Forum: Politik
Votum gegen No-Deal-Brexit: House of Chaos
REUTERS

Theresa Mays Brexit-Deal wollen die britischen Abgeordneten nicht. Ohne Abkommen wollen sie die EU aber auch nicht verlassen. Jetzt könnte sich der Austritt um Monate verzögern.

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spon_2999637 14.03.2019, 07:41
70.

Zitat von chewie1802
May und andere englische Politiker lehnen ein neues Referendum ab mit der Begründung, daß das Volk nun mal gewählt hat und man nicht immer weiter abstimmen könne, bis man ein passendes Ergebnis, also kein Brexit, habe. Aber sie legt dem Parlament immer wieder den gleichen Vertrag mit der EU vor - solange bis das Ergebnis stimmt. Was für eine lächerliche Heuchelei.
Genau das denke ich mir auch seit Tagen. Und ich verstehe nicht, warum die EU das jetzt - kurz vor dem Stichtag - überhaupt noch mitmacht. Mit der gescheiterten Ratifizierung des ausgehandelten Abkommens im Januar hätte man ebensogut sagen können "OK, damit ist das verhandelte Abkommen hinfällig, da ihr es nicht haben wollt. Bis Ende März ist die Zeit für eine Neuverhandlung zu knapp, schließlich haben wir an dem abgelehnten Werk zwei Jahre gearbeitet. UK verlässt damit Ende März die EU ohne Abkommen und danach kann weiter verhandelt werden wie es weitergeht."

Dann hätten wir längst Klarheit.

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spon_2999637 14.03.2019, 07:49
71. Obelix

Zitat von 1579
Oder, um es mit Asterix zu sagen: „ die spinnen, die Briten.“
Es war Obelix
https://pbs.twimg.com/media/Cls2PuoWQAIKQOt.jpg

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spon_2999637 14.03.2019, 07:55
72.

Zitat von ddcoe
May ist jetzt völlig am Ende mit ihren Möglichkeiten - stellt für die EU keinen glaubwürdigen Gesprächspartner mehr dar...
Sehe ich auch so - eigentlich kann der Weg nun nur umgekehrt sein: Statt May mit der EU verhandeln und das Ergebnis dann im Parlament ablehnen zu lassen, sollte May (oder ein anderer vom Parlament Bevollmächtigter) ERST im Parlament einen Vorschlag absegnen lassen, der DANN der EU zur Entscheidung (und wahrscheinlich Ablehnung) vorgelegt wird. Das hätte den Vorteil, dass UK am 29.3. erstmal raus ist, während im Parlament noch bis zum Sanktnimmerleinstag über diesen Vorschlag debattiert und gestritten wird.

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spon_2999637 14.03.2019, 07:57
73.

Zitat von AxelSchudak
Wenn die Alternativen nur "no Brexit" oder "Mays Deal" sind, ist der Ausgang offen. Es muss nur klar sein, dass es keinen dritten Weg zum Brexit gibt.
Falsch - für beides Optionen braucht May mindestens die Zustimmung des Parlaments. Bei weitergehender Ablehnung bleibt es beim Brexit ohne Abkommen - denn diesen kann das Parlament ablehnen so viel es will, darauf hat es keinen Einfluss. Das Parlament muss vor dem B-Day FÜR irgendwas stimmen (Abkommen, Absagen, Harter Brexit). Wenn sie immer nur GEGEN etwas stimmen, kommt der harte Ausstieg.

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spon_2999637 14.03.2019, 07:59
74.

Zitat von unglaublich_ungläubig
Liebe Redaktion, könnten Sie bitte "Vereinigtes Königreich" schreiben, wenn Sie den Staat meinen, und "Großbritannien", wenn Sie von der Insel sprechen? Es ist echt ermüdend, Ihre Fehler beim Lesen zu korrigieren. Danke.
Einerseits richtig - andererseits frage ich mich dann immer, wie die korrekte Bezeichnung für "die Briten", "das britische Volk", "das britische Parlament" oder die "britische Premierministerin" wäre....

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marcnu, 14.03.2019, 08:00
75. Die Unsicherheit für Menschen und Unternehmen wird immer bleiben.

Auch wenn es eine wie immer geartete Entscheidung geben sollte, in den den folgenden Jahren wird evtl. wieder anders entschieden. Somit können Unternehmen absolut nicht mehr für die Zukunft vernünftig planen.

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Braveheart Jr. 14.03.2019, 08:04
76. @memyselfandi (12)

Im Dezember 2018 hat der EuGH entschieden, daß ein Antrag gemäß §50 von dem Land, das ihn gestellt hat, wieder zurückgezogen werden kann. Die EU kann dies - genau wie die Stellung des Antrags zuvor - nur zur Kenntnis nehmen und entsprechend reagieren.
Persönlich halte ich dies für den größten Stuß, den der EuGH seit langem geliefert hat, weil es den einzelnen EU-Staaten ein extremes Druckmittel in die Hand gibt. Italien, Polen, Ungarn (um nur mal einige der üblichen Verdächtigen zu nennen) haben jetzt schwarz auf weiß daß sie erst mal den Austritt erklären, dann nach Rosinen fischen, und (wenn das nicht klappt) anschließend den Austritt vom Austritt erklären können. Bei NULL Sanktionen. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und hinter dieser Entscheidung die Hand von Merkel und Macron vermuten, die beide von der Wirtschaftslobby ihres Landes unter Druck gesetzt werden. Bricht ein Markt weg, sinken die Umsätze ... und die Boni fürs Top-Management. Und das geht natürlich gar nicht. VW streicht jedenfalls schon mal kräftig Arbeitsplätze. Aber was rede ich mir den Mund fusselig - ich bin ja nur ein kleiner, dummer Steuerzahler und Wähler. Im Sommer kommt die Quittung, meine Damen und Herren!

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Martuk 14.03.2019, 08:05
77. 3 Gruppen

Es kann keine Einigung geben, denn wir haben dort 3 Gruppen von denen immer 2 dagegen sind.

1. remain
2. deal
3. no deal

Wenn es die Frage ist, ob der deal angenommen wird, dann sind "remain" und "no deal" dagegen.
Wenn es die Frage ist, ob man ohne Abkommen austreten soll, dann sind "remain" und "deal" dagegen.
Wenn es die Frage ist, ob UK in der EU bleiben soll, dann sind "deal" und "no deal" dagegen.

Da sind die Briten nicht "verrückt" und "wissen nicht was sie wollen", denn das weiß Jeder für sich ganz genau, nur bestehen sie nun mal nicht aus einer homogenen Gruppe sondern aus 3 Gruppen die sich, je nach Frage, mit wechselnden Partnern, gegenseitig blockieren.

Von daher ist es sehr spannend wie es am Ende gelöst wird. Lassen sich die Briten auf ein neues Referendum ein als Preis für einen Aufschub der EU? Und falls ja, gewinnt "remain", denn ansonsten ist man wieder am selben unlösbaren Punkt.

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aggelbagg 14.03.2019, 08:06
78. Lasst euch von UK nicht diktieren

Wenn die EU einer (sinnlosen) Verlängerung zustimmt, lässt sie sich von UK dirigieren, die jetzt schon glauben, ihre Entschlüsse würden automatisch auch umgesetzt. Bitte keine Verlängerung! Und wenn die Briten notgedrungen in der EU verbleiben würden, würden sie über Jahre bremsen und blockieren... die EU muss aber einiger, handlungsfähiger und dynamischer werden. Da Politiker aber inzwischen nur noch Außendienstler der Wirtschaft sind, wappne ich mich mental für eine Verlängerung des unerträglichen Theaters. Die EU muss mal Stärke zeigen! Bitte, liebes Österreich, sag doch mal wieder Nein...

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kuac 14.03.2019, 08:06
79.

Zitat von unglaublich_ungläubig
Liebe Redaktion, könnten Sie bitte "Vereinigtes Königreich" schreiben, wenn Sie den Staat meinen, und "Großbritannien", wenn Sie von der Insel sprechen? Es ist echt ermüdend, Ihre Fehler beim Lesen zu korrigieren. Danke.
So vereinigt ist das Konigreich doch gar nicht in der Brexitfrage. Sonst hätten wir längst eine klare Entscheidung des Parlaments. Im Augenblick sind sie nur darüber einig, dass sie uneinig sind.

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