird das ganz offiziell so gehandhabt. Gefahr? NULL! Mafiafaktor: 100 %.

Um dieses System zu erhalten, um die eigenen Einnahmequellen zu erhalten, zettelt der Zar und seine Milliardenschwere Einflüsterfreunde auch einen Krieg an. Das ist verlgeichbar, als wenn man in Sizilien Waffen unter Androhung der zwingenden todesstrafe verbieten würde. Das würde auch zum Bürgerkrieg führen.

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lab61 13.06.2015, 23:22
36.

Zitat von gympanse
Russland hat bemerkt, dass sie in die Isolation abdriften, inklusiver aller negativen Begleiterscheinungen. Mal schauen, wann Herr Putin von seinem hohen Ross absteigt.
Er wird niemals (selbst) absteigen.
Man wird ihn stoßen müssen.
Und es wird geschehen... Schneller, als viele jetzt glauben mögen.

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salt.water 13.06.2015, 23:24
37. Ist ok

Zitat von gympanse
Russland hat bemerkt, dass sie in die Isolation abdriften, inklusiver aller negativen Begleiterscheinungen. Mal schauen, wann Herr Putin von seinem hohen Ross absteigt.
Das war eigentlich auch Russlands Forderung, als Janukowitsch noch der rechtmäßige ukrainische Präsident war. Insofern hat sich an der Haltug Russlands nichts geändert. Dies kann ich auch nachvollziehen. Wo liegt das Problem?

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iridium 13.06.2015, 23:25
38.

Zitat von emil_sinclair73
Exakt das war der Grund für Russlands Problem mit dem Assozierungsabkommen. Der unkontrollierte Export von EU-Waren nach Russland durch die Ukraine.
Entschuldigung, aber das ist Quatsch. Russland hatte und hat eine Zollverwaltung mit ganz ganz vielen Zöllnern und eine gesicherte Grenze zur Ukraine. "Unkontrolliert" ging und geht da für Geld mal ein einzelner LKW, aber ganz bestimmt kein "Export von EU-Waren".

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meinlieber 13.06.2015, 23:27
39. Liest sich so...

als ob Putin die Interessen der EU der Ukraine und zuvorderst Russlands wahren will. So das alle profitieren. Die EU und die Ukraine möchte Russland wirtschaftlich schaden.
Variante A sieht eindeutig langfristig besser aus, einziges Problem dass sie von Putin kommt?!

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