Forum: Politik
Vorstoß des Umweltministeriums: Hersteller von Wegwerfartikeln sollen Entsorgung mitz
Ralph Peters/ imago images

Städte und Gemeinden sind durch die Müllentsorgung finanziell zunehmend belastet, kritisiert Umweltministerin Svenja Schulze. Per Gesetz will sie Hersteller von Einwegprodukten stärker an Kosten beteiligt.

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Röntgen 12.08.2019, 12:49
60. Allzugroßer Eifer

beim Verbieten von Kunststoffverpackungen hat den Nachteil, dass dann in den Verbrennungsanlagen mehr Öl zur Energieerzeugung verbrannt werden muss. Wenn man Verpackungen für die Energieerzeugung verwendet, macht das Erdöl vor der Verbrennung noch eine (ökologische) Gratis-Zwischenkarriere als Gebrauchsgegenstand. Deutschland hat durch die bestehende Abfallwirtschaft andere Voraussetzungen als Länder, in denen eine Entsorgung im Meer befürchtet werden muss.

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Ulipol 12.08.2019, 12:50
61. Unsaeglich

ist dieser permante Appell der CDU an die Freiwilligkeit der Bürger und Industrie. Genau diese Politik hat den Kosumwahn auf den Weg gebraucht., deshalb stehen wir jetzt vor Klimaerwaermung, Muellbergen, verstopften Strassen, kaputten Bruecken, Bundeswehr ohne funktionierendes Gerät. Eine Regierung hat den Auftrag der Waehler sich um Fehlentwicklungen zu kümmern, einfach sorglos alles der Wirtschaft zu überlassen zählt nicht dazu.

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foxb3b3 12.08.2019, 12:54
62. man muss sich fragen was die Politiker machen

Eine solche Verordnung gibt es schon längst. Nennt sich Verpackungsgesetz.
Darin wird geregelt, dass jeder Hersteller, Händler, Importeur, der eine Verpackung in Umlauf bringt eine Gebühr dafür bezahlen muss. Somit muss selbst der Winzer für eine Flasche für den Wein eine Gebühr bezahlen, auch für die Kartonage. Dafür muss er im Voraus in etwa wissen, wie viel Verpackungen er im Jahr braucht und muss dafür bezahlen. Für jeden Karton für den Versand muss eine Gebühr bezahlt werden. Für Plastik mehr. Selbst für das Packband, welches man zum zukleben der Kartons braucht, muss man Gebühren zahlen.
Somit muss (um beim Beispielbild zu bleiben) MCD für alles dort gezeigte eine Gebühr zahlen, außer wahrscheinlich für das Auto aus Kartonage, da dies wahrscheinlich als Spielzeug gilt.

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Rechtschreibprüfer_der 12.08.2019, 12:56
64.

Liebe Frau Umweltministerin Svenja Schulze,

verpackung, Transport und Entsorgung sind bereits in die Einwegprodukte einkalkuliert. Muss man aber wissen.

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lafindl 12.08.2019, 12:57
65.

Zitat von olddog
Und zahlen wird das dann wieder der Verbraucher. Wissen die unfähigen Politiker überhaupt was sie machen?
Wer 3 Euro für einen coffe to go übrig hat wir auch ein Zehnerl für die Verpackung übrig haben.

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glidingfee 12.08.2019, 13:00
66. Lebensmittelverpackungen kräftig besteuern

Zum Einwegmüll gehören nicht nur Fastfoodverpackungen und Obsttüten, sondern vor allem Fleischverpackungen, Wurst und Käseverpackungen, die alle inzwischen fast die Dicke und Haltbarkeit von Plastikdosen erreicht haben! Das scheint unserer Umweltministerin noch gar nicht aufgefallen zu sein, macht aber einen erheblich größeren Anteil am Platikmüll aus als ein paar dünne Obsttüten. Diese kann man tatsächlich leicht mitwiederverwendaren Obstnetzen ersetzen. Diese unglaubliche Menge an Plastikverpackugen für tägliche Lebensmittel gehört massiv besteuert, um die Supermärkte dazu zubringen, diese Lebensmittel wieder an Fleisch undWursttheken anzubieten. Das ging bis vor einpaar Jahren schließlich problemlos. Es ist die größte Lüge der Politik daß die Lösung desMüllproblems in den Händen der Verbraucher liegt. Die Politik muß handeln, labert aber nur rum,

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Außendienst_09 12.08.2019, 13:00
67. Unnötige Einwegverpackung verbieten...

Warum dürfen Unternehmen wie McDo und Co ihre Produkte immer noch in Einwegverpackungen anbieten, wenn diese vor Ort verzehrt werden? Soll keiner sagen, normales Geschirr und Spülmaschine wären nicht möglich... Ebenso weg mit dem Steuervorteil für 'To Go' - das wird ohnehin gern zur Steuerhinterziehung genutzt: Man bestellt zum Vor-Ort-Verzehr und abgerechnet wird 'To Go', somit gleich mal 12% mehr Gewinn für das Unternehmen. Fast Food und *gebrühter* Kaffee sind keine Produkte des Grundbedarfs und daher ist der Steuervorteil bei 'To Go' unsinnig.

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Bernd.Brincken 12.08.2019, 13:09
68.

Zitat von Röntgen
Wenn man Verpackungen für die Energieerzeugung verwendet, macht das Erdöl vor der Verbrennung noch eine (ökologische) Gratis-Zwischenkarriere als Gebrauchsgegenstand.
Es ist sonst in online-Medien nicht üblich, jemandem einfach nur auf die Schulter zu klopfen.
Aber in dem Fall - chapeau

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Brubeck 12.08.2019, 13:13
69. Seit 50 Jahren mit Einführung der SB im EH überfällig.

Besonders ärgern mich die Fleischverpackungen in SB. Heute nur noch Plastik. Früher nahm man Holzschliffschalen und darüber kam eine verrottbare Folie. Mit dem "Grünen Punkt" wurde die allgemeine Verantwortungslosigkeit gefördert und das Verursacher-Prinzip ausser Kraft gesetzt.

Wenn ich 60- oder 80-Gramm Wurstverpackungen sehe, lasse ich die Finger davon. 1. ist es eine vorsätzliche Täuschung des Käufers (weil das Normmass 100 gr. ist) und zweitens ist es eine Umweltsauerei, wenn die Verpackung (fast) mehr wiegt als der Inhalt.

Mit Wohlgefallen sehe ich, dass in der Obst- und Eiertheke zumeist diese verrottbaren Holzschliffverpackungen eingesetzt werden. In Schweden hat man dafür braune Spitztüten eingesetzt. Wenn das unterste Ei zerbrach (was während die Transporte leicht geschah) weicht die Tüte unten auf und die Eier machten sich beim Hochheben auf den Weg durch das entstandene Loch auf den Fussboden. Eine Riesensauerei - noch nicht einmal mehr als Rühreier zu verwenden.

Man kann Öko auch übertreiben.

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