Forum: Politik
Während US-Truppenabzug: Türkei verlegt Panzer und Soldaten an die syrische Grenze
AFP

Die türkische Armee hat Einheiten an die syrische Grenze geschickt. Eine Offensive gegen kurdische Milizen in Syrien hat Präsident Erdogan zwar zunächst abgesagt. Nach dem vollständigen Abzug der US-Truppen, wäre der Weg jedoch frei.

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b1964 24.12.2018, 16:49
1. Desaster!

Was Trump in Syrien macht, entzieht dem Westen jede Vertrauensbasis für die Zukunft. Einen Verbündeten im Stich lassen, ihn den Türken und Assad ausliefern, ist an Niedertracht nicht zu überbieten. Welches unterdrückte Volk wird sich je wieder an den Westen wenden? Trump kennt keine Moral und keine Verantwortung! Es ist zum heulen und das an Weihnachten...

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vliege 24.12.2018, 17:11
2. Genozid mit Ankündigung in

3...2...1.
Eine Schande was dort vor sich geht. Diese "Handvoll" US Soldaten hätten als Schutzschild gereicht um Erdogan davon abzuhalten ohne das auch nur ein Mensch sterben müsste, besonders kein US Soldat. Trump hat mal wieder eine Errungenschaft Obamas für persönliche Zwecke und Genugtuung geschasst. Die Kurden waren nicht zum ersten mal die verlässlichten Partner in der Region. Nun werden viele Menschen mit Ansage sterben.
Hinterher soll vom sonst so moralischen Westen keiner Krokodilstränen vergießen oder heuschlerisch aufs "schärfste Protestieren". Man überlässt gerade Erdogan das Feld. Demjenigen der nachweislich Geschäfte mit dem IS getätigt hat. Die Toten Kurden ob Soldat oder Zivilist ob Frauen oder Kinder werden hinterher als Terroristen deklariert. Da verhält es sich wie mit den Hunderten Journalisten die offiziell gar keine sind und somit "nur und ausschließlich" Terrorsymphatisanten eingesperrt sind. Die im Artikel "pro türkischen" Rebellen sind nichts anderes als Islamistische Freischärler und sehr wahrscheinlich mit "ehemaligen" IS Söldner bestückt die für die türkische Armee das eigentliche "Handwerk" übernehmen. Zu viele Tote türkische Soldaten kann sich auch Erdogan nicht erlauben.

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Benjowi 24.12.2018, 17:13
3. Unmoralisch und verwerflich.

Die Aussage eines Tyrannen, die Kurdengebiete stünden unter der Tyrannei der YPG ist allein schon eine bodenlose Unverschämtheit. Wieso sich dieser türkische Pascha Dinge erlauben kann und noch von der deutschen Politik unterstützt wird, die man den Russen niemals so einfach durchgehen lassen würde, ist vollkommen unverständlich. Unmoralisch und verwerflich sind noch milde Bezeichnungen für die deutsche Position. An die verräterische Handlungsweise der USA hat man sich ja fast schon gewöhnt. Völkerrecht wird halt nur herangezogen, wenn man es brauchen kann.

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legeips62 24.12.2018, 17:24
4. Wieso einen

"Verbündeten" in Stich lassen? Die Kurden waren doch immer der "Feind", doch auch wohl in der Deutschen Politik. Die Türkei ist doch auch ein "Verbündeter" oder nicht? Hätte hätte Fahrradkette und Obama durchgegriffen wäre Assad längst Geschichte. Dafür wohl der IS bei uns.

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ospudd 24.12.2018, 17:24
5. donald im unglueck

man wird bei diesem kuhhandel, den ja selbst trump's generalstab nicht gutheisst, ja davon ausgehen muessen dass trump erdogan konsequenzfreies feuerfrei auf die kurden zugesteht, wenn erdogan keine neuen informationen ueber den saegemeister von riad rausgibt. die kurden haben ihre schuldigkeit getan, nun geht es um die vielen faulen kredite die trump von den saudis bekommen hat und die sein 'imperium' stuetzen.

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modemhamster 24.12.2018, 17:28
6. Mal wieder schwache recherchiert

Der sehr gut vernetzte belgische Journalist Elijah Magnier stellt die Situation in seinem Beitrag "Erdogan does not object to Damascus’s control over al-Hasaka: the Kurds choose between loyalty to Syria or defeat by Turkey" deutlich anders dar. "Syrian General Ali Mamlouk, the Syrian president’s special security advisor, says that “he is talking with the Kurdish delegation to find a way for the Syrian army to deploy its forces along the borders with Turkey and, in consequence, stop a possible Turkish invasion of Northeast Syria”, confirmed a decision-maker source in the Syrian capital, Damascus.
According to the Source, at the start of the negotiation the Kurdish delegation repeated their familiar mantra—asking for the Syrian Arab Army to protect Syrian borders from the Turks, while allowing the Kurdish YPG to maintain their separate military organization inside the province of al-Hasaka. Damascus rejected this proposal and instead proposed a special status for the Kurdish administration within Syria, opening the road for members of the YPG to join the Syrian Army in a special Kurdish and Arab contingent. "

Assad ist also viel weitgehender zu Kompromissen mit den Kurden bereit, als es uns gerne erzählt wird. Es wird interessant zu sehen, ob sie sich nach so vielen falschen Verbündeten eine kluge Entscheidung treffen.

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g.raymond 24.12.2018, 17:33
7. Rechtsfragen

Meines Erachtens hätten sowohl Erdogan als auch Trump ihre Interventionen in Syrien mit der amtierenden Regierung von Syrien absprechen müssen. So ist das Bruch des Völkerrechtes. Insofern ist Trumps angekündigter Rückzug absurderweise die richtige Entscheidung.

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derspiegeldesspiegel 24.12.2018, 17:50
8. Erdogan, Trump, Assad

Es kämpfen Kurden gegen Kurden. Die Alevitin werden bekämpft, nicht pauschal die Kurden. By the way: nur weil man den Amis und der europäischen Gefolgschaft geholfen hat zu morden ist das keine Legitimation ein Land zu bekommen... In welchen Völkerrecht steht denn so was :-)

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bertholdgross 24.12.2018, 17:58
9. Endlich können die Waffen schweigen

Wenn Assad mit Unterstützung der Russen und des Irans wieder die volle Kontrolle über sein Land gewinnt, können endlich die Waffen wieder schweigen.
Das Chaos wird zu Ende sein, so wie es vor dem Aufstand gegen Assad, den die USA leider unterstützt haben, war.
Wir können wieder auf ruhigere Zeiten hoffen. Es war eine kluge Entscheidung von Trump.

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