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Vorstoß der Regierungstruppen: Kämpfe um Slowjansk fordern Opfer auf beiden Seiten
AFP

Die Kämpfe in der Ostukraine flammen wieder auf: Im Kampf um Slowjansk beklagen beide Seiten Tote, ein weiterer Hubschrauber der Armee wurde abgeschossen. Laut ukrainischem Innenminister halten 800 Separatisten ihre Stellungen in Slowjansk.

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MtSchiara 05.05.2014, 17:07
1. der russisch-ukrainische Krieg ...

... ist noch nicht zu ende. Alle die Putin dafür gelobt haben, daß er die Krim fast ohne Opfer annektierte (was möglich war, da seine Truppen durch einen Vertrag mit der Ukraine bereits auf der Krim waren), sollten den Tag nicht vor dem Abend loben. Der russisch-ukrainische Krieg ist noch nicht zu ende, und natürlich ist es für die ukrainische Armee kaum möglich, die russischen Truppen in Slowjansk und anderen Städten zu besiegen. Dafür ist die russische Armee zu übermächtig. Aber die Annexion der Ostukraine wird Putin noch zahlreiche Opfer fordern und Instabilität und Aufrüstung in die Region bringen, da nun kein Nachbar Rußlands seiner Haut mehr sicher sein kann.

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kning1204 05.05.2014, 17:24
2. Im dreck

Zitat von sysop
Die Kämpfe in der Ostukraine flammen wieder auf: Im Kampf um Slowjansk beklagen beide Seiten Tote, ein weiterer Hubschrauber der Armee wurde abgeschossen. Laut ukrainischem Innenminister halten 800 Separatisten ihre Stellungen in Slowjansk.
Wer glaubt denn jetzt noch ernsthaft, das es auf Jahre hin möglich sein wird, dass die Menschen in der Ukraine in Frieden zusammenleben werden? es hat bereits zu viele Opfer gegeben. Und beide Seiten schenken sich nichts. Da kann man, realistisch betrachtet, die Frage nach einer geeinten Ukraine gar nicht mehr stellen. Putin braucht nichts mehr machen. Durch die blödsinnige Offensive der neuen Machthaber in Kiew wurde die Teilung festgezurrt. Und das möchte ich sehen, wie die EU den Karren wieder aus dem dreck ziehen will, wenn 30% der Bevölkerung nicht hinter der Regierung stehen, sondern sie abgrundtief hassen.

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schreiberausthür.89 05.05.2014, 17:34
3. Putins Krieg gegen die Ukraine

Woher haben diese sogn. Separatisten eigentlich ihre großkalibrigen Waffen und Granatwerfer her? Gibt es die in der Ukraine im Kiosk zu kaufen? Es handelt sich bei diesen paramilitärischen Verbrecherbanden doch wohl eindeutig um russische Söldner, vermutlich sind auch bereits russische Militärangehörige vor Ort. Hinzu kommen gewaltbereite Kleinkriminelle, die das Chaos für ihre Machenschaften nutzen und notfalls mal russische Fahne schwenken. Der Krieg Putins gegen die Ukraine geht also weiter. War ja eigentlich klar, dass sich das russische Regime nicht mit der Krim zufrieden geben würde.

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Velociped 05.05.2014, 18:23
4. Von Transnistrien bis zur Krim

Zu Sowjetzeiten siedelten sich Russen in den Sowjetrepubliken vor allem dort an, wo Industrie aufgebaut wurde. Daher gibt es nun in allen aktuellen oder ehemaligen industriellen Zentren eine grössere russischstämmige Bevölkerung.
Die Autonomie dieser Regionen und Kleinregionen wäre prinzipiell ein fairer Weg. Wenn man allerdings auf die Landkarte von der Krim, über die Ostukraine und Odessa nach Transnistrien sieht, wird klar, dass das Ziel Putins die gesamte nördliche Küste des Schwarzen Meeres sein könnte.
Umgekehrt werden die USA es sich nicht gefallen lassen, wenn Russland seinen direkten Einflussbereich wieder so weit ausdehnt.
Dies ergibt eine hochbrisante Mischung die wahrscheinlich zu einem lang andauernden Stellvertreterkrieg oder wenn es schlimmer kommt, zu einem direkten Krieg zwischen US-Truppen und russischen Soldaten führen könnte.
Angesichts dessen ist es wichtig, dass auf beiden Seiten das Pokern um Maximalpositionen aufhört, wilde Milizen - wie auch immer sie genannt werden - nicht weiter bewaffnet werden und eine ernsthafte Vermittlung beginnt. "Dreck am Stecken" haben Russland und die USA. Keiner von den beiden deeskaliert wirklich. Beide machen damit nur Propaganda. Leidtragende ist die Bevölkerung in der Ukraine sowie zu befürchten auch Osteuropas, Europas und der Welt. Man sollte in Moskau und in Washington parallel Friedensdemos durchführen um dem Zündeln am Dritten Weltkrieg etwas entgegen zu setzen.

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MephistoX 05.05.2014, 18:29
5. Tja, ...

Zitat von kning1204
Durch die blödsinnige Offensive der neuen Machthaber in Kiew wurde die Teilung festgezurrt. Und das möchte ich sehen, wie die EU den Karren wieder aus dem dreck ziehen will, wenn 30% der Bevölkerung nicht hinter der Regierung stehen, sondern sie abgrundtief hassen.
... GENAU DESHALB sind ja schnellstmögliche, ordnungsgemäße Präsidentschafts- und Parlamentsneuwahlen so wichtig, die Putin resp. die pro-russischen "Aktivisten" aber zu vereiteln suchen, weil sie genau wissen, dass es keine erneute Kreml-hörige Marionettenregierung in Kiew mehr geben wird.

Wenn trotz Neuwahlen immer noch die von Ihnen geschätzten 30 % "Pro-Russen" die dann zweifelsohne legtitime Regierung und damit die Ukraine hassen, dann sollen sie halt ins gelobte Putin-Russland emigrieren, statt weiter die Ukraine mit Terror und Gewalt zu überziehen !

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team_gleichklang_de 05.05.2014, 18:49
6. Die Bürger unterstützen die Terroristen

So hat es der Präsident der Ukraine geäußert und damit ist er in der Tat ehrlich gewesen, wenn man von seinem Kampfbegriff "Terroristen" absieht. Damit wird der entscheidende Punkt deutlich: Die Regierung in Kiew unternimmt in vollem Wissen darum, dass die Bevölkerung dort gegen sie ist, militärische Aktionen, um mit Panzern und Maschinengewehren die Gebiete einzunehmen. Aber was macht man dort, wenn die Bevölkerung der eigene Feind ist? Dort kann man dann nur mit einem militärischen Repressionsregime im Sinne einer Besatzung herrschen. Man muss und wird die Bevölkerung dort so behandeln, wie man eben Sympathisanten und Unterstützer von Terroristen behandelt. Gleichzeitig ist klar, dass es bei so einem Vorgehen viele Tote, unzählige Verletzte und unermessliches Leid geben wird. Genau deshalb lagen all diejenigen - unsere Regierung, Bündnis90/die Grünen, Medien, wie der Spiegel, so komplett falsch als sie den Maidan und den Sturz der Regierung als einen demokratischen Freiheitsprozess besangen. Sie lagen falsch, weil sie die bloße Existenz und die Interessen eines ungefähr gleichstarken Anteiles der Bevölkerung komplett ausblendeten, von denen für jeden wirklich informierten Beobachter von Anfang an absehbar war, dass er die Legitimität einer daraus gebildeten Regierung nicht anerkennen würde.

Deshalb wurde auch von Anfang von vielen Stimmen davor gewarnt, dass genau dies geschehen würde, was nun geschieht. Die Befürworter der Maidan-Revolution sehen sich aber leider nunmehr mit dem Rücken zur Wand und haben den Eindruck, nur noch durch ein Vorwärts überleben zu können. Deshalb resultiert keine Mäßigung selbst nach den furchtbaren Verlusten, sondern wir beobachten eine eskalierende militärische Aktion, die zu eskalierendem Hass und damit eskalierender Gewalt führt. Stimmen der Vernunft werden dabei sogar bei uns sofort ausgegrenzt, als nicht regierungsfähig oder nach dem Motto "der Feind meines Freundes ist der Freud seiner Feinde" als Putin-Anhänger diskreditiert.

Wer Menschenrechte und Frieden will muss für den sofortigen Stopp der Militäraktionen plädieren und für sofortige direkte Verhandlungen zwischen beiden Bürgerkriegsparteien. Denn hier gibt es nicht einzelne Terroristen gegen eine Gesellschaft, sondern hier herrscht ein Bürgerkrieg, der ebenso tragisch und blutig wie unnötig ist. Es ist außerordentlich bedauerlich, dass es den Extremisten über all gelingt, ausgerechnet diejenigen als Naivlinge im besten Fall oder als Extremisten zu verleumden, die für Frieden eintreten.

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leepzscher 05.05.2014, 19:04
7. Nur Messer und Knüppel

Zitat von schreiberausthür.89
Woher haben diese sogn. Separatisten eigentlich ihre großkalibrigen Waffen und Granatwerfer her? Gibt es die in der Ukraine im Kiosk zu kaufen? ... War ja eigentlich klar, dass sich das russische Regime nicht mit der Krim zufrieden geben würde.
Ach Quatsch. Einen gepanzerten Kampfhubschrauber schießen Si emit Pfeil und Bogen ab ;-)

Soviel zu "unbekannten" Freischärlern. Die Soldaten, die die Krim überfallen haben, sind nun in der Ukraine. Dazu ein paar Altkommunisten mit Stalinbildern.

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Anton12353 05.05.2014, 19:06
8. Was ist mit den restlichen 70%,

die nicht unter Russlands Fuchtel stehen wollen? Werden die übergangen? Nur weil sich 30% von der verlogenen Propaganda (KZs für Russen, abgefackelte Dörfer usw. laut ARD Korrespondentin!) Russlands aufstachel lassen und hervorragend gerüstet sind, dass sie sogar einen Militäreinsatz die Stirn bieten können, und wofür eigentlich? Für Schwulenfeindlichkeit und NeoNationalismus?

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tinosaurus 05.05.2014, 19:18
9. Putins

Propaganda zeigt leider Wirkung. Viele Ostukrainer und andere sympathisieren mit den prorussischen Kämpfern. Am Ende werden sie Putin bitten, in ihr Land einzumarschieren. Das ist auch seine Taktik. So werden auch viele westliche Ukraine-Foren mit prorussischen Schreibern belagert, die auch immer die gleichen Kommentare schreiben. Das lässt sich auch hier im Spiegel online gut beobachten.

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