Forum: Politik
Vorstoß des Umweltministeriums: Hersteller von Wegwerfartikeln sollen Entsorgung mitz
Ralph Peters/ imago images

Städte und Gemeinden sind durch die Müllentsorgung finanziell zunehmend belastet, kritisiert Umweltministerin Svenja Schulze. Per Gesetz will sie Hersteller von Einwegprodukten stärker an Kosten beteiligt.

Seite 8 von 13
AxelSchudak 12.08.2019, 13:22
70.

Zitat von markus_wienken
Nicht die Plastikproduzenten sondern die Käufer werden finanziell an der Entsorgung beteiligt. ... Wenn Sie das gut finden...bitte.
Eben. Es MUSS teurer werden, damit WENIGER gekauft und damit hergestellt wird. Erst wenn umweltfreundliche Materialen billiger sind, werden diese auch hergestellt und nachgefragt, und der einfache - vielleicht derzeit der einzige Weg dahin ist es halt, die umweltschädlichen Materialien teurer zu machen. Das wird erstmal für alle Konsumenten teurer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
emilvons2 12.08.2019, 13:24
71. WOW - eine freiwillige Selbstverpflichtung

Wenn diese "freiwilligen Selbstverpflichtungen" doch so toll funktionieren, warum machen wir das nicht in allen Bereichen so? Ich gebe mal an, mich "freiwillig zu verpflichten" nicht betrunken oder zu schnell Auto zu fahren... somit verbitte ich mir künftig das Blitzer aufgestellt oder Verkehrskontrollen durchgeführt werden. Des weiteren verpflichte ich mich "freiwillig" die MwSt am Monatsende für meine Einkäufe an Herrn Scholz zu überweisen, daher bin ich nicht mehr gewillt diese an der Supermarktkasse zu entrichten. Ich verpflichte mich freiwillig nicht Schwarz zu fahren, also bitte alle Kontrollen in Zügen und Bussen abschaffen.
Ich verpflichte mich freiwillig, zu allem was dazu führt, dass nichts mehr kontrolliert oder vorgeschrieben wird.
Wie schaut es aus Berlin? haben wir ab sofort einen "freiwilligen" Deal???

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markus_wienken 12.08.2019, 13:25
72.

Zitat von lafindl
Wer 3 Euro für einen coffe to go übrig hat wir auch ein Zehnerl für die Verpackung übrig haben.
Sicher.
Aber... was war nochmal das Ziel? Verpackungen zu reduzieren oder mehr Einnahmen zu generieren...?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
andreas_ungemach 12.08.2019, 13:25
73.

Nicht die Beseitigung, sondern direkt die Herrstellung von schädlichen Plastikverpackungen muss sehr viel teurer werden und damit auch weniger profitabel. Ein Beispiel anhand von Kartoffelchips:" Lays hat den Inhalt von 200g auf 150g reduziert. Nutzt aber weiterhin die größe von 200g Chipspackungen." Anderes Beispiel Nudeln:"Sämtliche Nudeln werden in Plastikverpackungen verkauft. Nur der Herrsteller My-Nudel.de nutzt ausschließlich umweltfreundliche Papierverpackungen." Man muss nicht bis 2022 warten, um solche Dinge zu ändern. So etwas kann jetzt sofort von jedem selbst bzw. auch von Politiker per Gesetzt geändert werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zufall, Rainer 12.08.2019, 13:25
74.

Zitat von alexreil
ist ganz sicher eine sinnvolle Massnahme und zu begrüssen. Dumm ist allerdings auf der anderen Seite, dass die Supermärkte zwar die Plastiktüten als Tragebeutel weitgehend aus dem Sortiment genommen haben, dafür ist aber inzwischen praktisch jeder Salatkopf und jede Gurke in Plastik verpackt. Die Kunden packen das dann auch gleich nochmal in die dünnen Beutelchen, oder nutzen diese Beutelchen dann als Einkaufstüte. Hier wäre es wünschenswert, wenn dieses doppelt und dreifach einpacken endlich unterbunden würde. Beispielsweise könnte man statt dieser Plastikbeutelchen auch Papiertüten anbieten. Gegen das durchweichen bei feuchter Ware kann man diese auf der Innenseite umweltgerecht wachsen oder auch lackieren, die verrotten trotzdem problemlos und schnell auf dem Kompost. Es ist wirklich an der Zeit, dass Wirtschaft und Kunden ein Einsehen haben und hier von selbst gegensteuern. Nicht jede Paprika, jeder Salatkopf, jede Gurke etc. in Kunststoff verpackt werden. Selbst aus Hygienegründen nicht, wie mir das Social Media Team eines grossen Diskounters als Begründung für diese Plastikflut mitteilte. Dabei muss ich gerade Feldfrüchte ohnehin waschen und meist sogar schälen, bevor ich sie koche oder einen Salat daraus mache. Das funktionierte jahrhundertelang problemlos und sollte auch in unserer Zeit nicht zu Pandemien führen.
@alexreil
An sich, finde ich das auch in Ordnung. Ich bin allerdings davon ausgegangen, dass Unternehmen bereits für die Entsorgung aufkommen. Quasi jede Verpackung hat den "grünen Punkt", den gibt es nicht gratis, oder ist der auf Einwegverpackungen nicht drauf - ich weiß es im Moment wirklich nicht.
Was das einzeln verpackte Gemüse angeht, auch hier gebe ich Ihnen recht. Früher ging es auch ohne, und wenn ich kann, verzichte ich auch darauf. Es gibt teilweise aber andere Gründe. Z.B. die von Ihnen genannten Gurken, wenn die in Folie eingeschweißt sind, vertragen sie den Transport von Spanien aus besser und sind deutlich länger haltbar, d.h. ohne Folie werden deutlich mehr Gurken entsorgt statt gegessen und das will auch niemand.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Motzi_4711 12.08.2019, 13:28
75.

Zitat von malcom1
Kann mir mal jemand erklären warum z.B. im Superkarkt die Mehrflasche durchschnittlich um 1,00 Wuro teuer ist wie Einweg? 1,5 Liter Apfelsatzschorle Einweg 0,59 Euro Mehrweg 1,63 Euro jeweils plus Pfand.
Na, so schwer ist das doch nicht.
- Der Rücklauf von Mehrweg muß vor Ort organisiert werden (Platzbedarf, Automaten und Personal - die Kästen stapeln sich nicht von alleine)
- das Leergut muß zurück zum Abfüller
- die Flaschen/Behälter müssen gereinigt werden
- Neuetikettieren
Ihre Frage läßt wirklich tief blicken...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heissSPOrN 12.08.2019, 13:29
76. Wieder mal ein Schnellschuß ohne verheriges Nachdenken?

Die Hersteller werden die zusätzlichen Kosten auf die Kunden umlegen; von denen entsorgen viele solche Sachen wie Plastiktüten oder Zigarettenkippen (als ich noch geraucht hatte, führte ich einen Taschenaschenbecher mit, den ich zuhause ausleerte) aber daheim, wo sie schon für die Müllentsorgung zahlen. Diese Kunden sollen dann also doppelt zahlen?

Über Einweg-Verpackungen von verzehrsfertigen Speisen könnte man zur Not reden - aber auch davon landet das meisste wohl direkt im Abfall der Anbieter. Bleiben diese To-Go-Becher und vergleichbares, die wohl überproportional hohe Kosten bei der Stadtreinigung verursachen, aber da wäre ein komplettes Vebot von Einwegbechern der bessere Weg - das vermeidet nämlich nicht nur Müll, sondern auch Plastik generell.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shardan 12.08.2019, 13:36
77. Quadratur des Unsinns?

Liebe frau schulze,... diese Entsorgung ist in meinen Augen blanker Populismus, um schnell noch auf den längst abgefahrenen Zug der Grünen aufzuspringen. Ihr erster Vorschlag: Plastiktüten ganz verbieten.... ein Deckmäntelchen, solange Obst, Gemüse etc massenweise in Platikverpackung angeboten wird. Die dünnen Tüten sind da nur ein winziger Bruchteil der Masse, das geht nun wirklich nicht weit genug. Nebenbei sind z.B. große Mülleimertüten ein eine Sache der Hygiene... sonst dürgfen die städtischen Müllwerker gern zwei mal die Woche kommen statt einmal im Monat - sonst sitzt die Rattenplage, ohnehin ein Problem in vielen Städten, bald richtig gut im Mülleiner. und nun sollen die Firmen das bezahlen? Wie unwissend kann eine Ministerin sein? Wir haben in D das "Duale System" - heißt, für den grünen Punkt dürfen die Firmen satt zahlen. Nun sollen die Hersteller und damit der Kunde die Entsorgung also zweimal bezahlen? Wie unsinnig ist das denn? Bringt endlich alle dazu, Ihren Obolus in das Duale System zu entrichten - die netten Pappschalen, in denen z.B. Äpfel mit einer folie drumherum verpackt sind, zahlen keinen Cent an das DSD. So ganz nebenbei: Es wird eine unsägliche Menge an Plaste-Zeug aus Fernost importiert, das man wirklich nur an Wegwerfware bezeichnen kann. Wie wollen Sie, Frau Ministerin, diese Hersteller beteiligen? Oder geht es mal wieder nur darum, weitere Abgaben zu erheben? Letztlich wird das beim Kunden aufschlagen, und damit auch über die Mehrwertsteuer beim Finanzminister, gell? Wenig tröstlich ist es dann, zu lesen, das Frau Krampf-Knarrenbauer nichts einfällt außer mal wieder freiwilligen Verpflichtungen. Diese haben exakt gar nichts gebracht. Das Rewe, Real, Aldi & Co nun auf weniger Plastik setzt, dürfte wohl weit mehr auf Kundenverhalten denn auf hirnrissige freiwillge Verpflichtungen zurückzuführen sein. Bezeichnend, das diese Möchtegern-Kanzlerin zum xten male auf solche Selbstverpflichtungen setzt - bloß keinem hersteller oder Vertreiber weh tun, das dezimiert die Wahlkampfspende? Ein Schlem, wer Böses dabei denkt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cougar60 12.08.2019, 13:40
78. Alle Einwegverpackungen mit einem Pfand belegen

egal ob coffe to go Becher, Burgerverpackungen, Tetrapack Geträmkekartons, Saft oder Smoothieflaschen usw. Wer zu faul ist, die Packungen zurück zu geben. Der hat offensichtlich genug Geld, das ihn der Verlust des Pfandbetrags nicht juckt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
localpatriot 12.08.2019, 13:40
79. Natürlich kommt alles viel zu spät

Zitat von Ulipol
ist dieser permante Appell der CDU an die Freiwilligkeit der Bürger und Industrie. Genau diese Politik hat den Kosumwahn auf den Weg gebraucht., deshalb stehen wir jetzt vor Klimaerwaermung, Muellbergen, verstopften Strassen, kaputten Bruecken, Bundeswehr ohne funktionierendes Gerät. Eine Regierung hat den Auftrag der Waehler sich um Fehlentwicklungen zu kümmern, einfach sorglos alles der Wirtschaft zu überlassen zählt nicht dazu.
Dass die nachhaltige Entsorgung zu den Kosten gerechnet wird ist vernünftig und überfällig aber man muss einiges in der Realwirtschaft überlegen und mit in Betracht ziehen.
Z. B.
Kosten welche der Hersteller mit verrechnet können unter Umständen irgendwo in der Welt anfallen. Wie stellt man sicher dass die Mittel auch der Entsorgung zu Gute kommen?

Entsorgungskosten sind variable. In Regionen mit Recycling sind sie billiger als in den Wegwerfregionen der Welt. Wie stellt man daher sicher dass eingebaute kosten dem Niveau der Müllentsorgung entsprechen?


Und dann kommt noch die Frage wie man diese Kosten anpasst. Man sollte bessere Entsorgung erwarten und dementsprechend müssten die vorgerechneten Kosten steigen oder fallen.

Auf jeden Fall, eine prima Idee und gewissenhafte Menschen in der Politik sollten so schnell wie möglich handeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 13