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Vorstoß der Grünen-Fraktionschefin: Göring-Eckardt will Bundesbehörden nur noch in Os
DPA

Katrin Göring-Eckardt sieht den Osten weiter benachteiligt. Die Grünen-Fraktionschefin fordert von der Regierung deshalb: neue Behörden dort ansiedeln - und vor allem auch von Ostdeutschen leiten lassen.

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kajoter 01.01.2019, 15:32
150.

Nach der Frauenquote für den Bundestag von Frau Barley/SPD mussten die Grüninnen natürlich mit der nächsten Regulierung antworten.
Begriffe wie Eignung oder zielgerichtetes, sachgemäßes Vorgehen scheinen bei Frauen (nicht wahr, Frau Barley ... ) keine Rolle mehr zu spielen.

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k70-ingo 01.01.2019, 15:37
151.

Zitat von bauklotzstauner
Im Osten ist das leider eine wichtige Frage! Zum Beispiel für das berufliche Fortkommen. In den nach wie vor westdeutsch dominierten Hierarchien des öffentlichen Dienste kann das sogar eine existenzielle Frage sein! Daß dies im Westen nur verständnisloses Kopfschütteln verursacht, zeigt genaugenommen, WIE gespalten das Land immer noch ist. Und das Westdeutsche das Problem nicht sehen, zeigt - verzeihen Sie die Offenheit - auch wieder mal nur, wie gering das Interesse im Westen am Osten ist und immer war. Nur wenn es dann mal hochkocht, ist man plötzlich "entsetzt". Auch hier wurde heute schon wieder abwertend von "Dunkeldeutschland" gesprochen. Und in einem Artikel erst vor wenigen Monaten hier auf Spiegel online unter dem Titel "Nehmt die Besorgten endlich ernst!" war nicht etwa von den "besorgten Bürgern" im Osten die Rede, die jetzt ihr Heil (fälschlicherweise) bei der AfD oder bei Pegida & Co suchen, nachdem die Politik den Osten aschon vor vielen Jahren endgültig abgeschrieben hat. Nein, die Autorin Margarete Stokowski sprach von den irrationalen "Sorgen" Westdeutscher, die sich angeblich nicht mal mehr trauen würden, auch nur mit dem ICE durch Ostdeutschland zu fahren. Es könnten ja Nazis das Abteil stürmen! http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/rechtsextremismus-endlich-die-aengste-ernst-nehmen-a-1225331.html Dieses Land zerbricht immer mehr. Und es zerbricht eben nicht nur in Oben und Unten - sondern eben auch (wieder) in Ost und West. Eben wegen der nicht bewältigten Probleme der "Wiedervereinigung". Und nein, Frau Göring Eckart - ein zwei Bundesbehörden mehr im Osten flicken das auch nicht! Das Problem ist grundsätzlicher! Und Artikel wie der zitierte vertiefen die Spaltung noch mehr, Spiegel! Ich hatte euer Magazin in den 90er Jahren mal abonniert. Ich habe viel Wissenswertes vor allem über die Bundesrepublik von euch erfahren. Nur wenn im Spiegel von der DDR und den "Neuen Bundesländern" die Rede war, fühlte ich mich wie im falschen Film. Das Land, von dem da geschrieben wurde, kannte ich nicht! Diese westdeutsche Sicht war völlig realitätsfern! Und leider ist das so geblieben. Auch da haben die Probleme von heute mit ihre Ursache. Man hat den Osten im Westen nicht nur nie verstanden, es bestand auch nie ein Interesse daran. "Die Eingeborenen im Osten, was wissen die schon?" Diese elitäre Grundhaltung aus der Zeit der "Wiedervereinigung" ist geblieben - und das rächt sich jetzt.
Dieses westliche Desinteresse am Osten gibt es nicht es seit der Wiedervereinigung, das war schon Jahre vorher vorhanden.

Wir Wessis lebten mit dem Rücken zur Mauer. Die DDR fand in unserer Lebenswelt nicht statt.

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Frietjoff 01.01.2019, 15:43
152. Recht hat sie

Das kollektive Geheule auf den letzten 16 Seiten ist nichts Neues. Das hört man immer, wenn historisch bevorteilte Gruppen versuchen, ihren Vorteil zu verteidigen.

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Hans-Hermann K. 01.01.2019, 15:46
153. Was hat

diese Frau bloss wieder fuer tolle Einfaelle!? Der Osten ist lang genug " gepampert" worden und es ist wahrlich an der Zeit, die Bevorzugung des Ostens und somit auch den Soli einzustellen! Warum haben denn die Gruenen, als sie mit in der Regierung sassen, nicht darauf schon laengst hingewirkt, Bundesbehoerden im Osten verstaerkt anzusiedeln? Nein, es war ihnen ja wichtiger die Ehe fuer alle und somit Politik fuer Minderheiten durchzusetzen! Die jetzige Fuehrung der Gruenen ist eine einzige Katastrophe und mir graut davor, wenn diese Phantasten wieder an die Regierung kommen.

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bauklotzstauner 01.01.2019, 15:47
154.

Zitat von eisenblaetter-w
Die Bürger de alten Bundesländer haben enorme Opfer gebracht für den Aufbau der neuen Bundesländer. Länder und Kommunen mussten Teile ihrer Einnahmen abgeben. Rentner und die es noch werden haben fast 20 Prozent ihrer Ansprüche abgeben müssen. Auch das Gejammere über zu niedrige Löhne im Osten stimmt so nicht. Frau Göring und die anderen Politiker sollten sich nur mal die Tarifverträge anschauen. Sich informieren schadet ja nicht! Das Rentenniveau im Osten ist höher als im Westen. Jeder RentenEuro in den neuen BL erhält einen Zuschlag von 14 Prozent, das wird immer unterschlagen.
Mir kommen die Tränen!

Ehrlich! Das war schon ein riesiges Opfer, als Brandt-Zwieback sein Werk in NRW schloß und in ein neues Werk in Thüringen eröffnete! Meines Wissens der EINZIGE (!!!!) Fall in 30 Jahren "Wiedervereinigung", wo eine Firma in Westdeutschland dichtmachte zugunsten eines Produktionsstandortes im Osten. Wobei die Firmenleitung immer noch in Hagen residiert....

Wissen Sie, wieviele Werke im Osten dichtmachten zugunsten der Konkurrenz im Westen? Und das betraf beileibe nicht nur "marode DDR-Betriebe". Sondern auch höchst konkurrenzfähige Betriebe wie die Technische Glas in Ilmenau (zufällig auch Thüringen). Da gingen nicht wie bei Brandt 500, sondern über 12.000 Arbeitsplätze verloren - zugunsten der Westkonkurrenz von Schott. Und solche Beispiele gab es viele!

Und wenn Sie die "höheren" Renten ansprechen, dnan sollten Sie auch erwähnen,. WIESO es für Ostdeutsche in der Rentenberechnung einen Zuschlag gibt - weil die Löhne immer noch ganz erheblich niedriger sind! Dieser Zuschlag soll also hier nur für künftige Renter abmildern,. was in bald 30 Jahren Einheit immer noch nicht erreicht wurde: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Und wenn die Löhne im Osten steigen - wird auch der Korrekturbetrag "abgeschmolzen". Und das Lohngefälle ist derzeit immer noch deutlich größer als der Korrekturbetrag in der Rente:

http://www.spiegel.de/karriere/loehne-und-gehaelter-in-ostdeutschland-sind-deutlich-niedriger-a-1135128.html

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jo126 01.01.2019, 15:49
155. Exakt

Zitat von k70-ingo
Dieses westliche Desinteresse am Osten gibt es nicht es seit der Wiedervereinigung, das war schon Jahre vorher vorhanden. Wir Wessis lebten mit dem Rücken zur Mauer. Die DDR fand in unserer Lebenswelt nicht statt.
Genau so war es - zumindest bei den (damals) Jüngeren ab etwa Baujahr 1955. Wir kannten doch nie das alte "Großdeutschland"! Nur die Alten haben seinerzeit abgefeiert. Aber die "Wieder"Vereinigung dann eher nicht selbst bezahlt, weil schon Rentner. Und Kohl kam ins "Buch der Gechichte" nach der Währungseinheit. Da haben uns die Alten mal richtig abgezogen.

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Duggi 01.01.2019, 15:55
156. Grüne Wähler aufgepasst.

Natürlich meint sie vermutlich, die Behörden müssten von ostdeutschen Frauen geleitet werden ….
Also wenn früher noch ausschließlich Fähigkeiten und Qualifikationen unabhängig von Geschlecht und Landmannschaftszugehörigkeit die Auswahlkriterien für Stellenbesetzungen waren, kehrt sich das unter dem politischen Einfluss der grünen Gängelungspartei zunehmend in eine verfilzte Klientelkungelei um. Traurig.

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Tubus 01.01.2019, 15:56
157. Ostdeutsche Frauen mit Migrationshintergrund

Wahrscheinlich wurde Frau KGE nur unvollständig zitiert. Allein Leitungsfunktionen nur mit Ostdeutschen zu besetzen, kann grünen Gerechtigkeitsansprüchen natürlich nicht genügen. Es sei den, es handelt sich um ostdeutsche Frauen mit Migrationshintergrund. Dass geistige Behinderung für allerhöchste Funktionen bei den Grünen qualifiziert, hat die Dame ja bereits öfters bewiesen.

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Oberleerer 01.01.2019, 15:56
158.

Es sind diese Aktionen, die einen Spaltung seit 30 Jahren offen hält.
Die soll zusehen, daß es keinerlei Rentenunterschiede und "BAT-Ost" und andere Abweichungen der Tarife geben darf, zumindest nicht nach Ost und West. Dabei wird Berlin, Leipzig, Dresden alles in einen Topf geworfen. Am südlichen "DDR-Rand" besteht mittlerweile fast Vollbeschäftigung. Diese falsche Parteinahme für den Osten ist eine Beleidigung für die dortigen Bewohner und eine Provokation für den Westdeutschen in einer sterbenden Mittelstadt.

Es gibt regionale Unterschiede, das sterbende Ruhrgebiet und soziale Elendsregionen wie Bremen und Bremerhafen. Das brennt den Leuten viel mehr auf den Nägeln.
Südbayern boomt, aber die Mieten steigen stärker als die Löhne. Famielengerechte Wohnungen, mit ÖPNV-Anschluß sind unbezahlbar. Die Menschen dort sind zum großen Teil aus allen anderen Teilen Deutschlands nach Bayern migriert und würden auch gerne wieder in die Heimat, wenn das Geld stimmt.

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gastundredner 01.01.2019, 16:04
159. Bevorzugung

Ostrentner werden doch seit der Wende bevorzugt. Da zeigt jeder und jede einen Beschäftigungsnachweis und bekommt Rente, obwohl um 9 Uhr kein Beton mehr kam, die Baustelle still stand und Skat gekloppt wurde. Oder es wurde volkseigenes Material privat abgezweigt.

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