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Wählerwanderung: FDP profitiert von 101.000 CDU-Leihstimmen
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Rekordergebnis auf Leihbasis: Die FDP verdankt ihr überraschend gutes Ergebnis in Niedersachsen Zehntausenden Leihstimmen von CDU-Anhängern. Meinungsforscher sehen einen "Last-Minute-Transfer" im schwarz-gelben Lager. Die Grafiken zur Wählerwanderung zeigen die extremen Schwankungen.

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cassandra106 21.01.2013, 09:47
90.

Zitat von Robert_Rostock
Linke, Piraten und freie Wähler sind doch nur drei? Abgesehen davon offenbaren auch Sie ein interessantes Demokratieverständnis: Wenn der von mir gewünschte Wahlausgang nicht eintritt, dann muss die Wahl gefälscht sein. Aber das ist ja auch die Reaktion von denjenigen, die immer für mehr direkte Demokratie eintreten, wenn dann mal eine Volksabstimmung nicht nach ihrem Geschmack ausgeht. Egal, ob S21, Rauchverbot, Schließung Flughafen Tempelhof oder Religionsunterricht...
Demokratie bedeutet Politik für das gesamte Volk. Mehrheiten in Wahlen ist da von der Bedeutung für Demokratie nur ein kleines Licht daneben. Es gibt unzählige Diktaturen mit Wahlen, aber finden Sie mal eine, die im Sinne des gesamten Volkes handelt.

Wenn allein die Wahl zähle würde, wo wäre der Unterschied? Irgend einer kommt immer an die Macht un der darf dann tun, worauf er gerade Bock hat?

Demokratie endet nicht bei den Wahlen, dort fängt die gerade erst an.

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dau=maccie 21.01.2013, 10:06
91. können sie das näher ausführen?

Zitat von cassandra106
Demokratie bedeutet Politik für das gesamte Volk. Mehrheiten in Wahlen ist da von der Bedeutung für Demokratie nur ein kleines Licht daneben. Es gibt unzählige Diktaturen mit Wahlen, aber finden Sie mal eine, die im Sinne des gesamten Volkes handelt. Wenn allein die Wahl zähle würde, wo wäre der Unterschied? Irgend einer kommt immer an die Macht un der darf dann tun, worauf er gerade Bock hat? Demokratie endet nicht bei den Wahlen, dort fängt die gerade erst an.
demokratie erfordert sicher auch den rechtsstaat und gewaltenteilung (beides war zum beispiel in der römischen republik gegeben) - die frage ist immer wer das volk ist. bei den römern gehörten sklaven und im prinzip auch frauen (beide unterlagen dem sachenrecht) nicht dazu. eine demokratie war es trotzdem.

was wünschen sie sich also außer wahlen, gewaltenteilung, rechtsstaat und einigen maßgeblichen änderung im sachenrecht für eine moderne demokratie?

und falls wir das nicht im grundgesetz haben, in welcher art von diktatur leben wir dann seit 1949?

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TvanH 21.01.2013, 10:07
92. *

Zitat von cassandra106
Zum einen werden Linke und Piraten medial massiv ignoriert und maximal schlecht geschrieben. Neutrale oder gar positive Berichterstattung existiert so gut wie nicht. Zum anderen werden viele auch gedacht haben - und ich kenne da selber einige, die sonst nie SPD oder Grüne wählen würden, weil die genau wissen, wie verlogen diese Leute sind - Piraten und Linke schaffen es wohl eh nicht, d.h. die Stimme fällt dann einfach weg, also wählt man dann doch lieber einer von denen, Hauptsache die halt noch ein Stück schlimmeren Schwarz/Gelben kommen nicht ran. So simpel läuft das ab, auch wenn natürlich Betrug dennoch existieren kann, ausschließen würde ich es nicht angesichts der massiven Korruption in der Politik und der Ablehnung von Gesetzen dagegen. Ich habe den Leuten nebenbei gesagt, Sie sollen das wählen, wohinter Sie stehen können. Darum geht es bei einer Wahl. Taktisch wählen ist völlig falsch, durch taktisches Wählen wird es nicht besser, sondern maximal etwas weniger Übel. Und am Ende muss man mit seiner Schuld dann selbst klar kommen, die trägt kein anderer.
Was ich mich aber tatsächlich sogar ernsthaft frage; ob diese Blockparteien im Ernstfall, wenn demnächst die Wirtschaft und das Finanzsystem zusammenbricht, nicht am besten geeignet sind dieses zu Händeln und abzuwickeln.
Klingt paradox, die welche dieses Elend mit verursacht haben, sollen es wieder korrigieren.

Wobei es wahrscheinlich auch ganz egal ist, welche Parteien regieren wenn es kippt. Denn hinter denen steht noch ein ganzer Berg Wirtschaftsökonomen und sonstige Wissenschaftler die das dann versuchen hinter den Kulissen zu richten. Die Politiker werden wir nur als Sprecher in den Medien hören die diese Nachrichten verkünden.

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cassandra106 21.01.2013, 10:19
93.

Zitat von dau=maccie
demokratie erfordert sicher auch den rechtsstaat und gewaltenteilung (beides war zum beispiel in der römischen republik gegeben) - die frage ist immer wer das volk ist. bei den römern gehörten sklaven und im prinzip auch frauen (beide unterlagen dem sachenrecht) nicht dazu. eine demokratie war es trotzdem. was wünschen sie sich also außer wahlen, gewaltenteilung, rechtsstaat und einigen maßgeblichen änderung im sachenrecht für eine demokratie? und falls wir das nicht im grundgesetz haben, in welcher art von diktatur leben wir dann seit 1949?
Sie fragen mich ernsthaft, war in der BRD das Volk ist? Ernsthaft?

Volksvertreter haben das gesamte Volk zu vertreten, besonders die Schwächeren, weil diese eben die Schwächeren sind und daher gestärkt werden müssen, aber letztlich eben alle. Das ist Demokratie. Das gegenteil trifft zu.

Und welche Form der Diktatur? Die kapitalistische. Man erkannte ja neuerdings (historisch betrachtet), dass Besitz klare Grenzen braucht (so steht es auch im GG), weil er sonst jedwede Ordnung daneben unterläuft und auflöst. Wenn sich Volksvertreter "alternativlos" ans Kapital klammern und vor diesem buckeln, sind sie keine Demokraten mehr. Der Demokrat dient de Volk, dass er dafür auch auf das Kapital sehen muss, ist nur Mittel zum Zweck. Unsere Regierungen sehen das andersrum. Der Mensch, der Bürger ist nur Mittel zum Zweck, er ist Humankapital, ein Objekt, das nach Nutzen bewertet wird.

Ob Sie das nun akzeptieren oder nicht ist mir recht egal. Das müssen Sie selbst wissen.

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cassandra106 21.01.2013, 10:24
94.

Zitat von TvanH
Was ich mich aber tatsächlich sogar ernsthaft frage; ob diese Blockparteien im Ernstfall, wenn demnächst die Wirtschaft und das Finanzsystem zusammenbricht, nicht am besten geeignet sind dieses zu Händeln und abzuwickeln. Klingt paradox, die welche dieses Elend mit verursacht haben, sollen es wieder korrigieren. Wobei es wahrscheinlich auch ganz egal ist, welche Parteien regieren wenn es kippt. Denn hinter denen steht noch ein ganzer Berg Wirtschaftsökonomen und sonstige Wissenschaftler die das dann versuchen hinter den Kulissen zu richten. Die Politiker werden wir nur als Sprecher in den Medien hören die diese Nachrichten verkünden.
Nein, wer daran schuld ist, dem darf man es nicht in der Hand belassen. Schon der viel zu wenig behandelte Treuhandskandal zeigt, was diese Leute tun. Sie verschachern alles und wenn dieses Land zusammenbricht, werden die eh abhauen, so wie es ja auch die Schuldigen in der SED taten. Die Aufrechten blieben - und tragen bis heute an einer Schuld, die nicht ihre ist.

Weshalb ist die Linke im Osten denn Volkspartei? Weil der Ostdeutsche weit eher weiß, dass all die Geschichten Schwachsinn sind. Das ist keine Nostalgie. Wäre der Ostdeutsche so verbohrt, wäre er doch damals gar nicht erst auf die Straße gegangen. Das sind keine Altkader, die die Linke dort wählen, das sind die Leute, die ganz genau wissen, dass die Linke mit der SED nichts zu tun hat und die SED nichts mit Sozialismus. Gerade Bürgerrechtlicher der DDR pochten ja durchaus auf den Sozialismus, wie er zu sein hat. die lehnten den nicht ab.

Nur "wir" Westdeutschen sind so dämlich und glauben unseren McCarthy Anbetern den ideologischen Dreck, mit dem die uns (für dumm) verkaufen.

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dau=maccie 21.01.2013, 10:44
95. nein

Zitat von cassandra106
Sie fragen mich ernsthaft, war in der BRD das Volk ist? Ernsthaft?
das habe ich sie nicht gefragt - 'das volk' (besser wäre 'die bevölkerung') sind alle die hier leben (je nachdem was auf ihrem pass steht haben die angehörigen 'des volkes' unterschiedliche rechte und pflichten. (ich bin übrigens einer von den gelben 'volksverrätern').

ich habe gefragt was ihnen fehlt zu einer demokratie.

rechtsstaat und gewaltenteilung sind vorbedingungen zu einer freien wahl (ansonsten kommt sowas wie der 'wahlvorschlag der nationalen front' dabei raus). diese vorbedingungen waren auch im alten rom gegeben, nur hat man damals eben das volk ander als in einer modernen demokratie definiert. und zweifelsohne möchten weder sie noch ich im alten rom leben (bin mir aber nicht bei allen mitforisten ganz sicher).

Zitat von cassandra106
Demokratie endet nicht bei den Wahlen, dort fängt die gerade erst an.
alles was ihre demokratie ausmacht, also das was nach den wahlen erst anfängt verstehe ich nicht so ganz. deshalb hatte ich gebeten das näher auszuführen. stattdessen zogen sie es vor sich auf mein historisches beispiel zu stürzen und mir etwas anzuhängen das ich nicht gesagt habe.

mfg

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asasello23 21.01.2013, 10:53
96. Leihstimmen-Legende

Zitat von chimm
Was ist das für ein Journalismus??? Es geht doch um die Zweitstimmen. Hier hat die FDP 355.000 Stimmen bekommen. D.h. auch ohne die Leihstimmen 7,3%. Siehe
Endlich jemand, dem dieser Unsinn auch auffällt. Danke! Ein einfacher Dreisatz zeigt schnell, dass die FDP auch auf eigenen Beinen stehen kann.
Aber die Leihstimmen-Legende ist halt so schön einfach und plausibel. Andernfalls müssten Journalisten und Kommentatoren ja auch zugeben, mal wieder völlig falsch gelegen zu haben. Das wäre dann wohl doch etwas zu viel verlangt.

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wurzelbär 21.01.2013, 11:40
97. Wählerstromanalyse

Die Wahlen, sind der gleiche vorsätzliche Betrug am Volk, wie die angebliche Demokratie in der das Volk lebt. Nur sind die meisten Bürger "intelligenzbefreite Schwarmdenker" die das mit sich machen lassen und alle in der Politik nützen das voll aus. Je mehr das SIE werden, desto härter muß das Volk finanziell ausgeblutet werden.
Man sieht das an der Volksverarmung und Staatsverschuldung!

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mk2k138 21.01.2013, 13:17
98. Es gibt keine Leihstimmen!

Es gibt auch keine Leihwähler. Ein Wähler wählt und seine Stimme bleibt seine Stimme und folgernd seine Wahl. Das hat weder etwas mit Leihstimmen noch mit Wahlbetrug zu tun.
Leiht die Linke etwa der CDU eine Stimme nur weil ein EX-Links-Wähler nun CDU wählt? -Wohl kaum!

Diese ganze polemische Leihstimmen-Rhetorik ist doch lediglich ein immer wiederkehrender Versuch die FDP zu diskreditieren.

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Turbofan1 21.01.2013, 13:48
99. Nein

Zitat von vonwoderwestwindweht
Na und? Sind "Leihstimmen" etwa Stimmen von Bürgern zweiter Klasse?
aber die Stimmen von hinterhältigen Tricksern

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