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Votum gegen Große Koalition: Jusos lassen Gabriel abblitzen
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Dagegen ist jeder andere SPD-Termin Kaffeeklatsch: Parteichef Sigmar Gabriel ist bei den Jusos mit seinem Werben für die Große Koalition auf scharfen Widerstand gestoßen - so heftig ging es unter Genossen lange nicht zu.

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Rido 07.12.2013, 17:53
1.

Die SPD kann einem beinahe leid tun.

Kommen Neuwahlen werden sie wohl mit Stimmverlusten zu rechnen haben.
Gehen sie in die große Koalition wird die Kanzlerin, wie sie es immer macht mit ihren Koalitionspartner, alle Misserfolge auf die SPD abwälzen und dann wird die SPD Stimmverluste bei den nächsten Wahlen haben.

Ist wohl alles nur eine Frage des "Wann".

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Diskutierender 07.12.2013, 17:54
2. Gut so

Für mich sind die Wohltaten zugunsten der Rentner ein fürchterlicher Schlag ins Gesicht aller Arbeitnehmer unter 55 Jahren. Wieder einmal wird der "Generationenvertrag" zugunsten der Alten gebrochen, bzw. es werden in zweifelhafter Art und Weise sogar Regeln willkürlich verletzt - z.B. das Vorenthalten der Senkung des Rentenbeitrags.

Ich bin es leid, dass die arbeitende Generation den Rentnern Ansprüche bezahlen muss, die sie selbst nicht bekommen wird.

Sicher, die Mütterrente ist ein Schritt der Gerechtigkeit, wenn man den Aspekt (bislang sollten nur Frauen diese Rente bekommen, deren Kinder nach 1992 geboren wurden) isoliert betrachtet. In der Gesamtheit ist dies aber die einzige Ungerechtigkeit, die zulasten der Rentner und zugunsten der jungen Generation ist. Umgekehrt fallen mir dagegen viele Ungerechtigkeiten ein:

- höhere Witwenrenten für ältere Frauen
- Anrechnung von Ausbildungszeiten
- höheres Rentenniveau
- Rente spätestens mit 65 Jahren oder sogar Frühverrentung statt Rente mit 67
- Berufsunfähigkeitsvorsorge für Personen älter als Jahrgang 1960
- Rentengarantie während der Wirtschaftskrise 2009/10

Hinzu kommt noch die Anhebung des Pflegebeitrags um 0.5 Prozentpunkte, der der alten Generation sofort zugute kommt, obwohl sie dann so gut wie keine entsprechenden Beitrage geleistet hat. Dagegen ist es zweifelhaft, ob ein heute junger Mensch, der 40 und mehr Jahre Pflegebeitrag geleistet hat, die entsprechenden Leistungen bekommen wird, wenn er selbst mal alt und pflegebedürftig sein wird.

Willkommen in der Rentnerrepublik Deutschland. Jede Mensch, der aktiv im Arbeitsprozess steht, sollte sich nun überlegen, ob er noch einmal SPD oder CDU wählt.

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wolle0601 07.12.2013, 17:59
3. Politikwechsel, gehts noch?

Zitat von sysop
Dagegen ist jeder andere SPD-Termin Kaffeeklatsch: Parteichef Sigmar Gabriel ist bei den Jusos mit seinem Werben für die Große Koalition auf scharfen Widerstand gestoßen - so heftig ging es unter Genossen lange nicht zu.
Liebe SPD, ihr habt die Wahl VERLOREN. Aber ich bin auch dafür, daß ihr den Koalitionsvertrag ablehnt. Dann könnt ihr den Grünen beim Regieren zusehen, oder am allerbesten bei Neuwahlen rausfinden, ob die angebliche linke Mehrheit wirklich existiert.

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whitemouse 07.12.2013, 18:03
4. Neues Fehlanzeige

Zitat von sysop
Dagegen ist jeder andere SPD-Termin Kaffeeklatsch: Parteichef Sigmar Gabriel ist bei den Jusos mit seinem Werben für die Große Koalition auf scharfen Widerstand gestoßen - so heftig ging es unter Genossen lange nicht zu.
Auch die Jusos kleben bloß an alten Traditionen.

Was sollen heute noch Bundesländer? Wenn man einmal so eine Mehrheit zusammenbekommt, müsste man die überfällige neue Verfassung in Angriff nehmen.

Was sollen heute noch Arbeitgeberanteile? Warum sollen die Arbeitnehmer, die alle ein Konto haben, sich nicht selbst um ihre Versicherungen kümmern?

Was sollen -wie in der GKV- einkommensabhängige Beiträge, wenn doch die Leistungen gleich sind? Sozialausgleich gehört durch Steuern finanziert, nicht durch Unterschiede in Beiträgen.

Persönlich hoffe ich auf ein Scheitern der Abstimmung. Dann gibt es zwei Alternativen, die nicht schlimmer als DIESE Groko sind: a) Minderheitsregierung Merkel b) nach Neuwahlen regierung Merkel mit absoluter Mehrheit.

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Epikurus 07.12.2013, 18:05
5. Die Jusos zeigen eine klare Position mit ihrer Präferenz für Neuwahlen

Dann kann die SPD vor der Wahl bereits ankündigen, dass sie auch bereit wäre mit der Linken zu koalieren.
Außerdem wäre vielleicht auch eine biegsame FDP unter Lindner zur Verfügung, die sich für alles anbietet.
Auf der anderen Seite hätte dann dann CDU/CSU und
die AfD die Möglichkeit, sich zu positionieren.
Die SPD Führung ist nach dem Juso-Parteitag auf jeden
Fall stark angeschossen.

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vonschnitzler 07.12.2013, 18:10
6. Spruch meines Opas

Wer in der Jugend kein Sozialist ist, hat kein Herz. Wer es im Alter immer noch ist hat kein Hirn.

Wenn diese kleinen Pfeifen, ihre Stimme gegen den Koalitionsvertrag geben, werden sie sehen wie sehr sie die Neuwahlen hätten fürchten sollen. Sie würden ihrer Partei einen größeren Gefallen tun, wenn sie austreten statt abzustimmen.

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spon-facebook-10000349916 07.12.2013, 18:12
7.

Zitat von Diskutierender
Für mich sind die Wohltaten zugunsten der Rentner ein fürchterlicher Schlag ins Gesicht aller Arbeitnehmer unter 55 Jahren. Wieder einmal wird der "Generationenvertrag" zugunsten der Alten gebrochen, bzw. es werden in zweifelhafter Art und Weise sogar Regeln willkürlich verletzt - z.B. das Vorenthalten der Senkung des Rentenbeitrags. Ich bin es leid, dass die arbeitende Generation den Rentnern Ansprüche bezahlen muss, die sie selbst nicht bekommen wird. Sicher, die Mütterrente ist ein Schritt der Gerechtigkeit, wenn man den Aspekt (bislang sollten nur Frauen diese Rente bekommen, deren Kinder nach 1992 geboren wurden) isoliert betrachtet. In der Gesamtheit ist dies aber die einzige Ungerechtigkeit, die zulasten der Rentner und zugunsten der jungen Generation ist. Umgekehrt fallen mir dagegen viele Ungerechtigkeiten ein: - höhere Witwenrenten für ältere Frauen - Anrechnung von Ausbildungszeiten - höheres Rentenniveau - Rente spätestens mit 65 Jahren oder sogar Frühverrentung statt Rente mit 67 - Berufsunfähigkeitsvorsorge für Personen älter als Jahrgang 1960 - Rentengarantie während der Wirtschaftskrise 2009/10 Hinzu kommt noch die Anhebung des Pflegebeitrags um 0.5 Prozentpunkte, der der alten Generation sofort zugute kommt, obwohl sie dann so gut wie keine entsprechenden Beitrage geleistet hat. Dagegen ist es zweifelhaft, ob ein heute junger Mensch, der 40 und mehr Jahre Pflegebeitrag geleistet hat, die entsprechenden Leistungen bekommen wird, wenn er selbst mal alt und pflegebedürftig sein wird. Willkommen in der Rentnerrepublik Deutschland. Jede Mensch, der aktiv im Arbeitsprozess steht, sollte sich nun überlegen, ob er noch einmal SPD oder CDU wählt.

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Richard Hörner 07.12.2013, 18:12
8. Fertig mit der Basta-Politik

Ein großes Lob, eine mutige und selbstbewusste und richtige Entscheidung der Jusos. dies gibt mir Hoffnung für die SPD. Es muss endlich Schluss sein mit dieser Basta-Politik seit Schröders Zeiten. Falls es nicht anders geht - weg mit all den Basta-Beamten und Parteifunktionären, her mit richtigen SPD-Politikern.

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munsterm 07.12.2013, 18:15
9. Probierts doch mal!

"Wir müssen Neuwahlen nicht fürchten", sagt sie. "Mit unseren Inhalten und mit der klaren Machtperspektive Rot-rot-grün können wir viele Menschen begeistern."

Wenn sie sich da mal nicht zutiefst täuscht. Ich bin mir sicher, die Mehrheit der Menschen möchte noch eine funktionierende Wirtschaft haben.

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